Minkorrekt Folge 137 “Aufgespritet”

Folge 137 vom 12.02.2019

Wir sind auf Tour und haben auf dem Weg nach Aachen in Gelsenkirchen halt gemacht um euch eine neue Folge zu bereiten. Bevor wir aus Hamburg aufgebrochen sind haben wir allerdings noch Halt bei den Rocketbeans gemacht. Das MoinMoin das dabei entstanden ist findet ihr hier.

Hier findet ihr den Link zum DKMS-Shirt sobald wir es bei ebay reingestellt haben.

Falls ihr einem Physiker mal was tolles zum Geburtstag schenken wollt könnte es ja dieses (leider recht teure) Periodensystem sein.

Sollte der besagte Physiker es schon selbst gekauft haben, dann vielleicht diese schöne Darstellung unseres Universiums.

Sollte es das auch schon haben und ihr habt noch ne tolle Idee, dann bitte ab in die Kommentare damit!

Warum ist es heute schwierig nochmal Raketen wie in den 70ern zu bauen? Schaut diese interessante Doku die Julian uns geschickt hat und erfahrt mehr. Ähnliches gilt übrigens für alte Orgeltechnik aus der DDR.

Falls ihr euch auch schon immer gefragt habt warum euch der Duschvorhang immer von hinten anfällt, dann findet ihr in diesem Video ein paar Antworten.

Thema 1:Erkenne dich selbst!” – Ist es eine gute Idee einem Roboter beizubringen ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln? Falls wir irgendwann mal von Terminatoren überrant werden, dann sind diese Forscher mindestens mit schuld!

Thema 2:Noppen fürs gleiten” – Inspiriert durch eine Pflanze haben Forscher NOppen entwickelt die Schiffe besser durchs Wasser gleiten lassen….und nein diese Noppen kann man nicht auch für andere “Sachen” benutzen!

Experiment der Woche: „Beugung am Joker“ – Mit zwei Spielkarten und einem Laserpointer könnt ihr das physikalische Phänomen der Beugung erklären und damit in Sekunden der Star jeder Party werden!

Musik:Biology Cell Song By Rohan Rosen”  schuld ist Florian

Chinagadget der Woche: TDS Sensor von Xiaomi” – Mit diesem praktischen Gadget könnt ihr die Trinkwasserqualität eures Wassers testen 🙂

Thema 3:Wir müssen über das Universum sprechen” – Das Universum dehnt sich aus und zwar beschleunigt. Wie es scheint ist sogar diese Beschleunigung beschleunigt.

Thema 4:Pinocchios Balls of Steel“ – Wenn Robocop und Pinocchio ein Kind hätten…

Amazonkauf der Woche: Im Lichte von Star Wars empfehlen wir “How to Speak Wookiee” und das “Cantina Kochbuch

Termine: Es gibt neue Tourtermine \o/

Rausschmeißer:Super Waves (Science Parody of “Super Bass”)” schuld ist Florian

Vielen Dank für euere Unterstützung 🙂

(bei allen Links auf Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

Intro war “Familien-Duell der Lungenärzte”

38 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 137 “Aufgespritet”

  1. Feinheiten der Universität: Wir dürfen ihn Dr. Remfort nennen, nur Reinhard muss noch Diplomphysiker sagen, bis er die finale Urkunde erhalten hat. Dann darf er’s auch sagen, bzw. auf akademisch: ‚den Titel führen‘ 🙂 Glückwunsch nochmals!!!

  2. bzgl. Flatulenz unter der Decke: Ich gehe stark davon aus, dass die Bettdecke, und nicht die Zimmerdecke gemeint war. 😀

    Zum Thema Chinagadgets: Dieser Programmpunkt lässt sich auch als Konsumkritik verstehen: Er zeigt auf, was für ein Müll teilweise in Massen produziert und konsumiert wird.

    • Als erstes auch noch einen Glückwunsch an den zweiten Dr.!

