Minkorrekt Folge 157 „Immer Verachtung“

Das Jahr ist noch jung und die Wissenschaft schläft nicht. Zu Beginn dieser Folge berichtet Nicolas erstmal vom Kongress an dem Reinhard dieses Jahr ja leider nicht teilnehmen konnte.

Nicolas hat auf dem Kongress natürlich auch in Mikros gesprochen und zwar hier:

Podcast-Selbstkritiktreffen

Wisskomm-Gala

Sendegarten vom Kongress

Auf dem Kongress hat Nicolas auch Blut geleckt und angefangen sich mit Arduinos zu beschäftigen.

En-ROADS ist ein Temperatur-Simulator bei dem Ihr mal sehr detailliert an verschiedenen politischen Reglern drehen könnt um zu sehen was das mit der Durchschnittstemperatur macht. Hier gehts zum Simulator.

@Black_Werwulf hat mal unsere Folgenlängen und die Dauer einzelner Themen analysiert.

Thema 1:CO2-Rechner“ – Wir schauen uns unseren CO2-Fußabdruck an und sind erstaunt welcher Hebel welche Wirkung hat. Vor allem bei der Mobilität schneiden wir schlecht ab. Schaut euch mal euren eigenen Abdruck an.

Thema 2:Auch du Johnny 5?“ – Was haben römische Kaiser und technische Geräte gemeinsam? Beide sterben ähnlich!

Experiment der Woche:Abstände im Sonnensystem“ – Wie groß genau ist eigentlich unser Sonnensystem, oder gar das ganze Universum? Wir präsentieren euch ein paar anschauliche Modelle.

Musik:Climate Change Song” schuld ist Nicolas

Thema 3:Katzenmimik“ – Versteht ihr euren Stubentiger? Hier geht es zum Test

Thema 4:Aufs Glatteis geführt“ – Warum ist Eis eigentlich glatt? Diese Frage können wir immer noch nicht beantworten, aber wir sind einen Schritt weiter.

Schwurbel der Woche: Die Seite von Medwatch findet ihr hier und die Seite der Hirntumorhilfe mit den Publikationen hier.

Tourtermine: Feiert mit uns die Wissenschaft live! Es gibt ab sofort Karten für unsere neue Show „PANIC!“ im November.

Habt ihr schon IG-Nobelpreis-Tickets für die Show in Duisburg? Werft auch einen Blick auf den kompletten Tourplan….wir sind namentlich erwähnt!

Rausschmeißer:The Internet Is Made Of Cats” schuld ist Nicolas

Vielen Dank für euere Unterstützung! Support your Podcast! 🙂

(bei allen Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

Intro war: Neujahr 2020

157 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 157 „Immer Verachtung“

      • Moin jungs, ich hörte euch die tage zum ersten mal, bin auch gut unterhalten gewesen und habe manchmal geschmunzelt, möchte euch jedoch auf einige Sachen aufmerksam machen.
        1. Zum Mondholz, welches ihr unter Schwurbel (letzte Folge) gottgleich allwissend abtut. Dazu dieser Link:
        https://www.szf-jfs.org/doi/pdf/10.3188/szf.2003.0351
        Fazit: Wikipedia ist nicht der Weisheit letzter Schluss, weder objektiv noch wissenschaftlich (solltet ihr eigentlich wissen)
        dazu: ****hier wurde ein Link entfernt da wir so einen Quatsch wie KenFM oder „Anti-Spiegel“ nicht auf unserem Blog haben wollen***

        2. Finde ich euer verhalten gegenüber skeptischen menschen im bezug des klimawandels nicht korrekt. im grunde plappert ihr hier nur die herrschende meinung nach ohne berechtigte Kritik am Dogma des anthropogenen-CO2-bedingten Klimawandel zuzulassen. Der Begriff p-Hacking ist euch sicher bekannt und dass 97% der Wissenschaftler diese these befürworten sicher auch. dazu noch dieser link
        ****hier wurde ein Link entfernt da wir so einen Quatsch wie KenFM oder „Anti-Spiegel“ nicht auf unserem Blog haben wollen***

        würde mich über eine antwort von euch freuen
        gruß christian

      • Moin Ihr Lieben,

        leider bin ich etwas spät mit dem Kommentar und höre ihn regelmäßig, wenn er auch lang ist, in Gänze und freue ich über die Themen und das anfängliche Geplaudere. Ihr seid zwei total nette Nerds. 😉 Nett gemeint.
        Allerdings wurde mir bei der Folge bezüglich des Klimawandels und der Maßnahmen, die selbst Ihr, als Wissenschaftler, NICHT trefft, Angst und Bange.
        Erich Kästner hat schon gesagt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“.
        Wir wohnen dörflich und, ich fahre zum Schichtdienst 110km mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Dienst und 110km wieder zurück. Zu und von den Bahnhöfen fahre ich mit dem Fahrrad. Hierfür werde ich mitleidig belächelt und damit bedacht, dass mein kleiner Anteil doch gar nichts für die Umwelt bring.
        Auch Fahrgemeinschaften zum Fußball schaffe ich nicht einzurichten; die Eltern fahren ihre Kiddies lieber selber. Auch zur Schule geht es anstatt mit dem Bus, mit dem PKW.
        Wir haben zwar einen PKW, den benutzen wir allerdings sehr selten. Die meisten Touren machen die Kiddies (10 und 12) und ich mit dem Rad. Selbst zum Einkaufen bei Regen und Schnee (ach, den gibt es ja aufgrund des Klimawandels kaum noch); es gibt ja die richtige Bekleidung für jedes Wetter.
        Ich weiß es nicht, glaube aber, dass es kurz vor Zwölf ist, da dürften Ausreden nicht gelten.
        Mittlerweile glaube ich tatsächlich, dass wir Menschen leider durch die Politik gezwungen werden müssen, etwas für die Umwelt zu tun.
        Leider! Ihr Lieben, als Vordenker solltet Ihr mit gutem Beispiel und, das mit Volldampf, vorausgehen und etwas für unsere Umwelt tun. Ausreden sollten keine Kraft mehr haben.
        Das Ganze sollte jetzt kein Anschiss sein. Ich habe Euch trotzdem lieb.
        Gruß,
        Matthias Funk (Funker)

  1. @5G: Aber, aber! Ihr müsst doch die Sorgen der Reptiloiden ernst nehmen 😉 Aber das bestätigt mich wieder mal in meiner These: Die Deppenquote ist überall konstant bei 5-15%….

    • Sorry der man der von 1MW redet hat keine Ahnung, ein EV kann daheim entspannt an einer schuko laden 3KW Über Stunden. eine ladesäule mit MW ist nur für Zwischenlandung auf Autobahnen,wobei die meisten EV mit Max. 150kw laden.

      • Sorry der mit dem 1MW bin ich. Das 1MW war ein Extrembeispiel um zu verdeutlich, dass E-Autos so große Verbraucher sind, dass sie bei der Kalkulation der elektrischen Anschlüsse nicht berücksichtigt wurden.

        Ja du kannst auch mit 3kW laden, das bedeutet dann aber:
        1. Du kriegst über Nacht dein Auto nicht voll und einen Tesla mit 70kW ist erst nach knapp 30h voll. Reicht also zum Pendel, aber für 2 lange Fahrten nacheinander nicht.
        2. 14,5 kW Anschlussleistung hast du vermutlich keine freie Phase mehr zur Verfügung. Heißt während das Auto lädt, solltest du tunlichst in den Zimmern die an der Phase hängen nichts anschalten, sondern am besten im dunkeln sitzen ;).

        Wenn der Hausanschluss noch 3 KW frei hat, kein Problem. Dann kostet das Kabel in die Garage nicht so viel. Wenn nicht, dann wird es ein richtiger Kostenfaktor. Das können schnell mal mehr als 10.000€ werden. Das ist z. B. gern der Fall, wenn auf einem extra Grundstück eine große Zahl an Mietgaragen stehen, da gibt es zum Teil gar keinen Anschluss.

  2. CO2 Bilanz: 7,52 Tonnen.
    Die Differenz zum Durchschnitt Spende ich hiermit an euch. Für Minkorrekt fahre gerne weiter meinen alten Golf 2, und bleibe ohne Arbeit und Urlaub stinkefaul auf meinem Sofa sitzen.

    Grüße aus Bünde
    Chris

    • Da wir alle auf eine Bilanz von 2 Tonnen kommen müssen, sehe ich bei einem Verbrauch von 7,52 Tonnen nichts, was du spenden könntest. 😉

      Ich komme ohne Flüge auf 6,3 Tonnen. Mit Flügen allerdings aufs 3-fache …
      Wobei ich die zumindest teilweise gerne meinem Chef anlasten würde, denn ganz freiwillig mache ich das nicht.

  3. Moin,

    Zu Thema 1:
    Die CO2 Bilanz für eure Tour könntet ihr sicherlich senken indem ihr euch ein Elektroauto mietet. Wahrscheinlich ist das auf Grund des Preises nicht sehr Praktikabel aber vielleicht beschäftigt ihr euch mal damit und eventuell findet sich ja eine Möglichkeit(evtl. ja auch mit Sponsoring) Wäre sicherlich auch ein schöner Praxistest der Ladeinfrastruktur etc.

    Grüße
    Janis

  4. Zu dem E-Autothema:
    Was die Netze angeht sind die Netzanbieter schon voll dabei. Der Netzbetreiber in Hamburg zum Beispiel hat in den letzten Jahren massiv in eigene Ladestationen investiert. Aber mal zum Netz an sich: Die Orts- und Verteilnetze sind nämlich nicht unbedingt für die Strommenge ausgelegt sind. So weit ich weiß sind die Trafos in Hamburg auf 5kW (?) pro Anschluss ausgelegt und das ist schon sehr viel, da man während der Planung des Netzes davon ausgegangen ist, dass man in Hamburg mit Strom (aus AKWs) heizen wird. Da man dies nicht tun wird, sind noch Kapazitäten frei. Das zentrale Problem ist allerdings, dass Orts- und Verteilnetze nicht digitalisiert sind. Es ist also nur sehr eingeschränkt bekannt wie ausgelastet Trafos und Kabel sind. Um E-Mobilität sicher umzusetzen muss man das Netz managen. Dafür sind zwei Dinge nötig: Digitale Stromzähler, mit direktem Draht zum Netzbetreiber, sogenannte Smartmeter und aus der Ferne steuerbare Wallboxen. Diese sind nötig um Informationen über die Netzsituation zu bekommen und Ladeleistung runter regeln zu können. Die Regulierung ist darauf schon eingerichtet. Wer eine Wallbox einrichten will, ist in vielen Netzgebieten schon verpflichtet diese an den Netzbetreiber zu melden und nach Möglichkeit in dessen Steuersysteme zu integrieren. Bei Smartmetern ist es etwas komplizierter, da es bisher kaum Anbieter gibt, die die IT Sicherheitsvorgaben erfüllen. Aber auch hier gibt es Bewegung. Wenn also Digitalisierung des Netzes, Einrichtung von Smartmetern und zentral regelbare Wallboxen umgesetzt sind, dann lässt sich das ganze stabil umsetzen. Das muss zwar erst eingerichtet werden, aber ich weiß, dass der Netzbetreiber in Hamburg schon sehr ambitionierte Pläne und Ziele hat, die Infrastruktur in kurzer Zeit aufzubauen. Und ich vermute, dass dies in anderen Regionen ähnlich ist, schon allein deshalb, weil die Netzbetreiber ansonsten die Stabilität der Netze nicht mehr garantieren können und sie hierzu gesetzlich verpflichtet.

    • Ich will aber nicht von dem Netzbetreiber gesteuert werden. Ich will einen Preis für das kW und die kWh und selbst entscheiden ob ich mein BEV lade oder vielleicht Strom wieder ins Netz zurückschicke (so mein Auto diese Funktion beherrscht, was das aktuelle nicht tut). Ich bin völlig gegen irgendwelche Segnungen von „Oben“.

  5. Hallo ihr zwei,

    versteht, das jetzt bitte nicht als Wunsch euch zu verbessern, aber das Thema laden als Mieter ist genau unseres 😉
    Wir haben bei unserem Vermieter sowohl die Wohnung als auch einen Stellplatz in der Tiefgarage gemietet. In der Tiefgarage gibt es eigentlich keine Steckdosen. Es ist in der Tat korrekt, dass der Gebäudeeigner der Installation zustimmen muss. In unserem Fall hat unser Vermieter auch noch darauf bestanden den Elektriker auszusuchen und zu beauftragen. Aber eben auf unsere Rechnung. Der Elektriker hat dann – unter Beachtung diverser Brandschutzauflagen – eine Steckdose installiert und auf unseren Stromzähler aufgelegt.
    Die Rechnung des Elektrikers konnten wir dann wiederum als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Tat in der Steuererklärung absetzen, insbesondere da das Fahrzeug für den Arbeitsweg genutzt wird.
    Dabei gilt, dass man leider auf nichts davon einen Anspruch hat. Wir hatten hier viel Glück bei. Wobei gerade unser Vermieter auch sehr lange bis zur Zustimmung gebraucht hat.
    Für Nicolas möchten wir noch anmerken, dass 30km Arbeitsweg auch gut gehen, wenn man einen Plugin Hybrid (gibt es auch schon gebraucht, das ist gut für die CO2-Bilanz) zuhause und am Arbeitsplatz laden kann. Dann sind zumindest die km schonmal sauberer. (Radfahren oder ÖPNV ist aber natürlich zu bevorzugen)

    Zu guter letzt hätten wir noch eine Anmerkung in der Hoffnung das einer von euch hier Zahlen kennt oder Erfahrungen mit hat: Bei rein veganer Ernährung werden häufig spezielle Zusatzpreparate benötigt. Kennst jemand die CO2 Werte die bei deren Herstellung anfallen?

    • Ich kenne die Werte nicht aber es sind nicht mehrere Präparate nötig (auch wenn sie gerade auf Pseusogesundheitswebsites gerne beworben werden) sondern B12. Und da habe ich vor kurzen ersten gelesen (ich erinnere mich nicht an die exakte Publikation, aber es kam zumindest aus einer Uni, kann natürlich trotzdem falsch oder übertrieben sein) das bei moderner Tierhaltung und Fütterung auch die Tiere B12 Präparate bekommen, folglich ist das kein Aufschlag der nur für Veganer produziert wird. Ich sehe das größte Problem mit diesen Dingern also im Verpackungsmüll.

