Minkorrekt Folge 107 “Weyl die Zukunft”

Folge vom 30.10.17

Intro war “Die erste Hexenszene aus MacBeth”

Nicolas war zu Gast im S04-Podcsat “Blauer Salon” und hat im “Nachgefragt” Podcast erzählt wie Wissenschaft funktioniert.

Reinhard hatte am 29.10 eine Lesung in Köln…und erzählt wie die Lesung wohl gewesen sein wird, da wir Urlaubsbedingt schon am 26.10 aufnehmen mussten.

Thema 1: “axial-gravitationale Quanten-Anomalie” – Nicolas zeigt uns in der ersten Studie, wie man eine Quantenanomalie messen kann die sonst nur bei sehr starker Gravitation auftritt. Außerdem lernen wir die uns bis hierher noch unbekannten Weyl-Fermionen kennen.

Thema 2: “In Britain they have different tits” – Reinhard erzählt uns, dass die Briten andere Tits haben als wir auf dem Festland. Warum das so ist? Es hat mit dem Futter zu tun.

Experiment der Woche: “Lipophilie” – Auch wenn es sich so anhört geht es hier um keinen Fetisch sondern um die Knallharte Physik hinter dem Kaugummi. Wir empfehlen dieses Experiment jedem der eine Abneigung gegen Schokolade oder Kaugummi entwickeln will.

Musik: “SLS Gets Fired Up With Rock Legends STYX’s Gone Gone Gone” empfohlen von Lars

Chinagadget der Woche: Dieses Chinagadget wurde uns von Hörern zugespielt und hat unsere Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Der Nasenformer!

Thema 3: “Der Winter der kleinen Hirne” – Eine Überlebensstrategie über die man diskutieren kann. Weniger Hirn zu Gunsten von mehr Fett….what could possibly go wrong?

Thema 4: “Geistesblitz” – Wäre es nicht gut wenn neuronale Netze auch in der Lage wären die Hardware zu beeinflussen auf der sie Laufen? Genau das Machen neue Materialien möglich…I here welcome our new….

Der Amazonkauf der Woche ist diesmal “What if?”

Rausschmeißer “Coding in the Name of – (Rage Against the Machine Parody)” empfohlen von Claudia

(bei allen Links auf Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

41 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 107 “Weyl die Zukunft”

  1. Ich WILL das Hörbuch/-spiel! Nenn es doch dann “Schrödingers Kotze” (und nimm rausgeschnittenes wieder rein)! (Ich bin Abonnent von Audible.de also gerne da!^^

    • Und es sind neuronale Netze (am Ende habt Ihr das sogar richtig gesagt, mehrmals!). Dabei ist auch bei Alpha Go Zero das neuronale Netz vom Menschen gemacht. Aber trainiert wird es eben ohne dass da menschlicher Input reingefüttert wird. Es beobachtet also keine Menschen beim Spielen und sieht so auch weniger menschliches Verhalten und Fehler.
      Ja, wird langsam gruselig … was irgendwie generell zu kurz kommt ist Evolution in Hardware. Das geht nämlich auch, war früher sehr aufwändig und langsam um da viele Generationen durchzuspielen, aber heute müsste das auch schnell gehen. Der Vorteil ist, dass es am Ende Hardware ist die in Echtzeit funktioniert. Also ohne CPU wie eine Analogschaltung. Es sehr spannendes altes Paper zum Thema findet Ihr hier:
      http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.50.9691&rep=rep1&type=pdf

          • Hey, vielen Dank! Dass wir schon so weit sind dass Neuronale Netze andere Neuronale Netze bauen war mir entgangen.
            Ich finde wir müssen mal über das Bootstrapping von Bewusstsein reden. Also wenn wir nur einen Haufen Neuronen haben und den mit Sensoren und Aktoren verbinden (also wie das Hirn mit Sinnesorganen und Muskeln), dann entwickelt sich da vermutlich noch kein Bewusstsein und das lernt auch nichts.
            Der Mensch hat da etwas Angeborenes was ihn lernen lässt und zwar schon ganz am Anfang. Schmerzen. Anfangs ist Schmerzvermeidung das Ziel. Vielleicht gehört da auch anderes dazu um sich gut zu fühlen als Baby. Völlig unbewusst wird die ganze Zeit trainiert um in einem möglicht schmerzfreien guten Zustand zu bleiben. Und dann bei der Bewegung geht es weiter. Es kann die Gliedmaßen bewegen aber noch nicht dem Bild vom Auge zuordnen. Die Bewegungen sind also oft schmerzhaft weil unkoordiniert. Um das zu verbessern muss das Gehirn lernen die Signale der Augen zu interpretieren, daraus ein 3D Bild zu bauen und dann auch die Gliedmaßen im neu entdeckten Raum zu bewegen. Dann kommt natürlich auch Neugierde wobei mir noch unklar ist woraus diese besteht. Jedenfalls braucht man am Anfang irgendeinen Mechanismus der ein initiales Lernen anstößt. In eine Richtung drängt oder so. Vielleicht braucht es dazu tatsächlich einen Körper mit Sinnesempfindungen und angeborene Dinge die sagen dass Schmerzen gerade schlecht sind.
            Es bleibt spannend.

