Minkorrekt Folge 53 „68859229“

Intro inspiriert durch Bill O’Reilley.

Nicolas war mit Martin Rützler auf der MS Wissenschaft und hat sich zum Thema „Zukunftstadt“ informiert. Den dort aufgenommenen Podcast findet ihr hier.

Reinhard hat sich für die Lehre am HDT aufgeopfert, eine Praktikantin betreut, seinen Körper wieder ans ZDF verkauft und war zu Besuch bei der besten kleinen Softwareschmiede in Köln… Bevuta IT.

Philae unser Lieblingskometenlander ist wieder wach! Das wird noch spannend was wir in den nächsten Wochen noch alles lernen von der Kometenoberfläche. Halt durch Kleiner!

padlock_closedThema 1: „Keep cool, dank Haare am Rücken…“ – Es gibt eine faszinierende Ameisenart die es als Einzige schafft in der Mittagshitze über den Wüstenboden zu laufen und nicht zu braten. Wie machen die Ameisen das? Das klärt ein Paper. Eigentlich ist das ganze eine verbesserte Hitzeschutzkleidung.

padlock_closedThema 2: „Die gestiefelte Prokrastination“ – Warum schaut die ganze Welt Katzenvideos? Hier die Antwort.

Experiment der Woche: „Der knackende Eiswürfel “ – Wir kennen das alle: Ein Eiswürfel in der warmen Cola knackt. Warum eigentlich?

Musik: „Rappin Einstein Modifies Ke$has “Tik Tok” for Relativistic Time Dilation“ – Vorgeschlagen von Christian. Den Song gibt es auch hier auf der Facebook Seite des Künstlers.

Chinagadget der Woche: Art inspired by DARPA (umgesetzt vom Chinesen Ihres Vertrauens). Der Doodling Robot. Die Uni Konstanz hat sowas auch mal gebaut…eDavid da passende Video findet ihr unter folgender URL: vimeo.com/68859229 (aus gegebenem Anlass nicht als Hyperlink 😉 )

padlock_closedThema 3: „Wir sind die Borg. Widerstand ist sinnvoll.“ – Die Gehirne von Säugetieren (und Menschen) die in Gruppen zusammen leben sind weiter entwickelt. Gilt das auch für „gesellige“ Insekten? Scheinbar nicht wie diese Studie herausfand.

padlock_openThema 4: „unterschätzte Feuchtgebiete“ – Wie werden wir in Zukunft unseren Energiehunger decken? Wo soll die Energie herkommen? Neue Konzepte werden in dieser Arbeit entwickelt.

Den Acronym-Generator gibt es hier.

Hörerinnengrillen ist jetzt ein Hörerinnentreffen. Infos gibt es aber weiterhin hier und auf unserem Blog. Termin: am 16.7.2015 auf der Dachterrasse des Unperfekthaus.

Rausschmeißervideo: „F**k it all (Final Exam Version)

37 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 53 „68859229“

  1. Zu Philae *muss* ich einfach etwas schreiben. Als ich am 14. Juni die Nachricht sah, dass Philae aufgewacht ist, habe ich den ganzen Nachmittag innerlich gefeiert. Ich kann Nicolas’ Emotionen sehr nachvollziehen. Leistungen in der Raumfahrt erfüllen mich immer mit einem großen Respekt. Irgendwie ist das im Falle der Rosetta-Mission und mit Philae besonders stark…seltsamerweise auch schon, bevor ich die Social-Media-Kampagnen kannte.

    Zu der Größe der Datenpakete nennt Dr. Stephan Ulamec vom DLR in einem Interview ungefähre Zahlen:

    > Wir reden von hunderten Byte. Insgesamt ist das, was wir jetzt in den 300 Paketen bekommen haben vielleicht ein Kilobyte. Das sind noch keine Bilder, sondern Temperaturen, Spannungen. Ein Temperaturwert entspricht einem Byte! Bislang sind noch keine Bilder oder Massenspektrometer-Daten dabei. Jetzt ist der Massenspeicher am Lander voll. Dort warten etwa zwei Megabyte an Daten auf uns.

    Quelle: http://www.dw.com/de/rosetta-muss-ihre-antennen-jetzt-genau-auf-philae-ausrichten/a-18518860

    Während ich den Podcast höre, kam die Meldung, dass die Rosetta-Mission bis Ende September 2016 verlängert wird. Dabei wird Philae natürlich keine Rolle spielen, aber die Mission ist so oder so großartig.

