Minkorrekt Folge 84 „Nobelpreissonderfolge 2016“

Folge vom 26.10.16

Unser kleiner Fanshop (auch unter http://shop.minkorrekt.de) ist endlich am Start! Sagt mal bescheid wenn ihr noch spezielle Design-Wünsche habt. Noch besser: Schickt uns Designs. Die besten legen wir dann auf! Unterstützung haben wir bei den Motiven übrigens von Alwin von den Rocketbeans bekommen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle! Hier findet ihr seinen Tumblr mit ner Menge coolen Motiven.

Wir sind die Vorband bei der großen Logbuch:Netzpolitik 200 Gala!

Artikel zum kleinsten Transistor der Welt von Frank Wunderlich-Pfeiffer.

Allgemeine Informationen zum Nobelpreis hatten wir in unserer Folge 13.

Der Nobelpreis im Fach Physik: Für die Entdeckung von topologischen Phasenübergängen und Topologischen Phasen von Materie geht an David J. Thouless (University of Washington, Seattle, WA, USA), F. Duncan M. Haldane (Princeton University, NJ, USA) und J. Michael Kosterlitz (Brown University, Providence, Rhode Island, USA).

Zum Thema „Topologie“ empfehlen wir die tollen Folgen unserer Kollegen vom Modellansatz Podcast. Insbesondere Folge 76 – Qwirkle-Gruppe und Folge 40 – Topologie.

Der Nobelpreis im Fach Chemie: Der Nobelpreis in Chemie geht dieses Jahr an Jean-Pierre Sauvage (Frankreich), Sir J Fraser Stoddart (GB und USA) und Bernard L Feringa (Niederlande) “for the design and synthesis of molecular machines”. Hier findet ihr das Paper zu den Rotaxanen. Hier könnt ihr nachlesen wie man einen molekularen Motor “baut” und hier wie man daraus noch ein sehr sehr sehr kleines Auto baut.

Der Nobelpreis im Fach Medizin oder Physiologie: An Yoshinori Ohsumi (Tokyo Institute of Technology) für die Entdeckung der Mechanismen der Autophagie. Der wesentliche Artikel für den es den Nobelpreis gab stammt aus dem Jahr 1993.

Zur Vertiefung der Nobelpreise in Chemie und Medizin sei noch die Nobelpreisfolge von „The random scientists“ empfohlen.

Experiment der Woche: „Bubble-Tea aus der Molekularküche“ – Die Zutaten für das Experiment  gibt es zum Beispiel bei Amazon. Eine detaillierte Anleitung könnt ihr hier finden. Bilder zu unserem Versuch findet ihr hier.

Die Musik war nicht als solche zu bezeichnen und wir weigern uns diese zu verlinken.

Chinagadget der Woche: Der Aufmerksamkeitsassitent

Nobelpreis für Literatur: Der Nobelpreis für Literatur ging dieses Jahr an Robert Allen Zimmermann. Er geht nur einfach nicht ans Telefon!

Friedensnobelpreis geht an Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos. Das Nobelkomitee ehrte ihn für seine Verdienste um den Friedensprozess in Kolumbien Er erhalte den Preis für seine Bemühungen, den seit über 50 Jahren währenden Guerillakrieg zu beenden, den die Regierung und die Rebellen gegeneinander führten.

Sonderpreis für Wirtschaftswissenschaften: Dieser Preis geht dieses Jahr an Oliver Hart Bengt Holmström “for their contributions to contract theory”

Amazon Kauf der Woche: “Captain Future – Komplettbox [Blu-ray]

Rausschmeißervideo: “MIT Chorallaries: “The Engineers’ Drinking Song““

54 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 84 „Nobelpreissonderfolge 2016“

  1. Ich habe das wichtige vorangestellt und mich im Shop umgeschaut, bevor ich mir heute Abend auf der Heimfahrt die unwichtigen Inhalte dieser Folge geben werde ( 😀 ).
    Mir fehlen da generell Poloshirts, vor allem eins, das genauso bedruckt ist wie das “Minkorrekt. It works, Bitches. (beiseitig)”-T-Shirt.
    Aber auf jeden Fall schön, dass man euch auch über diesen Weg unterstützen und gleichzeitig noch Werbung für euch laufen kann.