    • Leider gibt der Gesetzgeber die Subventionen nur direkt für den Kauf eines E-Autos. Sinnvoller wäre es gewesen mit dem Geld Ladeinfrastruktur zu sponsorn. Damit könnte man die Eingentümergemeinschaft überzeugen, in die Tiefgaragen Steckdosen legen zu lassen, es gäbe langfristig nutzbare Infrastruktur und das Geld würde beim örtlichen Handwerk statt beim Autokonzern laden. Oh, warte …

  6. Kommentar zu den Kommentaren Elektromobilität:

    In Wirklichkeit ist das alles mit dem Stromanschluss gar nicht so schlimm. Die Lösung ist lediglich ein funktionierendes Lastmanagement.

    Technisch ist es kein Problem Elektroautos in Wohnanlagen zu laden. Rechtlich allerdings schon noch, aber das ist ja hier auch kein Rechtspodcast.

    Für alle die das etwas detaillierter haben wollen, habe ich letztes Jahr mal ein Whitepaper hierzu zusammen geschrieben.

    Findet man bei Interesse unter:
    https://www.eautolader.net/whitepaper/

    Ich fahre selber ein Elektroauto und will es nie wieder gegen einen Verbrenner eintauschen. Das fühlt sich jeden Tag an wie Zukunft!

  7. Etwas Besserwisserei am Rande: Es gibt if-Verzweigungen, aber keine if-Schleifen. Eine Schleife ist etwas, wo eine Wiederholung stattfinden kann.

  8. Ich hab als mitt40er ungefähr mit eurem Podcast – Start angefangen mit Arduino und gemerkt, dass man Ziele oder Aufgaben braucht. vom Kühlschranktür-warner, Uhr mit Stundenplan bis zur Carrera Protokoll-Startampel oder WRGBs als Weihnachtsbäumchen alles dabei. V Messung mit nem Hall-sensor bei Carrera-analog auch machbar.
    i2C Bus einsame klasse für Anfänger.
    Arduino kann Analogsignale verarbeiten -> Raspberry nur mit Zusätzen, dafür aber teilweise multitasking mit Linux. vorsicht vor delay() .
    Für den Arduino gibts von Grove noch bessere Zusätze bei Conrad z. B. entsprechende Library vorrausgesetzt… schaut mal auf den Programmer für 328 pu oder attiny85 z. B.
    Auch gut sind die Bücher vom Rheinwerk Verlag.

  9. iq~engineering, das Frankfurter virtuelle Ingenieurbüro wünscht ein gutes neues Jahr. Die zwanziger kommen zurück, mit Charlsten und so. Hier in Bornheim hat schon die erste Zwanziger Jahre Bar offen.

    eine Frage an die aufwachen~minkorrekt community (Wie viele Hörer habt ihr jetzt zusammen? 70.000 mink + ??? aufwachen?

    Was hört man von Satoshi, dem Krypto Phantom? Es macht das Gerücht die Runde er habe eine Tochter, die sich mit Physik befasse? Hat jemand was gehört? Läuft da was?

    Ich hoffe das ist/wird jetzt keine Verschwörungstheorie sondern nur ein Gerücht.

    Für sachdienliche Hinweise don’t hesitate…

  10. Unser gerademal Teenager bekam diesen Winter den Conrad Arduino Minecraft Kalender. Papa fragte sich, wie der Conrad diesen Crossover hinbekam, aber das haben sie ganz orginell gemacht. Am Ende zwar nur ein Arduino Nano, ein Piezo-Beeper und jede Menge LEDs und Sourcecode, aber Minecraft zieht halt gut, und am Ende koennen die Online-Freunde LEDs am Schreibtisch schalten. Nett.

    Uebrigens die Warnung, dass das nur fuer Win-PC geeignet sei, kann man ignorieren. Mit drei Zeilen Shell bekommt man das unter Linux und sicher auch Mac hin…

    ’su

  11. Falls Ihr Weihnachtskristalle in Diamanten gezielt herstellen möchtet, macht es wie Dr. Masaru Emoto. Einfach das Wort „Xmas“, „Tannenbaum“ oder „Einkaufsstress
    “ (irgendwas mit Weihnachten) unter den Versuchsaufbau legen und die Kristalle übernehmen die energetische Information. Voilà!

    Im Advanced Mode könnt Ihr dann einfach an den Weihnachtsmann denken, so wie bei der Herstellung von anthroposophischer „Medizin“. Ok, dabei darf man keine negativen/schmuddeligen Gedanken haben, weil diese Information sonst in das Präparat übergehen würde, aber der Umkehrschluss ist natürlich erlaubt. Beweist mir mal das Gegenteil! ***evil laughter***

    Ich denke mal If-Schleifen wurden schon kommentiert, aber hier eine Aufgabe mit Lerneffekt. Schreib 100 mal an die Tafel: „Es gibt keine If-Schleifen, weil If eine bedingte Anweisung ist.“

    Lösung (in PHP):

    if ($teacher[‚mood‘] == „angry“) {
    for ($i = 1; $i <= 100; $i++) {
    echo "Es gibt keine If-Schleifen, weil If eine bedingte Anweisung ist."; }
    } else { die; }

    oder so ähnlich 🙂

  12. Zum CO2:
    Die Verlagerung der eigenen Finanzreserven von konventionellen Banken hin zu ökologischen (Triodos, Umweltbank, GLS) bringt ziemlich viel. 10000 € werden in dem Rechner mit 2,1 Tonnen Ersparnis berechnet. Das ist natürlich eure Privatsache, was ihr wo an Geld lagern habt, aber vielleicht gibt es da ja Potential.

  13. Anstelle des persönlichen CO2 Rechners gibt es als Ergänzung auch einen globalen Rechner, welche politische Maßnahmen welche Wirkung haben (könnten). Die Webseite stammt von der Climate Interactive and MIT Sloan’s Sustainability Initiative. Auf diesen Rechner könntet ihr vielleicht auch mal hinweisen:

    https://en-roads.climateinteractive.org/

  14. „Voyager hat das Sonnensystem verlassen“

    Voyager 1 ist momentan 148 astronomische Einheiten weit draußen. Es sind glaube ich über 30 transneptunische Objekte bekannt die weiter (bis über 1000 AE!) weg sind und noch zum System gehören 😉

  15. Hallo,
    Bzgl. Größenverhältnisse im Sonnensystem:
    zwischen Deuteschem Museum und Tierpark gibt’s einen PLanetenweg.
    https://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/naturwissenschaft/astronomie/planetenweg/plan-planetenweg/
    Was hier nicht so gut funktioniert meiner Meinung nach, ist, dass man nicht von einem Planeten zum Nachbarn sehen kann, geschweige denn zum Stern, so dass man sich die Dimensionen eher erwanderen als veranschaulichen kann.
    Trotzdem schöne Sache.

  16. Als Motivation bzgl. der CO2 Bilanz: ich komme mit recht großzügigen Schätzungen auf knapp unter 5 Tonnen für das Jahr 2019. Bisher verzichte ich bzw. meine Familie nur auf auf Dinge, die nicht sonderlich weh tun. Ab jetzt wird’s allerdings schwieriger. Nur wie man auf 2 Tonnen kommen soll, ist mir ein Rätsel. Wir werden jetzt schon teilweise schief angeguckt, wenn Freunde mitbekommen, dass wir recht viel Zeit und Geld in Öffis versenken, statt unser Auto zu nehmen. Eine nachhaltige Lebensweise wird von zu vielen Leuten leider noch belächelt. Wenn wir Freunden erzählen, dass wir deswegen nicht in den Urlaub fliegen, kommt nur als Antwort ob wir unseren Kindern nichts bieten wollen. Solche Kommentare sind leider ein Spiegel unserer großenteils verwöhnten Gesellschaft in Dtl.

    • Auf die 2 Tonnen kommt man effektiv nur mit kompletter Elektrifizierung und 100% regenerativem Strom. Ob das bis 2050 schafbar ist steht auf einem anderen Papier.

      • Oder wir nehmen realistische 6t an und dritteln die Bevölkerung….
        Wie soll das ganze CO2 Konzept funktionieren wenn die Menschen sich unkontrolliert vermehren?
        Falls das mit dem bösen CO2 stimmt und wir keine Technologie bekommen um dieses CO2 aus der Luft zu ziehen dann wird man die Welt nur dann retten, wenn die Weltbevölkerung auf ein erträgliches Maß gebracht wird. Aber diesen Gedanken denkt keiner.

      • Leider nein – ich fahre 100% elektrisch und lade die Karre nur zu Hause mit 100% Ökostrom. Ich heize und mache Warmwasser mit Luftwärmepumpe, ebenso 100% Ökostrom. Ich fliege nicht, ernähre mich überwiegend regional (bzw. aus dem eigenen Garten), kaufe überwiegend ökologisch und langlebig, esse wenig Fleisch und konsumiere vergleichsweise wenig…
        Laut dem Rechner komme ich trotzdem nur auf 4,17 Tonnen. 3,29 davon sind Ernährung und Sonstiger Konsum.
        Heißt für mich, dass mein Ansatzpunkt keiner ist. Ich muss hoffen, dass all das, was ich woanders beziehe, klimaneutral hergestellt und transportiert werden muss, damit ich unter 2 Tonnen komme.

        • Das meine ich damit, ALLES mit elektrifiziert und mit Regenerativen Energien betrieben werden. Das Kühlhaus beim Supermarkt und der Transporter vom Bauern. Die Fabrik in China und das Containerschiff nach Deutschland.

  17. Hey zusammen,

    Euer Thema CO2 Footprint hat eine Frage bei mir aufgeworfen, deren Antwort mich und uns alle hoffentlich nicht zu sehr schockiert:

    Wie viele Tonnen CO2 kostet denn eine Folge Minkorrekt?

    Ich denke hier gibt es sicher mehrere große Faktoren. Wahrscheinlich der Server, der ja 24/7 läuft. Aber auch die Aufrufe von uns Hörern. Immerhin kostet das streamen Datenvolumen und indirekt damit Energie. Nicht zu vergessen 4 Akku aller Geräte usw. Traut ihr euch vielleicht zu eine grobe Abschätzung zu dem Minkorrekt Abdruck zu machen? Ich glaube das Netz ist ein Faktor der oft vergessen wird. Würde zum Beispiel ja auch nicht von eurem Fragebogen erfasst.

    Viele Grüße
    Chris

  18. Zum Thema „Sinnhaftigkeit der individuellen e-Mobilität“:

    Für den Verkehr benötigen wir 723 TWh fossiler Brennstoffe im Jahr 2017. [1]
    Im selben Jahr haben wir 550 TWh Strom produziert. [2]

    Wenn wir den gleichen Wirkungsgrad annehmen (und das ist übertrieben optimistisch), müssten wir die Stromproduktion in Deutschland mehr als verdoppeln, um genug Strom für e-Mobilität zu produzieren – erneuerbar. Wir sind aber eigentlich schon kaum in der Lage, die 61% nicht-erneuerbarer Stromproduktion [2] in erneuerbare Produktion umzuwandeln. Wo soll der Strom für die Verdoppelung des Bedarfs herkommen? Und da ist der Energiebedarf für den kompletten vorzeitigen Austausch der Fahrzeugflotte noch nicht mit einberechnet – PKW werden im Schnitt nach 18 Jahren verschrottet. [3] Soviel Zeit ist aber eigentlich nicht mehr übrig.

    Ich sehe hier keinen Grund für den Optimismus der Elektroauto-Fans.

    [1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren
    [2] https://www.energy-charts.de/energy_pie_de.htm?year=2017
    [3] https://www.t-online.de/auto/id_70357254/autoverschrottung-in-deutschland-nach-18-jahren-geht-es-in-die-presse.html

    • 723TWh fossile Brennstoffe entsprechen nicht 723TWh elektrischer Energie oder gar mechanischer Arbeit. Ein typischer Verbrennungsmotor kommt eher so auf 10-20% Effizienz. Der Elektroantrieb ist da deutlich effizienter. Siehe dazu auch meine überschlägige Rechnung bei den Kommentaren zum letzten Podcast. http://minkorrekt.de/minkorrekt-folge-156-junge-komm-bald-wieder/#comment-62779

      Sicher werden sich unsere Mobilitätskonzepte ändern müssen, es kann nicht sein das Familien die etwas ausserhalb wohnen ganz schnell darauf angewiesen sind zwei Autos zu haben. Aber mehr als 25% Rückgang beim Individualverkehr halte ich in den nächsten 10 Jahre nicht für realistisch. Alleine das Thema Bahnverkehr in den Griff zu bekommen wird ein enormes Projekt (Deutschlandtakt, etc.).

      • Ich lag mit meiner Annahme zur Effizienz tatsächlich daneben, aber 10-20% ist doch etwas niedrig gegriffen. 35% für Benziner und 40% für Diesel finde ich in der Literatur.

        Li-Ion-Batterien und Elektromotoren liegen bei jeweils 90%, in Summe also rund 80%. Also brauchen wir (pi×Daumen) nur 350 TWh zusätzlicher Stromproduktion pro Jahr. Das ist immer noch mehr, als wir heute an fossil generierten Strom produzieren.

        • Die 10-20% sind leider recht realistisch im echten Verkehr, deine 35-40% sind nur beim optimalen Betriebspunkt zu erreichen.

          Der Beitrag bei Telepolis ist da recht interessant: https://www.heise.de/tp/features/Der-Treibstoffverbrauch-ist-nicht-von-Bedeutung-3915206.html?seite=all
          Der Autor ist übrigens eher ein Verfechter von Verbrennungsmotoren. Die Kennlinien dort sind dazu noch reine Motorkennlinien, da sind noch nicht die Verluste durch Getriebe und anderes eingerechnet.

          In stationären Anwendungen wie einem BHKW hat man relativ gute Wirkungsgrade, da man dem Motor einfacher im optimalen Bereich betreiben kann.

          Deine Rechnung wird übrigens einfacher wenn du die gefahrenen Kilometer pro Jahr (ca. 12000) mal den Fahrzeugbestand (65M) mal dem durchschnittlichen Verbrauch aktueller e-mobile nimmst (aktuell ca. 18kwh/100km). Macht 140TWh, da sind in dem Fall sogar schon alle Verluste Tank-2-wheel eingerechnet. Das sind ca. 20% deiner oben genannten 723TWh.

          Natürlich haben wir noch Lade-, Übertragungs und Erzeugungsverluste etc. aber selbst damit dürfte es schwer werden über 180-200TWh zu kommen.

          Dazu kommen die potentiell positiven Effekte für das Stromnetz (Möglichkeit des variablen Ladens, je nach aktuellem Preis/Verfügbarkeit).

  19. Nur Methodisch Inkorrekt schafft es Katzenvideos in einen Podcast zu packen ?

    Mir ist gerade bei der Analyse der Folgenlängen aufgefallen, das ihr keinen Jahresrückblick 2019 hattet. Sollte dieser wichtige Marker in der Zeitachse etwa wegfallen?

