Mi175 – “Blob wie ich”

Das wichtigste zuerst: Wir sind mit dem Video AUSSALZEN nominiert für den Fast Forward Science Award! Helft uns beim online voting.

Falls ihr die IG-Nobelpreisfolge vermisst, die gab es dieses Jahr als Livestream, mit Video und bunt! Falls ihr den verpasst habt könnt ihr ihn hier nochmal schauen.

Falls ihr euch nach Nicolas Ausführungen weiterhin für den Informationsgehalt von Sperma interessiert, dann hier entlang.

Kennt ihr die große Angst, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt? Davor hatten schon die Gallier Angst. Jetzt tut endlich mal jemand was dagegen! Wie wahrscheinlich das Ereignis überhaupt ist könnt ihr bei Florian nachlesen. Und was wir überhaupt tun könnten natürlich auch. Spoiler: Bei Florian läuft das ganze unter “Schlechte Schlagzeilen” 😉

Wenn ihr neben Podcast und Livestreams eine weitere Dosis Minkorrekt haben wollt, dann schaut in der Telegramgruppe oder auf dem Discord vorbei. Wir produzieren dort zwar keinen Inhalt, aber ihr könnt mit gleichgesinnten Diskutieren.

Thema 1:Marsmensch ist umgezogen” – Leben auf dem Mars war gestern! Der neue heiße Scheiß ist natürlich Leben auf der Venus!

Thema 2:Brot aus Bier” – Das Haber-Bosch-Verfahren hat unsere Landwirtschaft revolutioniert und unsere heutige Gesellschaft erst ermöglicht. Auch hundert Jahre später beschäftigen Forscher sich mit alternativen zu dieser Synthese.

Experiment der Woche: „Essig-Ei“ – Ei Experimente haben hier ja eine gewisse Tradition…zeit mal ein Ei aufzulösen! Naja, zumindest seine Schale.

Musik:Wann wird die Pandemie vorübergeh’n?  – Studierendenchor des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf” schuld ist Dagmar.

Thema 3:Kosmischer Goldrausch” – Wir haben fünfmal mehr Gold, als wir nach unseren aktuellen Theorien eigentlich haben sollten. Manchmal hat die Wissenschaft sogar was mit Uli Hoeneß gemeinsam.

Thema 4:Vireneintopf” – Eher durch Zufall hat man hier ein Tier gefunden, dass sich von Viren ernährt…nimm das Covid-Sars-2!

Schwurbel der Woche: Wir haben mit Nora Pösl über ihre Masterarbeit zum Thema “Von Homöopathie und Handauflegen zur Hassideologie? Zum Verhältnis von alternativen Heilmethoden zu Verschwörungstheorie” gesprochen.

Hausmeisterei: Der nächste Minkorrekt-Lifestream ist am Montag den 05.10.20 um 20:00 auf Twitch. Diesmal schauen wir uns die Verleihung der IG-Nobelpreise an.

Tourtermine:

Auch unsere Veranstaltungen sind leider von der aktuellen Pandemie nicht verschont geblieben und aktuell sieht es so aus, dass dieses Jahr keine Shows stattfinden können. Wir hoffen, dass es zu Beginn des nächsten Jahres besser wird.

Tickets für die Veranstaltungen im nächsten Jahr findet ihr ebenfalls im Ticketshop:

Wissenschaft live!

Die ersten verschobenen Termine sind jetzt online

Wie die Abwicklung bei eventuell verschobenen Terminen genau abläuft, können wir euch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, da dies in der Hand der örtlichen Veranstalter liegt.

Rausschmeißer:Globuli-Risotto & Bachblüten-Salat – Comedy-Satire-Song über Homöopathie u.Ä. – Bernd Gast” schuld ist Johannes (7. Klasse).

Vielen Dank für eure Unterstützung! Support your Podcast! 🙂

(bei allen Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

Intro war: Die Simpsons Staffel 4 Folge 12

39 Gedanken zu „Mi175 – “Blob wie ich”

  1. Hey ihr beiden,

    Ich höre gerade die Folge und hab eine Anmerkung….
    Als Nicholas über die Daten des Menschlichen Genoms spricht, sagt er, dass vier Basen ein Byte sind… Aber das stimmt meiner Meinung nach nicht. Ich rechne eher so, dass wir mit unseren Computern binär rechnen, aber unser Genom quarter, also nicht nur zwei mögliche Zustände pro bit haben, sondern vier, was die Möglichkeiten erhöht.
    Denke ich da falsch oder was sagt ihr dazu?