    Macht weiter so!

    • Hi Matthias danke für das Feedback.
      So wie wir dieses Motiv aktuell vorliegen haben, lässt es sich leider nicht auf Poloshirts drucken. Liegt wohl daran, dass wir das Motiv nicht als Vektorgrafik haben und daher in der Wahl der Drucktechniken etwas eingeschränkt sind. Wir kümmern uns aber drum und versuchen das auch auf einem Poloshirt möglich zu machen.

      /rr

  2. Danke für den Tipp mit Fyyd! Echt praktisch!
    Ich muss viel disziplinierter werden beim Shownotes schreiben 😀 aber immerhin war mein Podcast auf Platz drei wenn man nach dem sehr einschlägigen Begriff “Trailrunning” sucht.

  3. Hi,
    im Link auf den Modellansatz-Podcast ist ein Zahlendreher, die korrekt verlinkte Folge ist 76, beschrieben (im Podcast und im Link) wurde 67.

    Ansonsten großes Lob und Danke für euren Podcast! Ihr begleitet mich regelmäßig im Home-Office 🙂

  4. Kleine Anmerkung: Der Artikel zum angeblich kleinsten Transistor der Welt, ist kein Blog Artikel, sondern ein ganz regulärer böse-kommerzieller Artikel von Golem.de 😉

  5. Wie erklärt man das einem Physiker…
    Da fällt ein Stein an einem Fallschirm vom Himmel und plötzlich zünden die Bremsraketen…könnte sein, dass der Fallschirm plötzlich im Weg ist…

    • Ich habe mal gehört, dass einem Venuslander der Fallschirm auf die Kamera gefallen ist. Ich finde es aber nicht. Vielleicht ist es die Verena Sonde gewesen, die nur 11sec Bilddaten sendete.
      Jedenfalls finde ich ist das so ziemlich der lustigste Fehler bei einer Mission überhaupt. Dramatisch war auch, dass den Japanern (?) bei einer jahrelangen Marsmission 2003 kurz vorm Ziel der Sprit aus ging.
      Das alles ohne Gewähr, ich hab’s nicht recherchiert. Die Oma kann sich nur dunkel erinnern.

    • Das habe ich doch genau so gesagt zu Reinhard als wir über den Fallschirm gesprochen haben, oder? Zumindest wollte ich es sagen! 🙂

      Das sowas wirklich mal passiert ist war mir aber nicht bewusst! @Sabine 🙂

      /nw

  6. Seit wann habt ihr dieses Logo? Auf den Aufklebern war noch alles “normal”.
    Finde den Entwurf mit Spiegelschrift und auf dem Kopf schon etwas gewagt. Aber egal, man soll wohl etwas mitdenken. Aber gerade bei Shirts finde ich es wichtig, dass man die Schrift schnell erfasst, weil man den Leute ja nicht ewig auf die Brust starren will … obwohl… nee .. finde die Idee doch toll 😉

    • Du hast den suffisanten Humor der Gestaltung nicht mitbekommen. Laut Wikipedia gelten 4 Kriterien für ein gutes Logo:

      4.1 Verständlichkeit
      4.2 Unverwechselbarkeit
      4.3 Einprägsamkeit
      4.4 Reproduzierbarkeit

      Da das Logo unverständlich, gegen fast jede Spiegelschrift austauschbar, schwer zu merken und für andere nicht leicht reprodizierbar ist, ist es vor allem eines: Methodisch inkorrekt!
      QED, wie mein Mathepauker immer zu sagen pflegte.

      Bitte mache den Physikern keinen Vorwurf, denn die Fähigkeit Spiegelschrift zu schreiben und lesen ist eine erbliche Anomalie, d.h. sie können nichts dafür. “Medical Hypotheses” hat dazu ein paper veröffentlicht, über das ABC berichtet: “Mirror writing: my genes made me do it”

      “I printed an Aesop’s fable in mirror printing and anyone that could read it within a period of less than a minute was invited to get in touch with me,” he told ABC Science Online. Those who responded were surveyed and among other things asked to write the first verse of the Australian song ‘Waltzing Matilda’ in mirror writing. From this step, Mathewson found 10 genuine mirror writers. Given the newspaper had a readership of 65,000, he calculated that one in 6500 people could mirror write. ”
      http://www.abc.net.au/science/articles/2004/06/02/1119739.htm

      Einer aus 6500 wird also das Logo sofort verstehen. Ist das eigentlich signifikant? Und wenn ja, wofür?