      Mit einer Deutung der Chinagadgets als Konsumkritik wäre ich auch absolut einverstanden. Verbieten kann man ohnehin nichts. Gefreut habe ich mich, dass Nicolas den Punkt zumindest nachvollziehen kann. Das ist doch das Wichtige: Dass man sich selbst kritisch hinterfragt bei dem, was man tut.
      Nochmal aufgreifen möchte ich aber auch den Vorschlag, die Werbung für Amazon mittels Affeliate-Link in Frage zu stellen. Zumindest beim letzten mal hatte ich den Eindruck, dass durchaus Spendenbereitschaft bestünde, um den entgangenen finanziellen Gewinn hierdurch aufzufangen. Ich denke, hier würde ein Votum von der Hörerschaft sinnvoller sein als bei den Chinagadgets: Es müssen ja nur genug Leute Unterstützung anbieten, um die Sache wirtschaftlich zu beurteilen.

  3. Zu den Schiffen.

    Zur Tres Hombres sagt Reinhard “Du kannst da auch anheuer”. Das ist auch das wodurch sich das Schiff finanziert. Mit der Zahlenden Besatzung (8) wird die nicht zahlende Besatzung (7) und das Schiff finanziert. Die Ladung sind gerade mal 22 Palette, also nicht mal ein LKW!

    Die modernen Frachtschiffe sind das effizienteste Transportmittel was es derzeit gibt. Ich nehme mal die aus dem Wikipedia Artikel der Maersk Triple E-class Containerschiffe, die waren kurzzeitig mal die größten.

    Ich rechne mal ein bisschen. So ein Schiff benötigt 80250 Liter Treibstoff am Tag (bei 19 knoten = 35 km/h), klingt erst mal viel. Aber es werden 18270 20 Fuß Container Transportiert. 24 Stunden bei 35km/h sind 840km am Tag. Auf einem LKW bringt man 2 20 Fuß Container unter, also 9135 LKW um die Ware unterzubringen, wenn man von der rund doppelten Geschwindigkeit (auf der AB) ausgeht (man also die Tour 2x in der gleichen Zeit fährt) sind es immer noch 4568 LKW. Jeder dieser LKW dürfte bei gleichem Gesamtverbrauch an Treibstoff 17,6 Liter Treibstoff auf der Gesamtstrecke verbrauchen! Damit kommt man ja kaum vom Hof.

    Die Motoren die in solchen Schiffe verwendet werden (extrem Langsamlaufende 2-Takt Dieselmotoren) sind die effizientesten Verbrennungsmaschinen die es derzeit im Serieneinsatz gibt. Die des oben genannten Schiffstypen liegen bei einem Verbrauch von 168 g/kWh, Dieselmotoren für Landfahrzeuge liegen bei über 200 g/kWh.

    Problem ist das man eben extrem stark verschwefelten Krafstoff verwendet (verwenden darf) und man die Motoren (wegen fehlenden vorgaben) Primär auf Verbrauchsarmut optimiert hat und nicht auf Schadstoffarmut. Da gibt es also durchaus Potential. Im Endeffekt ist es aber genauso wie bei Straßenfahrzeugen, man kann ab einem bestimmten Punkt nur noch zwischen den verschiedenen Schadstoffarten herum schieben.

  4. Ich dachte zu erst, das Reinhard nochmal die Problemmuscheln aus Folge 104 mit Thema 2 vorstellt. Scheint ein gut beforschtes Feld zu werden.

  5. Die großen Handelsschiffe fahren meines (veralteten) Wissens nach keinen Diesel, sondern Schweröl, das an Bord durch Separatoren “gereinigt” wird.
    Daran dürfte sich nichts groß geändert haben, weil das billiger ist.

    Ich gehe mal schwer davon aus, dass es, durch dieses unzureichende Raffinieren, sogar noch zu deutlich mehr Schadstoffen bei der Verbrennung kommt. Ich kann mich jedenfalls noch deutlich daran erinnern in Abgaskanälen von wohnungsgroßen 2-Taktern tagelang zentimeterdicke Schmiere abgekratzt zu haben, die, nebenbei erwähnt, in offenen Fäßern verstaut auf hoher See “entsorgt” wurden. Letzeres zwar nicht von mir, aber dem Rest der Mannschaft, was mir fast eine nutzlose Kündigung einbrachte. Und den Zorn des Käptns.

    Nur soviel zur Schiffahrt.

