Minkorrekt Folge 105 “Buchhändler ist informiert!”

Folge vom 20.09.17

Intro war “Der Anhalter”

Diesmal beginnt unsere Folge direkt musikalisch und zwar mit dem wundervollen Abgesang auf die Cassini-Sonde. Nicolas war im LWL Landesmuseum für Archäologie in Herne und ist schwer angetan.

Reinhard erzählt von seiner ersten Lesung in Solingen und wir freuen uns , dass Ullstein den Buchhändler in Berlin informiert…puh…endlich!. Außerdem war er noch zu Besuch beim Geekstammtisch zum Thema Elektromobilität (erscheint bestimmt in den nächsten Tagen). An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass Reinhard einen Beitrag über die Anfänge von Minkorrekt geschrieben hat. Den Beitrag im Resonanzboden findet ihr hier.

Wir gehen vor dem ersten Thema noch kurz auf die Kommentare zur letzten Sendung ein. Die Seite mit den Tools für Umfragen in der Vorlesung findet ihr hier.

Es gab eine kleine Korrektur bei der Positionsbestimmung via GPS…wir haben die Zeit als 4. unabhängige Variable vergessen. Wie das ganze genau funktioniert könnt ihr in der 180. Episode von Omega Tau nachhören.

Bevor es dann wirklich losgeht besprechen wir noch schnell das Tritonus Paradoxon und sprechen über die vielen verschiedenen Wahl-O-Maten. (Die AFD kann man wählen…nur dann ist man halt nen Nazi)

Thema 1: “Wasserstoff-Friteusenspeicher” – Nicolas zeigt uns in der ersten Studie, dass wir mit unseren Brennstoffzellenautos der Zukunft eventuell Fett tanken in dem reichlich Wasserstoff gebunden ist.

Thema 2: “Die Spinnenkinder von Rotenburg” – Reinhard erzählt uns schaurige Geschichten aus dem Reich der Spinnen. Dank dieser Studie wissen wir, dass Tante May sich auch von Peter hätte essen lassen.

Experiment der Woche: “Der Fettfleck” – Reinhard erklärt warum Papier durchsichtig wird wenn es nur genügend eingefettet wird.

Chinagadget der Woche: Selfie-Ring

Thema 3: “Sexy MF” – Musik macht uns attraktiver für das andere Geschlecht! Selbst wenn man in einer fragwürdigen Metalband spielt 😉 Hauptsache man spielt.

Thema 4: “Eine Krone für die Ewigkeit” – Bierschaum wird in der Schule gerne genutzt um die Halbwertszeit zu erklären….außerdem hat man Physiklehrer damit nen guten Grund im Lehrerzimmer mit der Flasche Weizen rumzurennen. Wie dem auch sei…es geht hier um die Beständigkeit des Schaums!

Der Amazonkauf der Woche ist diesmal Lego Eiswürfelformen

Hausmeisterei: Dank dem guten Alwin von den Rocketbeans findet ihr neue Shirts in unserem Shop 🙂

Rausschmeißer “Consensus – Method to the Madness ft. Dr Koul

(bei allen Links auf Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

56 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 105 “Buchhändler ist informiert!”

  1. Moin!

    Kurz eben zur großen Cassini-Mission: Die Kameras waren durchaus schon digital, mit CCD-Chips von 1024×1024 Pixeln.

    Im äußeren Sonnensystem ist noch New Horizons unterwegs und aktiv. Nach dem Vorbeiflug an Pluto 2015 fliegt die Sonde weiter in den Kuipergürtel und soll im Jahr 2021 das Objekt 2014 MU69 erreichen. Auch während des Anflugs werden bereits Objekte beobachtet.

    • Moin
      Jupiter wird derzeit von der Juno Sonde umkreist.
      Vielleicht wurde es nicht erwähnt, weil es nicht zum äußeren Sonnensystem zählt, weiß ich nicht so genau.

  2. Tach Jungs,
    dat Lied von “Die Bandbreite” über Duisburg ist gar nicht schlecht. Ihr solltet aber wissen was das für Leute sind. Laut Wikipedia tritt die Gruppe bei rechten Veranstaltungen auf, sie sind Verschwörungstheoretiker, Impfgegner und auch sonst sehr fragwürdig.