  2. Bezüglich der SD-Karten: Der SD-Standard unterstützt bis zu 2GiB – die nächste Stufe ist der SDHC-Standard, der geht von 4GiB bis 32GiB…
    Problem: Die Standards sind nicht kompatibel – ein neuerer Kartenleser unterstützt normalerweise alle älteren Standards; umgekehrt gilt das aber nicht. Wenn jetzt der Leser des Druckers nur den SD-Standard beherrscht, kann er nur Karten <= 2GiB lesen…

    Und FAT16 bietet sich bei Partitionen <2GiB im Vergleich zu FAT32 eher an, da es leichter zu implementieren ist – deshalb ist FAT16 auch als *das* Dateisystem für SD-Karten definiert (das ändert nichts daran, dass man normalerweise auch ein anderes FS nehmen kann – das ist dann aber nicht mehr standardkonform).

    In dieser kleinen feinen Welt ist das alles ganz logisch 😆

  3. Besonders witzig fand ich, dass Nicolas mal wieder durch die ausschweifende Einleitung von Reinhard nicht darauf gekommen ist, dass es beim Thema um Großbritannien geht sondern auf Mallorca tippt. Nun ja, es wird ja langsam Winter.

    Bei dieser Folge könnte man fast meinen, ihr möchtet lieber eine Alliteration im Titel wie z.B. der Pornöse Physik Podcast (Swingerclub, Tits, Briten sind gut zu Vögeln, Nasenvibrator, Reinhard spuckt spermaartige Substanzen). Ich frage mich allerdings, ob die Briten wirklich soviel füttern oder die Vögel einfach mit Schnabelvibratoren traktieren.

    Beim Thema Neuronen habt ihr euch allerdings einen kleinen Fauxpas geleistet. Licht hat ein je nach Medium eine unterschiedliche Geschwindigkeit. Die Lichtgeschwindigkeit in Glasfaser ist geringer als Signallaufzeit von elektro-magnetischen Wellen in Kupfer. Latenz ist also niemals ein Argument für Glasfaser bzw. gegen Kupfer. Dämpfung wäre ein Argument. Allerdings nicht bei den kurzen Verbindungen von Neuronen.

  4. Da euer koprophiler Humor immer wieder den Begriff Brauner Salon einbringt… Es gibt ein Forum im Internet das sich The Brown Café nennt. Es trägt diesen Namen vermutlich vollkommen unironisch oder mit einem gewissen Stolz, es handelt sich um ein Forum in dem UPS Mitarbeiter (braune Uniformen, Autos, usw) über den Job und sowas diskutieren.

    IMO trotzdem definitiv einer der unglücklicheren Namen für ein Forum…

  5. erstmal: herzlichen Glücktrumpf. du bis Alt.

    kommen wir zum 3d drucker:

    ein 3d drucker ist defacto eine cnc maschiene und als solche nimmt für gewöhnlich g-code (ausgenommen sind hier properitätre drucker von obscuren starups ohne Zukunft). aus einem stl file g-code zu machen ist der job eines slicers, ich benutze cura weil free open source mit großer Community. bezüglich der druckbett haftung ist bei meinem drücker Haarspray das mittel der Wahl. je billiger und klebriger desto besser.

  6. Was soll denn dieser Hate gegen Dacia? Ich fahre seit 3 Jahren einen Dacia Logan und hatte bisher kein besseres Auto. Die Karre ist sparsam (durchschnittlich unter 6 l), hat Platz ohne Ende und ist für den Preis (neu gekauft für 12.000 €) unschlagbar. Kann das Auto nur empfehlen!