    Und erkennt man da etwa eine Korrelation zwischen Folgenlänge und weltweitem Temperaturanstieg?

  20. Bitte eine Klimafolge machen!
    Koennt ihr mal Bitte eine Klimasonderfolge machen, die die 99% Korrelation zwischen CO2 und Erderwaermung zusammenfasst?
    Koennte es nicht auch Energieerhaltung sein? Also Fossilenergie -> Verbrennung -> hitze und deswegen Erwaerumung, ganz ohne CO2
    das waere so super, dass ihr mal eine uebersicht der Fakten macht und noch besser…. eine uebersicht der „ausreden“ und warum es nicht sein kann, dass es zb. die Sonne ist 😀

  21. Zum Thema E-Mobilität und Ladeinfrastruktur:
    Mit modernen Autos haben wir da zunächst eine wunderbare Chance: Man kann einige Autos schon jetzt im Vehicle-to-Grid Modus betreiben, wo Strom zurückgespeist wird – damit kann das Auto wenn es am Ladegerät steckend steht also das Netz stabilisieren. Dazu kann man sich dann eine Funktion denken wie „ich möche grundsätzlich immer 150km Reichweite haben“ – und das Auto lädt wenn es opportun ist, also viel Strom im Netz ist, auch weiter. Wenn dann der Strom teurer wird (Abendstunden) kann der Strom aus dem Auto wieder ins Netz verkauft werden.

    Dazu fehlen leider Smartgrids bzw. zentraler steuerbare Ladeinfrastruktur und z.B. die Möglichkeit Strom zu variablen Tarifen einzukaufen. Damit liesse sich dann auch das Lastmanagement einfach machen – wenn der Transformator an dem das Haus angeschlossen ist nicht über ausreichend Kapazität verfügt um alle Autos mit voller Leistung zu laden während drinnen Induktionskochfeld und Trockner laufen kann man ja ohne Probleme das Laden in die späteren Abend/frühen Nachtstunden verlagern. Oder halt wenn die Wettervorhersage für Nachts günstigen Windstrom vorhersagt.

    Ich halte die Möglichkeit möglichst überall mit moderater Leistung Laden zu können für fundamental – dazu kann man sich einfach ein Gesetz denken was zum Beispiel Mietern einfach das Recht gibt, eine Lademöglichkeit an Ihrem Tiefgaragenstellplatz installieren zu lassen. Hier kann man sich sicher noch andere Modelle ausdenken – z.B. ein vorgeschriebener Split der Kosten zwischen Mieter/Vermieter, da ja auch nachhaltig der Wert der Immobilie steigt wenn am Stellplatz eine Lademöglichkeit vorhanden ist.

    Am Ende muss es aber das Ziel sein den Individualverkehr zu reduzieren: Die gesellschaftlichen Kosten enden ja nicht bei dem CO2-Ausstoss, zu betrachten sind ja z.B. auch Flächenverbrauch (Parkraum, Strassen usw) und die Unfälle die verursacht werden. Es muss also auch weiter der ÖPNV ausgebaut und atttraktiver gemacht werden.

  22. Hallo ihr zwei,

    zu eurem vegetarischen Einschub:
    Ich bin auch seit ca. einem 3/4 Jahr dabei darauf zu achten nur maximal zwei Mahlzeiten die Woche mit Fleisch zu essen. (ggf. also auch gar kein Fleisch)
    Wie ihr hatte ich auch diese Wow-Effekte, dass es kein wirklicher Verzicht ist, es sehr einfacher ist als man denkt und man auf einmal die Augen auf ganz andere Gerichte wirft. Man sieht auf einmal „neue“ Gerichte die man vorher nicht wahrgenommen hat.

    Das nächste Level steht mir schon bevor, nun auch vegane Tage einzuführen.
    Allerdings ist meiner Meinung ein Mischkonsum sinnvoller als ein absoluter Verzicht für immer.
    (wobei wir auch eine sehr luxuriöse Situation hier haben, dass wir bewusst auf Essen verzichten können!)

    Weiter so ihr zwei ?
    Grüße
    Chris

  23. Hallo Nicolas, hallo Reinhard,

    eure CO₂-Werte sind wirklich unterirdisch. Da hilft es auch nicht, auf der einen Seite ein guter und vorbildlicher Vater zu sein, aber auf der anderen Seite als aufgeklärter, rationaler Mensch in einem entscheidenden Punkt, nämlich dem, die auf uns bzw. auf unsere Kinder und Kindeskinder zurollende Klimakatastrophe, so zu unterschätzen.

    Das Szenario, das sich gerade lokal in Süd-Ost-Australien abspielt, ist eines, nachdem sich spätere Generationen zurücksehnen werden. Noch gibt es dort keine Hurrikans, die mit 500 km/h das Land rasieren, keinen um Dekaden von Metern angestiegenen Meeresspiegel, keinen ernteausfallbedingten Hunger und daraus resultierende Flüchtlingsströme, Kriege oder Epidemien.

    Noch haben wir die Chance mit einer ethischen Neujustierung unseres westlich geprägten Lebensstils die schlimmsten Auswirkungen auf unsere Nachkömmlinge abzuwenden.

    Was mich betrifft: Meine Freundin und ich liegen zur Zeit bei durchschnittlich 3,3 t CO₂/a, wobei sie aufgrund ihrer Weiblichkeit und Massenarmut die Nase vorn hat. 🙂 Solche Werte erreicht man mit einer fleischarmen Ernährung, echtem Ökostrom, Pelletheizung (bald Erwärme), Pedelecs in Kombi mit ÖPNV, Homeoffice, keine Flug- oder Kreuzfahrtreisen zu Ig-Nobelpreis-Veranstaltungen, aber vor allem mit einem nachhaltigen Konsum.

    Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass ihr einem überdurchschnittlichen Verdienst ausgesetzt seid 🙂 und ihr bei der CO₂-Simulation den nicht unbedeutenden Konsum-Regler wahrscheinlich über die 450 €/Monat schubsen müsstet.

    Wenn man sich nun fragt, wie um alles in der Welt man einen Jahres-CO₂-Ausstoß von unter 2 t/Nase erreichen kann, so denke ich, ist es die Umstellung der Wirtschaft auf eine ökologisch, nachhaltige Produktionweise, bei der dieser konsumbedingte Wert seinen Schrecken verliert.

    Jeden Tag haben wir dafür die Wahlscheine in unseren Portemonnaies. Wir Bürger können durch Kauf und Nichtkauf entscheiden, welche Produkte und welche Dienstleistungen eine Zukunft haben sollen. Wir sollte nicht auf Regierungspolitiker und Altindustrielle warten, denn deren Horizont reich meist nur bis zur nächsten Wahl bzw. Hauptversammlung. Vielmehr sollten Leute wie ihr, Wissenschaftler, den Menschen ratgebend zu Seite stehen. Auf einer positiven, vorwärtzgerichteten, progressiven Art vorbildlich vorangehen.

    Bezüglich eures Podcasts würde es mich freuen, wenn ihr diesen, mich jedes Mal an die Kotzgrenze bringenden Geschwurbelteil, durch eine, im obigen Sinne, positive, nachhaltige Sache ersetzen würdet.

    Glück auf!

    • Beeindruckend, dass ihr so wenig CO2 produziert.
      Kann aber nicht jeder.
      Ich muss z.B. zur Arbeit pendeln. Da ich in einer ländlich geprägten Gegend wohne, gibt es keinen ÖPNV. Meine Arbeit lässt aktuell kein HomeOffice zu.

      • Warum wohnst Du nicht näher an der Arbeit?
        Ja, ich kenne die 35 Gründe dafür. An einigen davon könnte man aber mit politischem Willen arbeiten. Für Frankfurt wurde zB ausgerechnet, dass man in den nächsten 10 Jahren 300’000 neue Wohnungen für Zuziehende benötigt, man will aber nur 200’000 bauen (Zahlen gerundet). Klar, dass man so noch mehr Pendler produziert, die über weite Strecken anreisen müssen.

        Für die Pendelfälle, die man dann nicht vermeiden kann, kann man dann auf regenerative e-Mobilität setzen.

    • Ich finde es auch sehr erstaunlich wie wenig CO2 ihr produziert. Trotz einer Fleischarmen Ernährung lande ich allein bei dieser auf einen Ausstoß von 2,18t. Bei der Heizung (>3t) habe ich keinen großen Einfluss da ich, wie so viele andere Menschen auch, zur Miete wohne und ja, ich möchte nicht nur 18 oder 19 Grad in der Wohnung haben!
      Auch ist es immer leicht gesagt den Individualverkehr auf zu geben. Oft bedeutet ein Umzug näher an die Arbeitsstätte das dann der Partner einen weiteren Weg hat. HomeOffice ist leider eine Seltenheit und in einigen Berufen auch gar nicht machbar. Gerade zu bestimmten Uhrzeiten wird es mit dem ÖPNV problematisch. Zum Nachtdienst oder aus dem Spätdienst fuhr bei meiner letzten Arbeitsstelle zum Beispiel gar kein Bus mehr. Und bei der danach brauchte ich mit dem Auto 25 Minuten und mit dem ÖPNV 1h 40min, was sich dann durch den frühen beginn um 6 Uhr nochmal um 40 minuten verlängert hat da um die Uhrzeit die Anbindung noch in den Nachtverkehr gefallen ist.

      Ich bewundere jeden der es für sich geschafft hat so ein reduziertes leben zu führen. Bei mir würde dadurch jedoch ein großer teil meines Soziallebens wegfallen. Ich bin sehr aktiv in einigen Gruppen (Makerspace, Linuxusergroup usw.) zu deren Treffen ich dann nicht mehr gehen könnte oder ich ein Hotel zur Übernachtung bräuchte damit der ÖPNV mich dann wieder transportiert.

      Mich hat jedenfalls erstaunt was bei mir raus kam obwohl ich in der Regel einen sehr nachhaltigen Konsum pflege, wenig Fleisch esse, wenn möglich immer zum regionalen Produkt greife (oder beim Bauer direkt kaufe), beim Heizen versuche alle Regeln zu befolge…. Auf Reisen muss ich zugeben, verzichte ich nicht gerne, es muss jedoch nicht immer die Flugreise sein (bisher alle 4-5 Jahre…).

      Ich komme damit trotzdem auf beschämende 12t.

      • Hallo Sebastian,

        wir leben hier auch auf dem Dorf und die Busverbindungen sind wirklich nicht erwähnenswert. Wir erledigen praktisch alles bis etwa 40 km Entfernung mit Pedelecs samt Anhänger. Für Trips zu den größeren Städten nehmen wir dann die Regionalbahn.

        Was ich in der Produktpalette von E-Fahrzeugen vermisse, sind kleine Personentransporter mit einem Gewicht von 100 kg bis 300 kg, die für die ausschließliche Beförderung einer Person samt Einkauf oder Kleinkind konstruiert sind. Höchstgeschwindigkeiten von vielleicht 50 km/h sollten ausreichen. Eigentlich geht es mir darum, trockenen Fußes, bequem, mit einem möglichst geringem Energieverbrauch von A nach B zu kommen. Selbstfahrende Teslas und Co. mit medialem Entertainment und Klimaanlage sind mir zuwider. Es sollten absolut einfache Konstrukte sein, die, sollten sie je unter einen Panzer gelangen, genauso platt sind, wie jedes andere Auto auch. Die Frage der Sicherheit auf den Straßen, sollten wir über Bremsweg, Höchstgeschwindigkeit und Kollisionsvermeidung lösen, nicht über tonnenschwere Aufrüstung der Verkehrsmittel mit Panzerstahl.

        In diesem Sinne,

        Glück auf! 🙂

    • Das finde ich super! Spart ihr mal Kohlendioxid! Ich kaufe derweil den zweiten SUV, damit ich auch einen habe, während meine Frau meinen fährt. 🙂

      Bei den 500 km/h-Hurricans lassen wir es mal drauf ankommen. Bisher haben sich alle Weltuntergangsprophezeiungen als falsch erwiesen. Ich halte jede Wette, dass es mit der hier genauso geht.

  24. Zum Thema CO2-Rechner:

    Hier gibt es eine Reihe von Bilanzierungs-Tools, die großteils auch kostenfrei genutzt werden können. Damit können auch Organisationen und Prozesse detailliert betrachtet werden. Weil ich mich beruflich gerade damit auseinandersetzen muss, habe ich meine Recherche nach Tools mal zusammengeschrieben:
    https://klima-wenden.de/tools-zur-co2-bilanzierung/

    Es gibt auch Rechner für Veranstaltungen. Also wenn ihr den Footprint eurer Live-Veranstaltungen auch berechnen wollt 😉
    Dann wäre es natürlich auch cool, wenn eine (zumindest freiwillige) klimaneutrale Ticket-Buchung angeboten werden würde.

    Was nicht vergessen werden darf und im „Schnellrechner“ nicht abgebildet ist, sind z. B. auch diverse Freizeit- und sonstige Aktivitäten. Ich beispielsweise habe ein Pferd. Das schlägt nochmal mit etwa 20000 km Auto fahren zu Buche….

    Offline ist ein tolles Tool der „Pendos CO2-Rechner“ – ein kleines Büchlein mit Tabellen für ein klimafreundliches Leben.
    https://www.co2online.de/service/multimedia-center/broschueren-und-faltblaetter/co2-zaehler/
    Ein Beispiel daraus zu der Frage nach regionalem Obst:
    CO2 in g für ein kg Tomaten
    – Konventioneller Anbau im heimischen Gewächshaus außerhalb der Saison: 9300
    – Flugware von Kanaren: 7200
    – Freilandtomaten aus Spanien: 600
    – Konv. Anbau in Region und Saison: 85
    – Öko-Anbau in Region und Saison: 35

    Ganz schöne Differenzen.

    Zum Thema Elektromobilität:

    Der Gesetzgeber sieht (verpflichtende) Anreize vor: Hintergrund ist die EU-Richtlinie EU 2018/844 für Gebäudeeffizienz.
    https://www.mobilityhouse.com/de_de/magazin/e-mobility/eu-richtlinie.html
    Also da bewegt sich schon etwas.

    Und wie lange dauert das Laden eines Elektroautos? 10 Sekunden: Stecker rein – fertig. Da muss einfach ein Umdenken stattfinden (und natürlich noch Infrastruktur gebaut werden). Wenn das Auto einfach vor Ort beim Parken geladen wird, spart man sich das ganze Theater mit zur Tankstelle fahren, Anstellen, Zahlen, …

    Viele Grüße
    Andreas
    Freue mich auf Fürth im November 🙂

      • zum Thema Pferd (ich hab 2), muss man ganz klar sagen, dass alleine schon die Haltung (ganz ohne den ganzen Konsum drumrum) ein Problem ist.