    • Ah, super! Danke für die Zahlen. Ein Glück, dann habe ich ja in Gelsenkirchen doch noch eine knapp (!) höhere Datenübertragungsrate… 😉

      /nw

  2. Das, was Rosetta orientierungslos machen würde, ist nicht Strahlung, sondern Partikel. Um die Ausrichtung im Raum zu messen, wird ein Star Tracker verwendet, also eine Kamera, die versucht, Konstellationen von Sternen zu identifizieren, und daraus die momentane Lage bestimmt. Durch starke Partikelemmissionen in der Nähe der Sonne erscheinen, wenn die Sonde dem Kometen zu nahe kommt, auf einmal massenhaft leuchtende Punkte vor dem Star Tracker, die er dann nicht mehr sinnvoll auswerten kann.

    Die aktuelle Folge von Raumzeit bespricht die Mission ganz ausführlich:
    http://raumzeit-podcast.de/2015/06/16/rz058-philae/

  3. Nochmal kurz zur Audioqualität: Als ihr auf die neue Aufnahmetechnik in Folge 51 umgestiegen seid, gab es in den Kommentaren doch Hinweise auf diese zischenden s-Laute, insbesondere von Nicolas (ich meine sogar, es wären mehrere Kommentare dazu gekommen, genau weiß ich es aber nicht mehr). Ihr sagtet dazu, dass ihr die hohen Frequenzen tatsächlich etwas angehoben hättet und euch das zur nächsten Folge nochmal anschauen wolltet – ist da noch was passiert?
    Mir schmerzen die s-Laute von Nicolas nämlich auch seit Folge 51 in den Ohren… das war vorher irgendwie besser. 😐

    • OK, danke für den Hinweis. Ich dreh noch mal ein bisschen zur nächsten Folge. Nach der 51 hatte ich schon etwas nachgeregelt. Schmerzen möchte ich Euch nicht, also nehme ich noch etwas raus…

      /nw

  4. Kleine psychologische Umfrage.

    Wenn ich mir die stimmlich in Mono ausgestrahlten Minkorrekt-Podcasts anhöre, stelle ich mir vor, ich säße bei “den Jungs” am Tisch; Nicolas säße links und Reinhard rechts von mir. Ist das bei euch auch so, oder anders herum, oder sonst wie?
    Die Musik scheint allerdings in Stereo zu sein.

    • Interessant. Es kommt natürlich auch ein bisschen darauf an ob Du VOR uns sitzt oder HINTER/ZWISCHEN uns. Und natürlich auf Deine Blickrichtung. Vielleicht stellen sich das die Hörer auch anders vor. 😉

      Wenn es zu einer Häufung der potentiellen Blickrichtung kommt habe ich dafür übrigens schon eine “wissenschaftliche” Erklärung! 😉

      Ansonsten hast Du recht, die Musik ist Stereo, wir sind Mono.

      /nw

      • Und das ist auch gut so. Kommt bitte nicht auf die Idee das zu ändern. Dadurch das ihr euch die beiden Stereokanäle aufteilt und euch auf die beiden Kanäle aufteilt wird es deutlich leichter im störnehafteter Umgebung dem Gespräch zu folgen. Das Gehirn kann über die Richtungseekennung mittels Laufteitunterschieden die Störgeräusche ausfiltern. Das entfällt, wenn ihr euch mischt.

  5. Wie verhält sich eigentlich das Experiment der Woche (Eiswürfel) unter der Annahme, dass Wasser bei 4° die höchste Dichte hat? *kopfkratz* Zieht sich die Oberfläche dann doch zusammen und sprengt das Innere?
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Oberfläche unregelmäßig benetzt wird und es dadurch zu Spannungen kommt, die das Gefüge nicht mehr halten kann. Deswegen knistert es auch bei dem Kontakt von ein paar Tropfen auch schon.