  6. Beim Gespräch über Industrieroboter fiel mir dieses Video ein. Einfach mal anwerfen und sich überraschen lassen wenn man sich eine Vorstellung von Präzision, Kraft und Geschwindigkeit dieser Dinger machen will.

    Einziger spoiler: es kommt ein Samuraischwert drin vor…

    https://youtu.be/qPT8d4LFv-g

  7. Erstmal Glückwunsch Reinhard!
    Die lieben Herren Doktoren sollten aber auch wissen, dass ein Doktor kein Titel sondern ein akademischer Grad ist! 😊
    Wieder eine sehr schöne Sendung!

  8. Ich finde den besprochenen Einwand von Matthias zum Thema Stichwort sinnloser Konsum/China-Gadget/Amazon (ab 48:00) wichtig und auf jeden Fall bedenkenswert.

    Ich bin auch ein Fan des China-Gadgets (sparkt definitiv Joy) und für mich ist es ein elementarer Bestandteil der Sendung.

    Beim Amazonkauf der Woche sieht das schon anders aus: der ist zwar auch oft amüsant, aber kommt viel mehr wie sinnlose Werbung und “stille Aufforderung zum sinnlosen Konsum” rüber. Wenn es eine Abstimmung gäbe, diese Rubrik zu streichen, meine Stimme hättet ihr.

    Auch wenn man sich aus guten Gründen dafür entscheidet, eine oder beide Rubriken beizubehalten, finde ich es wichtig, sich bewusst mit diesen Überlegungen auseinanderzusetzen.

    Reinhards Argument, “ja stimmt schon, es ist in gewisser Weise sinnloser Konsum, aber das gleiche gilt für viele, viele andere Sachen in unserem Alltag” (paraphrasiert), finde ich zu schwach. So “argumentieren” die Gegner vom Tempolimit auf Autobahnen und anderen “Freiheitsbeschränkungen” auch: “das bringt doch nicht viel, und außerdem sind Schiffe und Kaminöfen viel schlimmer für die Umwelt.” Das mag im Einzelfall stimmen oder nicht, aber in der Praxis führt es dazu, dass sich niemand einschränkt, weil es immer andere gibt, die noch schlimmere Klimasünder sind.

    Später sagt Reinhard dann noch, das Thema sei “schwierig schwarz-weiß zu sehen, da gibt es viele Graustufen”. Volle Zustimmung. Nicht jeder “sinnlose” Konsum ist schlecht, nicht jeder Flug und jede Autofahrt muss verteufelt werden. Aber “grau” ist eben auch nicht “weiß”. Wir müssen uns alle täglich an die eigene Nase fassen, auch wenn’s unbequem ist.

  9. Ich würde gerne das Gute Taten-Projekt unterstützen, könnt ihr mir da bitte einen Kontakt nennen? Gerne per Mail, denn ich habe keinen Twitteraccount, danke!

  10. Bezüglich dem Vorbereiten von Vorträgen:
    Mir geht es da ähnlich wie Dr. Remfort. Ich “kaue” vorher sehr lange auf dem Vortrag rum, ohne irgendwas in Folien zu giessen. Wenn ich mit der Geschichte und dem Detailgrad in meinem Kopf zufrieden bin, dann wird das erst manifestiert. Das geht dann aber üblicherweise auch sehr schnell, da nicht mehr viel geplant werden muss.

  11. Sagt mal, bin ich der Einzige, der bei den Themen 2 und 4 potentielle Synergieen erkennt? Der Produktionsablauf für Pinokkios Eier aus Stahl wäre doch eine hervorragende Methode, um Schiffe mit Luftpolstern zu beschichten. Reinhard: du solltest die Hauptautoren der beiden Paper unbedingt miteinander verkuppeln.

    Was ich übrigens schon vor geraumer Zeit mal gehört habe war, dass heute schon durchaus dauerhaft “Fontänen” von Luftbläschen unters Schiff gesprudelt werden, um die Schlüpfrichkeit des Schiffes zu erhöhen. Abgesehen davon, dass dieser Effekt mit den Noppen viel effizienter ausgenutzt würde, könnt ich mir vorstellen, dass die Bläschen den “Grip” der Schiffsschraube negativ beeinflussen. Klassische Optimierungsaufgabe.
    Entschuldigt meine nautisch ungenauen Termini. Siehe mein Pseudonym.