        Wir haben haben hier rund 5 Hektar Koppel für 10 Pferde zur Verfügung, die Mai – Oktober 24/7 genutzt werden. Ganz klar führt das zu einer Belastung der Böden, denn auch wenn unser Fläche-Angebot recht groß ist für die Anzahl Pferde (man denke nur an die Handtuchkoppeln in Ballungsräumen), es tut den Böden nicht gut.

        Ich hab mal gehört, dass Fleisch aus der Massenproduktion den besten Kosten-Nutzen-Faktor hat, frei nach dem Motto, meister Ertrag beim geringsten Aufwand.

        Analog dazu könnte man sagen, Innenboxen-Pferde ohne Auslauf sind ökologisch am sinnvollsten.

        seufz.

        Voll schwierig, das Thema. (allerdings hab ich mich schon entschieden, mit Versterben der aktuellen Pferde, keine neuen mehr haben zu wollen.) Bleiben noch die 2 Katzen, ein weiteres CO2-Problem…

  25. Moin,
    überlege zur Zeit auch mir entweder einen Arduino oder einen Raspberry Pi anzuschaffen um endlich mal zu lernen, wie das mit der Elektronik und dem Programmieren so funktioniert. (bis auf basic Elektronik aus der Nebenfach-Physik-Vorlesung hab ich davon keine Ahnung)
    Jetzt klingt das Starter Kit was Nicolas benutzt erstmal sehr cool, besonders weil man damit ja scheinbar Schritt für Schritt in beide Welten eingeführt wird. Allerdings liegt mir ein Kumpel (der Arduino nicht kennt) mit Raspberry Pi und Python in den Ohren.
    Ich habe da grad ein wenig Entscheidungsschwierigkeiten, insbesondere weil das eine ja ein Mircocontroller, der andere aber ein Mini-Computer sein soll. Ehrlich gesagt sagt mir das alles nicht viel und ich hatte gehofft, dass jemand mit mehr Ahnung mir da ggf. ein wenig Licht in die Sache leuchten kann?!

    Besten Dank!

    • Wenn du einsteigen möchtest mit Programmierung und Elektronik würde ich den Arduino empfehlen. Da ist alles recht simpel und billig. Die Dinger sind quasi zum Basteln gemacht. Es gibt auch sehr günstige Startersets aus Fernost, dann aber ohne die Anleitung.

      Eine Stufe weiter wären dann den ESP8266 und ESP32, die von der Programmierung sehr ähnlich sind, aber mehr Möglichkeiten bieten (WLAN, Bluetooth, …).

      Die Raspberrys sind meines Erachtens wirklich eher kleine Rechner. Da geht es eher um komplexere Projekte, wobei man damit wohl auch so simplen Kram wie einzelne LED ansteuern kann.

  26. Ich habe meinen Doktor an der falschen Uni gemacht. An der UDE gibt es eine Arbeitsgruppe, die einen Billardtisch hat um Kollisionen zu visualisieren.

    Und das im Radio!

  27. Irgendwas kann mit dem CO² Rechner nicht stimmen. Bei mir kommt das 45 Tonnen/Jahr raus.
    Auto hab ich. In der Stadt fahre ich nur wenn ich was transportieren muss. So wie 1x im Monat Großeinkauf. Gehe in der nähe viel zu Fuß (nächster Supermarkt ist ca. 500m entfernt).
    Arbeit fahre ich mit öffentlichen Verkehrsmittel.
    Beruflich muss ich ca. alle 14 Tage innerhalb Europa fliegen (hab ich angegeben).
    1x im Jahr fliege ich nach Australien für ca. 3 Wochen da ein Teil der Familie dort Wohnt.

  28. Moin!
    Zu „Entfernungen im Sonnensystem „:
    Um sich die Entfernungen vorstellen zu können empfehle ich Google Earth.
    In der Funktion „Messen“ kann man Kreise an beliebigen Orten mit beliebigen Radien auf die Karte zeichnen.

    Von kosmischen Maßstäben fasziniert

    Markus

  29. Der Katzentest war ganz interessant, vor allem, wenn man eine Katze hat.
    Ich denke aber, das man die eigene Katze sehr gut versteht, es gelingt nur nicht unbedingt die Mimik von fremden Katzen zu lesen. Mein Mann und ich wissen z.B. zu 95% was unser Kater gerade will, wenn er uns anschaut oder sich zu bestimmten Plätzen bewegt. Zugegeben das nur an der Mimik zu erkennen ist erheblich schwerer.
    Ich selbst lag beim Test nur bei „well done“, leider.

  30. Zum CO2-Abdruck durch „allgemeinen Konsum“: Hier möchte ich einen erneuten Anlauf nehmen, meine Kritik an den Chinagadgets anzubringen. Reinhard sagt zwar, dass Produkte von weit her nicht immer schlechter sind – und führt hierzu Äpfel aus Neuseeland als Beispiel an. Im Durchschnitt meine ich aber durchaus, dass Chinagadgets klimaschädlich sind – der Witz bei der Rubrik ist ja gerade, dass sie sinnlos und absurd sind. Mögen Chinagadgets dennoch besser als irgendein heimisches Produkt sein: „nichts ist besser als grün“ zu konsumieren.

    • Davon abgesehen schlägt auch der Transport (einzeln verpackt per Flieger aus China) mit Sicherheit stärker zu buche als wenn man das gleiche Produkt, geliefert per Schiffscontainer, beim örtlichen Ramschladen ersteht.

  31. zum Thema Mobilfunk: es gab beim Amimilitär Fälle von Krebserkankung bei den Radarwartungspersonal.
    Ich selbst konnte bei uns im Lab fühlen welche der BTS (Sendestationen im Mobilfunk) in Betrieb war. Niemand soll mir erzählen dass Mobilfunk keine Auswirkungen auf den Menschen hat. Nur welche sind es? Und wie gefährlich sind diese?

    Heizen mit Heizöl:
    Du böser du!
    Wenn du 1000l/a Verbrauch hast, dann hast du eine Heizlast von ca. 5kW (2. schweizer Formel) Wenn du Fußbodenheizung hast, dann ist eine Luft-Wasser Wärmepumpe ideal. Such mal im Netz nach Geisha / Heisha. Kostet um die 2300€ mit Zubehör und neuem Speicher bist du bei ca. 4000€. Dann der Öler raus: 2000€ und noch ein tausender für irgendwas.
    Der Steuerzahler fördert 45% der anrechenbaren Bruttokosten. D.h. eine neue Heizung kostet dich 3500-4000€.
    Ergebnis: Kein Gestank aus dem Schornstein, kein Ölgestank im Keller, kein Schorni, keine Ölauslaufversicherung und bedenke bei den jetzigen Kosten die Stromkosten die der Ölkessel verursacht hat. Wenn dein alter Öler hops geht bist du 1-2000€ los nur wenn der Heizi zum gucken kommt.

    Dann pack dir ein paar PV Module aufs Dach und kauf die ein E-Auto.
    Greta wird dir danken.
    (ich heize mit Wärmepumpe und fahre elektrisch, bin aber kein Klimahysteriker. In Anbetracht der Buschbrände down under ist eure Fleischkonsumdiskussion irrelevant)

    CO2 Rechner: Muss ich als Selbständiger, den CO2 Ausstoß den ich für meine Kunden verursache mir oder meinen Kunden anrechnen?

    climateinteractive.org: Von „high growth“ +4,3K zu „low growth“ +3,8K ist der Unterschied nur 0,5K. Was wäre bei der Reduktion der Bevölkerung um 50% für eine Temperatur zu erwarten? Schade dass man das nicht einstellen kann. Vermutlich wäre das Ergebnis für LGV Kreise nicht angenehm. Letztendlich kann man die CO2 Ziele nur mir einer Bevölkerungsreduktion erreichen. Oder eine Technologie wir erfunden die uns hilft. Genau das fordert z.B. die FDP und ich hätte erwartet, daß bildungsnahe und technikaffine wie Ihr in diesem Punkt übereinstimmt. Irritiert war ich, als ihr euch über diese Idee in einer der letzten Folgen lustig gemacht habt. Ich finde es lobenswert wenn die Politik (auch wenn nur ein kleiner Teil der Politiker) Geld ausgeben will um sinnvolle Forschung zu fördern.

  32. Zum Kalorienzählen:
    https://www.1843magazine.com/features/death-of-the-calorie
    main points (from Hacker News comment):

    – That fat creation is influenced more by how fast sugar enters the system (and the insulin response that follows) than caloric content.

    – Simple carbs (white bread, pasta) are quickly broken down into sugar

    – The rate at which sugar enters system (glycemic index) triggers a proportional insulin spike

    – Excess of insulin hormone is what triggers storage of fat

    – Counting calories without also considering more influential factors like glycemic index of foods plays a major role in failing of weight-loss initiatives.

    – Exercise is healthy, but diet plays a larger factor in body weight: ~75% for most people.

    – Calorie counts on labels undercount by up to 18%

  33. Hey ihr beiden, in dieser Folge sagt ihr, dass nicht-ionisierende Strahlung nicht in der Lage sei, Atome und Moleküle zu verändern, weil diese nicht genügend Energie habe (<3 eV, was aber die Mindestbindungsenergie für bei Raumtemperatur stabile Moleküle sei).

    Das ist zu kurz gedacht. Erstens ist natürlich längst nicht jedes biologisch wichtige Molekül bei Raumtemperatur stabil; siehe alleine schon die ganzen Lichtempfindlichen Systeme: L-Iodopsin in unseren Sehzäpfchen, was noch bei über 650nm aka 1.9 eV getriggert wird (andere Lebewesen sehen im IR-Bereich noch besser; d.h. da reicht nochmal weniger Energie). Oder die Photosynthese, wo selbst bei Wellenlängen von 700nm noch hochkomplexe und sehr energieaufwendige molekulare Prozesse stattfinden.
    Die logische Folgerung "keine ionisierende Strahlung → kein physiologischer Effekt außer Erwärmung" wird oft gezogen, ist aber zum Glück völliger Blödsinn – sonst gäbe es uns nicht.

    Und insofern wäre es auch theoretisch denkbar, dass die 5G-Frequenzen unerwünschte Nebenwirkungen haben; bspw. auf instabile Zwischenprodukte bei bestimmten Syntheseprozessen. Allerdings ist die Energie selbst im hochfrequenten 40 GHz-Bereich immer noch um den Faktor ~12 geringer als bei rotem Licht mit 650nm und es gibt halt bisher weder anerkannte Experimente noch theoretische Wirkmechanismen, die bei den derzeit verwendeten Frequenzen und Grenzwerten irgendeinen signifikanten Effekt vermuten lassen.

    Insofern bin ich da eigentlich ganz bei euch; allerdings ist die Argumentation mit der ionisierenden Strahlung nicht zielführend, auch wenn sie für Physiker sehr verlockend zu sein scheint (höre die recht oft aus dieser Richtung :)…

      • Späte Antwort, aber ja und? 🙂

        Wer sagt denn, dass die potentiell gestörten Syntheseprozesse nicht ganz konkret die DNA-Replikation betreffen… oder zu Störprodukten führen, die die DNA beschädigen? Oder zu Störprodukten führen, die die DNA-Translation (= das Bauen von Proteinen etc. anhand der DNA als Vorlage) betreffen, sodass kaputte Proteine entstehen und die DNA beschädigen?
        Und wer weiß, wenn wir schon kaputte Proteine haben, vielleicht sind das dann ja Prione, die Creutzfeldt-Jakob verursachen? 😀

        Zuerst: nichts darauf hin, dass die oben skizzierten Hypothesen in der Praxis wahrscheinlich sind – aber die 3eV sind nicht mal ansatzweise ein hinreichendes Kriterium, um eine biologische Wirkung inklusive DNA-Mutationen auszuschließen.

    • Danke Sandra, das war ein wirklich guter Kommentar. Da hab ich was gelernt. So wichtig, dass Anti-Schwurbel-Argumentationen nicht auf halber Strecke steckenbleiben.

  34. @Nicolas (das Nachfolgende ist aus Interesse, nicht weil ich dich anprangern will, mag ggf. falsch rüberkommen. Also bitte nicht falsch verstehen):

    Bzgl. CO2 Bilanz: warum nutzt du nicht ÖPNV statt Auto? Zur möglichen Reduktion deiner Fahrten kommst du sofort auf das Rad, aber ansonsten auf ÖPNV zu setzen ist keine Alternative? Vielleicht habe ich es hier verpasst und du hast dich dazu schon geäußert.

    Du wohnst halt im Ruhrgebiet (wenn auch in Herne West ;)) und solltest eine gute Anbindung haben. Ich pendle täglich von Essen nach Dortmund, ein Großteil meiner Bekannten war/ist auch an der UDE (angestellt, studiert dort, Doktoranden, Professoren) und pendel(-te) von Dortmund/Bochum/Düsseldorf usw. zur Uni. Von den Studierenden/Doktoranden sind alle mit ÖPNV unterwges. Die Profs nutzen ihr Auto und das obwohl sie meist deutlich näher dran wohnen. Warum? Ja weil ist halt so.
    Wäre der Zeitverlust bei dir so enorm dass ÖPNV keine Alternative wäre?

    In der Diskussion mit ArbeitskollegInnen, die an sich auch problemlos mit der Bahn fahren könnten, kommen hier auch immer die gleichen Argumente: ich bin noch nie gerne Bahnn gefahren/dann brauche ich 15min länger/ich muss ja auch oft auf dem Rückweg einkaufen/…

    Komisch, all das müssen wir auch und schaffen es auch problemlos ohne Auto und ich sehe einfach keine Sinn für den Besitz eines Autos wenn man in einer Großstadt wohnt und auch dort arbeitet, respektive im Ruhrgebiet über eine recht gute Anbindung in einer „Metropolenregion“ verfügt.

    Ein weiterer Punkt:
    Du erwähntest deine Frau kann zu Fuß zur Arbeit, kurz davor erwähnst du noch, dass nächste Auto wird ein E-Auto und dies wäre perfekt für den Arbeitsweg deiner Frau. Hab ich da etwas verpasst/missverstanden?

