Mi234 – „Genitale Unzulänglichkeit“

Inhalt

00:00:00 Intro
00:01:35 Begrüßung
00:05:52 US Toaster
00:14:24 Porsche und Pimmel
00:26:00 Jahresabschluss
00:28:35 Zeit- vs. Frequenzdomäne
00:40:32 Unterstützer:innen
00:41:39 Themen der Woche und Last of Us
00:49:50 Thema 1: “One Eight Seven Pilzpate!”
01:09:20 Experiment der Woche
01:18:20 Thema 2: „Laser-guided lightning, very, very frightening me“
01:45:06 Schwurbel der Woche

Soll der Toast so schwarz? Nicolas hat einen neuen Toaster. Einen R2D2-Toaster, und kam an die Grenzen seiner Physiker-Kompetenzen.

Hörer Markus hat uns ein schönes Paper zugesendet (Bitte mit Humor nehmen): Hier wird u. a. die klassische Penis-Frage in Kombi mit schnellen Autos untersucht.

Reini macht Jahresabschlüsse. Kleiner Aufruf an dieser Stelle: ordentliche Buchhaltung ist Gold wert – und jemand, der oder die sich um deine Steuern kümmert 😀

Nicolas verdoppelt in seiner Freizeit Frequenzen und Reini macht ein Experiment draus 🙂

Unterstützer:innen-Kommentare der Woche:
Jens: „Die Wissenschaftskommunikations-Einzugszentrale!

Wir sprechen über die HBO-Serie „The Last of us“, dazu gibt es auch einen offiziellen Podcast (Englisch).

Thema 1 (Nicolas):One Eight Seven Pilzpate!“ – Austernpilze sind Jäger! Der fleischfressende Pilz „Pleurotus ostreatus“ verwendet ein unbekanntes Toxin, um Nematoden (Fadenwürmer) bei Kontakt schnell zu lähmen und zu töten.

Experiment der Woche:Eiswürfelstalagmit“ – danke Laura für das Zusenden des Experiments! Hier findet ihr eine detaillierte Beschreibung, um das zuhause nachzumachen! Wenn euch das Experiment gelingt, schickt uns gerne ein Foto zu!

Thema 2 (Reini): Laser-guided lightning, very, very frightening me“ – „Alles wird besser, wenn man einen Laser dran baut“ – Reinhard Remfort.
Obwohl die „Blitzforschung“ seit mehr als 20 Jahren sehr aktiv ist, zeigt das Paper experimentell erstmals das Ergebnis, dass Blitze von Lasern geführt werden. Diese Arbeit ebnet den Weg für neue atmosphärische Anwendungen von Ultrakurzzeitlasern und ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines laserbasierten Blitzschutzes für Flughäfen, Startrampen oder große Infrastrukturen.
Ein englischsprachiges Video dazu gibt es von TWIS (This Week in Science)

Schwurbel der Woche: „Kristalle sind verloren!“ – schon mal „Kristalle“ bei Google eingegeben? Viel Spaß. 🙂
Was aber tatsächlich problematisch ist: Wenn man einen wissenschaftlichen Begriff sucht , z. B. „Kristalle“, und Google wirft zu einem Großteil Schwurbel aus – dann ist das durchaus ein Problem. Laien oder Menschen ohne eine wissenschaftliche Ausbildung stoßen zwangsläufig auf Kristalle mit der Assoziation zu Schwurbel.

Hausmeisterei: Wir haben einen Termin beim DRK, lassen und Blut abnehmen und werden berichten. Wenn wir dann noch gerade stehen! 😉

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23 Gedanken zu „Mi234 – „Genitale Unzulänglichkeit“

  1. Hey Jungs, das tut so Weh dass ich auf dem Heimweg anhalten muss und ich mir vorstellen muss, wie die Herren Ohm und Kirchhof sich gegenseitig in die Halsschlagader beißen.
    Solange ihr dadurch das Netz nicht in die Knien zwingt, es wird durch die Parallelschaltung nicht in jeder Wurst bzw. Gurke weniger Strom fließen!
    Haaaaarrrhhge Grüße
    Pepe