  7. Nach dem Literaturdesaster in Folge 106 jetzt ein extrem peinliches lamentieren eines 3D-Drucker-Noobs. Vielleicht hätte er jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt.
    Kein aktueller Drucker kann mal eben .stl-Dateien drucken. Denn stl-Dateien sind nur das 3D-Modell. Der Drucker braucht aber in Schichten aufgelöste Verfahrwege des Druckkopfes. Zum Wandeln benötigt es die Software “Makerware”. Für die alten Makerbots nimmt man besser ältere Versionen. Wenn man länger nicht gedruckt hat, sollte man unbedingt das Bett justieren.

    Der Irrtum ist, einen 3D-Drucker mit einem handelsüblichen Laserdrucker zu vergleichen. Ein normaler 3D-Drucker ist eine Werzeugmaschine, wie eine Fräse oder Drehbank. Es erfordert schon etwas Einarbeiten und auseinandersetzen mit der Funktion. Mit Tipps mit Aceton sollte man vorsichtig sein, denn das funktioniert nur bei ABS. Verwendet der Anwender PLA, dann wird er nur seine Gesundheit riskieren, aber zu keinem Erfolg kommen.

    Eieieiei, diese Hasstirade auf 3D-Drucker war echt peinlich.
    Das ist, als wenn ein Führerscheinneuling vor dem alten VW Käfer steht und über die “Dreckskarre” flucht, weil sich die Tür nicht öffnen lässt, obwohl er doch den Schlüssel in der Tasche hat.

  8. Zu dem kreationistischem ‘die Welt wurde für uns gemacht’ gibts ein schönes Zitat von Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxy):
    Entweder von ihm selber vorgetragen:
    https://www.youtube.com/watch?v=v8mJr4c66bs
    oder als Text:

    “This is rather as if you imagine a puddle waking up one morning and thinking, ‘This is an interesting world I find myself in — an interesting hole I find myself in — fits me rather neatly, doesn’t it? In fact it fits me staggeringly well, must have been made to have me in it!’ This is such a powerful idea that as the sun rises in the sky and the air heats up and as, gradually, the puddle gets smaller and smaller, frantically hanging on to the notion that everything’s going to be alright, because this world was meant to have him in it, was built to have him in it; so the moment he disappears catches him rather by surprise. I think this may be something we need to be on the watch out for.”

    • Ich ziehe meine Kritik zurück 😊. Hatte nur den Anfang des Beitrags gehört, als ich den Kommentar schrieb. Danke nochmal für den tollen Podcast!

  9. Zum Thema AlphaGo zero: Ganz so schnell war der Selbstlernprozess nicht… 40 Tage hat das Training dann doch gedauert – und nicht 36 Stunden.

    Auch die Versionen sind ein bisschen durcheinander gekommen – aber das ist auch alles ein bisschen unübersichtlich. Beeindruckend ist die AlphaGo-Sache aber allemal.

    (https://en.wikipedia.org/wiki/AlphaGo_Zero)

  10. Das mit der malevolenten künstlichen Intelligenz haben wir doch schon lange und zwar in Form von großen Unternehmen.
    So ein Unternehmen verhält sich ab einer bestimmten Größe so wie ein Lebewesen. Sprich es tut Dinge die nur im eigenen Interesse sind, und nicht in dem der Mitarbeiter. Ob das Unternehmen da jetzt auf Gewinnerzielung abzielt oder nicht ist da egal.

    So wenn man jetzt bedenkt, dass die 2 Firmen mit dem größten CO2 Ausstoß in Summe ungefähr den CO2 Ausstoß von Deutschland machen fragt man sich schon, ob da nicht ein wenig Angst vor künstlichen Leben in Form von Firmen sinnvoll wäre.

  11. Ich kaue extrem oft und lange Kaugummi. Ich esse auch oft Schoki oder irgendwas oder wenn mir jemand einen Happen zum Probieren abgibt. Dann behalte ich das Kaugummi im Mund, aber mache das eine rechts, das andere links. Sooo schnell zersetzt sich das Kaugummi nicht, wenn man es nicht ineinander kaut, sodass man es danach weiter kauen kann.