    • Ich habe da ähnlich reagiert, wohne selbst nicht im Ruhrgebiet, sondern in Berlin aber hier ist es ähnlich. Alle erzählen dass es ohne Auto eben nicht geht und meist bin ich schneller (Fahrrad weil ich damit auch schneller als der ÖPNV bin). Lange Strecken/ Urlaub dann Bahn und Bus. Man muss nur erstmal runterkommen von der Idee das nicht Autofahren ein Verzicht ist. Ich empfinde es als Verzicht wenn ich so dreimal im Jahr mit meinem Vater irgendwo hin will und er auf sein Auto besteht. Den Stress und Stau kann ich nicht häufiger gebrauchen. Aber damit gilt man immer als Sonderfall. Beim CO2 Rechner musste ich ganz schön kämpfen um das Auto aus der Rechnung zu bekommen. Im Urlaub fragen sie an der Rezeption nach dem Kennzeichen für die Parkerlaubnis und man muss dreimal erklären das man ohne Auto da ist und nein man braucht keinen Parkplatz und auch kein Taxi. Der Bahnhof ist 250m weg und keine glaubt das Gäste mit der Bahn kommen könnten.

      • Hi Daniela,
        was den öffentlichen Nahverkehr angeht ist das Ruhrgebiet leider nicht mit Berlin vergleichbar 🙁 Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern als ich das erste mal in Berlin war und kaum glauben konnte, dass Nahverkehr so gut funktionieren kann (und vor allem mit so einer hohen Taktzahl). Im Pott braut leider jede Stadt ihr eigenes Süppchen und es wird schnell kacke wenn man eine Stadtgrenze überschreitet. Ich habe von Essen nach Duisburg mit dem ÖPNV immer zwischen 45min und 1,5h gebraucht…und das für knapp 17km. Aber ansonsten gebe ich dir vollkommen recht, als ich in Köln gewohnt haben hab ich mein Auto auch quasi nie benutzt weil der ÖPNV einfach schneller und auch viel angenehmer war.

        Lieben Gruß
        Reinhard

        • Als ich noch auf ÖPNV angewiesen war habe ich mit Glück 1h gebraucht – meist ist bei der auch so tollen 20 min Taktung auch mindestens ein Zug ausgefallen, was bedeutet 1,5 h einplanen. Lange Arbeitswege sind auch hier nicht schön. Darum fahre ich bis 30km lieber Rad, ist zuverlässiger und oft schneller.
          Der Nahverkehr in Berlin funktioniert (wie überall) natürlich nur wenn es nicht schneit, oder warm ist, oder kalt, oder was auch immer. Aber zumindest in der Innenstadt gebe ich Dir Recht, das funktioniert hier ganz gut.
          Ich denke aber es ist mit Sicherheit wichtiger sich für einen Ausbau von ÖPNV einzusetzen als alles andere, denn ob Elektroautos oder Verbrenner die Stadt verstopfen und tödliche Unfälle verursachen (hier leider gerade wieder zwei) ist auch fast egal. Und dafür muss sich eben diese „ich brauche aber ein Auto“ Haltung ändern.

        • Hi Reinhard,
          Was den Pott angeht, kann ich nicht mitreden. Was das Rhein-Neckar-Gebiet angeht, finde ich es aber erstaunlich, dass du den ÖPNV nicht in Betracht ziehst (zumindest öffentlich). Die Strecke Neustadt-Mannheim funktioniert hervorragend und in der Regel, dank des üblichen Rheinbrücken-Staus auch schneller als mit dem Auto. Jetzt noch ein altes Fahrrad am Bahnhof und die Sache ist geritzt.
          Mir liegt es auch fern, hier jemanden anzuprangern und bin selbst froh, mein Auto bei Bedarf zur Verfügung zu haben. Allerdings habe ich den Eindruck, dass viele Leute den ÖPNV recht unfair bewerten, und das v.a. aufgrund der etwas unkomfortableren letzten 2 km.
          Wir (5-Köpfige Familie, auf dem „Land“ östlich von Mannheim) konnten durch ÖPNV und Rad unsere Fahrleistung mittlerweile auf unter 7000 km/a reduzieren, wobei ein Großteil auf den Jahresurlaub entfällt. Ich habe absolut nicht den Eindruck, dadurch große Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen.

          So, jetzt geh ich erstmal an den CO2-rechner, die eigenen Baustellen suchen…

          Viele Grüße und danke für euren tollen Podcast,
          Flo

          • Hi Flo,
            der ÖPNV ist tatsächlich gar nicht soooo schlecht, es sind bei mir eher die Randbedingungen und natürlich auch die Bequemlichkeit.

            Lieben Gruß
            Reinhard

  35. Ein kleiner Hinweis zu Thema CO2-Bilanz durch regionales Obst und Gemüse:
    Äpfel sind vom Sommer bis etwa April regional ökologischer. Zwischen April und der nächsten Ernte sind die Äpfel aus Übersee sinnvoller. Der Grund: Äpfel werden schon lange nicht mehr nur in der Scheune beim Bauern gelagert, sondern in vollklimatisietren Kühlhäusern mit geregelter, sauerstoffreduzierter Atmosphäre. Und irgendwann benötigt das Kilo Äpfel aus dem Kühlhaus dann halt mehr Energie, als das Kilo Äpfel aus Übersee.

    • Hallo Arne,
      Ist finde ich sehr interessant, weil ich es aus einer CO2- Perspektive es immer absurd fand Äpfel aus Neuseeland zu kaufen, wo die schließlich auch hier wachsen… Aber dein Kommentar leuchtet ein. Hast du da zufällig noch einen Link zu den Quellen? Danke und Grüße

    • Interessant, wobei natürlich auch hier eine Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare helfen würde. Also Bonus sieht das nach etwas auch was sich sehr gut in das Thema Demand Side Management eingliedern würde, aka die Kühlung läuft in erster Linie wenn genug Strom da ist, und kühlt dann auch ein paar Grad mehr runter als sein müsste.

  36. Hallo ihr Zwei,

    bei dem Thema 5G fehlt mir auch in eurer Diskussion ein wenig die Entkopplung der Technologie 5G von der Frequenz bzw. Mobilfunkstrahlung.
    Denn wenn man es mal ganz einfach sieht – auch wenn mich die Experten dafür hauen werden – ist 5G nix weiter als ein ordentlich gepimptes LTE. Das Protokoll wurde entsprechend der neuen Bedürfnisse verbessert und erneuert und die Kanalgrößen reduziert. 5G kann und soll sich mit 4G verzahnen und somit für den Endnutzer das beste Ergebnis zu produzieren.
    5G funktioniert natürlich am besten auf höheren Frequenzen, aber im Prinzip kann ich es auch auf der aktuellen GSM Frequenz (900Mhz Band) nutzen. Nur kommt dann eben nicht soviel dabei rum.
    Für die Bewertung der Belastung ist es also erstmal total unerheblich ob das 2G, 3G, 4G oder 5G durch die Luft wabert, auch wenn natürlich alle mit unterschiedlichen Leistungen arbeiten.
    In den Youtube Kommentaren mit Videos zum Thema wird ja gern davon erzählt das 5G eine Entwicklung des Militär ist. Vielleicht kommt dieser Glaube auch durch die Möglichkeit des BeamForming. Damit kann die Antenne die Leistung direkt auf das Endgerät richten und es wird nicht einfach über alle Dipole relativ ungerichtet abgestrahlt. Grundsätzlich kann ich damit aber trotzdem keine Gedanken kontrollieren oder den Endnutzer in Flammen aufgehen lassen.
    Witzigerweise wird 5G aktuell insbesondere auf dem 3,6GHz Band ausgerollt. Ich will gar nicht wissen wie viele von den Youtube Kommentatoren zuhause einen Wlan-Router haben der auf 5GHz arbeitet.
    Und noch etwas zum Telefon an sich. So gibt es ja die irrige Annahme, je weiter weg von der Antenne um so „gesünder“. Nur dummerweise fängt dann das Telefon an seine Leistung auf das Maxium zu drehen, denn es will die Basisantenne auch erreichen. Daher macht es auch wenig Sinn sein Telefon mit einem putzigen Aufkleber zu schützen. Denn wenn das funktionieren würde, dann würde das Telefon die ganze Zeit auf Volllast versuchen eine stabile Verbindung mit der Basisantenne zu finden. Und entsprechend hohe Strahlenbelastung produzieren.
    Aber gut, dafür habe ich ja wieder den Aufkleber…

    Schönen Gruß

  37. Noch was zur sog. „Elektrosensibilität“. Es scheint, wie ihr vermutet habt, wirklich eher ein psychologischer Effekt zu sein. In einer Studie haben „Elektrosensible“ Personen auf Sendemasten mit „schlechtem Schlaf“ reagiert. Problem nur: „In fünf von zehn Nächten war der Sender gar nicht aktiv. Elektrosmog macht also manche krank, selbst wenn er gar nicht da ist.“

    https://www.zeit.de/2013/35/strahlung-elektromagnetische-felder/seite-5

  38. @Reinhard:
    Evtl zum Pendeln geeignet:

    https://www.niu.com/en/n-gt/
    Reichweite 80-100 km
    V-max: 75km/h
    Kosten: 4500 Euro
    Die beiden Akkus kann man entnehmen und in der Wohnung laden.

    Es kommt drauf an, wie der Weg aussieht – auf meiner Strecke ist die meiste Zeit auf 70 begrenzt (oder innerorts). Unschön ist es, wenn außerorts 100 erlaubt ist und die Autos nicht überholen können – dann wird man zur Bremse.

    Grüße

  39. Hallo Nicolas, einmal ein Kommentar bezüglich der ökologischen Sinnhaftigkeit deinen alten Wagen weiterzufahren, weil er ja eh schon produziert ist: Der CO2-Rucksack aus der Produktion beim E-Auto ist relativ schnell relativiert. Siehe den verlinkten Bericht, wo ein E-Auto (mit Ökostrom gefahren) etwa ab dem Kilometer 45.000 im Vorteil gegenüber einem Diesel ist. Je schneller du also von deinem Diesel loskommst, vermutlich desto besser.
    https://ecomento.de/2019/10/25/adac-elektroauto-mit-schwerem-klima-rucksack-unterwegs/

  40. Habe ich richtig verstanden, dass die Formeln aus dem En-ROADS offen sind?

    Ich würde diese gerne mal in Democracy 3 als Mod eingearbeitet sehen und schauen, wie lange sich „Politik“ machen ließe, bevor einem alles um die Ohren fliegt…

  41. Hallo ihr lieben,

    ich würde gerne meine Erfahrungen zu einem Thema welches bei der Plauderei angesprochen wurde wiedergeben. Es geht um größere Veranstaltungen bzw. wie in diesem Fall um die Ehrlich Brothers von denen Reinhard erzählt hat. Da meinte Reinhard dass er vermutet die haben ihr ganzes Technik Material doppelt.
    Das ist tatsächlich nicht so, es wird alles am Tag der Show aufgebaut und direkt nach der Show wieder abgebaut. Die Jungs die da arbeiten sind extrem fit und schnell unterwegs. Einzige Ausnahme ist hier vermutlich die Bühne. Die wird im Normalfall nicht mit auf Tour genommen sondern von den örtlichen Veranstaltern gestellt. Ton, Video und Lichttechnik hingegen werden immer wieder mitgenommen. Hier ist auch alles so gut vorbereitet dass jede Lampe ihren speziellen Platz hat und alle Kabel sind bereits auf die richtige Länge vorbereitet. Durch diese Vorbereitung, und die vielen Leute geht alles extrem schnell.
    Ich schätze dass ca. 4 Stunden nach Showende die LKWs geladen und bereit zum losfahren sind.

    Beispiel U2, die hatten vor ca. 10 Jahren ihre „360° Tour“ mit ca. 80 LKWs voller Technik. Gerade einmal 2,5 Stunden nachdem die Show vorbei war, war alles abgebaut und wieder verladen.

    Liebe Grüße,
    Julian

  42. Ein Tipp zu „Konsum Reduzieren“:

    Auf Amazon kann man sehr leicht sich seine Bestellungen aus dem letzten Jahr anzeigen lassen und Revue passieren lassen ob man die Produkte tatsächlich gebraucht hat. „Did this thing spark joy?“ Ähnlich kann man sein E-Mail Postfach nach “Versandbestätigung“ oder „Rechnung“ durchsuchen. Oder sich den Krempel in Regal, Schränken und Keller ansehen und überlegen ob das jetzt herausgeschmissene Ressourcen sind oder nicht.

    Ich bin jetzt auch seit einem Jahr gut darin keine Impulskäufe zu machen, also das ich nichts am selben Tag zu kaufe, an dem mir einfällt, dass ich etwas haben will. Es gibt mir sogar ein bisschen Glücksgefühl festzustellen: Ich brauche das nicht! Wobei ein wichtiger Teil davon auch ist: Wenn ich das Produkt dann doch noch brauche ist es immer noch verfügbar und für mich erschwinglich.

    Ich habe auch Spaß daran Dinge gebrauch zu kaufen. Nicht nur das Ressourcen schonen sondern auch der Prozess macht mir Spaß: das suchen auf Ebay, Kleinanzeigen und auf dem Flohmarkt. Aber das hat nicht jeder.

    Was wir in diesem Jahr noch machen werde um CO2 einzusparen ist Smarte Thermostate zu kaufen, in der Hoffnung, das es sich, sowohl von den Ressourcen als auch von Geld das wir ausgeben, lohnt. Irgendein Hersteller hat angegeben, man kann 30% Heizkosten sparen. Falls das bei uns passiert hätten sich die Dinger nach einem Jahr schon rentiert, obwohl es erstmal für uns hohe Anschaffungskosten sind.

  43. Dank an Roman Edler da oben für diese tolle Podcastfolge über Herrn Gratzel und seinen Versuch die „Grüne Null“ zu erreichen.

    Das Energetische:

    Was mir bei der Diskussion um den Klimawandel oft auffällt, ist, dass das Problem zu sehr von der Verbraucherseite her betrachtet wird. Wir sollten das Klimapferd von vorne aufzäumen, von Seiten der Energiegewinnung. Es darf einfach kein fossiler Kohlenstoff mehr in die Atmosphäre verbracht werden. Wir müssen die benötigte Energie zu 100 % aus Solarthermie und Photovoltaik, der primären Energieform, ernten; evtl. kann man noch Erdwärme und Gezeitenenergie dazu zählen. Wind-, Wasser- und Wellenkraft sind sekundäre Erscheinungsformen und erreichen nicht das Potential der direkten Sonnenenergie. Wir sollten von diesen Sonnenenergieernter eine gewisse Überkapazität besitzen und weil das Wetter oft monatelang nicht mitspielt, ist eine halb- bis ganzjährige Energiespeicherung unabdingbar; ich würde Methanol-Flüssigspeicher empfehlen. Die Umwandlungsverluste zwischen den einzelnen photonischen, elektrischen und chemischen Energieformen spiele kaum eine Rolle, weil wir diese durch die eingerechnete Überproduktion problemlos, und vor allem kohlenstofflos, ausgleichen können. Außerdem sollte ein globaler Strommarkt errichtet werden, bei dem alle, private und gewerbliche Verbraucher, ihre Kilowattstunden fair zum ähnlichen Preis erwerben können.