  12. Zum Thema Feinstaub und ob Schiffe die Werte anheben: Die Feinstaubbelatsung nimmt etwa quadratisch mit der Entfernung ab. Schwierig sind halt Häuserschluchten in denen sich der Feinstaub sammelt und nicht “raus” kann. Wenn man im Hafen misst, kommen da auch sehr hohe Werte raus (siehe: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/messungen/16819.html ) das verteilt sich dann in der Stadt und bildet zusammen mit dem Flugverkehr ( https://www.fluglaermschutz-hamburg.de/home/l%C3%A4rmschutz-1/feinstaub-und-luftverkehr/ ) die Hintergrundbelastung. Die ist je nach Wetterlage,dann in ganz Hamburg zu messen. Hintergrundbelastung wird von der Politik wenig beachtet, weil da dann Ursache nicht klar ist. Man könnte denken, dass Hamburg mit den Fahrverboten “Vorreiter” ist, aber das ist nicht der Fall. Die veröffentlichen den Luftreinhalteplan regelmäßig zu spät, die Verwaltungsgerichte sind überlastet (die Politik könnte weitere Richter einstellen!) und entscheiden selbst bei Klagen erst nach Jahren. Erwähnen möchte ich noch das Projekt des ADFC Hamburg für Tempo 30 ( https://hamburg.adfc.de/laeuft ) wo ca. 450 Menschen so seit Jahren auf einen Bescheid warten (der laut Gesetz maximal 3 Monate dauern darf), auch mit dieser Maßnahme würde man die Belastung wirklich senken, sagen diverse Studien und auch das BMU: https://www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/wirkungen-von-tempo-30-an-hauptverkehrsstrassen

  13. Eure musikalische Begleitung war der Traum. Mozart, die Beatles und Elvis Presly können noch was von dem Künstler lernen lol.

    • Genau, diese Mal ganz überragend. Ein Traum … Alpträume zählen doch auch, oder?

      Üblicherweise finde ich die Musik “Schlimm, aber irgendwie auch (unfreiwillig) komisch”. Dieses Mal war es schlimmer. Der Halbzeitsong ging einfach gar nicht mehr. Das Lied am Ende ging sogar, nur leider habe ich von dem Refrain jetzt nen Ohrwurm …

  14. Falls euch die Erkenntnis, dass uns das Universum um die Ohren fliegt noch nicht ausreichend deprimiert hat schaut doch mal bei Meister Freistetter vorbei: Sternengeschichten Folge 100 “Das Ende von Allem”. Da geht es eben darum, wie sich das Universum “entwickeln” und zerlegen wird, bis nicht einmal mehr schwarze Löcher existieren.

  15. Beim Thema 3 meine ich gehört zu haben, dass die quasi Sterne sich schneller von uns weg bewegen als das licht. Beim nachhören der Folgen habe ich vorgestern allerdings in Folge 48 gelernt, dass sich nicht schneller bewegen kann als das licht. Wie geht das dann?

    Weiter im Thema kam mir die komische Idee: Was wenn das Universum nicht Expandiert sonder Kollabiert? Das würde doch auch erklären wieso das Universum sich aus unserer Sicht relativ beschleunigt Expandiert weil wir uns ja zum Kollabierungspunkt beschleunigen würden.

    …….

    Ich glaube ich schaffe es gerade in einem Kommentar zwei Helden der Wissenschaft zu widersprechen…. Könnte ein Beweis meiner Unwissenheit sein.

    • Wie kann es sein, dass die Entfernung zu Sternen mit mehr als Lichtgeschwindigkeit wächst? Soweit ich das verstanden habe: indem der Raum sich ausdehnt. Zusammen mit der Bewegung der Sterne zueinander kann die scheinbare Geschwindigkeit größer werden als Lichtgeschwindigkeit. Wobei die betreffenden Sterne für den Trick ohnehin ziemlich weit voneinander entfernt sein müssen, um genügend ausdehnenden Raum zusammen zu bekommen.