      Wer wie ich der Meinung ist, dass der Podcast auch dieses überleben wird, dem empfehle ich das Buch: “Schad‘ja nix, aber was soll das? Hamburg lacht.”
      https://www.amazon.de/Schadja-aber-soll-Hamburg-lacht/dp/B0024EI5Z2 Aber bitte den affiliate link verwenden 🙂

      Wer es selbst machen will: http://www.maennerseiten.de/spiegel.zip Hier bibt es die Spiegelschrift zum runterladen,
      und hier ( http://www.maennerseiten.de/spiegel.txt ) ein Makro zum Schreiben von rechts nach links.

      • Hm dazu bleibt noch anzumerken, mir als Linkshänder fällt es immer erst auf dem zweiten Blick auf, wenn etwas in Spiegelschrift dasteht.
        Also hey endlich schreibt jemand wie ich denke.

      • What? “… die Fähigkeit Spiegelschrift zu schreiben und lesen ist eine erbliche Anomalie”.

        Also damit habe ich überhaupt keine Probleme. Bin Rechtshänder und konzentriere mich auf das Schreiben mit der rechten Hand. Dabei lege ich im Gehirn einen “Schalter” um, der bewirkt, dass die linke Hand in eine Art Kopiermodus übergeht. Die Bewegungen nach oben, unten, außen und innen werden der rechten Haupthand simultan nachempfunden. Ob Druck- oder Schreibschrift spielt dabei keine Rolle. Alleine in Spiegelschrift zu schreiben, ohne Zuhilfenahme der rechten Hand, kann ich jedoch nicht. Muss auch zugeben, dass ich Schwierigkeiten habe rechts und links überhaupt auseinander zu halten. Wenn ich nur wenig Bedenkzeit habe (Sekundenbruchteil), liege ich oft falsch. Ob mein “Fall” jetzt psychologisch relevant ist, weiß ich nicht. 😉

    • Wir wollten mal was ausprobieren. Wir schauen mal wie das ankommt und wie wir es weiter entwickeln. Mit unserem Merchandising Shop haben wir ja jetzt tatsächlich die Möglichkeit zu evaluieren wie unterschiedliche Designs ankommen.

      /nw

    • Sticker gibt es bei Spreadshirt leider nicht. Aber wir verschenken ja welche. Adressierter und frankierter Rückumschlag und wir senden Dir ein paar.

      /nw

  7. Liebe Wissenschaftler, bestes Intro ever! Eine Bitte: Könnt ihr die MP3-Datei nochmal hochladen? Bei mir funktioniert nur die m4a-Variante, die mp3-Datei ist nur ein paar 100kb groß, kann ich auf meinem Uralt-mp3-Player nicht hören. Danke!

    • Ich kann die Folge überhaupt nicht runterladen – in keinem Format.

      Auch bei iTunes lässt sich die Folge nicht laden.

      Bitte prüft das mal.

      Danke!

      • Hi, haben gerade nochmal nachgesehen, hier ist soweit alles ok und läuft. Es hatten diesmal wohl ein paar Leute Probleme beim Download….schient ein Serverproblem zu sein, versuch es am besten später nochmal.

    • Hi Matthias, hier is soweit eigentlich alles ok und läuft. Versuch mal den Feed neu zu abonnieren oder versuche es später nochmal. Diesmal hatten wohl mehrere Probleme beim Download.

  8. Hallo Ihr methodischen Inkorrekter,
    wenn ich mich nicht irre, dann war das mit den Weganern das Hörspiel “Commander Perkins” in dem Mehrteiler “Bordon der Unsterbliche”

    Übrigens: Wieder mal ein geiles Intro!!! Bin vor Lachen vom Stuhl gefallen 🙂

  9. Also ich bin ja der Meinung man darf nicht immer *nur* merken: großes Lob, das mit dem Feynman sitzt jetzt. Das Wort das der Herr Dipl. Phys. am Anfang gesucht hat, war aber Effizienz, nicht Effektivität – zweiteres lässt sich nämlich auch ohne ersteres erreichen, umgekehrt geht das nur schwer. 😉

    Von noch nicht ganz durch (vermutlich zu ineffizient 😀 ), aber bis jetzt eine sehr schöne Folge.

