Minkorrekt Folge 119 “Analoge Pissrinne”

Folge 119 vom 01.05.2018

Intro war “Dr. Strangelove” ein Film den ihr unbedingt gucken solltet!

Inspiriert durch die ein oder andere Postersession beschäftigen wir uns mit dem Prinzip der “Intimen Zone” vor allem auf Herrentoiletten. OK….das klingt jetzt komisch…ist aber höchst wissenschaftlich!

Nicolas empfiehlt den ihm empfohlenen Podcast “The Habitat“, ist insgesamt aber eher zwiegespalten.

Reinhard erzählt von den Vorträgen und Lesungen der letzten Woche und empfiehlt dabei den mal ernsthaften Science Slam Vortrag von Jutta Teuwsen “Helnwein: Gewalt, Missbrauch und Hitler in der Kunst” (ACHTUNG NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN!).

Neben vielen anderen Kleinigkeiten empfiehlt Reinhard außerdem die Bankingsoftware MoneyMoney von der er ernsthaft begeistert ist.

Nicolas war seit der letzten Sendung zu Gast im Mandelbrot-Talk und hat dort etwas über den March for Science erzählt.

Außerdem wird Nicolas auf der re:publica zu sehen sein wo er mit Stefan Schulz vom Aufwachen Podcast einen Vortrag mit dem Titel “Go Podcasting! Unser Appell zur Rückeroberung der digitalen Öffentlichkeit” hält.

Thema 1:Bend, not break little diamond!” – Wir hätten vielleicht ein Science-Paper haben können! Nicolas stellt uns hier eine Studie vor, die Diamantnadeln untersucht und dabei herausfindet, dass Diamant unter bestimmten Bedingungen recht biegsam ist.

Thema 2:Die Sache hat einen Haken” – Die Verbindungstechnik der Zukunft heißt kleben. Zumindest wenn man die Oberfläche des zu klebenden Materials richtig vorbereitet. Ein Beispiel hierfür ist “Metalangelo“…der Name hätte von uns sein können.

Experiment der Woche: “Pusteflasche” – Wir versuchen einen kleinen Papierball in eine Flasche zu pusten und scheitern kläglich. Die Physik dahinter ist aber echt interessant und wieder ein gutes Beispiel für Klugscheißerpartywissen.

Musik:Julien Turner – XY Cell Llif3 (Official Music Video)” schuld ist Ellen

Chinagadget der Woche: Sound-Machine

Thema 3:Von faulen und schwitzenden Bäumen” – Bäume spenden Schatten, aber das ist nicht der einzige Effekt der uns im Sommer Kühlung unter einen Baum verschafft.

Thema 4:Heiß statt Eis” – Ihr habt immer Hunger? Dann solltet ihr Sport treiben und eure Körpertemperatur auf ein geeignetes Niveau bringen. Hitze kann nämlich als biologisches Signal wirken.

Amazonkauf der Woche: Das physikalische Berlin: Eine Reise durch Raum und Zeit erschienen im BerlinStory-Verlag vom Enno. Wenn ihr mal in Berlin seid, dann besucht unbedingt Ennos Bunker!

Hausmeisterei: Es gibt einen weiteren Termin für unsere kleine Tour: “BERLIN, BERLIN WIR FAHREN NACH BERLIN!” am 01.12.2018 außerdem findet ihr alle weiteren Termine natürlich hier.

Rausschmeißer:LAB RULES – Dua Lipa” – von AsapSCIENCE schuld ist Florian.

Vielen Dank für euere Spenden 🙂

(bei allen Links auf Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

46 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 119 “Analoge Pissrinne”

  1. Da der Reinhard ja abnehmen will und ich nach Jahren des immer schwerer werdens nun gerade gut dabei bin, teile ich hier mal meine Zusammenfassung (die ich zuvor bereits für nachfragende Freunde zusammengestellt hatte), wie es bei mir so geklappt hat. Und das heißt auch: Jeder ist anders – somit mögen andere Vorgehensweisen bei Anderen viel besser klappen.
    Zudem sind viele Infos auch nur aufgeschnappt. Mag also sicherlich nicht jede Erklärung passen – kennt ihr a 😀 – und zudem ändern sich die Empfehlungen bei Ernährung ja eh gefühlt alle paar Jahre … mitunter in das komplette Gegenteil wie zuvor verkündet.

