Mi286 – „Mehr Technokratie wagen!“

00:00:00 Intro
00:01:03 Begrüßung
00:06:14 Oppenheimer
00:18:37 Kodak und Atomtests
00:34:55 Raumakustik
00:50:59 Tincercad
00:57:22 Thema 1: “Hunger Dich gesund!”
01:24:45 Snackable Science: Blutzuckermessung
01:36:30 Thema 2: „Tempus fugit“
01:57:52 Schwurbel: Die Lakhovsky-Spule
02:11:25 Hausmeisterei
02:12:37 Outro (Intro Folge 16)

Begrüßung: Letzte Woche war Nicolas beim Format „Wissenschaftler reagieren“ zu Gast und hat beim ARTE -Stream auf Twitch mit Gästin Mathilde Himmelreich und Gastgeber Cedric (Doktor Whatson) über den Film Oppenheimer gesprochen! Ihr könnt euch den Stream noch ein paar Wochen hier anschauen!

Apropos: Cedric ist auf Tour, bei seiner Show in Essen am 03.03.2024 dürfen wir der Opener sein!

Science Busters on Tour: Ansonsten sind unsere österreichischen Freunde von den Science Busters auch in Deutschland auf Tour! Checkt hier alle Termine!

Kodak kennt Geheimnisse: Kodak hat wohl jahrelang waffenfähiges Uran gelagert – wussten sie Bescheid? 😀

Bei Tinkercad kann man sich intuitiv und einfach an das Thema 3D-Druck via Browser herantasten und z. B. 3D-Entwürfe machen!

Thema 1 (Nicolas):Hunger Dich gesund!“ – Arachidonic-Säure gilt eigentlich als entzündungsfördernd – nun haben Forschende festgestellt, dass sie sogar entzündungshemmend sein kann! Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Arachidonic-Säure ein wichtiger physiologischer Regulator des NLRP3-Inflammasoms ist und könnte erklären, warum Fasten Entzündungen reduzieren kann. Sie könnten auch Aufschluss darüber geben, wie entzündungshemmende Medikamente wirken. Es ist bislang allerdings nur eine Studie, mit wenigen Teilnehmenden.

Snackable Science:Blutzuckermessung“ – Die Messung von Blutzucker findet gar nicht im Blut statt, sondern wird direkt im Unterhaut-Fettgewebe (Gewebezucker) gemessen, also der Zuckergehalt in der Gewebeflüssigkeit! Und wie genau funktioniert der Sensor dabei?

Thema 2 (Reini): Tempus fugit“ – Physiker:innen ist es erstmals gelungen, das molekulare Altern von Materialien wie Glas und Kunststoff zu beobachten und auch zu messen. Und die Zeit, äh, die Materialzeit tickt immer langsamer, da die Moleküle nicht mehr so schnell ihren Platz verändern. Die CO2-Molekül-Struktur hat die Sendung mit der Maus ganz wunderbar dargestellt!

Schwurbel der Woche: Die Lakhovsky-Spule“ – Schwurbel zur Vitalisierung der Pflanzenwelt!

Hausmeisterei: Tour 2024: ab April sind wir wieder mit der „Minkorrekt 2.0“ und „10 Jahre Minkorrekt“ unterwegs! Alle Termine und Tickets gibt es hier.

Outro: „Frohe Botschaft“ (Intro Folge 16)

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23 Gedanken zu „Mi286 – „Mehr Technokratie wagen!“

    • Da war jemand schneller. 🙂
      Das haben wir auch zum Einrichten unserer Wohnung und später unseres Hauses genutzt. Wenn man keine großen Ansprüche hat, kann man dieses gut nutzten und es ist leicht zu bedienen.