  2. Zum US Toaster – vor ein paar Jahren hab ich eine Theorie aufgestellt, dass man mit dem Erlangen eines Doktortitels eine Fähigkeit abgigt. Bei Nicolas wäre das dann wohl das Toasten von Toastbrot. 😉

  3. ’ne Anekdote zu Nematoden:
    In meiner Kindheit in den 1960ern gab in dem Kaff in dem ich aufgewachsen bin noch Hausschlachtungen.
    „Nematoden“ waren die Würmer, nach denen der Tierarzt gesucht hat, bevor das geschlachtete Schwein verwendet werden durfte. Er untersuchte dafür mit einen „Fadenzähler“, einer kleinen, leistungsfähigen Lupe Proben des Fleisches und suchte nach solchen Würmern. Die Würmer infizierten gerne lebende Schweine und lebten in deren Fleisch. Solche Schweine durften dann nicht verwendet werden und wurden vernichtet.

  4. Ich danke euch recht herzlich für den Ohrwurm den ihr meiner Frau und mir mit dem Intro ins Ohr gesetzt habt.

    Nachdem ihr in einer früheren Folge erklärt habt wie man einen Ohrwurm wieder los wird, freuen wir uns schon auf die komplette Single eures angeteaserten Liedes.

    Liebe Grüße aus Österreich
    Thomas

  5. Episches Intro, musste es direkt mehrfach hören 🙂
    80er Lieder mit politischem/gesellschaftskritischem Inhalt z.B. Monopoli (Klaus Lage), 99 Luftballons, Goldener Reiter, …
    Ansonsten hatte ich die relative Sinnfreiheit der deutschsprachigen Texte dieser Zeit immer als eine Art Trotzreaktion/Ohnmachtsreaktion auf die permanente atomare Bedrohung des kalten Kriegs aufgefasst, die Deutschland ja ganz unmittelbar betroffen hat.

    • Danke, genau das war auch mein erster Gedanke. 80ziger Jahre, der „Ivan steht vor der Tür und will den roten Knopf drücken“ <= das bekam man täglich von den Medien vorgesetzt und da hat es einfach sowas "sinnlos" unpolitisch Unterhaltenes gebraucht um auch mal Ablenkung von der Realität zubekommen.
      Eine andere Möglichkeit mit der Gefahrenlage umzugehen, lässt sich super in der Filmwelt sehen. Ein Großteil der "One-Man-Heros"-Filme hatten zur Zeit des eisernen Vorhanges ihre größten Erfolge. Der Grund war hierfür diese Ohnmacht, der Laune von zwei Militärbündnissen ausgesetzt zu sein und selber sein Schicksal nicht bestimmen zukönnen. Da bot der einzelne Held, der alles regelt eine willkommene Ablenkung und auch Hoffnung an.

      Mal abgesehen von dem Sinn der Lieder von "Blödelbaden" wie Mike Krüger im zeitlichen Kontext, geht mir diese edgy-Haltung "alles schlecht finden, weil sonst ist man nicht cool im Internet" von Reinhard ein wenig gegen den Strich. Ich bin mir ziemlich sicher (nach dem Blick auf die AAA-Playlist), dass er nicht jeden Tag nur Protestsongs hört, die den aktuellen Zustand der Gesellschaft bejammern (ist auch keine Pflicht!), sondern auch Lieder hört, in denen einfach nur stumpf geknüppelt wird, was exakt dem selbem geistigen Nährwert wie "Bodo mit dem Bagger" entspricht. Solche Lieder sind halt nur nicht "lustig" und unterliegen damit einem anderen Alterungsprozess.