  3. Hi Reinhard.

    Ich habe mir dieses Jahr ein Brompton zugelegt. Mein Arbeitsweg sind 20km, das war mir zu viel um komplett mit dem Rad zu fahren, zumal wir auf Arbeit keine Duschmöglichkeit haben. Jetzt fahre ich zuerst 4km zu einem Bahnhof, dann 10km S-Bahn, dann wieder 3km zur Arbeit. Solange man auf befestigten und ebnen Wegen unterwegs ist, fährt sich das Brompton grandios – v.a. in der Stadt liebe ich die Wendigkeit. Ich fahre damit sogar lieber als mit meinem MTB. Ich bin mittlerweile damit auch einige Mal die 20km heim gefahren und hatte einen Schnitt von 23km/h und bin nicht sonderlich gut trainiert. Ich kann nur dazu anraten die Variante mit den 6 Gängen zu nehmen. Obwohl es hier keine nennenswerte Berge gibt, verwende ich sehr oft die niedrigen Gänge. Solange man keine Wunschkonfiguration will, findet man durchaus hier und da eine Standardvariante mit 6 Gängen, Schutzblechen und Beleuchtung für 1500 EUR. Sicherlich kein Schnäppchen aber ich bereue bisher nichts. Bekannte von mir haben sogar einen E-Antrieb zum Nachrüsten entwickelt (Pendix), bei dem die genialen Packmaße erhalten bleiben.

    Grüße,
    Chris

  4. Wenn man sich die Studien zum perfekten Urlaub in Erinnerung ruft dann wurde das Geschenk (der Golden Records) durch die lange Wartezeit und die daraus resultierende Vorfreude noch gesteigert. Falls du jetzt noch ständig allen davon erzählst und Bilder davon herumzeigst, dann habt ihr alles richtig gemacht! 🙂

  5. Also um ein Mobiltelefon zu verstehen braucht man leider schon ein komplettes Elektrotechnikstudium. Da braucht man mehr wissen über digitale Signalverarbeitung als man normal hat.

    Übrigens wäre ein Radio sicher einfacher gewesen als ein Toaster. Toaster sind relativ komplexe Geräte, deshalb gibts die auch noch nicht so lange.

    So ein Buch welches mal Computer vom Silizium aufwärts erklärt wäre schon spannend zu schreiben.

  6. Eine Anmerkung zur Waagen-Firma Nokia: Bis zur Übernahme durch den früheren Handy-Konzern nannte sich die Firma Withings. Quelle: Ich hab auch ne Waage von denen, die jetzt unter dem neuen Namen verkauft wird.

    Insofern hat die Firma, die die Waage entwickelt hat nur sehr indirekt mit der Firma zu tun, die mal Mobiltelefone hergestellt hat.

  7. Ich kann die Begeisterung für das Museum in Herne nachvollziehen, dass ist wirklich sehr gut gemacht. Ein Besuch lohnt sich.

    Wenn dir das Museum gefällt, und da du ja auch der Industrie Kultur nicht abgeneigt bist, empfehle ich unbedingt mal an der “Nacht der Industrie Kultur” teilzunehmen, der sog. Extraschicht.
    Wir sind schon viele Jahre Stammgäste und jedes Jahr gefällt es uns sehr gut. Es fängt so gegen 17 Uhr an und geht bis etwa 1 Uhr (je nach Spielort und Aktion) .

    Besuch mal die Kokerei Hansa in Dortmund, oder die Jahrhunderthalle in Bochum. Wirklich toll ! Auch an der Uni Bochum ist immer ein tolles Programm. Es gibt bei der ExtraSchicht so viel zu sehen und zu erleben, dass man sich bei einer ExtraSchicht maximal 2 Standorte ansehen kann/sollte.. Und es gibt jedes Jahr sehr viele Schauplätze über das ganze Ruhrgebiet verteilt.

    Mehr Infos : http://www.extraschicht.de

  8. Ey Leute. Euer China Gadget ist übrigens gängiges Accessoire der Münchner Beauty Blogger Szene. Meine Frau hat so eins schon seit Jahren dabei.
    Ist schließlich groß genug, so ne Frauenhandtasche.

  9. Hallo ihr zwei!
    Zum LWL kann ich leider mangels eigener Anschauung nichts sagen.
    Zu prähistorischer Archäologie aber schon, bin nämlich selbst Prähistorikerin.