    Lieben Gruß!

  10. Und noch zwei drei Dinge zu Bob Dylan: 1. Also ich bin nicht wirklich Fan von ihm, aber für Zeilen wie “When you ain’t got nothing, you got nothing to lose
    You’re invisible now, you’ve got no secrets to conceal”
    (Like a rolling stone)
    oder “I’ve heard newborn babies wailin’ like a mournin’ dove
    And old men with broken teeth stranded without love
    Do I understand your question, man, is it hopeless and forlorn
    Come in, she said
    I’ll give ya shelter from the storm

    In a little hilltop village, they gambled for my clothes
    I bargained for salvation and she gave me a lethal dose
    I offered up my innocence I got repaid with scorn
    Come in, she said
    I’ll give ya shelter from the storm

    da hat er ihn schon verdient

    2. Schon allein Dennis Scheck schäumen zu sehen, ob des verwerflichen Tuns dieser Verleihung ist ein wenn nicht zwei Nobelpreise wert.

    3. Die ersten uns erhalten gebliebenen literarischen Werke waren wahrscheinlich Gesänge(Homer Elias bzw. Odysseus). Ok wir sind natürlich etwas eurozentristisch.

    • Das die Literatur mit Gesängen begonnen hat, passt schon. Das waren zum großen Teil Niederschriften von Epen, die an den adligen Höfen vorgetragen, und mündlich von Sänger zu Sänger weitergegeben wurden. Und Versform läßt sich nun mal leichter merken als reine Prosa.

      Und um den Eurozentrismus etwas entgegenzuwirken: Die älteste bekannte menschliche Dichtung ist das etwa 4000 Jahre alte mesopotamische Gilgamesh-Epos (ägyptische Literatur dürfte aber ähnlich alt sein). In Europa fängt Literatur mit Homer und Hesiod vor 2800 Jahren an, in China nur wenig früher mit den “Fünf Klassikern”. Das indische Mahabharata dürfte auch über 2500 Jahre alt sein. Wenn man religiöse Texte mit berücksichtigt möchte, sollten die ältesten indischen Veden und das persische Avesta nicht unerwähnt bleiben, die vor etwa 3000 Jahren entstanden.

  11. Waaaaas, du warst hier in Kaiserslautern und sagst kein Ton!! Danke, für den Hinweis auf den kleinen Horrorladen, ich stand so ein bisschen auf der Wippe, ob ich rein gehen soll… Die Entscheidung ist dann jetzt aber gefallen 🙂

  12. Der Korken und der Flaschenhals

    Werte Podcaster,
    kann es sein, das bei allem Rechnen zum Thema Drücke und Kräfte etwas entscheidendes vergessen wird?

    Wie ist es den mir der Haft- bzw. Gleitreibung des Korkens im Flaschenhals? Ich denke, hierfür ist die größte Kraft aufzubringenden.

    Viele Grüße

    • Das habe ich implizit getan. Ich habe die Kraft ausgerechnet und mit der Kraft verglichen die nötig ist um Haft- bzw. Gleitreibung zu überwinden. Hätte ist an die nicht gedacht würde der Korken ja schon bei der kleinsten Kraft rausflutschen. Ihm würde ja keine Kraft entgegengesetzt.

      /nw

  13. Hi,
    tolle Sendung mal wieder. Habe zwar nicht sehr viel verstanden, aber das ist ja nicht sooo selten 😉

    @ Reinhard: Kabel-Internet? Schwierige Sache.
    Ich bin seit Dezember 2015 bei UnityMöhdia (frueher KübelBW).
    Ueber den Kundenservice *nur* Schlechtes gehoert und gelesen, also gleich einen 150 MBit/s Firmenkunden-Anschluss geordert (mit Maerchensteuer 41 Tacken/Monat), war auch super schnell bereitgestellt und eingerichtet.
    Die 150 MBit/s werden geliefert, Downloads laufen teilweise bis 19,5 MB/s. Upstream sind “nur” 10 MBit/s, die funktionieren aber auch.