    • Da Wasser bei 4 °C schon flüssig ist, “zieht” sich da nichts um den Eiswürfel zusammen und der Eiswürfel selbst kann bei normalem Luftdruck diese Temperatur nie erreichen.
      Die Dichte des (flüssigen) Mediums, welches den Eiswürfel umschließt ist bei diesem Experiment unwichtig. Für das Zerbrechen des (Eis-)Kristalls ist das Temperaturgefälle innerhalb des starren Kristalls verantwortlich. Dieses kommt vor allem durch die vergleichsweise mittelmäßige Wärmeleitfähigkeit von Eis und der guten von Wasser zustande. Wird der Eiswürfel also in “ausreichend” wärmeres Wasser (bei einem -1 °C “warmen” Eiswürfel und 1 °C “kaltem” Wasser klappt es nicht -> Video), dann erwärmt sich die Hülle des Eiswürfels recht schnell auf 0 °C und dehnt sich dabei aus, das Innere erwärmt sich langsamer (-> thermische Spannungen ) und *zack* zerreißt es den Kristall im Inneren. Das funktioniert natürlich, wie du es beschreibst, auch in der Ebene also auf der Eiswürfeloberfläche. Hierbei zerspring der Eiswürfel nur nicht so eindrucksvoll.
      Dieses Experiment bringt mich auf eine Frage: Wenn man Metall sehr weit herunter kühlt, z.B. auf Supraleiter-Temperaturen, wird es dann tatsächlich starr, sodass es zerspringen kann wie man es in Filmen sieht?

      • Hallo Sven,
        vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.

        Die Frage mit den Metallen ist auch nicht ganz uninteressant. Also die meisten Metalle werden bei tiefen Temperaturen < -150°C extrem spröde. Dazu hab ich im Maschinenbaustudium mal nen schönen Versuch mit nem kleinen Stahlstift und flüssigen Stickstoff gemacht. Ordentlich abgekühlt konnte man den mit nem gezielten Schlag recht leicht in zwei Teile schlagen. So drastisch wie es immer in den Filmen dargestellt wird ist das aber nicht 😀 /rr

        • Das ist auch einer der gängigen Wege bei Bedarf nach einem “neuen” Fahrrad:
          Kältespray + Hammer = Schloss kaputt

          Mein Beileid noch an Reinhard

      • Als die Russen Anfang des letzten Jahrhunderts die Transibirische Eisenbahn gebaut haben, war eine der größten technischen Herausforderungen eine Atahllegierung zu finden die bei -40 C nicht spröde wird. Die “normalen” Schienen sind im Winter zersprungen wie Glas. Ein Hammerschlag soll genügt haben.

  6. Wer spielt eigentlich noch “erkenne das Paper” wenn die Titel genannt werden? Ich werde je bei den ganzen Vorgesprächen immer nervöser (und wäre dieses mal fast zusammengebrochen) und dann habe ich bei dieser Folge nur eines rausbekommen (die Borg). Wie lag der Rest der Hörer?

  7. Moin Jungs,

    klasse Podcast, den ich nun innerhalb weniger Wochen komplett “nachgehört” habe. Nun dauert es von Folge zu Folge eine gefühlte Ewigkeit, daran muss ich mich erst noch gewöhnen :-).

    Ein bisschen gruselig seid Ihr allerdings, denn:

    kurz vor Veröffentlichung Eurer neuesten Folge habe ich mich meinem täglichen Ritual hingegeben und ein Glas mit Eiswürfeln gefüllt. Nun habe ich dieses (weil ich kurzfristig nochmal weg musste) mitsamt den Eiswürfeln in den Gefrierschrank gestellt und als ich wiederkam, holte ich das Glas aus dem Gefrierschrank und füllte mir etwas zu trinken ein. Wundersamerweise kein Knacken der Eiswürfel. Dies konnte ich mir nicht so recht erklären und dachte: das wäre doch mal ein prima Fall für Minkorrekt. Als ich die Folge dann hörte und das Thema “knackende Eiswürfel” aufkam, suchte ich mein Haus nach Wanzen ab. Ich habe keine gefunden. Vielleicht habt ihr sie einfach gut versteckt.

    Also ich denke mir mal, da nach eurer Erklärung die Eiswürfel aufgrund einer umschlossenen Flüssigkeit anderer Temperatur und der daraus resultierenden thermischen Spannung im Eiswürfel selbst (Temperaturdifferenz außen/innen) knacken, knackten sie in meinem Fall eben nicht, weil sie am (ebenfalls kalten) Glas festgefroren waren und somit nur fünf von sechs Seiten der “warmen” Flüssigkeit ausgesetzt waren.