    Zur Methodik : Ja, diese naturwissenschaftlichen Methoden (C14, Dendrochronologie) gibt es, aber kein Archäologe wendet die selbst an, das lernt man auch i.d.R. nicht im Studium. Ehrlich gesagt weiß ich außer den Grundzügen, wie das funktioniert da auch nichts drüber. Da muss man immer einen eigenen Experten beauftragen. Es gibt z.B. C14-Labore, in Erlangen war sogar eines in der Physik beheimatet- was fachlich sehr viel sinnvoller ist……..

    Zur Chronologie:
    Moderne Menschen wandern als grobe Hausnummer in Mitteleuropa vor ca. 40000 Jahren ein, irgendwann da stirbt auch der Neandertaler aus. Das seit alles aber noch Altsteinzeit, die Leute sind nicht sesshafte Jäger- und Sammler. Das, was Du an Steinzeit gesehen hast, ist Jungsteinzeit. Wenn es das ist, was ich vermute, späte Jungsteinzeit- also vor ganz grob 4000 Jahren (2000 v.Chr.). das sind also definitiv keine Neandertaler mehr.- Ehrlich gesagt zweifle ich etwas am Konzept von dem Museum, wenn es solche Basics nicht vermittelt…

    Zur Steinzeit-OPs am Kopf (Trepanation): Nein, das dürften keine Gehirn-OPs gewesen sein! Man kann aber den Schädel auch aus anderen guten Gründen öffnen, z.B. einfach deswegen, weil nach Traumata der Hirndruck steigt (macht man meines Wissens nach immer noch- aber Mediziner vor). Aber man verletzt dabei nicht die Hirnhaut und i.d.R. sind die Öffnungen auch so angebracht, dass sie außerhalb von den Bereichen sind, wo sich die Hauptblutgefäße befinden. Es gibt Gegenden, wo dieser eingriff besonders häufig ist, z.B. das Taubertal. Gibt es z.B. hier auch einen halbwegs verständlichen Artikel (von einem Anthropologen und open access): https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/download/12299/6141

    Ich schätze Euren Podcast wirklich sehr, aber ich finde Eure Meinung zur Philologie, etc. manchmal echt… gewöhnungsbedürftig.
    Ihr habt z.B. auch mal gesagt, dass man Latein nicht braucht- was absolut nicht stimmt (nicht nur in so einem Fach wie meinem). Wenn man sich antike Autoren durchliest, mit etwas sachkundiger Anleitung, findet man häufig noch die gleichen Denkansätze wie heute auch- wir sind in dieser Kultur eben verwurzelt. Man findet auch viele von den Stereotypen und Ressentiments gegenüber anderen Völkern, wie man sie bis heute finden kann und wie sie auch noch Parteien bedienen, die sich “Alternative” schimpfen. Allerdings muss ich da auch dazu sagen, dass wir als Kulturwissenschaftler viel stärker dagegen aufstehen müssten, gerade weil man es aus unseren Wissenschaftszweigen sehr gut herleiten kann, woher der Scheiß kommt…

    Nachdenkliche Grüße von der Prähistorikerin

    • Ich muss mal eben das Museum verteidigen wenn Du an dem Konzept zweifelst. Die Zeitlinie in dem Museum fängt bei 1,5 Mio Jahren v. Chr. an. Da macht es schon Sinn, dass sie auch über den Neandertaler sprechen. Ich weiß nicht wie Du darauf kommst, dass ich nur die Jungsteinzeit gesehen habe. Ich hoffe ich habe nicht sowas gesagt… 😉

      Zu Latein: Ich finde Latein nicht absolut sinnlos. Für Berufe wie Deinen, für Ärzte, Historiker,… Aber wieviel Leute gehen in so einen Beruf? Dafür, dass relativ wenig Leute Latein im späteren Leben wirklich brauchen hat es einen (aus meiner Sicht) zu hohen Stellenwert auf dem Gymnasium. Ich würde andere Fächer stärker gewichten. Guten Informatikunterricht zum Beispiel. Aber da spreche ich natürlich aus meiner Filterblase. Genauso wie Du aus Deiner. Danke für Deine Einschätzung!