    Jetzt das grosse “Aber”: Verbindungsstoerungen. Mehr als ich jemals bei Teledumm, 1&1 und Co. in 10 Jahren zusammen hatte.
    Mal gibt der Anschluss 1-3 MB/s her, mal verliert das Modem (die gute FritzBox fuer Business-Kunden, “normales Volk” kriegt nur eine Gammelbox) die Synchronisierung fuer mehrere Minuten bis Stunden.
    Die Probleme bestehen selbstverstaendlich meistens abends und/oder am Wochenende, also zur Prime Time fuer YouTube, Rocket League zocken etc.

    Im Nachhinein denke ich mir (gerade wegen 2 Jahren Kuendigungsfrist), ein vergleichbarer Preis fuer “nur” 50 MBit/s bei einem gescheiten Telefonie-Anbieter waere geschickter gewesen.

    Das Geschriebene gilt zumindest fuer der Unity-Netz, aber auch von Kübel Deutschland habe ich nicht viel Besseres gehoert.

    Gruesse vom Matze

  14. Ich wollte nur mal den Herrn Wöhrl beruhigen, die Erklärung zur Topologie und Topologie-Phasenwechseln war entgegen podcastinterner Kritik intuitiv gut verständlich und anschaulich.

  15. Hi,
    Vielen dank für euren tollen podcast!

    Mir ist gestern was ins auge gesprungen. Ein thema über das ihr in folge 74 berichtet habt. Extra dünne kondome in denen graphen enthalten ist. Scheinbar ist die entwicklung da schon deutlich weiter denn die firma lelo hat jetzt ihre Hex-kondome veröffentlicht. Hier mal der link dazu:
    https://www.lelo.com/de/hex-kondome-original

    Ich fand das ganz erstaunlich das ein thema das ihr vorgestellt habt mich auch mal persönlich betrifft bzw evtl relevanz in meinem alltag ist. 👍

    Macht weiter so und auf viele weitere folgen!

    • Danke für den Link! Das kannte ich nicht finde ich aber optisch schon mal sehr ansprechend! 😉

      Das war das erste Thema was Relevanz für Dein Leben hat? Dann muss ich in Zukunft noch mehr darauf achten die Relevanz der Grundlagenforschung für das alltägliche Leben herauszustellen! 😉

      /nw

  16. Hier die Antwort auf eine offene Frage dieses Podcast:

    15-mal wurde eine Frau mit einem Nobelpreis in der Kategorie Frieden, zwölfmal mit dem Literaturnobelpreis, zwölfmal in der Kategorie Physiologie oder Medizin, viermal in der Kategorie Chemie und zweimal in der Kategorie Physik ausgezeichnet. Den Wirtschaftspreis hat bislang eine Frau erhalten. Vier Nobelpreise und der Wirtschaftspreis gingen im Jahr 2009 an Frauen, die höchste Anzahl von Auszeichnungen für Frauen in einem einzigen Jahr.

    Was lernen wir daraus? Bei Angst und Aua wendet man sich an eine Frau, der Rest ist Männersache.

    Frage: Ist es zulässig, aus dieser Verteilung auf die Zusammensetzung der Nobelkommission zu schließen? Nach dem “Böklunder-Axiom” wird der Senf rationiert, wo die Würstchen regieren.

    • Oh nein, kannte ich nicht. House ist allerdings nicht so meine Musik. Aber es hat mich veranlasst mal wieder den OST von Christian Bruhn zu hören. Großartige Musik!

      /nw

  17. So, nachdem Nintendo der Meinung ist, meine monatelang bestehende Vorbestellung der NES Classic Mini nicht bedienen zu wollen, wird das wieder freigewordene Geld umgehend im Minkorrekt-Shop neu angelegt 🙂 Damit ist nach Ticket, Hotel und Bahnfahrt nun auch die Kleidungsfrage für den 33c3 für mich geklärt. Wir sehen uns dann wohl in Hamburg!