    Das Stoffliche:

    Produkte, die bislang fossilen Kohlenstoff enthalten, müssten aus pflanzlichem oder atmosphärischem Kohlenstoff hergestellt werden – Kunststoffe, Dünger, usw. .
    Fleisch, bzw. Nahrungsmittel allgemein, für Mensch und Haustier, sollte zu einem viel größeren Teil aus Pflanzen oder sogar rein chemisch hergestellt werden; alleine schon aus ethischen Gründen, wenn nicht sogar aus gesundheitlichen.

    Das Futuristische:

    Für die Besiedelung weit entfernter Jupiter- und Saturnmonde und für ferne Raumstationen werden wir um die Gewinnung von Energie aus Kernfusion nicht herum kommen. Die Erforschung dieser Schlüsseltechnologie sollten wir beherzt vorantreiben.

    Glück auf!

  44. Zu den Installationskosten einer Steckdose oder Ladeeinrichtung bei einer Mietwohnung. Der Vermieter kann jetzt schon, wenn er eine Steckdose bzw. Ladeeinrichtung in die Garage installieren lässt, dieses von der Steuer absetzen. Schliesslich sind das Kosten in das Objekt, was den Wert erhält, bzw. sogar steigert. In einigen Jahren, wenn es vergleichbare Wohnungen mit Lademöglichkeit gibt, werden die Vermieter ihre Wohnungen nur noch schwer vermietet bekommen, oder eben mit einigen Abschlägen.
    Genauso ist das jetzt doch schon bei Wohnungen mit schlechter Internetanbindung. Die sind deutlich schlechter zu vermieten wie Wohnungen mit Glasfaseranschluss. Zumindest bei uns im Dorf 😉

    Der Markt wird das schon Regeln.

    Liebe Grüsse,
    Frank

  45. Zum Thema E-Mobilität

    Wir wohnen eher ländlich und haben recht lange Arbeits-Wege (einer davon zum Glück per Öffi bestreitbar). E-Auto ist also ein interessantes Projekt für uns.
    Gekauft ist noch keines. Strom in der Garage fehlt noch. Aber beides ist in Arbeit.
    Erste Erfahrungen:

    1) E-Autos machen Spaß. Oft sind die in Autohäusern vorrätig und können Probe gefahren werden. Unbedingt machen.
    2) Es gibt inzwischen alle Formate an E-Autos
    3) Auf jeden Fall nach der Finanzierung fragen ! Es gibt da lustige Konzepte (eines läuft wie ein Handy Vertrag: 3 Jahre an das Auto gebunden. Pro Monat einen fixen Betrag zahlen. Dafür hat man X Frei Kilometer. Jeder zusätzliche kostet am Ende der 3 Jahre)
    => Und genau so eine Finanzierung können wir uns vorstellen. E-Autos werden die nächsten Jahre noch viel genialer und bunter werden. Da wollen wir uns mal nicht fest an eines binden. Und monatliche Kosten sind kalkulierbar.

    Wenn jemand mit den Nachforschungen weiter ist, würde ich mich über Ideen und Tips freuen.

    Liebe Grüße,
    Thorsten

  46. Zum CO2-Rechner und dem eigenen Ausstoß kann man verdammt viel schreiben.

    Die allermeisten Deutschen können mit Sicherheit einiges tun, um ihren eigenen CO2-Fußabdruck deutlich zu senken. Allein bei Urlaub und Mobilität dürfte der Hebel oft groß sein. Um den Grundausstoß als Bundesbürger wird man als Privatpersion nicht herum kommen, da die ganze Infrastruktur in der wir leben alles andere als CO2-neutral ist. Das ist definitiv eine Baustelle für die Regierung.

    Andererseits darf man auch nicht vergessen, das wir langfristig nicht zwingend einen Nullausstoß erreichen müssen. Je nachdem, wie gut die natürlichen (und bald zwingend notwendigen künstlichen) CO2-Senken arbeiten, wird jeder noch Stoffwechsel betreiben und auch mal ein Feuer machen dürfen.

    Ein paar konkrete Vorschläge für Sofortmaßnahmen:
    – Möglichst wenig unnötigen Konsumquatsch kaufen
    – Weniger Auto, mehr ÖPNV und Rad fahren
    – Urlaubsreisen überdenken und Alternativen nutzen
    – Wechsel zu einem Ökostromtarif
    – Senken der Wohnungstemperatur um 1°C und dafür etwas wärmer anziehen
    – Effizient lüften
    – Wechsel zu einer Bank, die möglichst nur nachhaltige Unternehmen finanziert
    – Wechsel zu einer klimaneutralen Geldanlage
    – Möglichst regional und saisonal einkaufen (heimische Äpfel sind nach der Erntezeit einige Monate lang besser, als neuseeländische)
    – klare Ziele setzen und mit Bekannten und dem Arbeitgeber kommunizieren: https://www.unter1000.de/

    Auch wenn man Ökostrom/-gas etc. bezieht, ist das natürlich kein Freibrief zur Verschwendung. Schließlich „fehlt“ diese nutzbare Energie dann an anderer Stelle und irgend jemand verbrennt dafür fossile Rohstoffe. Trotzdem stärkt jeder Öko-Vertrag den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

    Alles, was man nicht aus eigener Kraft einsparen kann, sollte nach Möglichkeit kompensiert werden. Damit die Kompensation nicht zum reinen Placebo verkommt und man sich bequem frei kauft, ist es wünschenswert, dass sich hier jeder so gut es geht freiwillig in’s Zeug legt. Ein Preis von aktuell unter 25€/t reicht bekanntermaßen nicht aus. Hier sollte man möglichst ehrlich sein und pro Tonne realistischere 180€ an Zertifikaten zahlen. Auf diese Weise verschwinden immerhin schon jetzt etwa 7 weitere Tonnen an Verschmutzungsrechten vom Markt. Wer viel Geld hat, kann natürlich auch einen großen Stapel Zertifikate kaufen und dann vernichten. Alles, was vom Markt ist, kann nicht mehr von den Konzernen aufgekauft werden.

    Besser und gerechter wäre natürlich die korrekt umgesetzte CO2-Steuer, bei der jeder eine Pauschale wieder ausgezahlt bekommt. Dann können wirklich nur noch die großen Umweltsäue jammern und wer sparsam ist, bekommt sogar noch was raus. Bis es so weit ist, sollte man sich selbst nicht mit den viel zu billigen Preisen betrügen.

    Eine sehr kontroverse Möglichkeit zur CO2-Einsparung möchte ich auch noch los werden, weil es mich seit Jahren ernsthaft beschäftigt: Ist es ethisch vertretbar, mehr als maximal ein Kind in die Welt zu setzen? Ich werde definitiv die nächsten Monate abwarten und sehen, ob in irgend einer Form eine positive Entwicklung abzusehen ist oder nicht.

    • Hallo Pascal,

      25 Euro können schon reichen um eine Tonne CO2 einzusparen, bzw. zu kompensieren. Je nach dem, um was für Projekte es sich handelt (Stichwort in dem Zusammenhang: CO2-Vermeidungskosten).
      Die 180 Euro werden als gesellschaftliche Kosten für das „Nichtstun“ genannt.

      Aber man muss aufpassen:
      Das Geld muss dann auch in konkrete Maßnahmen fließen oder eben Zertifikate dem Markt entziehen.
      Das tut eine CO2-Steuer nicht. Sie soll eine Lenkungswirkung haben und so Einspareffekte erzielen. Da sind 25 Euro natürlich (sektorabhängig) viel zu wenig.

  47. Es wäre wirklich großartig, wenn Ihr die kommende Methodisch Inkorrekt Tour klimaneutral gestalten könntet. Erste Ideen tauchen ja schon in den Kommentaren hier auf.

    Für die Mobilität wäre zu prüfen, ob die Fahrten elektrisch (Bahn, E-Auto) oder beispielsweise mit CNG durchführbar sind. Bei längeren Autofahrten kann CNG durchaus praktikabel und bilanziell CO2-neutral sein. Eine Tankfüllung reicht je nach Auto und Fahrweise für 300-400 km. Der Tankvorgang ist nach wenigen Minuten abgeschlossen und gerade bei langen Fahrten eine willkommene Pause zum Beine ausstrecken. Einige Tankstellen bieten direkt 100%-Biogas an und machen keinen großen Preisunterschied (billiger als Diesel ist es allemal). Zumindest für ein deutsches Fahrzeugmodell existieren übrigens Tankkarten, mit denen man überall bilanziell synthetisches „E-Gas“ tankt. Der Hersteller verspricht die klimaneutrale Produktion der jeweils getankten Methanmenge. Eine entsprechende Tankkarte für andere Autos habe ich bisher leider noch nicht recherchieren können.

    Der zweite Hebel ist die Planung der Unterkünfte. Vielleicht lassen sich einige Hotelaufenthalte vermeiden bzw. klimafreundlichere Unterkünfte finden? Gibt es eigentlich Unterkünfte, bei denen man Zimmer ohne Laken und Handtücher bestellen kann, damit diese nicht nach einer einzelnen Nacht gewaschen werden müssen?

    Bei den Veranstaltungsorten selbst wird es wahrscheinlich am schwierigsten, etwas am CO2 zu drehen. Hier müssten diese schon ein eigenes Konzept anbieten.

    Die zusätzlich entstehenden Kosten zur Klimaneutralität könnten bestimmt durch Spenden von Hörern gedeckt werden. Einige Angebote sind ja schon eingegangen. Ich würde auch meinen Teil dazu beitragen wollen. Was trotz Allem an CO2-Ausstoß unvermeidbar ist, sollte auf jeden Fall kompensiert werden.

    Abschließend möchte ich noch auf den CO2-Spareffekt hinweisen, den die Tour wahrscheinlich erzielen wird. Das Kommunizieren von Problematik und Einsparmaßnahmen mag CO2 erzeugen. Allerdings dürften die Veranstaltungen als Klimaschutz-Multiplikator dienen und bei den Besuchern ein Umdenken bzw. positive Verhaltensänderungen auslösen. Es wäre grundfalsch, aus falscher Sparsamkeit die Tour abzusagen. Ähnliches gilt auch für die Veranstaltungen von FridaysForFuture und ähnlichen Initiativen. Klimaschutz darf kurzfristig zusätzliches CO2 verursachen, wenn dadurch langfristig deutliche Spareffekte erzielt werden.

  48. Zum CO2 Rechner… Habe ich etwas übersehen oder sollte ein Mehrfamilienhhaus Bewohner nicht per ser weniger CO2 Footprint aufweisen wie ein Einfamilienhaus Bewohner (bei etwa gleichem Energieverbrauch)?
    Es wohnen auf der gleichen Grundfläche mehr Menschen (bspw. 20 statt 4), womit ihm potentiell mehr Grünfläche (CO2 Senken) zugesprochen werden müßte. Weiterhin weniger Bausubstanz wie Fundament etc., Hof und Zufahrt, Strasse, … sprich Flächen- und Ressourcenverbrauch?
    Im Weiteren kann ich mir leider nicht vorstellen, dass die Nutzung von Elektro-Autos für Mieter in „normalen“ Mehrfamilienhäusern realistisch ist, solange die Ladeproblematik nicht gelöst ist. Ich stelle mir nur vor, dass in unsere Strasse alle 3 Meter eine Säule (von wem?) gebaut werden soll… Wo man dann, wie üblich, jeden Tag einen anderen Parkplatz ergattert. Ganz zu Schweigen von der zusätzlichen Menge an Kupfer, die da einfach mal in den Boden vergraben wird (Ressourcenverbrauch)… Für alle Einfamilienhausbewohner mit Elektroauto… einfach mal ein halbes Jahr nicht zu Haus und nicht auf Arbeit laden, dann wird es realistisch.
    Gut ausgebaute Öffis für einen symbolischen Jahresbeitrag (oder 4 free) ist aktuell mit geringen Aufwand schnell umsetzbar.

    • Man rechnet in der Regel die laufenden „verhaltensbedingten“ Emissionen und nicht die bereits investierten.
      Die „Erstellung“ eines Hauses kann auch bilanziert werden, aber das erfordert natürlich eine Menge an Faktoren die zu berücksichtigen sind.
      Ich würde aber auch sagen, dass der Einfamilienhaus-Besitzer hier klar erstmal einen großen Rucksack mitbringt…

      • …und das ist leider das Problem an diesem Rechner. Es wird halt nicht besser, wenn aus „mein Haus – mein Auto – mein Boot“ (https://www.youtube.com/watch?v=U0MU-2_MuUE) jetzt „mein Niedrigenergie-Haus – mein Elektro-Auto – mein Boot“ wird. Keiner träumt von einem Haus auf der ehemaligen Mülldeponie, sondern vom „Haus im Grünen“.
        Knapp 50% der Deutschen leben in Einfamilenhäusern, hoffentlich kommt der Rest (der Deutschen / der Menschheit) nicht auch auf diese Idee, so mit vollen Programm, mit elektrischen Rollläden vor den Fenstern etc. – „smart home“
        Unsere Wirtschaftsbasis ist (mehr) Konsum, und ja, ich bin auch ein Teil davon und kann mich dem letztlich nicht entziehen 🙁

  49. Zum Thema Klimawandel.
    Ich denke ein Faktor wird bei dieser Diskussion im Moment von allen übersehen, und das ist der Durchschnittsmensch. Ich kann mich an einen Bericht über ein Experiment erinnern, bei dem man Studenten einen kleinen Geldbetrag sofort anbot, oder einen größeren Betrag, ein paar Wochen später. Eine Mehrheit entschied sich für die erste Option. Daraus leitete man ab, dass die Mehrheit der Menschen, wenn sie spontan nach ihrem Gefühl Entscheidungen treffen, nicht in der Lage sind lanfristige, strategische Entscheidungen zu treffen. Das scheint eine menschliche Eigenschaft zu sein.
    Aktuelle Zahlen bezüglich privater Altersvorsorge scheinen das zu bestätigen. Der Durchschnittsmensch denkt einfach bei seinem heutigen Handeln, nicht an die Folgen in 5, 10 oder noch mehr Jahren. Und das gilt auch für Wahlentscheidungen.
    Wenn man dann die Wahlerfolge von einem Boris Johnson, Donald Trump, oder auch der AfD hier betrachtet, dann schätze ich, dass man den Klimawandel in einer Demokratie heutiger Art nicht wird aufhalten können. Denn wenn die Mehrheit der Parteien, wirklich hilfreiche Maßnahmen umsetzen würde, dann würde eine Partei wie die AfD am Ende eine Wahl gewinnen. Nicht weil die Menschen dumm sind, sondern einfach weil sie sind wie sie nun mal sind.
    Ich glaube, dass viele Wissenschaftler den Faktor Mensch und Demokratie einfach komplett unterschätzen. Die wählenden Menschen wollen nicht die wissenschaftliche Wahrheit hören, sie wollen das hören woran sie am liebsten glauben. Das haben Populisten erkannt, und nutzen es aus.
    Die Diskussion um den Klimawandel geht meiner Meinung nach in die völlig falsche Richtung. Statt über Zehntelgrade von Temperaturen, oder Zentimeter von Wasserspiegeln zu diskutieren, müsste man längst über unsere Gesellschaft und unser politisches und wirtschaftliches System diskutieren. So wie dieses im Moment aufgestellt ist, wird der Klimawandel kommen, daran ändern auch noch so viele Appelle von wer weiß wie schlauen Wissenschaftlern nichts, und auch ein schwedische Kind kann da nichts dran ändern.
    Wer das ändern will, muss unsere Gesellschaft und unser wirtschaftliches und politisches System grundlegend ändern, denn die Mehrheit der Menschen denkt, handelt und vor allem wählt, nicht vorausschauend.