      Nicolas

      • Ich habe schon andere Informatiker damit überrascht, dass ich – lateingestählt, *hust* – die Wortherkunft von “digital” erläutern konnte. Aber Spaß beiseite.

        Mir ist bisher etwa noch nie bewusst aufgefallen, dass mir meine Lateinkenntnisse beim Erwerb anderer romanischer Sprachen geholfen hätte. Mein Französisch ist und bleibt gruselig. Natürlich ist Deutschland an vielen Stellen von der römischen Kultur geprägt, aber um das zu verstehen, muss ich IMHO nicht die Sprache “sprechen” bzw. die Klassiker im Original lesen – auch wenn dann etwas verloren geht (wie das herrlich Lautmalerische bei Ovid). Und bei JuristInnen: Wirklich mehr als das Auswendiglernen von Fachfloskeln wie “invitatio ad offerendum”? Das erinnere ich noch aus einer BGB-Vorlesung, aber “Einladung, ein Angebot abzugeben” tut es auch. Ist es bei MedizinerInnen wirklich mehr als das Lernen von Fremdworten für Körperteile? Da ist er wieder, der Finger (digitus) …

  10. Wenn die Luft einen großen Teil der Verantwortung für die Intransparenz von Papier trägt: müsste das Papier dann nicht auch im Vakuum transparent werden?

  11. Hallo zusammen,

    Reinhard hat in dieser Folge ein Thema angesprochen (“Die Spinnenkinder von Rotenburg”), welches mich seit einigen Jahren interessiert und zu den faszinierendsten Phänomenen dieser Erde gehört, mit denen ich mich jemals beschäftigt habe.

    Ich würde zu dem Thema gerne etwas ergänzen – auch wenn ich als Softwareentwickler nicht vom Fach bin 🙂

    Das von euch beschriebene Verhalten nennt man Eusozialität. Es lohnt sich zu wissen, dass man Sozialverhalten in mehrere Stufen unterteilt: semisozial, quasisozial, kommunal, subsozial und eusozial. Eusozialität ist die höchste Stufe und ist gekennzeichnet durch:

    * gemeinsames Aufziehen der Brut
    * gemeinsame Nahrungsbeschaffung und Fütterung
    * Arbeitsteilung
    * Zusammenleben mehrerer Generationen

    Eusozialität kommt primär bei Insekten vor, es gibt aber auch Ausnahmen. So lebt auch der Nacktmull, ein durchaus spannendes Säugetier, in einem eusozialen Verbund.

    Die Vorstellung einer privilegierten Königin und den sich aufopfernden Arbeitern finde ich übrigens irreführend. Die Königin erteilt schließlich keine Anweisungen und hat einen Knochenjob. Übrigens ändern manche Ameisen ihre Funktion während ihrer Lebensspanne.

    Der von euch angesprochene Altruismus ist ein höchst komplexes Thema und bis heute nicht im Detail verstanden. Es lohnt sich, da mal nachzuforschen.

    Zuletzt möchte ich kurz meine Faszination erklären: es haut mich bis heute vom Hocker, welch komplexe Lösungen Ameisen entwickeln und dabei eine völlig andere Strategie als der Mensch fahren. Ein paar Beispiele:

    * ein Ameisenbau ist ein sehr komplexes System mit funktionierender Belüftung und Temperatursteuerung
    * Waldameisen desinfizieren sich mit Harz um Pilzsporen und Bakterien abzutöten
    * Blattschneiderameisen haben unterirdische Gärten, in denen sie Pilze züchten
    * Ameisen züchten und halten Blattläuse
    * Ameisen lösen Optimierungsprobleme (sie finden z.B. einen möglichst kurzen Weg zwischen zwei Punkten)

    PS: ich lebe in Herne und es ist besser als sein Ruf 🙂

  12. Bei der Wahlomat Geschichte verwendet Ihr Moral und Ethik weitgehend synonym. Das macht man natürlich oft so, ich denke aber, man sollte das abgrenzen. Ethik ist eine auf wissenschaftlichen Betrachtungen fußende Moral. Das was die CDU macht, ist zu sagen, “Gott will das nicht” bzw. “Das haben wir noch nie so gemacht” und ihre Moral darauf zu gründen. Das hat nichts mit Ethik zu tun. 😉

    Lieben Gruß!