    Danke für viele interessante Podcaststunden, tolle Experimentideen, gute Laune und manchmal nutzloses (aber enorm Eindruck schindendes) Partywissen 😉

    Glück auf! (oder wie man hier bei uns eher sagt: Servus!)

  18. Ach ja wenn ihr mal wirklich herausragende Musik sucht. Die “Shaggs” sind wirklich immer ein Quell der unfreiwilligen Experimentalmusik.

  19. Klasse Folge!

    Ich würde allerdings gerne eine kleine Kritik zur kommentierung Principal-Agent-Theorie machen.

    Zunächst mal ist der Glaube, dass man dem arbeitenden Pöbel nicht trauen kann, älter als die Principal-Agent-Theorie. Die Wirtschaftswissenschaft hat diesen Glauben afaik mit dem Tylorismus in ihren Kanon aufgenommen.
    Taylor war der Meinung, dass man strikt trennen muss zwischen denen, die sagen, WIE gearbeitet werden soll, und denen die arbeiten.
    Das Ganze hat er dann “Scientific Management” genannt, und mit Experimenten bewiesen.
    Um mal ein Beispiel zu geben, wie “Scientific” das ganze ist, möchte ich “Schaufelexperiment” anführen:

    Er ging davon aus, dass für einen “Schaufler” ein bestimmtes Gewicht pro Schaufelbewegung optimal ist. Dazu nahm er gute “Schaufler” als Beobachtungsobjekte. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten erhielten diese Arbeiter einen extra Lohn. Dann wurden für diese Arbeiter die Lasten auf der Schaufel (durch die Schaufelgröße) und auch andere die Arbeit betreffenden Umstände kontinuierlich über einige Wochen verändert. Dabei fand er heraus, dass eine Schauffellast von 9,5kg als optimal für Erdarbeiten ist. Kritik an diesem Experiment; die Wissenschaftlichkeit dieses Experimentes ist nicht gegeben. Die Stichprobe ist nicht zufällig, sondern es wurden “erstklassige” Arbeiter ausgesucht und die Stichprobe ist zu klein um repräsentativ zu sein. Der Extra-Lohn als Motivation wurde nicht beachtet. Der Zeitraum war zu kurz um Langzeitfolgerungen schließen zu können.

    http://www.virtualuniversity.ch/management/19.html

    Hier werden alle vertreter von “Hard Sciences”, und selbst wir Informatiker als Vertreter der möchtegern-Hardscience erstmal ausgiebig Facepalmen.

    Nichtsdestotrotz: das war so 1900 rum.

    Die Principal-Agent-Theorie kam 1976, und beschäftigt sich nicht mit primär Arbeitgebern und Arbeitnehmern – hier hat Reinhard etwas schnell gleichgesetzt – sondern ist etwas abstrakter.

    Ein Agent KANN ein Arbeitnehmer sein, und ein Principal der Arbeitgeber, und in diesem Fall wird Reinhards Rant für mehr Vertrauen wohl von den meisten geteilt werden.

    Der Agent kann aber auch die Telekom, und der Principal ein nicht näher genannter Wissenschaftler, der gerne DSL hätte, sein. Ist mehr Vertrauen da die Lösung?

    Oder der Principal ist der Fördertopf, und die Agents die Projekte, die wie in MI immer wieder so schön aufgezeigt wird, in ihren Anträgen mindestens den Weltfrieden versprechen. Das ist die Informationsasymetrie von der die Rede ist.

    Oder, der Principal ist die Uni, die verpflichtet ist, Buchführung zu betreiben, und der Agent ist die Buchhaltung, die, damit sie es einfacher hat, eine mehrstellige Anzahl von Arbeitsstunden verschwendet, um Centbeträge zu verbuchen.
    Habt ihr mal einen Nachweis von 20ct nicht, erfährt ihr Principal davon. Habt ihr eine Woche nicht arbeiten können, um diesen Nachweis zu erbringen, erfährt ihr Principal das nicht. Auch das ist Ausnutzen der Informationsasymetrie.

    Gerade die Principal-Agent-Theorie scheint mir noch eine der vernünftigeren aus der Ecke der Wirtschaftswissenschaften zu sein, weshalb ich denke, dass sie in der Folge etwas zu schlecht wegkam.

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