      • Also das mit der Lichtgeschwindigkeit finde ich komisch.
        Ich habe in vielen Vorträgen 2 Dinge meine ich verstanden.
        1. Nichts ist schneller als das Licht.

        2. Licht bewegt sich immer! mit 300.000 km/s, egal von welchem Bezugspunkt und ob es sich entfernt oder auf uns zukommt. Schönes Beispiel hier ist, dass ein auf sich zukommender Lichtstrahl, auf welchen man selbst mit zB 200.000 km/s zubewegt, trotzdem relativ zu einem sich nur mit 300.000 km/s nähert und nicht wie man denken könnte 500.000 km/s.

        Insofern ist es doch auch egal ob sich etwas mit 290.00km/s entfernt. Und da sich nichts schneller bewegen kann „entflieht“ es ja einem Stern immer noch, und sollte sichtbar bleiben …. oder ….?

  16. Frag doch erst, was du im Kino kucken sollst. 🙁
    Oder schau die Kritiken auf Rotten-Tomatoes oder imdb an.
    Lief Spider-Man in to the Spider-Vers nicht mehr?

  17. Nach dem anschauen der kurzen Doku über das verlorengegangene wissen der Saturn 5 Antriebstechniologie, bin ich auf dieses Video hier gestoßen: https://youtu.be/Jb4prVsXkZU wie konnte man eigentlich so ein Space Shuttle richtig landen, aus dem Weltraum? Richtig schön erklärt auf Science Slam Niveau 😀

  18. Zur Konsum-/China-Gadget-Sache:

    Dadurch, dass ihr die China-Gadgets in eurer Sendung behandelt, ermöglicht ihr euren Zuhörer*innen einen bewussteren Konsum. Vielleicht gibt es Leute, die sich das ein oder andere Gadget dann auch bestellen, aber die haben sich dann bewusst dazu entschieden und sehen einen Mehrwert für sich.

    Wenn ihr die Rubrik einstellt, muss es nur zwei Menschen in eurem Publikum geben, die als Reaktion darauf dann selbst einfach blind Gadgets aufgrund des geringen Preises bestellen, und die »Bilanz« der Einstellung wäre negativ. Ihr konsumiert also quasi stellvertretend für diese Menschen, die deswegen selbst dann bewusster konsumieren können.

    Und weil die Rubrik mich außerdem auch super unterhält, bin ich definitiv für die Beibehaltung. 😀

  19. @ Experiment der Woche:
    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher,ob es sich im Folgenden auch um Beugung handelt, oder ob ich da einen ganz anderen Effekt gesehen habe. Vielleicht kann mich da jemand erleuchten.
    Mir ist aufgefallen, dass man regenbogenfarbene Streifen um eine Kerzenflamme sieht, die verdächtig wie Nebenmaxima aussehen, wenn man sich ein einzelnes Haar vor die Augen hält und aus einiger Entfernung auf die Flamme schaut.

    Experimenteller Aufbau ist folgender: Man zündet in einem unbeleuchteten, viel zu kleinen studentischen Badezimmer ein Teelicht auf dem Spülkasten an und stellt einen gerade anwesenden langhaarigen Nerd in die Dusche (ca. 2 bis 2,5 m weg von der Kerze). Dieser hält sich ein Haar vor die Augen, ca. 10 cm weg vom Gesicht. Wenn der Nerd die Kerze nun (mit beiden Augen offen! sonst geht’s nicht) anschaut, sieht er diese Streifen.
    Beobachtung: Wie zu erwarten bei Beugung, sehe ich blau nah an der Flamme und rot weiter weg. Bei etwas weiterer Entfernung zur Flamme habe ich schon mal 6, also insgesamt 12 “Nebenmaxima” gesehen.

    Kann mir jemand sagen, ob das wirklich eine sonderbare Art eines Doppelspalt-Experiments ist? Schließlich ist eine Kerze kein Laser, mit nur einem Auge sieht man den Effekt nicht oder zu schlecht, um ihn zuerkennen, und ein Haar als Doppelspalt zu bezeichnen ist auch weit hergeholt.
    Lustig ist es trotzdem.

    Grüße,
    Katharina

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