  13. Hallo ihr zwei.

    Ich möchte mich erstmal bei euch für die tolle Unterhaltung bedanken und euch auch gleich noch ein paar Infos zu Bienen geben. Das Sozialgefüge der Bienen ist wirklich sehr interessant.
    Grundsätzlich gibt es 3 Typen von Bienen in einen Bienenstock:
    Die Königin, Die Arbeiterin und den Drohn.
    Die Königin schlüpft wie auch die Arbeiterin aus einen befruchteten Ei einer Königin. Der einzige Unterschied hierbei ist das die Königin in einer größeren Zelle und mit mehr Gelee Royal gefüttert wird. Die Aufgabe der Königin besteht im wesentlcihen aus Eier legen. Sie fliegt nur aus dem Stock um einmal von mehreren Drohnen begattet zu werden.
    Die Arbeiterin schlüpft auch aus einen begatteten Ei und ist normalerweise nicht Geschlechtsreif. Das wird durch die Pheromone der Königin unterdrückt. Wenn die Königin aus welchen Grund auch immer verloren geht, können auch Arbeiterinen Geschlechtsreif werden. Aufgrund der fehlenden Begattung legen sie jedoch nur unbefruchtete Eier. Jede Arbeiterin macht den gleichen Zyklus durch. Nach der Geburt vesorgt sie zuerst die Brut, anschließend nimmt sie Nektar ab, wird zur Wachbiene und schließlich zur Sammlerin bis sie stirbt.
    Drohnen schlüpfen aus unbegatteten Eiern und sind eigentlich rein zur Begattung da. Sie geben rein die Genetik der Königign weiter.
    Auch Interessant ist das Sommerbienen nur ca. 5 Wochen leben, Winterbienen ca. 6 Monate und Königinnen bis zu 5 Jahre.
    Übrigens nicht jeder Imker ist konservativ!! 🙂

    Macht weiter wie bisher. LG

    • Hallo lieber Vorredner,
      da ich zu Bienen auch was ergänzen wollte schließe ich mich hier mal an 🙂

      Und zwar geht es um die Schwestern Selektion. die ihr bei den Spinnen schon leicht angedeutet habt. Das ganze ist bei den Bienen auch schon länger formuliert und ist durchaus plausibel. Ein schöner (kurzer) Artikel dazu ist hier: https://peacebeefarm.blogspot.de/2012/09/honey-bee-super-sisters.html
      Die Bienen handeln also nicht altruistisch, wenn sie darauf verzichten sich nicht fortzupflanzen. Bei den Hummeln sieht das ganze zB etwas anders aus. Die Völker sind einjährig und gegen Ende des Sommers rebelliert der Hofstaat der Königin und versucht eigene (unbefruchtete Eier zu legen).

      Und wo wir gerade bei der Biologie sind kommen meine anderen Anmerkungen auch in den Post hier:
      Scheinbar hat Froschspeichel nicht-newtonsche Eigenschaften, was sie zum fangen von Beute benutzen (http://www.latimes.com/science/sciencenow/la-sci-sn-frog-tongues-saliva-20170203-story.html ; http://www.stuffyoushouldknow.com/podcasts/frogs.htm)

      und zu guter letzt: den Science-O-Mat fand ich auch komisch. Bei einigen Fragen hatten alle Parteien das gleiche angegeben, die hätte man zur Bildung also auch einfach weglassen können..

  14. Zum Thema Sachen ohne moderne Hilfsmittel von Grund auf selber herstellen kann ich den youtube-channel “Primitive Technology” sehr empfehlen.
    https://www.youtube.com/channel/UCAL3JXZSzSm8AlZyD3nQdBA

    Seht interessante Videos von einem Typen der ohne Hilfe und nur mit selbstgebauten Steinwerkzeugen Hütten baut, Gärten anlegt, Tongefäße herstellt …
    (In den Videos die Anmerkungen anmachen, da er im video selber nicht redet und nur über die Anmerkungen kommentiert was er gerade genau tut)

  15. Zum Thema Selbermachen insbesondere “Haus bauen”, wie ihr es erwähntet kann ich folgendes Video empfehlen https://www.youtube.com/watch?v=ErGQ0rXkn74