      • 👍Drei SH3D hätte ich auch gesagt, obwohl ich selbst tatsächlich als 2D-Grundriss mit Objekten in verschiedenen Ebenen gute Erfahrungen mit GIMP und Inkscape gemacht habe. Man kann einen existierenden Grundriss als Ebene 0 ablegen und die Objekte in den Ebenen darüber.
        LG
        Omm

    • Hallo zusammen,

      ich bin auch derzeit für einen Umzug am planen und hab lange nach einem ordentlichen Programmen gesucht. Meine beste Lösung waren bisher auch CAD-Programme. Dann bin ich aber auf Palette Home (https://www.raumplaner-online.de/3d-raumplaner) gestoßen und es entspricht endlich meinen Anforderungen: einfache Bedienung, viel Anpassungsmöglichkeiten der Räume und Möbel sowie eine virtuelle 3D-Ansicht. Alles im Browser oder App anwendbar. Also klare Empfehlung

      Ansonsten habe ich früher für solche Dinge einfach Sims verwendet 😀

      Super Podcast! Macht weiter so!

      Viele Grüße
      Julius

  1. Hallo,
    Ich wollte was zum Thema Fasten beitragen. Am 01.01.2024 hab ich mich spontan zu einem 14 tägigen Wasser/Saftfasten entschieden. Kurz davor habe ich ein Interview mit Prof. Dr. Peter Schwarz gelesen. Er ist Diabetologe und empfiehlt allen seinen Patienten eine 14 tätige Fastenkur. Er sagt, dass danach ca. 60% seiner Patienten keine Diabetesmedikamente mehr bräuchten, nach einem Jahr könnten immer noch 50% auf Medikamente verzichten. In dem Interview beschreibt er unter anderem auch den in dieser Folge vorgestellte Effekt auf Entzündungsprozesse im Körper. Ein weiterer Effekt, den er beschreibt, nennt sich Autophagie. Ich habe kurz danach gegoogelt und es ist kein Schwurbelbegriff. Man könnte diesen Begriff mit „Selbstreinigung“ übersetzen und ist dem „Entschlacken“ aus der Pseudomedizin gar nicht so unähnlich. Vielleicht ist am Entschlacken also doch mehr dran, als ich bisher angenommen habe.
    (der besagte Professor ist übrigens Vorsitzender der Internationalen Diabetischen Gesellschaft. Auf mich macht er zumindest einen seriösen Eindruck)
    Jetzt noch kurz zur anekdotischen Evidenz (also meiner persönlichen Erfahrung):
    1) unabhängig von den körperlichen Effekten fand ich die Zeit extrem interessant und lehrreich. Man lernt Lebensmittel so unfassbar wieder zu schätzen. Nach einer Woche Fasten habe ich von einem Schälchen Reis mit paar gekochten Karotten und etwas Butter geträumt und ich hätte dafür jedes 3 Gänge Menü in einen Sternerestaurant stehen lassen.
    2) ich bin Asthmatiker und benötige am Tag ca. 2 Hübe Kortisonspray und 4-6 Hübe bronchenerweiternden Spray. Ab dem 3. Tag Fasten konnte ich auf die Medis komplett verzichten. Da Asthma entzündliche Prozesse zugrunde liegen, würde das zu dem in diesem Podcast vorgestellten Wirkmechanismus passen.
    Jetzt, ca. 3 Wochen nach dem Fastenbrechen, lässt bei mir dieser Effekt wieder leicht nach. Ich nehme wieder Medis, allerdings immer noch viel weniger als vorher.
    3) meine Knieschmerzen, die ich seit Juli letzten Jahres hatte (eine chronisch entzündete Sehne) waren ebenfalls nach dem 3 Tag komplett weg.
    4) ich habe 8 Kilo abgenommen (von 95kg auf 87kg). Das neue Gewicht konnte ich bis jetzt halten. Allerdings bin ich nach dem Fasten zum Intervallfasten übergegangen. 14 Stunden am Tag nichts essen, 10 Stunden essen.

    Fazit: für mich eine der interessantesten Erfahrenen meines Lebens. Teilweise schon hart aber die Hochphasen haben definitiv überwogen.

    Dankeschön auch für den Podcast, den ich fast von Anfang an höre :).