    Von jeder Folge immer wieder begeistert, macht weiter so. Gruß… René

    • Nunja, eine Base codiert 4^1=4 Zustände. Ein Bit 2^1=2 Zustände, während ein Byte acht Bit enthält, also 2^8 Zustände. Demzufolge Bit < Base < Byte.

    • Doch, ist richtig. Ein Byte hat 2^8=256 mögliche Zustände.
      Wenn ich vier unterschiedliche Basen zur Verfügung habe, kann ich mit vier davon ebenfalls 4^4=256 Zustände kodieren.

  2. Hi zusammen,
    Ich habe einen Vorschlag für den Schwurbel der Woche:
    https://www.kosys.de/neoos/

    Der Neoos soll ein Gerät sein, mit dem man super schnell lernt, entspannt und viele weitere Anwendungsgebiete. Ich bin erst gestern Abend darauf aufmerksam geworden und habe das ganze noch nicht eingehen geprüft – der Entwickler bezieht sich immer wieder auf Studien. Bei den Formulierungen ist aber direkt mein Schwurbeldetektor angesprungen. Was vor alle überrascht ist die (untypisch) sehr professionelle Gestaltung der Homepage. Würde mich freuen, wenn ihr der Sache auf den Grund geht.

  3. Eure Informations-Betrachtung von Spermien springt etwas zu kurz. Das menschliche Genom ist diploid, sprich jedes Gen kommt doppelt vor. Die Keimzellen sind haploid, also von jedem Gen nur eine Kopie.

    Damit hat ein Ejakulat die doppelte Menge an Erbgut als das einzelne Spermium. Und wenn man die unterschiedlichen Kombinationen (2^23) betrachtet, dürfte es keine zwei Spermien mit identischem Satz an Chromosomen haben.

    • Als “Nachrichtentechniker” würde ich auch mal darauf hinweisen wollen, dass Information und Informationsübertragung auch noch etwas komplexer ist als es gemeinhin immer wieder anklingt. Oft werden da viele Begriffe durcheinandergewürfelt, weil den wenigsten die Unterschiede oder die komplexe Definition von Information bewusst ist. Das Fachgebiet dafür lautet Informationstheorie und der “Entdecker” Claude Shannon ist jemand der leider viel zu ubekannt ist: https://en.wikipedia.org/wiki/Claude_Shannon

      Die Frage die ihr tatsächlich beantwortet im Podcast ist: Wie viele mögliche Varianten lassen sich mit DNA in der Länge menschlicher DNA abbilden.

      Die reale Informationsmenge die ein Spermium transportiert ist aber sicher deutlich geringer da:
      a) Damit am Ende ein Mensch herauskommt vermutlich nicht jede beliebige Kombination möglich ist
      b) Die Kodierung sicher nicht perfekt effizient ist (was sicherlich wünschenswert ist, “gute” Redundanz bedeutet eben auch Sicherheit), sprich die Information liese sich “zippen”
      c) Eventuell müssen Übertragungsverluste berücksichtigt werden weil der Empfänger nicht jeden Zustand auflösen kann oder durch sonstiges Transportrauschen verloren geht, da bin ich aber zu wenig Biologe dafür um etwas dazu zu sagen 😉

      • Hallo!
        Ich muss hier mal mit einem Mythos aufräumen.
        Flusssäure ist bei weitem nicht so gefährlich was die Ätzwirkung angeht wie die meisten Menschen denken. Der pKs Wert liegt in etwa bei 3 und damit nahe an Essigsäure. Was Flusssäure so gefährlich macht, ist ihre Giftigkeit. Die Säure wird sehr schnell von der Haut resorbiert und greift die Knochen an. Das dabei entstehende Calciumfluorid ist schwer lösslich und flockt im Blut aus mit dem Ergebniss das die Adern/Venen verstopfen.
        Ich habe in der Ausbildung u.a. in einer Flusssäurefabrik gearbeitet, dort wurde bei den Sicherheitsschulungen gesagt: Bei einer Handteller großen Verätzung ruft man besser nochmal bei Mutti an und nicht den Notarzt.

        Bei Breaking Bad gibt es eine Szene, wo Walter versucht eine Leiche in Flusssäure aufzulösen. Totaler Bullshit (hier gibt es bessere Mittel der Wahl) aber vielleicht wollten die Produzenten auch nicht zuuu viele Vorlagen für Nachahmer geben.