    Eure Meinung zum Projekt bezogen Lernen / lernen in Projekten wird auch in den Forschergeist (www.forschergeist.de Podcast von Tim) Folgen 43 und 48 durch die jeweiligen Gäste gefordert und für in der heutigen Zeit sinnvoll erachtet. Allerdings werden hier auch teilweise die Grenzen aufgezeigt. Denn Grundlagen der Mathematik und Co lassen sich nur indirekt am Projekt erklären. Euer Beispiel vom Mobiltelefon dürft zudem sehr anspruchsvoll sein, da für die Entwicklung und Fertigung eines solchen technischen Wunderwerkes doch sehr viele Spezialisten mit ihrem eigenen Spezialwissen gebraucht werden (Alleine die Aufbereitung der benötigen selten Erden dürfte relativ komplex sein).

    Ansonsten wieder schöne Episode. Herzlichen Dank für die vielen Stunden teils lehrreicher Unterhaltung.

  16. Ein paar Anmerkungen zu euren, nun ja, wilden Vermutungen zu Kannibalismus bei Tieren :-):

    Kannibalismus ist bei den Alles- und Aasfressern unter dem heimischen Wild verbreitet.
    Beispielsweise werden bei Wildschweinen verendete Frischlinge von Artgenossen gefressen. Füchse fressen auch tote Füchse, wenn es sonst nichts gibt.

    Noch radikaler machen das manche Greifvögel, vor allem bestimmten Adler:
    Hier gibt es ein Verhalten namens Kainismus. Das älteste und stärkste Junge im Nest tötet seine Geschwister. Die toten Jungen werden dann von den Altvögeln verfüttert.

    Rehe sind allerdings wie alle Hirscharten reine Pflanzenfresser.

  17. In einem Satz fällt der Begriff “Fortpflanzung”, im nächsten taucht dann gleich das Wort “Vögeln” auf…. wo ist der “explicit content”-Hinweis? 😀 😀 😀

  18. Hallo allerseits,

    habe einen generellen Musiktipp für euch, unabhängig von der Tauglichkeit für eine Folge. Die Band “Public Service Broadcasting”, spezifischer das Album “The Race for Space” (aber auch der Rest ist fast ausnahmslos empfehlenswert). Dabei handelt es sich um ein Konzeptalbum, dass die verschiedenen Stationen auf dem Weg ins All musikalisch aufbereitet und großartigen (Prog-)Rock unterlegt mit O-Tönen aus der jeweiligen Zeit zu bieten hat. Klingt komisch, fügt sich aber erstaunlich gut zusammen und zusammen mit der Musik wird das Gefühl von Entdeckerlust und Techno-Euphorie super transportiert. Hört doch mal rein. 🙂 Hier schon mal ein Lied: https://www.youtube.com/watch?v=wY-kAnvOY80

  19. Zum Thema Fortpflanzung und Weitergabe der Gene gibt es sicher einiges an Diskussionsmöglichkeiten.

    Richard Dawkins hat sich zum Beispiel in seinem Buch “Das egoistische Gen” damit beschäftigt. Der Titel spricht Bände. Liest sich ganz gut und regt zum Nachdenken an, wenngleich es bestimmt eine recht provokante Sicht auf die Evolution bietet.

  20. Hallo Herr Remscheid, auch wenn ich ihre Freibeuter-Attitüde durchaus zu schätzen weiß, fürchten Sie nicht Repressionen seitens des Staates wegen der Finanzierung einer nicht näher genannten Internetseite? Immerhin dürfte unser Staat – sowie auch andere – eben diese Internetseite als illegal bezeichnen.
    Damit möchte ich nicht sagen, dass ich ihr Verhalten verurteile. Allerdings auch nicht, dass ich es nicht verurteile.

    Das wird man ja wohl noch fragen dürfen!

    • Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich vor der Benutzung dieser Seite warnen!!!! Sie bestiehlt durch ein ausgeklügeltes System die Autoren und beraubt sie ihrer harten Arbeit! Um welche Seite es sich dabei handelt wisst ihr ja.

  21. Hallo,
    zum Energiehegalt des Wasserstoffspeicherns in xyz-toluol wollte ich nur kurz anmerken, dass 2,5 kwh pro Liter nicht so schlecht ist wie es klingt, weil diese Energie zu einem sehr hohen Prozentsatz (ganz grob geschätzt 80-90%)
    in Vortrieb umgesetzt wird. Die 10-11 kwh in Benzin oder Diesel werden maximal zu 30% in mechanische Energie umgewandelt. Das wird auch oft beim Energieverbrauch von Batterie-Elektroautos übersehen.