  6. Da hätte ich den Laserstrahl theoretisch sehen können, wenn ich gewusst hätte wann und wohin schauen. Der Säntis ist hier am Bodensee sozusagen der Hausberg und je nach Wetterlage meist sehr gut zu sehen. Heute gab es dazu sogar einen Artikel in der Lokalzeitung.
    Grüße vom Bodensee

  7. Hallo Ihr Zwei,
    passend zu dem Pimmel-Paper habe ich gerade vor kurzem in dem Buch „Der dritte Schimpanse“ von Jared Diamond folgende, passende These gelesen. Verglichen mit dem Gorilla oder dem Schimpansen hat der Homo Sapiens einen erstaunlich langen Penis. Dies bringt evolutionär wohl keinen Vorteil und Frauen stehen auch nicht besonders darauf. „Wir können also zwar bejahen, dass der menschliche Penis ein Organ zum Vorzeigen darstellt, müssen aber feststellen, dass er nicht Frauen, sondern Männer beeindrucken soll.“ (In meiner Auflage S. 97)
    Passt perfekt zum minderen Selbstwertgefühl der Porschefahrer und dem diskutierten Paper.
    Liebe Grüße!

  8. Also in der NDW gab es einiges politisches. Man denke nur mal an „Herr Barz und sein Roboter“ mit „Robby der Roboter“ der die drohende Automatisierung mit all seinen Höhen und Tiefen besingt:
    https://www.youtube.com/watch?v=Ue1ZvPC62Ik

    Oder „99 Luftballons“ von „Nena“ was ja eigentlich ein Antikriegslied ist.

    Oder der auch schon vor der NDW bekannte Künstler „Joseph Beuys“ mit „Sonne statt Reagan“. (Ja fängt schlimm an, wird dann aber besser)
    https://www.youtube.com/watch?v=OgItH-NeJpk

    Oder man denke nur an Werke der EAV wie „Burli“ oder „s’Muaterl“.

  9. Das mit dem Beat als Ton lässt sich vermutlich einfach mit einem Motor, einen Lego-Reifen (mit Profil) oder Zahnrad und einem Blatt Papier darstellen.

    Über die Spannung am Motor kann man grob die Geschwindigkeit einstellen.

  10. Hallo zusammen,
    wenn ich auf DuckDuckGo oder Startpage nach „Kristalle“ suche, kommen durchgängig seriöse Suchergebnisse (zumindest auf der Seite – weiter hab ich nicht gekuckt xD).
    LG
    Stefan

  11. Ich bin gern Gewitterfotograf… und die Aussage, man bräuchte für diese „Gegenblitze“ von unten nach oben eine Highspeed-Kamera, ist einfach falsch. Das Gegenteil ist richtig, eine Langzeitbelichtung reicht aus, um jegliche Blitze zu zeigen. Für eine Korrelation mit ionisierter Luft mit diesem Laser aber vielleicht doch, kann ja sein. 😉

    Blitze sind relativ langsam, man sieht sehr gut, wie sie sich langsam aufbauen mit dünnen Zackigen Linien (teilweise auch kräuselnd), von oben und auch von unten kommend. Erst der Kontakt beider und die folgende Entladung ergibt die extreme Helligkeit. Das täuscht dann auch darüber hinweg, daß dieser „dicke“ Blitz relativ lange (zeitlich) und breit die komplette Ladung abbaut. Die kurzen Zackigen Blitze sieht man eher nur auf dem Foto (der Langzeitbelichtung), mit dem Auge eher kurz wie Wetterleuchten.
    Und das Geräusch eines Einschlags ist auch sehr markant, wenn man in der Nähe ist. Es ist da nämlich zuerst noch ein Zischen während der Aufbauphase, bis es zum Donnerschlag kommt. Krzkrzkrzk-Booom.
    Ich hab mal in meinem Archiv geguckt und zeige hier 2 Bilder „meines“ Blitzableiters.
    https://www.dropbox.com/s/utycget3sqdlogz/IMA19305.JPG?dl=0
    https://www.dropbox.com/s/h83au9re3me6ptw/IMA14604.JPG?dl=0

  12. ad „Kristalle“ und Suchergebnisse:

    Vorweg: ich liebe euren Podcast und habe alles bis auf ca. 50 Episoden bereits alles(!) nachgehört. Alleine 2022 habe ich mit euch – laut meinem Podcatcher – ganze 12 Tage und 9 Stunden verbracht. 🙂

    Daher erlaube ich mir diesen Kommentar, der eine kleine Kritik beinhaltet:

    Genauso, wie ihr euch wundert, dass die Masse so unreflektiert Schurbel konsumiert und verbreitet, genauso wundert sich jemand, der mit dem Schutz der Privatsphäre im Internet sensibilisiert ist über eure Erwähnungen von Google als Suchmaschine und das offenbar unreflektierte Nutzen von Cloud-basierten Services im Internet.