    Florian

  2. Pingback: #838 - Die Bevölkerung besteht nicht aus Röntgenfilm - Happy Shooting - Der Foto-Podcast

  3. Meiner Meinung nach hat Reini die Funktion des Glukosesensors nur halb erklärt. Er hat das Messprinzip erklärt, aber der (für mich) wichtigere (bzw. für mich interessantere) Teil ist wie das Stromsignal aufgenommen, verarbeitet und an das Handy gesendet wird. Wie wird der Sensor mit Energie versorgt? Ist eine Batterie verbaut. Das wären die Fragen die mich interessieren, die man aber wahrscheinlich nur mit ein bisschen Reverse engineering beantworten kann.

  4. Bei der Kodak-Geschichte erinnere ich mich spontan an andere unerwartete Messungen, wie der Satellit, der eigentlich Atomtests hätte finden sollen, dann aber Gamma Ray Bursts aus dem All gefunden hat.
    Übrigens sind eine nicht geringe Anzahl US-Atombomben irgendwo abhanden gekommen. Die Anzahl soll wohl zweistellig sein, hab ich mal gehört. Wie es bei sowjetischen/russischen Bomben aussieht, kenne ich nicht mal Gerüchte.

  5. Zum Thema Kodak und ob es die noch gibt kann ich sehr die dreiteilige Serie von SmarterEveryDay auf Youtube empfehlen:
    Teil 1: https://youtu.be/HQKy1KJpSVc?si=4ndOFOwyWTnjCd1J
    Teil 2: https://youtu.be/cAAJUHwh9F4?si=g1_75v-R0_Jq5afQ
    Teil 3: https://youtu.be/mrJP82ZZiag?si=OBpVvBFlI8fUecmT

    Zu Teil 2 gibt es noch zwei ‚Bonusteile‘:
    Quality Control: https://youtu.be/VIH0dEMyv9w?si=I-PxF0vBaw-93YBc
    Chemistry: https://youtu.be/zJ8aNPStQ8M?si=pvynqfq_OV-_aAGG

    Ansonsten noch, wie analoges Fotografieren eigentlich funktioniert: https://youtu.be/TCxoZlFqzwA?si=Q7z9gP_AmvMMaSED

    Und abschließend noch eins, wie früher analoge 1000 fps Kameras kalibriert wurden: https://youtu.be/Q07CTj4fUeY?si=33eY66sZ-RS48K29

    Wenn man sieht, wie aufwendig die Herstellung von Foto-Film ist, wundert es einen wirklich nicht mehr, dass Kodak beim Röntgen-Film sehr angepisst über die Atomwaffentest war 😬

  6. Vorhin habe ich euch noch eine E-Mail u. a. zum für mich neu entdeckten Elektrokultur-Schwurbel geschrieben und jetzt sehe ich, dass ihr die Lakhovsky-Spule als Schwurbel habt, die in der Elektrokultur auch ständig vorkommt. Ich hatte mich schon gefreut, etwas Neues entdeckt zu haben. Nun ja, leider etwas zu spät – wobei man in der Elektrokultur auch noch viel anderen Mist findet. 😀

  7. Servus zusammen,
    Zum Thema „Was haben sie sich früher eigentlich bei Atombombentests gedacht“, eine kurze Zusammenfassung über einen Test in der Sowjetunion.

    Widerlicher, grausamer und menschenverachtender (auch noch gegen die eigenen Leute) geht es fast nicht mehr.

    Dabei wurde „bewiesen“ das es möglich ist ein Gebiet einzunehmen welches zuvor einen Kernwaffeneinsatz erlebt hatte.