  22. Ich muss noch was zur Brennstofzelle loswerden.
    Kurzgesagt Nicolas hat recht.
    Lang:
    Brennstofzellen sind denkbar ungeeignet für den KFZ antrieb das hat mehrere Gründe:

    Dynamik : Da brennstoffzelen eine nicht ausreichende Dynamik bieten muss ein Hoch “Leistungs” Akku mit im auto verbaut werden. diese sind wehniger erforscht als die Hoch kapazitiven die zugleich auch immer eine hohe leistung bieten so das der Akku nicht so wehsendlich kleiner ist als der eines reinen Akku PKW nur Teurer und eben mit wesendlich kleinerer Kapazität. (wird zum teil auch zur Temperrierung der Brennstofzelle benötigt..)
    Weiter kan man aleine von den verlusten die die Brennstoffzelle und der Kompressor für Wasserstoff haben die Strecke schon mit den Akku Elektroauto Fahren. Die Herstellung des Wasserstoffs ist noch nicht enthalten.
    Ein erdgas Kompressor benötigt von 25-50 bar auf 200 bar Tankdruck (typ 250bar) etwa 4% der enthaltenen Energie da die Kompressionswährme auch noch abgeführt werden muss eine nutzung ist derzeit nicht rentabel. daher sind die 10% verlust auf 800 bar doch eher optimistisch.

    Zweitens die Herstellung von Wasserstoff per Elektrolyse ist extrem inefizjent. Auch das argument mit dem Überflüssigen Windstrom gilt nur für sehr sehr kurze zeiträume und für diese währe es besser den Strom in Akkus zwischenzuspeichern. Sobald die Netze entsprechend ausgebaut wurden gibt es entsprächende Preise nicht mehr und die Anlagen können nicht mehr rentabel betrieben werden. Da zusätzliche Kraftwerke (wind sonne wasser..) gebaut werden müssten und mit vollem preis bezahlt werden müssen.

    Die Metanisierung Wasserstoff zu Erdgas und Transport durch das Erdgasnetz ist in sofern Problematisch das das die Lekageverluste von Metan durchaus einen Klima Effekt haben da Metan ein starkes Klima gas ist.
    Wasserstoff durch dieses Netz zu leiten währe aufgrund der Divvusions verluste problematisch.

    der Preis:
    100km wasserstoff betrieben kosten etwa 17-20€
    Disel liegt bei etwa 7€
    CNG 5€
    Elektro Akku 3-5€

    Der Akku ist zu gut:
    Akkus sind mitlerweile zimlich günstig und Langlebig geworden und haben zugleich einen sehr hohen wirkungsgrad so das sie deutlich rentabler sind.
    Der wirkungsgrad des Akkus liegt über 90% zum teil auch über 95% (Brenstofzelle mit kompressor zwischen 36%-60% von dennen auch nicht alle ausreichend Langlebig sind)

    Die Infrastruktur:
    Derzeit angekündigte Tankstellen sind etwa 5 Wasserstofftankstellen in de.
    CNG etwa 1000..
    Elektrotankstellen c.a. 410.000.000 (Lademöglichkeiten 41mil Haushalte a 10 Steckdosen)
    Die Allermeisten Ladevorgänge kann man an der Heimischen Steckdose vornehmen. Derzeit könnten aus reichweitensicht mehr als 93% aller Haushalte ohne andere Lademöglichkeiten auskommen. Tendenz Steigend.

    PS: Um 1900 waren Verbrenner was für reiche mit eigenen Ing der den Wagen immer wieder reparierte. Dadurch wurden sie Hip und begehrt. Reichweiten mäsig und vom fahrkomfort waren sie sogar schlechter als die E Fahrzeuge. Aber eben exklusiver.
    Nachdem dann ein Elektromotor (Anlasser) und eine Billige produktion (ford) aufkamen …. naja der rest ist geschichte.
    PSS: Schaut euch mal den Lohner-Porsche in wien an. Gebaut 1900 . 1902 Mixte-Wagen von Lohner-Porsche mit Hybrid und Rekuperation….