    Kurz: Wer den Klimawandel wirklich aufhalten will, muss die Demokratie in ihrer aktuellen Form abschaffen. Und das auch noch weltweit.
    Aber wie realistisch ist das?

    • Ich bin einer noch viel unglaublicheren Verschwörung auf die Schliche gekommen. All die Verschwörungstherorien existieren in Wahrheit gar nicht! Sie sind lediglich der Versuch von DENEN, uns von der Wahrheit abzulenken.

      #conspiraciesarefake

      Wer glaubt denn schon ernsthaft, dass es Menschen gibt, die solchen hanebüchenen Geschichten quasireligiös glauben? Noch dazu, wenn diese Verschwörungstheoretiker selbst keinen Nutzen aus ihren Theorien ziehen können? Eben. Das sind alles nur bezahlte Trolle, die unsere Gehirne waschen wollen.

  50. Ich habe ebenfalls vor einigen Monaten unsere CO2-Bilanz erstellt. Das Beste ist natürlich Reduktion, aber eine Kompensation für den Rest beläuft für unseren 2-Personen-Haushalt auf monatlich 50€, das fand ich durchaus leistbar (zumal das als Spenden steuerlich absetzbar ist).

  51. Nicolas,

    bei 30km Pendelstrecke, mach bitte eine Probefahrt mit einem Velomobil (VM). Ich würde dir ja fast eine in meinem anbieten, aber du bist größer als 1,8m und passt damit nicht. ? Als Fahrradtrainierter wäre das vielleicht was für dich, gehört aber auch viel Mut zu. Welches VM was für dich wäre, ist nicht einfach zu sagen, aber fahre doch mal sowas Probe: http://en.velomobiel.nl/quattrovelo/

    Für mich warmer meinem sogar die Reise zum Camp möglich (260km pro Richtung)

    Lars

  52. Hallo ihr zwei,

    zum Experiment der Woche wollte ich noch auf den Astropfad in meiner ehemaligen Heimatstadt Wuppertal hinweisen. Hier wurde ein kugelförmiger Brunnen als Sonne zweckentfremdet und dann maßstabsgetreu die Planeten auf Bronzeplatten in den Boden eingelassen.
    Das ganze erstreckt sich einmal durch die ganze Stadt (auf einer Strecke von 10,7km) und macht die Abstände im Sonnensystem auch erfahrbar.
    Hier ein Link dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Astropfad_Wuppertal

  53. Ihr habt da leicht reden von wegen Bühnenshow:
    a) Nicht jeder Podcast hat ein so breites Publikum, dass er so viele Leute ziehen würde. Da freut man sich schon, wenn genug Leute für ein Hörertreffen zusammenkommen

    b) stelle ich mir da auch die Frage: Was würde das Visuelle das an Mehrwert bieten? Ich glaube, wenn Ihr beide Euch auf eine Bühne setzen würdet, und eine normale Folge aufnähmt, hielte sich der Mehrwert zum Audiofeed auch in Grenzen.

  54. Zum Thema CO2-Ausstoß: Mit einem persönlichen Verbrauch von 4,06 t gibt es tatsächlich doch noch einiges zu optimieren, und es ist möglicherweise gar nicht so einfach 2 t zu erreichen, ich werde aber schauen, an welchem Rädchen ich noch drehen kann. 500 kWh im 2-Personen Haushalt ist ja schon nicht so viel. Auch bei Mobilität wird es schwierig. Ich fahre ja mit dem Fahrrad zur Arbeit und sonst auch schon viel Öffis, 2500 km Auto (shared) – nur noch zuhause sitzen möchte man ja auch nicht. Und ich fliege nicht. Also, und jetzt ihr 🙂
    LG, Mona

  55. Relativ methodisch verwechselt ihr meiner Ansicht nach bei Thema 4 den inkorrekten Begriff „glatt“ mit „rutschig“. Durch den Wasserfilm wird das Eis ja rutschig und nicht glatt. Der englische Begriff „slipperiness“ wird zwar häufig mit „glattheit“ übersetzt aber auch mit „schlüpfrigkeit“ oder „gleitfähigkeit“ also „rutschig“.

  56. Adruino
    Bitte denkt mal über den Begriff „IF-Schleife“ im Zusammenhang mit der Arduino-Programmierung nach. Es gibt Schleifen (for, while, do, loop ..) und es gibt IF-Abfragen. Aber bitte bitte keine „IF-Schleifen“

  57. Könnt ihr zum Thema Homöopathie nicht einfach sagen „nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist das Quatsch“ ….denn ihr kommt doch recht überheblich rüber wenn ihr euch darüber lustig macht ….und Wissenschaftler wollen doch nicht überheblich sein …..oder ?!? (-:

  58. Nochmal ein kleiner Nachschlag zum E-Auto und der Ladeinfrastruktur. Ihr habt völlig Recht, dass die Strukturen geschafft werden müssen. Und da sehe ich die grösste Einschränkung aktuell.

    Case in point (Situation vor ca. 3 Jahren): Jährliches Treffen der Wohneigentümergemeinschaft (WEG) eines Mehrfamilienhaus-Komplexes mit grosser Tiefgarage. Ein Eigentümer fragte an, ob er auf eigene Kosten eine Wallbox installieren könnte, wenn er ein E-Auto kauft. Die Antwort des Verwalters: Die baulichen Veränderungen in der Tiefgarage wären ein Eingriff in das Allgemeineigentum, soll heissen einfachnur ein Loch bohren und Kabel vom eigenen Stromzähler legen ist nicht; da muss Brandschutz etc. alles gewahrt werden – kostet also. Das geht ja noch wenn man genug Geld in die and nimmt. Aber jetzt kommt der grosse Haken: Man braucht gemäss aktueller Rechtslage für so eine Veränderung eine 100% Zustimmung der anderen Eigentümer (nicht einfache Mehrheit oder so). Und da scheitert es, solange nicht alle umrüsten wollen.
    Auch ist am Rande ein Fairnessaspekt zu bedenken: Wenn er jetzt auch in Vorleistung gehen würde und die baulichen Veränderungen machen würde, so ist da auch nur ein Stellplatz (>100 Parkplätze in der Garage). Irgendwann müssen also auch neue Leitungen gelegt werden, damit alles weiter versorgt werden kann. Also noch mehr bauliche Veränderungen, Abstimmungen etc.

    Was ich damit sagen möchte, selbst wenn ein Vermieter gerne den Stellplatz aufrüsten möchte (wäre ja eine Wertsteigerung auf mittelfristige Sicht), dann kann es durch die Strukturen blockiert werden. Salopp ausgedrückt: Erst wenn der letzte Schummeldiesel in der Garage seinen Tod gestorben ist, besteht die Motivation etwas für alle zu ändern.

    Vor einer Weile las ich, dass die BReg am Eigentumsrecht etwas in der Richtung ändern wollte, damit solche Veränderungen nicht mehr eine 100% Zustimmung benötigen würden – ich weiss nicht, was daraus geworden ist.

    Des Weiteren hatte ich mal gehört, dass gewisse Energieunternehmen wohl das auch als Geschäftsfeld entdecken. Sie bieten der WEG an, die Umrüstung zu machen, und dann kauft man sich bei denen die Wallbox und deren Strom (und die Abhängigkeit von ihnen)…. ein Schelm wer Böses dabei denkt wie sich der Strompreis zum Laden dann entwickeln wird.

    Somit bleibt weiterhin der Punkt stehen – Elektroautos wären vor allem in der Stadt sinnvoll (auch nur um den Lärm zu reduzieren), aber gerade dort kommen sie nicht für die Masse an.

    Liebe Grüsse und danke für die tollen Sendungen

  59. Auch nochmal zum Thema 5G:
    Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen dass Ihr Übertragungsstandards (3G / 4G / 5G ) und Frequenzen ziemlich in einen Topf werft. Natürlich ist es so dass im Vorfeld bestimmten Protokollen bestimmte Frequenzen eingeräumt werden – aber das muss nicht immer höherfrequent sein (siehe LTE Frequenzen). Das „G“ in dem Namen steht ja auch nicht für Gigaherz sonder für Generation.

    Mal zusammengetragen aus http://www.informationszentrum-mobilfunk.de/technik/funktionsweise/frequenzen:

    GSM (2G):
    – 890 bis 915 MHz
    – 935 bis 960 MHz
    – 1.710 bis 1.785 MHz
    – 1.805 bis 1.880 MHz

    UMTS (3G):
    – 1.920 bis 1.980 MHz
    – 2.110 bis 2.170 MHz

    LTE (4G):
    – 800 MHz
    – 1,8 GHz
    – 2 GHz
    – 2,6 GHz
    – 700 Mhz

    5G:
    Eine riesige Latte von Frequenzbereichen die von 700Mhz bis 40Ghz reichen.
    (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/5G#Deutschland)

    Weitere gute Übersicht ist hier: https://www.inside-digital.de/ratgeber/5g-lte-mobilfunk-frequenzen-deutschland-band-uebersicht#welche-5g-frequenzen-gibt-es

    Ansonsten: Vielen Dank für den schönen Podcast!

  60. Hallo ihr zwei,
    ein (wahrscheinlich überfüssiger und wirkungsloser) Kommentar zur Länge der Folgen: ich finde nur selten die Muße für 3-4 Std. Podcast, so gerne ich euch auch zuhöre. Wenn ihr euch etwas weniger gegenseitig unterbrechen und seltener abschweifen würdet…
    Aber eigentlich kommentieren wollte ich den kurz angerissenen „Bill-Gates-Reaktor“ (TerraPower). Das ist ein sehr spannendes Thema und nicht nur Bill Gates arbeitet daran. Der von ihm geplante Reaktor gehört zur Klasse der Reaktoren mit schnellen Neutronen. Mit solchen Reaktoren könnte man als Nebeneffekt der Energiegewinnung den „Atommüll“ aus konventionellen Reaktoren, der Millionen Jahre strahlt, in relativ kurzlebige Isotope umandeln (Transmutation). Dann bräuchte man nur noch eine sichere Lagerung für hunderte Jahre. Solche Reaktoren sind in Russland schon in Betrieb (BN-600 bzw. 800). Das sollte für Physiker wie euch ein spannendes Thema sein…

  61. Vielen Dank wieder mal für die tolle Folge. Passend zum Experiment der Woche hab ich einen Ausflugstip: Das Radioteloskop Effelsberg bei Bad Münstereifel. (MPI für Radioastronomie ) Dort gibt es verschiedene Wanderwege, u.a. einen Planetenwanderweg, wo man die einzelnen Planeten in masstabsgetreuen Abständen abwandern kann. (https://www.mpifrbonn.mpg.de/effelsberg/besucher/planetenweg)
    In unserer Arbeitsgruppe haben wir das mal als Laborausflug gemacht, mit Teloskopführung und Vortrag. Das hat sehr viel Spass gemacht.

    • Deren Geschäftsmodell ist ein anderes, wir wurden nett gefragt, Podcast sind nicht deren Kerngeschäft, es bietet uns auf verschiedenen ebenen einen Mehrwert, die Redaktion von Spektrum hat mindestens Grundlegend das Konzept Podcast verstanden und so weiter…am Ende bleibt es aber schlicht und einfach unsere Entscheidung 😉

  62. Danke für die Anregung mit dem CO-2 Rechner hat bei mir und im Bekanntenkreis gefruchtet und wir haben uns ein Ziel für 2020 gesetzt.

    Wegen Podcast auf Bühnen könntet Ihr mal die Menschen vom Cleanelectric Podcast ansprechen. Oder auch als Interviewpartner fände ich sie spannend zum Thema elektrische Mobilität. Ich hab bis jetzt in klassischen Medien nichts vergleichbar fundiertes und recherchiertes wie deren Podcast gefunden.(Da ihr euch ja über euer Halbwissen beschwert habt.)

    Auch spannend als Interviewpartner zum Thema „Wissenschaftler mit Haltung“ wäre Dr. Melanie Bergmann ( MelanieBergma18 auf twitter) Nur so falls Ihr eure Klimafolge noch nicht durch konzipiert habt.

    Ansonsten weiter so Ihr seit auf einem guten Weg.

  63. Hoi hoi,

    zum Thema Youtubekommentaren bezogen auf Folge 156 und ob solche moderiert werden können:

    Wenn ich den zumeist englischsprachigen Podcastern die über diese Thema reden glauben kann können Channels durchaus moderiert werden und zwar auf verschiedene Weise.

    Kommentare können u.a. vom Creator vorgehalten werden ( sog. Moderationreview) oder vor dem Rest versteckt werden so das nur noch der Kommentator seinen Kommentar sieht ( sog. Shadowbanning) aber auch direkte Löschung ist möglich.

    Allerdings gehören die Leute, auf die ich mich hier beziehe i.d.R. einem Netzwerk an und haben meines Wissens nach daher einen anderen Status gegenüber Youtube. Ob dies eine Rolle spielt kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, wollte es der Vollständigkeit halber erwähnr haben.