        Gruß und macht weiter so mit den Podcasts!

        Ein Livestream Verweigerer 😉

  4. “Muss es da nicht konsequente Regeln geben die irgendwie Fakten basiert sind und nicht autoritätsbasiert…”

    Herr Dr. Wöhrl, schließen wir uns langsam den Schwurblern an? :-

    Nein, Spaß bei Seite, es müssen halt Konsequenzen abgewogen werden. Das ist bei gesellschaftlichen Regeln ja eigentlich fast immer so. Hier eben einerseits die Ansteckungsgefahr für und durch die Kinder und deren soziale Isolation. Und die Gewichte dieser Auswirkungen kann halt jede Gemeinschaft bis zu einem gewissen Grad selber bestimmen. Und wird für unterschiedliche Schülergruppe unterschiedlich ausfallen.

    Ich denke schon, dass man das vermitteln kann. Und es ist eigentlich ein schönes Argument gerade dagegen, dass hier autoritär durchregiert würde.

    Liebe Grüße!

    • Ich würde sagen da spielt auch die in der Medizin so typische “Risk-Benefit” Abwägung eine Rolle. Kindergärten zu machen hat eine der größten gesellschaftlichen Schäden weil die Kinder besonders auf den Kontakt zu Gleichaltrigen angewiesen sind und die Eltern auf die Betreuung. Je älter die Kinder desto eher können sie allein lernen und die Eltern trotzdem arbeiten. Darum mag es für den Infektionsschutz denselben Effekt haben Kitas oder Unis zu schließen aber der Schaden durch geschlossene Kitas ist höher. Ich glaube es war Dänemark wo deshalb entschieden wurde in Zukunft eher ältere Schüler oder Studenten nach Hause zu schicken obwohl die eher in der Lage wären MNS korrekt zu tragen und kleinere in die Schule zu lassen, trotz des Infektionsrisikos.
      Ein anderes ganz schlimmes Problem an geschlossen Schulen ist übrigens das Missbrauch noch weniger auffällt und den Kindern nicht geholfen wird. Kinderärzte zumindest in den USA haben deshalb aufgerufen Schulen nicht wieder zu schließen…

  5. Hier kommt ein völlig überflüssiger und vollständig unwissenschaftlicher Kommentar :-/ ->
    Reini, ich gratuliere dir zu der Entscheidung, dich von dem Job zu verabschieden. Das ist so konsequent, klug, und unkonventionell, wie man es von einem rational denkenden Menschen erwarten kann.
    Und auch, wenn mich nicht Alles interessiert und ich nicht mit Allem konform gehe, was ihr hier so erzählt, freue ich als AAA-Hörer mich darüber, dass du hier endlich ´mal zu Wort kommst. Erfrischend.
    LG
    Beate

  6. Sehr schön dass ihr über die Asteroidenmission der ESA redet; man kann nie genug über Asteroiden reden! Und danke für die Verlinkung. Zur Asteroidenabwehr gibt es aber noch mehr als nur “Schlechte Schlagzeilen” (auch wenn es davon leider viel zu viel gibt). Ich hab dazu nen ganzen Schwung Artikel/Podcasts gemacht. Sind hier gesammelt verlinkt: https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2020/06/30/asteroiden-asteroiden-asteroiden-asteroiden-asteroiden/

  7. Hallo ihr 2,
    ich hatte immer gedacht, dass Skinner auf den Behavioristen-Papst B. Skinner und sein Instrumentelles Konditionieren und das Programming Learning zurück zu führen ist… Da ergibt der Zynismus noch anderen Sinn…

  8. Wenn ich es irgendwann mal schaffe meinen eigenen Podcast zu erstellen dann wir der anfang des Gaskrieges definitiv eine Episode werden.

    Ohne Fritz Haber und damit dem Haber-Bosch verfahren wäre der erste Weltkrieg deutlich früher zuende gewesen. Alle Kriegsführenden Mächte hatten sich beim Munitionsverbrauch um das mehrfache verschätzt. Dazu hat man nicht mit so einem langem Krieg gerechnet. Es schon 1914 Munitionsmangel. Deutschland betraf dies besonders hart, denn man kam wegen der Seeblokade nicht mehr an das Salpeter aus Chile. BASF schlug hat dann diverse Subventionen erhalten und sehr schnell das Haber-Bosch Verfahren großtechnisch umgesetzt. Das war “die Rettung”. Die Produktion in Oppau startete im Mai 1915 mit einer Tageproduktion von 150 Tonnen.