  23. Da ich meine Diplomarbeit gerade im Zusammenhang mit einem EU Projekt schreibe kann ich nur sagen das die Brennstoffzelle für Autos durchaus noch im Gespräch ist. So wie ich das bis jetzt verstanden habe soll diese vor allem dann zum Einsatz kommen wenn die Strecke länger ist als es für Elektroautos sinnvoll zu fahren ist. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit Volvo und kann man sich hier anschauen: https://www.innbalance-fch-project.eu/

  24. Hallo ihr Lieben,

    etwas zur Brauveranstaltung: Weizen ist ein spelzenloses Getreide.
    Die meisten Lagerbiere werden nur aus Gerstenmalz hergestellt.
    Selbst bei Weizenbier ist in der Regel nur ca. 50% Weizenmalz in Verwendung. Denn wenn zu wenige Spelzen vorhanden sind gibt es Probleme im Läuterbottich beim Läutern. Es lassen sich dann Schwebstoffe nicht ausfiltern.

    Vielen Dank fürs Horizont erweitern wie immer! Macht weiter so!

    Grüße
    Ein gelernter Brauer und angehender Brauingenieur

    • Da hatte ich vorhin unsauber formuliert: Weizen hat natürlich Spelzen, verliert diese aber beim Mähdrusch. Weizenmalz hat demzufolge keine Spelzen 🙂

  25. Ameisen als soziales Vorbild?
    Da war doch mal was: “Faul wie eine Ameise”

    „Etwas mehr als 25 Prozent der Ameisen trugen hingegen nichts zum Gemeinschaftswerk bei. Sie hockten einfach faul herum und taten nichts. Und fast drei Viertel der Ameisen (72,6 Prozent) lümmelten während mehr als der Hälfte des Beobachtungszeitraums ohne Beschäftigung im Ameisenbau herum.“

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/verhaltensforschung-faul-wie-eine-ameise-1.2684674

    Hoffentlich schaut nochmal jemand nach um unser Weltbild wider ins Lot zu bringen.

  26. Hallo Leute,
    Habe euren Podcast gerade neu entdeckt, und mir ist zu dem Thema mit dem Kraftstoff etwas eingefallen. In Finnland wurde vor kurzem in Kooperation mit dem KIT eine neue Methode entwickelt die es möglich macht aus „Luft“, Wasser und Energie einen Flüssigen Kraftstoff zu erzeugen der beispielsweise wie ein Dieselkraftstoff verwendet werden kann.
    Hier der Link zum Artikel: http://www.deutschlandfunk.de/sprit-aus-solarstrom-ein-siegeszug-der-technologie.676.de.html?dram:article_id=391939
    Finde das extrem spannend, leider habe ich davon seit dem nichts mehr gehört…

    • Klingt für mich nach Windgas von Greenpeace. Da wandelt man einfach überflüssigen (no pun intended!) Strom in Wasserstoff. Den kann man z.B. statt Erdgas zum Heizen verwenden. Aber man kann daraus natürlich auch wieder Strom für Elektromotoren gewinnen. Hauptproblem ist dabei meines Wissens, dass die sichere Handhabung von Wasserstoff sehr aufwendig ist, weil es fast überall hindurch diffundiert und hochexplosiv ist.

  27. Da redet ihr schon über den Link zur Dropbox für die Selfi-Bilder und dann finde ich den nicht hier…
    Hatte kurz bevor ihr drüber geredet habt extra pausiert, gesucht, mich an das google-Bilder-Ding erinnert, das gesucht und dann weiter gehört um zu erfahren, dass die jetzt nur verdropboxt werden.
    In Kurz: Ich will Reinhards leuchtende Augen sehen!

  28. Ich kann Nicolas nur zustimmen,
    das LWL-Museum für Archäologie in Herne ist nicht umsonst fester Bestandteil als Exkursion für die Erstsemester unserer Archäologischen Wissenschaften in BO.
    Da die ja auch Interesse an “reverse-engineering” geäußert hast…
    Das gibt es auch unter uns Prähistorikern, dazu muss man kein Smartphone auseinaderschrauben.
    Man kann auch versuchen eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zu bauen:
    https://www.guedelon.fr/de/
    (geht natürlich auch mit deutlichen kleineren Experimenten 😉 )

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