    Der dafür verantwortliche General wurde ein halbes Jahr später Verteidigungsminister.

    http://www.neu-samara.de/index.php?artikel=9&sprache=de

    https://de.wikipedia.org/wiki/Georgi_Konstantinowitsch_Schukow?wprov=sfla1

    Grüße

  8. Mal eine Anregung zum Thema Fasten. Dies muss nicht immer nur Verzicht bedeuten. Durch meine Frau habe ich das Plus-Fasten kennengelernt.
    Also, einfach mal bewusster Sachen zusätzlich machen, die einem gut tun. (Und von denen man auch meist weiß, dass Sie gut sind 😉
    Hier ein paar Anregungen: Täglich wenigstens 1x Obst/Gemüse essen, min. 1x täglich Spazierengehen (auch, wenn es nur kurz ist), sich bewusst Zeit für den/die Partner/-in oder Kinder nehmen, öfters selber kochen, usw.
    Ich denke, den meisten werden noch viel mehr Dinge einfallen. 🙂

  9. Zu den Spulen und Drähten um Pflanzen: Schaut doch mal auf die Hausdächer. Also „normale“ von Einfamilienhäusern. Dort entdeckt man immer wieder mal daß unter Schornsteinen die Ziegel noch frisch aussehen. Das kommt daher, daß die Schornsteine mit Kupfer eingefasst sind. Manchmal sind es auch Blitzableiter oder andere Blechteile aus Kupfer. Und Kupfer ist für manche Mikroorganismen, Pilze, Flechten, Moose und was weis ich noch – na ja, eher ungemütlich bis giftig. Das wäre ein Seiteneffekt der die scheinbare Wirkung „herbeiführt“.

  10. Zum „Enthallen“ von Räumen ist es sinnvoll den Schall analog zum Licht zu betrachten. Wenn man in einem Raum mit Spiegelwänden eine schwarze Kiste stellt, dann wird der Raum nicht viel dunkler. Was man hingegen machen muss ist es die „Spiegel“, sprich die Wände, abzuhängen.
    Zum Abtrennen eines Raumteils wäre beispielsweise ein Vorhang gut, oder 2 Vorhänge in so 10-20 cm Abstand hintereinander. Das dürfte auch billiger sein als spezieller Akustikschaumstoff. Im Prinzip ist das Material sogar relativ egal.

    Die Nachhallzeit kann man übrigens leicht selber messen. Dazu einfach einen Lauten Knall erzeugen (Luftballon, Gehörschutz beachten!) und ihn sowie den Nachhall messen. Nach Definition misst man die Zeit bis das Geräusch zum letzten Mal lauter als 60dB unter dem Peak ist.

    • Ich nehme dafür Bühnenmolton. Der ist dick genug um Schall auch wirksam zu schlucken, lässt sich in passender Größe zugeschnitten kaufen und ist meist schon imprägniert (schwer entflammbar, DIN 4102 B1) und damit auch für Veranstaltungsräume einsetzbar.

  11. Oberirdische Atomwaffentests
    Während meines Studiums (Umwelttechnik an der FH in Giessen) ,zu Zeiten Tschernobyls, war radioaktiver Fallout ein Thema in verschiedenen Vorlesungen. Dabei wurde der deutlich höhere Fallout aus oberirdischen Atomwaffentests mit dem Tschernobyls verglichenverglichen. In den Grafiken war deutlich der Rückgang nach Einstellung der oberirdischen Tests zu sehen. Als ein Grund für die Einstellung wurde auch genannt, das aus dem Fallout auf die Art und Zusammensetzung der Bomben geschlossenen werden konnte. Wissen, das man nicht so gerne preisgeben wollte.
    Gesundheitliche Aspekte spielten wohl eher eine untergeordnete Rolle.
    viele Grüße, Jürgen aus Wissmar bei Giessen

  12. Bezüglich der Genauigkeit des Blutzuckersensors: Auf der Webseite des Herrstellers (https://www.freestylelibre.de/produkte/freestyle-libre-3-sensor.html) ist unter Fußnote 4 ein Paper verlinkt: https://link.springer.com/article/10.1007/s13300-023-01385-6 (Sogar Open-Access)
    Dort kommen sie zu dem Schluss, dass der Sensor in 93,4% der Fälle eine Genauigkeit von ±20 mg/L hat.
    (Vielleicht habe ich das Paper auch falsch verstanden. Lest gerne selber nach)

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