    Es gab schon vor dem 1. Weltkrieg diverse Ideen Chemische Waffen einzusetzen. Unter anderem auch von Haber der darüber nachgedacht hat wie man das Abfallprodukt Chlor sinvoll verwenden kann. Im Militär hat aber eher niemand ernsthaft daran gedacht.

    Als aber der jetzt der Krieg begann und sich die Fronten verfestigten bemerkte man das einen Gegner der sich in einen Graben oder ähnliches Befindet kaum mit Schusswaffen bekämpen kann (daher auch der hohe Munitionsverbrauch). Man überlegte nun wie man die Soldaten aus den Gräben heraustreiben konnte um sie dann bekämpfen zu können. Als erstes setzen die Franzosen Gewehrgranaten mit einer Füllung die von der Wirkung her ähnlich dem heutigen CS-Gas ein (waren ursprünglich für die Pariser Polizei beschafft worden). Wirkung sehr gering. Dann Deutschland Granaten die zusätzlich zu der normalen Sprengstoffüllung ein Pulver enthielten welches ebenfals Augen und Rachenreizend war (Tarnbeizeichnung Niespulver). Wirkung annähernd 0. Man experimentierte mit diversen Stinkenden Chemikalien und später auch giftigen Chemikalien.Ohne wirklichen Erfolg. Das Hauptproblem war das man keine ausreichend großen Konzentrationen erreichte. Fritz Haber bekam die Aufgabe in diesem Bereich zu forschen. Er erfand daraufhin das Blasverfahren. Chlorgas (was reichlich verfügbar war) (und später auch Chlor/Phosgen-Gemische) wurden in Stahlflaschen an der vordersten Frontlinie in Stellung gebracht und bei günstigen Wind alle gleichzeitig geöfnet. Als ziel wurde anfangs aber immer noch Primär das Heraustreiben der Gegner aus den Gräben gesehen, weniger die Tödliche Wirkung. So zumindest die aussagen von Fritz Haber und diversen Militärs nach dem Krieg. Nachdem der erste Einsatz ein Erfolg war bekam Fritz Haber deutlich mehr mittel und in Deutschland wurde die Forschung Zentralisiert. Man testete nun diverse Chemikalien systematisch durch und machte sie durch herausfinden des Haberschen Tödlichkeitsprodukt (auch genannt Habersche Regel) vergleichbar.

    Literaturempfehlung. “Der Gaskrieg 1914-1918” und wenn auch 2. Weltkrieg interessant ist “Der Krieg der nicht stattfand”

  9. Servus,

    ihr spracht ja auch kurz über den Gyrocopter/Tragschrauber, und es klang so, als wäre euch nicht ganz klar, wie der funktioniert.
    Im Unterschied zum Hubschrauber wird der Rotor (normalerweise*) nicht vom Motor angetrieben, sondern kann sich frei drehen. Der Gyrocopter wird von einem, meist hinten angebrachten, Propeller angetrieben. Durch die anströmende Luft bei der Vorwärtsbewegung wir der Rotor in Drehung versetzt und erzeugt dann Auftrieb. Das Prinzip dahinter nennt sich Autorotation, was übrigens auch bei Hubschraubern bei einem Triebwerksausfall genutzt wird. Die können dann nämlich auch noch erstaunlich lange in der Luft bleiben.

    *es gibt Modelle, bei denen der Rotor für den Start mit dem Motor verbunden werden kann, um die eh schon kurze Startstrecke noch weiter zu verkürzen

    Grüße
    Alex

  10. Mal was kurzes was zu Lehraufträgen aus eigener Erfahrung:

    Seitdem ich von der Uni weg bin (Ende WS 2018/19) habe ich für bisher jedes Semester einen Lehrauftrag an meiner alten Uni (Koblenz-Landau) gehabt, für dieses WiSe erstmals keinen, da eine vernünftig organisierte Onlinelehre bei mir nicht so recht in die Zeitplanung passt.

    Abgerechnet wird, wie Reini bereits gesagt hat, stundenweise, und zwar nur die Stunden, in denen tatsächlich Lehre stattfindet (keine Vorbereitung, Nachbereitung, Korrektur von Übungszetteln, …) und das für maximal 14 Wochen. Für eine zweistündige Übung kann man also maximal 28 Stunden abrechnen.
    Sollte die Gruppe nicht stattfinden, weil z. B. der Termin ungünstig ist (was bei berufstätigen ja die Regel ist) und wird wegen zu weniger Teilnehmer abgesagt, gibt’s garnix. Im Gegensatz zu studentischen/ wissenschaftlichen Hilfskräften gibt’s übrigens auch keine Jahressonderzahlung.