    Da ich in der Fensterbranche arbeite, kenne ich den Effekt von halbverschatteter Verglasung bzw. dunklen Aufklebern, wo sich das Glas in einem Bereich auf bis zu 80°C aufheizt und im Schatten teilweise bei ca. 20°C stagniert. Handelsübliches Floatglas verhält sich in diesem Verhalten aufgrund der Sprödheit ziemlich ähnlich wie Eis, was das Sprungverhalten angeht. Dass jedoch anscheinend 1/6 der Fläche ausreicht, den Eiswürfel nicht zum springen zu bringen, ist für mich schon erstaunlich. Vielleicht gibt’s dafür ja eine physikalische Erklärung?

    Vielleicht gibt’s auch dafür eine Erklärung, warum Ihr exakt dann ein Thema präsentiert, wenn ich daran denke. Parapsychologie? Transzendentale Meditationsübertragung? Oder einfache Telepathie? Alles möglich, muss man wissen.

  8. War das jetzt das erste mal, dass Ihr Patreon erwähnt habt? Egal, shut up and take my money *g*

    Mich würde mal interessieren, wie nachhaltig man diese Bakterienmühlen bauen könnte. Im Paper steht “Tests of the stability of actuation performance showed that the extension of strips reduces only slightly even after 1 million cycles and 80 days”, was ja schon eine ordentliche Zeit ist. Ich hatte erst erwartet, dass die ein paar Minuten durchhalten.

    Ach ja: DANKE FÜR EURE ARBEIT! 🙂

  9. Ich mag ja den Film “Frozen” nicht (Musste ihn mir zwangsweise auf Arbeit viel zu oft anschauen (8mal/Woche) aber die Lyrics sprechen mir aus der Seele… Bin auch grad mitten in der Prüfungszeit und könnt grad wirklich alles sausen lassen, gleichzeitig fand ich das aber das Video so amüsant, dass es meine Laune wieder gehoben hat 🙂
    Ansonsten wieder ne super Folge.
    Hat sich nochjemand die Wissenschaftler mit nem Gilette Mach 4 Rasierer an den Ameisen vorgestellt? 😀
    Ich freue mich schon auf die nächste Folge.
    lg Rob

    PS.: Habt ihr mal über meine Frage Nachgedacht, die ich euch Ende letzten Jahres per Mail geschickt habe?

    • Was arbeitest Du denn, dass Du Frozen schauen darfst? Bist Du Filmvorführer?

      Die Frage ist noch auf unserer Liste. Wir hängen etwas mit den Zuhörerfragen weil wir leider derzeit zu wenig Zeit zur Sendungsvorbereitung haben. Ist aber nicht vergessen!

      /nw

  10. Gute Folge, wie immer!

    Kleine Frage/Anmerkung: Benutzt ihr einen de-esser? Bei Nicolas sind die Zischlaute immer noch recht stark.

  11. Ich traue mich kaum es zu sagen, da nach dem wunderschönen Schlusslied dieser Folge dann in kommenden Ausgaben bestimmt wieder Material folgt, das akustisch etwas sperriger daherkommt, aber: Im Vergleich zu euren Stimmen ist die Musik wirklich sehr leise abgemischt, wie man an der Waveform auch gleich sieht (http://i.imgur.com/fWxe9nx.png). Könnt ihr da was machen?

  12. Bin am Nachhören!
    In Folge 14 habt ihr gesagt, ihr wollt man eine Spezialfolge zu Hohoepathie Doppelblindstudione machen. Gabs die Folge mal?

    • Erinnere ich mich gar nicht mehr dran 🙂 Ist leider nie dazu gekommen 😀 … genau wie unser Experimentiervorhaben mit den stehenden Wellen am Wasserhahn…. [duckt sich und rennt weg]

      /rr

  13. Ihr habt kurz darüber gesprochen, ob es eigentlich einen Museumspodcast gibt. Gerade bin ich zufällig über den Hinweis auf die Nullnummer von Exponiert gestolpert (http://www.exponiert.berlin/) und kann zumindest sagen “Ja, gibt es”, ohne mir jetzt ein Urteil über den Inhalt anzumaßen.

    • Den “meinten” wir! Das war quasi die unauffällige Aufforderung an die Autorin endlich zu veröffentlichen. Wir sind Freunde. Der Podcast wird super, da bin ich mir sicher. 🙂

      /nw

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