    Ich hatte aber etwas Ekliges, wobei ich nicht weiß, wie das gekommen ist. Ich hatte eine Packung mit den kleinen Streifen, die nur in dünnem Papierchen sind, die mir halbflüssig geworden sind. Sah aus als hätte da jemand Butter draufgelegt bzw. ein Butterbrot drauf fallen lassen. Naja, ich hab die nicht rausgelaufenen Reste noch gekaut. Bin da nicht so empflindlich. Die Matschepackung war auch nicht schlimm, weil die immer nur in der Kücher rumlag und nicht in ner Tasche oder so.
    Hätte ich diese Folge früh genug gehört, hätte ich ein Foto schicken können.
    So schlimm ist Flüßigkaugummi nicht im Mund, wie ihr das vorgebt. So!

  12. Zum Thema Imprint:
    Meist so wie Reinhard es vermutet hat. Etwas was zum Haupt-Verlag thematisch nicht passt oder ein neues Themenfeld erschließen soll, passiert häufig bei Eso-Themen (bei Ullstein “Allegria”).
    Bei Econ ist es etwas anders: Econ war mal ein renommierter Wirtschaftsverlag in Düsseldorf und hatte dann diverse Besitzer, wie Ullstein auch.
    Für den Literaturpodcast eine Leseempfehlung:
    Sten Nadolny: Ullsteinroman (OK, von 2003 aber gut geschrieben.)

  13. Zu Neuronalen Netzen hat 3Blue1Brown auf Youtube gerade eine Serie angefangen, er erklärt die Mathematik dahinter, nicht so sehr die Software Seite. Vermutlich kennt aber jeder eurer Hörer den Channel eh.

    Zum Netz in Hardware frage ich mich wie praktisch das tatsächlich ist, ein Netz mit CPU und Ram kann einmal trainiert und dann beliebig oft kopiert werden, die wesentliche Information sind ja die Kantengewichte die eben im Training gesetzt werden.
    Wenn diese nun in Hardware abgebildet sind, müsste ja jeder einzelne Chip trainiert werden.

  14. Der Nasenformer ist wohl was für den asiatischen bzw. chinesischen Binnenmarkt und wird vom durchschnittlichen Europäer eher nicht benötigt… Ausländer werden in China gerne mal als Gao Bi bezeichnet, was sowas wie Langnasen heißt, der gemeine Ostasiate hat ja im Gegensatz dazu eher eine flache Nase.
    Ansonsten wieder super Folge, vielen Dank dafür!

  15. Ich weiß doch das du nicht so auf IPA Biere stehst Reinhard.
    Wenn du die beiden Dosen mit dem Madtree Bier “BLOOD ORANGE PSYCHOPATHY” aus Amerika betrachtest steht auf einer Dose drauf das du es wohl nicht so mögen wirst Reinhard aber Nicolas sollte es wohl lieben.

    Wenn ihr mal mehr Lust auf selbstgebrautes Bier habt, schreibt mir doch mal eure Wünsche dann kann ich mal was passendes Brauen 🙂

  16. Die Frage nach einem evolutionären Nachteil der schrumpfhirnigen Waldspitzmäusen dürfte nicht soweit zu tragen kommen, wie man sich das erst mal vorstellt, da sie wohl im Durchschnitt auch nicht älter als 1-2 Jahre werden.

  17. Solaris ist einer der großartigsten SF-Romane überhaupt. Es hat mir fast wehgetan wie unqualifiziert ihr über ihn abgelästert habt. Ihr seid der schlechteste Literaturpocast ever!

  18. Da wir ja alle nicht nur lipophil, sondern vor allem audiophil sind, möchte ich euch noch Lem-Radiohörspiele ans Herz legen. Da gibt einige schöne Sachen. Früher musste man die sich höchst illegal aus dem Netz ziehen, heute gibt es sie ganz legal – *hüstel* – bei YouTube.
    Meine Empfehlungen – lustig und ernsthaft zugleich:
    – Professor Tarantogas Sprechstunde (inkl. Perpetuum mobile): https://www.youtube.com/watch?v=9IquycCRQtY
    – Der Futurologische Kongress (für Matrix-Fans): https://www.youtube.com/watch?v=X5PwzVpvkDk
    – Die Lympathersche Formel (passend zum Thema KI): https://www.youtube.com/watch?v=i86iXruu3RU
    – Invasion vom Aldebaran (für Roswell-Fans): https://www.youtube.com/watch?v=kHuaC3_vsfg
    – Existieren Sie Mr Jones (für Cyborg-Fans): https://www.youtube.com/watch?v=jfQngfXqIaE + https://www.youtube.com/watch?v=jAhf959hsSY

    Vielleicht habt ihr per Ohr ja einen besseren Zugang zu dem Stoff. Unbedingt reinhören!

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