    Wie soll ein normaler Mensch ohne besondere technische Ausbildung sich gegen – salopp verkürzt – das Ausbeuten durch Megacorps auf viele, viele Jahre wehren, wenn selbst ihr als promovierte Physiker aus der weit verbreiteten Bequemlichkeit heraus keine Hemmungen habt, Cloud-Dienste wie iCloud, Dropbox, Google Search und womöglich sogar Cloud-basierte Passwortspeicherdienste (das geht ja gar nicht!) nutzt?

    Mehr dazu von mir zur Motivation des Themas:
    https://karl-voit.at/cloud-daten-bedingungen/
    https://karl-voit.at/cloud/

    So muss man sich das dann vorstellen, warum Schwurbel gedeiht: die Warnungen der Experten, die sich damit auskennen, werden schon bei einem minimalen persönlichen „Abstand“ zu dem Thema nicht mehr ernst genommen oder gar belächelt.

    Insofern: hört auf quasi alle Privacy- und Security-Experten und werdet euch bewusst, was ihr alles nie mehr kontrollieren könnt, wenn ihr eure wertvollen Daten Cloud-Services anvertraut. Und dabei ist es unerheblich, ob man dafür zahlt oder nicht. Der Schaden kommt subtil, meistens unbemerkt(!) und auf Jahrzehnte verteilt. Ihr merkt es gar nicht, wenn euch beispielsweise eine Versicherung nicht die günstigsten Tarife anbietet, weil sie in Daten, die bei Informationsbrokern gekauft wurden, womöglich sogar falsche Indikatoren herausliest, dass ihr ein bestimmtes Risiko habt. Ihr habt da keine Chance. Nicht mal das Versicherungsunternehmen hat hier die Möglichkeit, diese Daten zu verifizieren.

    Und bitte glaubt nicht dem sehr guten Apple-Marketing, dass Apple hier irgendwie besser wäre als der Rest. Ich habe gerade einen Blogartikel in der Pipeline, wo ich mir u.a. deren AGBs mal näher angeschaut habe. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass Apple einer der schlimmeren Konzerne ist, was den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden angeht. Deren Selbstverständnis ist beispielsweise, dass es keine Weitergabe und Weiterverwendung von persönlichen Daten und Logs ist, wenn Apple das selber auswertet und die ausgewerteten Daten ggf. weitergibt.

    Nur so als Denkanstoß, warum wir so fassungslos sind, wenn wir lesen, wie viel Stuss die Schwurbler verbreiten. Ich musste mich auch schon das eine oder andere Mal ärgern, dass ihr da nie einen kritischen Kommentar gemacht habt – ganz im Gegenteil, ihr macht sogar andauernd Werbung für Dinge, die die Privatsphäre von HörerInnen mehr oder weniger subtil ausnutzt.

    Macht bitte mit eurem Podcast noch ewig weiter so!

  13. Als Elektrotechnikerin musste ich gerade etwas weinen.
    Erst der Hinweis: Eine verdoppelte Spannung beim Toaster bringt nicht nur den doppelten Strom, sondern sogar die vierfache Leistung, da P = U² / R. Das hat sich durch das schöne glühen ja optisch bemerkbar gemacht 😁
    Und zu Hotdogger: es ist ja eine Parallelschaltung. Ist die Spannung konstant, wird durch jede einzelne Wurst der selbe Strom fließen. Die einzelnen Ströme addieren sich nur. Es ist also für die einzelwurst egal, wie viele nebendran eingespannt sind. Der Gesamtstrom erhöht sich, ja, aber nicht die zugeführte Einzelleistung pro Wurst.

    Danke euch für den tollen Podcast und ganz besonders für den Ohrwurm am Anfang!

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