    Da das Institut knausrig ist wird auch nur der Minimalsatz vergütet, das sind in unserem Fall 25€ pro Stunde, eine zweistündige Veranstaltung wird also mit 700€ vergütet. Wie Reinhard ebenfalls schon erwähnt hat, wird ein Lehrauftrag erst am Ende des Semesters (genauer: der Vorlesungszeit) abgerechnet, so dass man das Geld für das WiSe (wenn die Verwaltung schnell ist) im April/ Mai bekommt.

    Wenn der Lehrauftrag eine Nebentätigkeit ist, man also noch reguläre Einkommen bezieht, muss ein Lehrauftrag ab einer gewissen Höhe (weiß ich jetzt auswendig nicht zu 100%) mit Steuerklasse VI versteuert werden – das Finanzamt langt also noch ordentlich zu. Das kann man dan im darauffolgenden Jahr mit der Steuererklärung zurückbekommen, wenn man den Freibetrag nicht ausschöpft.

    Bleibt letztlich die Frage, warum man (vielmehr: ich) sowas macht. Ich bin in der luxuriösen Situation, dass das Geld für mich nicht relevant ist und ich die Lehrtätigkeit machen kann, weil es mir Spaß macht. Ist man auf das Geld angewiesen, dann gibt es sicherlich bessere Tätigkeiten, die man machen kann.

  11. Zum Thema Gefahrstoffe:
    Ich habe gehört, dass Ethanol als CMR (krebserzeugend, mutagen oder reproduktionstoxisch) eingestuft werden sollte. Das wurde jedoch aufgrund von Corona verschoben, da in fast allen Desinfektionsmitteln Ethanol enthalten ist (eine Quelle dazu habe ich leider nicht). Der Witz an der Sache: die Kennzeichnung gilt für Chemikalien, aber nicht für Lebensmittel. *Also einfach die Geschirrspülertabs als Cracker deklarieren und schon kannst Du Dir die Gefährdungsbeurteilung sparen.*

  12. Also eure themen haben mich mal wieder nicht so beeindruckt aber Nora s interview war grossartig, sie hat sich sehr präzise und gleichzeitig sehr Umfangreich zu Verschwörungsism geäussert!

    eine sehr turbolente Wissenschafftskommunikatorin!

    bitte mehr!

    • Hallo,
      Hier möchte ich leider widersprechen, das Interview mit Nora hat mir leider nicht gefallen.
      Mir ging das dann leider genau in die Richtung, die den Schwurblern vorgeworfen wird. Nicht jede/jeder die ursprünglich mal an informiertes Wasser geglaubt hat, landet zwingend bei Chemtrails und Verschwörungstheorien. Klar, es ist darauf zu achten, Menschen abzuholen und zu überzeugen, dass genau das nicht geschieht. Aber das ist nach meiner Überzeugung und Beobachtung keine unbedingte logische Folge einer „Anfangsüberzeugung“. Hier kommt es doch häufiger zu Selbsterkenntnis als im Interview angedeutet.
      Ansonsten SuperSendung, macht wirklich Spaß euch zuzuhören.
      Grüße
      Stephan

  13. Falls ich es nicht überhört habe, wurde in dieser Folge nicht erklärt, wofür das s und das r beim s-Prozess und beim r-Prozess stehen. Das s steht für slow und das r für rapid, also slow-Prozess und rapid-Prozess. Beim s-Prozess fängt ein Kern ein Neutron ein, und falls der nun entstandene Kern instabil sein sollte, hat der Kern genug Zeit, über Beta-Zerfall zu zerfallen, bevor der Kern dann ein weiteres Neutron einfängt. Beim r-Prozess wird der Kern einem hohen Neutronenfluss ausgesetzt und ein instabiler Kern fängt Neutronen ein, bevor der Kern die Möglichkwir hatte zu zerfallen. Einfach ausgedrückt.

    Richtig gut kennt sich Anna Frebel auf diesem Gebiet aus. Wer mehr über Nukleosynthese in Sternen wissen will, sollte Annas Buch “Auf der Suche nach den ältesten Sternen” lesen!