    LG

  64. Hallo,
    Zum Thema Abstand und Größe der Planeten kann ich jedem, der dort zufällig hinkommt, das Projekt „Nine Views“ in Zagreb (Hauptstadt von Kroatien) empfehlen:
    In der Stadt wurde das Sonnensystem im Maßstab 1:680M aufgebaut, und sowohl die Planetengrößen als auch die Abstände sind in diesem Maßstab.
    Gut geeignet um sich einen Tag in der Stadt zu vertreiben.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Nine_Views

  65. Durch meine Lebensweise (Veganer, kleine Mietwohnung mit komplett-LED-Beleuchtung und Ökostrom, seit 15 Jahren nicht mehr geflogen, kein Führerschein) habe ich einen CO2-Ausstoß von ’nur‘ 5.59 – 7.21 Tonnen pro Jahr – je nachdem, wie man die etwas grobschlächtigen und wenig aussagekräftigen Einstellungsmöglichkeiten unter ’sonstiger Konsum‘ interpretiert. Ich sehe aber kaum Möglichkeiten, das noch substanziell in Richtung der geforderten 2 Tonnen abzusenken. Selbst wenn ich quasi gar nichts mehr konsumiere, komme ich kaum unter 4.5 Tonnen bei diesem Rechner. Es sei denn, ich kündige meinen Job (S-Bahn-Pendler), drehe Heizung und elektrische Geräte ab oder lebe gleich in einer Hütte im Wald ohne Strohm und Heizung, und containere/tausche ausschließlich meine Lebensmittel und sonstige Bedarfsartikel bzw. baue alles selbst an. Es können nur nicht 80 Millionen Deutsche gleichzeitig zu dieser Art Aussteigern werden, weil dafür die Landfläche schlicht nicht reicht. Kontrollierte Reduktion der Bevölkerung wollen wir in Deutschland eigentlich nicht mehr. Also was tun?

  66. Zum Thema Arduino und benutzen in Projekt. Es gibt auch Microcontroller die man mit Python programmiert:
    https://micropython.org/
    (Habt ihr selber schon durch CCC batches mal angesprochen)
    Die sind dann nicht mehr ganz so billig aber noch bezahlbar. Wäre vielleicht ne Möglichkeit Python, Datenauswertung und Microcontroller in einer Woche einzuführen.

  67. Eine Anmerkung zur Reise zu anderen Sternen.
    Eigentlich ist es ja nur eine Frage der Energie, die man zur Verfügung hat 😉
    Die Zeit und die Kilometer relativieren sich dann.
    Nicht für die Menschen auf der Erde aber für jene die da mal schnell auf Urlaub fahren:
    https://www.youtube.com/watch?v=_9FjTU7aMEc

    Generationenraumschiff: Wozu? Geht ja allles in ein paar Jahren – wenn man die Energie hat – und die Strahlung aushält – wo man wieder bei der Realität wäre

    Danke für den netten Podcast!

  68. Zum Thema der römischen Kaiser hier noch einige Überlegungen: Nicolas hat m. E. mit seiner Vermutung recht, dass man da noch clustern könnte. Oder in Anlehnung an das Paper:

    Nachdem Caesar schon eine recht hübsche Marktdurchdringung erreicht und die gallischen Absatzmärkte erschlossen hatte, musste mit der überraschenden Insolvenz des Herstellers „The Old Repulic“ das ganze Produktsegment umgestellt werden. Mit seinem Versprechen an die Kundschaft „Stabilität statt politischer Freiheit(sgrade)“ setzte sich das Modell Augustus auf dem Markt durch und legte den Grundstein der julisch-claudischen Produktfamilie (27 v. Chr. – 68 n. Chr.). Das alte Firmengebäude der Republik wurde formal wiederhergestellt, aber die alte Führungsriege vom operativen Geschäft ausgeschlossen. Die Fäden liefen jetzt beim Princeps zusammen (Prinzipat), das jeweilige Nachfolgemodel wurde innerhalb der Dynastie durch Verwandtschaft oder Adoption ausgewählt und formal von Senat und Volk (SPQR) durch Ämter- und Befugnisübertragung bestätigt. Nachdem sich bei der dritten Produktgeneration „Caligula“ die Bug-Reports häuften, sorgte schließlich die Entzündungs- und Brandgefahr des Modells „Nero“ für Irritationen und es kam zu einem Produktrückruf. Hektisch wurden im Jahr 68 n. Chr. vier Modelle gelauncht, doch erst im nächsten Geschäftsjahr brachte das Modell „Vespasian“ Ruhe in die verunsicherten Anlagemärkte. Die neue Produktfamilie der Flavier überzeugte mit Features wie dem Kolosseum. Mit dem gewaltsamen Ausscheiden des letzten flavischen Modells „Domitian“ (96 n. Chr.) endete die erste Phase des Prinzipats, das von dynastischer Nachfolge bestimmt war.

    Bei den Modellen von Nerva bis Mark Aurel (96-180 n. Chr.) sollte nach Firmensprech nur noch „der beste der besten der besten“ das jeweilige Vorgängermodell ersetzen und man setzte statt auf einheitliche Herstellung und Produktfamilien Konsequent auf Adoption mit anfänglich schönen Erfolgen. So konnte unter Traian (98-117 n. Chr.) weitere Märkte vor allem in Kleinasien und dem Balkan erschlossen werden und man erreichte den größten territorialen Distributionsgrad. Bereits im ersten Jahrhundert hatte man auch Teile der britischen Insel von der europäischen Idee überzeugen können, nur der klassisch schwierige rechtsrheinische Anlagemarkt konnte sich nicht zu einer dauerhaften Beteiligung durchringen, da halfen auch die stoischen Bemühungen eines Mark Aurel nix. Aus der Dokumentation Gladiator sind die Nachfolgeereignisse bekannt: Das Adoptivkaisertum endete mit dem Model „Commodus“ – erstmals wieder einem leiblichen Nachfolger.

    In der dritten Phase setzte die Firmenpolitik wieder auf Dynastien. Die Antoniner, zu denen Commodus (180-192 n. Chr.) zählte, wurde durch die Produktfamilie der Severer (193-235 n. Chr.) per distruptiver Maßnahmen vom Märkt verdrängt. Unter den Severern kam es zu teils aggressiven Werbemaßnahmen, da die sogenannte Produktkrise des 3. Jahrhunderts die ganze Marktstellung gefährdete. Mit dem Ausbau des Militärs änderte sich dann aber auch der Produktvertrieb. Der letzte Severer Severus Alexander wurde von unzufriedenen Anlegern, die um ihre Dividende fürchteten, gezeigt, dass ein Schwert und ein Mann zur gleichen Zeit am gleichen Ort zum Ableben des letzteren führt.

    In der Soldatenkaiserzeit (235-284 n. Chr.) wurde das Nachfolgemodel per Ausruf der Truppen bestimmt (Akklamation). Der grundlegende Gedanke war schon länger virulent: Die Rente der Soldaten war ungemein sicherer, wenn ihr Kommandant die Staatsgeschäfte führte und dieser wiederum hatte seine verlässlichste Fanbase in den versorgten Veteranen rings um Rom und Capri. Da es allerdings verschiedene konkurrierende Truppenverbände gab, kam es zu immer mehr Überschneidungen bei den Akklamationen der Nachfolgemodelle auf den Keynotes. Dies war eine der blutigsten Phasen der Firmengeschichte und bestimmt nicht jedes Nachfolgemodell freute sich uneingeschränkt über den Enthusiasmus seiner Gefolgschaft.

    Ein Ende fand das Soldatenkaisertum mit Diokletian (284-305 n. Chr.), der umfassende Reformen einführte und übrigens der einzige römische Kaiser war, der freiwillig in Rente ging. Seine Idee das Reich in vier Absatzmärkte mit vier Nachfolgemodellen zu spalten (Tetrarchie) setzte sich zwar nicht sofort durch, die Reformansätze waren allerdings so weitreichend, dass er den Übergang vom Prinzipat zum Dominat verkörpert bzw. die Spätantike einleitet. Die konstantinische Dynastie (293 bzw. 306-363 n. Chr.) vereinigte den Absatzmarkt erneut und legte Wert auf die Einführung christlicher Firmenpolitik in ihrem mittelständischen Unternehmen. Unter dem Modell „Valentinian“ (364-375 n. Chr.) wurde das Reich wiederum in Regierungsbereiche gespalten (Modell „Kaiser Ost“ und Modell „Kaiser West“), was schließlich mit dem Ende des Modells „Theodosius“ (379-394 n. Chr.), der noch einmal den ganzen Markt bespielt hatte, zu einer Firmenteilung führte.

    Fazit: Das Soldatenkaisertum kannte kaum lange Regentschaften und wird in der Statistik einen erheblichen Anteil am ersten „Wannenberg“ ausmachen. In Analogie zur Obsoleszenz wäre das vielleicht ein systematischer Fehler in der Produktionsstraße.

  69. Hallo Jungs! Hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber kurz zum Thema „Laden zu Haus oder in der Garage“:

    3,7 kW (230 V/16A) liegen doch quasi überall an. Auch in der Garage. Und das reicht locker um über Nacht 200-250 km zu laden. Die Wallbox selbst kostet 500-600 €. Also muss imho nicht besonders viel neu installiert werden.

    Und noch ein Punkt:

    Internet mit Glasfaser dürfte genauso ein Standortvorteil werden, wie eine Ladestation am Stellplatz -> Danach kann man Wohnungen (zur Miete) nachfragen. Das wird zunehmen.

    Ich würde insgesamt nicht so pessimistisch sein.

  70. Noch ein paar naive Gedanken zur CO2-Kompensation: Wenn ich meinen Flug kompensiere, kaufe ich mein Gewissen frei, das CO2 wird dadurch aber nicht wieder aus der Atmosphäre gefiltert. Es muss jemanden geben, der die ausgestoßene Menge wieder einspart. Aber wo wohnt der? Es gibt vielleicht noch ein paar Rest-Naturvölker, die klimaneutral leben, aber die können nichts einsparen, wenn sie schon bei quasi Null sind. Solange die Menschheit im Schnitt doppelt so viel CO2 pro Nase ausstößt wie gesund für den Planeten ist, gibt es realistisch niemanden, der mit einem lediglich ökonomischen Konstrukt irgendwas einsparen könnte. Es leben schlicht nicht genug Leute in unterentwickelten Ländern, um den Ausstoß der Industrieländer zu kompensieren und dabei insgesamt auf 2 Tonnen pro Nase zu kommen. Wir stehen alle zusammen schon viel zu hoch in der Kreide, und der Ausstoß wächst jedes Jahr. Die Lösung kann also nicht sein, weiter zu fliegen wie bisher und mit Kompensationsgeld den Leuten in Afrika Solaröfen hinzustellen, sondern *nicht* zu fliegen und das gesparte Geld z.B. in die Entwicklung von Elektroflugzeugen zu investieren.

  71. Hallo,
    ich hänge zur Zeit leider etwas hinterher und kommentiere daher erste heute euren Kommentar zur Atomkraft.
    Im Prinzip, seid ihr da auf wunderbare Propaganda hereingefallen, die mal wieder alte AKW Konzepte,die schon x-.mal durchgefallen sind, als neue Ideen verkauft.

    Dass wir heute über Technik aus den 70er Jahren sprechen liegt hauptsächlich daran, dass sich bei der Entwicklung neuer Reaktortypen kaum etwas getan hat. Seit mehreren Jahrzehnten werden international „neue Reaktorkonzepte“ erforscht. Im Januar 2000 wurde das Generation IV International Forum (GIF) gegründet, um die internationalen Forschungsaktivitäten besser zu koordinieren. Das GIF fokussiert auf eine vierte Generation von neuartigen Reaktorkonzepten, die nach 2030 am Markt verfügbar sein könnten. Erklärtes Ziel solcher Entwicklungen ist es, in den Bereichen Sicherheit, Nachhaltigkeit, Ökonomie und Nukleare Nichtverbreitung gegenüber heutigen Kernkraftwerken deutliche Vorteile aufzuweisen.
    In Medien und der allgemeinen Öffentlichkeit führt dies immer wieder zu Aussagen, dass neue Reaktorkonzepte
     „10.000 mal weniger Abfälle“ produzieren wie gängige Kernkraftwerke,
     diese Abfälle bereits „nach 1.000 Jahren“ ungefährlich sein werden,
     die Stromproduktion „so billig, dass sich sogar Schwellenländer die Technik leisten können“, sein wird,
     die Reaktoren „inhärent sicher“, schwere Unfälle somit unmöglich sein werden,
     aufgrund des verwendeten Thoriums als Brennstoff solche Reaktoren „keine Möglichkeit, Waffen herzustellen“ bieten und sie
     bereits „in 15 bis 25 Jahren“ am Markt verfügbar sein werden.

    Tatsächlich sind „neue“ Reaktorkonzepte zum Teil seit mehreren Jahrzehnten in der Erforschung, die für sich jeweils einen oder mehrere der oben genannten Vorteile reklamieren.
    Übergeordnet kann festgestellt werden, dass zwar einzelne Reaktorkonzepte in einzelnen Bereichen tatsächlich potenzielle Vorteile gegenüber der heutigen Generation von Kernkraftwerken erwarten lassen. *Kein Konzept ist jedoch in der Lage, gleichzeitig in allen Bereichen Fortschritte zu erzielen. Vielfach stehen die einzelnen Kriterien untereinander im Wettbewerb, so dass Fortschritte in einem Bereich zu Nachteilen bei anderen Bereichen führen. So führen beispielsweise häufig Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu Nachteilen im Bereich der Ökonomie, Vorteile bei der Ressourcenausnutzung stehen vielfach im Widerspruch zu einer Verbesserung im Bereich der Proliferation. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass ein Reaktorkonzept, welche nur in einzelnen Bereichen Fortschritte bietet, zu einer deutlich verbesserten gesellschaftlichen Akzeptanz der Kernenergienutzung beitragen könnte.
    Alle „neue“ Reaktorkonzepte wurden bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts in verschiedenen Varianten diskutiert und sind in diesem Sinne nicht neu. Trotz einer seit Jahrzehnten immer wiederkehrende Diskussion um eine Renaissance“ der Kernenergie und trotz Aussagen, dass solche Konzepte kurz vor der Markteinführung stehen, hat sich bislang jedoch noch kein konkretes Reaktorkonzept am Markt durchsetzen können. Viele der neuen Reaktorkonzepte befinden sich im Status einer frühen Konzeptentwicklung. Die erforderlichen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen, um ein solches Konzept zur Marktreife zu entwickeln, belaufen sich auf mehrere Jahrzehnte und viele Milliarden Euro. Dem stehen weltweit einige hundert Millionen Euro an tatsächlichen Entwicklungsaufwendungen gegenüber, die für eine Vielzahl verschiedener Konzepte gleichzeitig aufgewendet werden. Wesentliche Probleme bei der Entwicklung eines Reaktorkonzepts treten oft erst in der späteren Demonstrationsphase auf, wenn durch Prototyp- und Demonstrationsreaktoren die tatsächliche großtechnische Umsetzbarkeit eines konkreten Designs gezeigt werden muss. Daher hat sich historisch auch immer wieder gezeigt, dass Entwicklungslinien erst aufgrund der Erfahrungen mit solchen Prototyp- und Demonstrationsreaktoren wieder eingestellt wurden.

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