    • Wenn es noch etwas tiefer/wissenschaftlicher sein soll: “Cauldrons in the Cosmos” v. Rolfs&Rodney

      Zu meiner Zeit quasi Standardwerk der Nuklearen Astrophysics… OK, ist vieleicht schon etwas angestaubt (letzte Ausgabe 2005 seh ich grade), aber wie ein Stern und Elemententstehung funktioniert weiß man ja schon länger.

      BTW, es gibt auch noch nen p-Prozess… Da geht’s dann AFAIR eher um Protoneneinfang mit den s&r-Kernen als Basis.

  14. Ammoniak als Treibstoff funktioniert aber eigentlich hätte man gerne ein 1zu1 Substitut für Fossilen Treibstoff.

    Ammoniak ist deshalb im Fokus, weil synthetische Treibstoffe mit regenerativer Energie hergestellt werden sollen. Und dort wo regenerative Energie produziert wird gibt es kein CO2, die Gewinnung aus Luft ist nicht wirtschaftlich.

    Das was Ihr vorstellt ist der Grundstein von sogenannten Elektrofuels, die die Synthesefuels (Haber-Bosch, Fischer-Tropsch) ablösen sollen.

    Um Wasserstoffherstellung kommt man aber bei keinem Verfahren herum. irgendwoher muss ja das H ja her kommen.

    schöne Grüße Enno

  15. Hallo zusammen, vielen Dank für diese wieder sehr schöne Folge.
    Zu “Bier zu Brot” habe ich, der Blindnerd, eine Anmerkung und Ergänzung:
    Es gab noch einen, der sich zwar hauptsächlich zunächst mit der Erforschung von Polarlichtern befasste, dann aber auch ein Verfahren zur Synthese von Luft-Stickstoff entwickelte.
    Hier einige Schnipsel dazu:
    Kristian Olaf Bernhard Birkeland (* 13. Dezember 1867 in Kristiania; † 15. Juni 1917 in Tokio) war ein norwegischer Physiker, der ab 1898 einen Lehrstuhl an der damaligen Königlichen Friedrichs-Universität Kristiania (seit 1939 Universität Oslo) innehatte. Er wurde sieben Mal für den Physik-Nobelpreis vorgeschlagen, ohne die begehrte Auszeichnung zu erhalten.
    Birkeland beschäftigte sich ab der Mitte der 1890er Jahre intensiv mit dem Polarlicht. Er ging davon aus, dass Elektronen der Sonne das Gasgemisch der oberen Atmosphäre zum Leuchten anregen. Da die Existenz des Sonnenwindes zu dieser Zeit noch nicht bekannt war, wurde seine Theorie jedoch bezweifelt. Im Februar 1897 fuhr Birkeland erstmals in den hohen Norden Norwegens und kam beinahe in einem Schneesturm ums Leben. Bis 1899 richtete er ein Nordlicht-Observatorium auf dem Berg Haldde bei Alta ein. Im Winter 1902/1903 betrieb er schließlich ein Netz aus vier Stationen. Neben Haldde gab es Observatorien auf Island, Nowaja Semlja und der zu Spitzbergen gehörenden Insel Akseløya. Daneben führte er Laborexperimente an einem kugelförmigen Magneten als Modell der Erde, genannt Terrella, durch. Es gelang ihm, dem Polarlicht ähnliche Lichterscheinungen künstlich zu erzeugen.
    Zusammen mit Sam Eyde entwickelte er 1903 das Birkeland-Eyde-Verfahren zur Herstellung von künstlichem Salpeter und Düngesalz. Dabei wird der Stickstoff aus der Luft mithilfe eines Lichtbogens oxidiert. Gemeinsam gründeten sie 1905 das Unternehmen Norsk Hydro, das die für das Verfahren erforderlichen hohen Elektrizitätsmengen aus Wasserkraft erzeugte. Die Beteiligung an der Firma machte Birkeland wohlhabend.

  16. Moin,
    damit ihr immer wisst wo ihr NICHT draufklicken dürft, kann ich euch nur
    https://sci-hub.now.sh/
    empfehlen.
    Diese Seite wird nicht vom Netz genommen, weil sie ja nur sagt, wo man NICHT draufklicken soll 😉

    LG und frohes Forschen 🙂

    P.s.: Bitte nicht auf der Maus ausrutschen, die Webseite ist sehr glitschig ô.O

    • Hallo, Nora hier. Hab es bisher aus Gründen vermieden, mit Klarnamen auf Twitter zu sein, habe das aber soeben geändert und bin nun unter @norafelinepoesl zu finden 🙂

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