    Wie hoch ist mein Grundumsatz an Kalorien?
    https://www.yazio.com/de/kalorienbedarf-berechnen

    Faustregel:
    Wenn ich jeden Tag [n] Kalorien unter meinem Grundbedarf zu mir nehme,
    dann verliere ich pro Woche [n] Gramm an Körpergewicht

    Ich protokolliere sowohl meine Ernährung als auch meine Bewegung mittels der App von Yazio.
    Die von mir genutzten Funktionen kann man auch bereits in der kostenlosen Version benutzen.
    Alle Erinnerungen habe ich in der App ausgeschaltet, da die mich sonst nur nerven.

    Viele sagen zwar, man müsse nicht Kalorien zählen, aber mir hilft das sehr, mal zu sehen, was da so am Tag zusammen kommt.
    Und man sieht dann auch, dass man anstelle zweier Scheiben Brot mit Käse vielleicht doch eher eine warme Mahlzeit genommen hätte.

    Gerade zu Beginn sollte man abwiegen, da man sich sonst selbst bescheißt.
    Man kann sich mit der App aber behelfen, da man auch Lebensmittel nutzen oder selbst einrichten kann und dabei auch Portionsgrößen (z.B. eine Scheibe) selbst definieren kann. Ebenso kann man wiederkehrende Mahlzeiten oder auch Rezepte hinterlegen.
    Nimmt man bereits bestehende Einträge anderer Nutzer, sollte man allerdings mal die Daten mit der Nährwerttabelle abgleichen, da Einige da mitunter Daten falsch eingeben (bspw. weil sie die Werte einer Portion bei 100g eintragen oder umgekehrt).

    **Meine persönlicher Fall**
    Aktuell Grundbedarf bei etwa 2.300-2.400kcal/Tag.

    Zieleinstellung eingegeben: 1.900kcal/Tag
    Nährwertziele lt. LOGI-Methode:
    x% der Kalorien aus: Kohlenhydraten (30%), Eiweiß (25%) bzw. (gutes) Fett (45%)

    Ich selbst esse meist vier Mahlzeiten am Tag (Frühstück, Mittag, Abendessen, Snacks).

    Aber jeder ist unterschiedlich und bspw. Teilzeitfasten (z.B. Frühstück auslassen) klappt bei Vielen.
    Grund: der Insulinspiegel sinkt nur langsam und erst ab einem bestimmten Punkt fängt die Fettverbrennung an. Daher bieten sich dafür lange Zeiten zwischen zwei Mahlzeiten an, die man eben bspw. durch das Teilzeitfasten erreichen kann.

    Beim Abnehmen muss man aber aufpassen, dass man ja Fett verbrennen will und nicht Muskelmasse.
    Um Letzteres zu verhindern sollte man sich neben der sportlichen Betätigung auch eiweißreich ernähren (s. Nährwertziele oben; Faustregel: 1-1,5g pro Kg Körpergewicht bei nicht-Bodybuildern).
    Dies hat zudem den Vorteil, dass man weniger Heißhunger hat, als bei einer kohlenhydratreichen Ernährung.
    Allerdings kann der Körper nur etwa 30-40g Eiweiß pro Mahlzeit verwerten und dann erst wieder 2-3h später wieder.
    Es hilft also nicht, sich den kpl. Eiweißbedarf mit einer Mahlzeit reinzudrücken.

    Und Clean-Food (natürliche, unverarbeitete Zutaten) ist besser als Convenience, da man dann auch weiß, was drin ist. Convenience hat bspw. oftmals einen sehr hohen Salzzusatz sowie viel (schlechtes) Fett.

    **Praxis bei mir**

    GETRÄNKE
    Trinke tue ich hauptsächlich Mineralwasser (Medium => Kohlensäure regt übrigens auch den Appetit an, daher möglichst weniger – ich selbst mag aber stilles Wasser nicht).
    Im Restaurant auch mal ne Coke light/zero – aber solche Süßstoff-Getränke sollten wie Zuckergetränke [wozu auch Säfte gehören] eher die Ausnahme sein.

    Auch OBST sollte man übrigens eher sparsam zu sich nehmen, da die ja oftmals sehr viel Fruchtzucker besitzen.
    Gemüse ist da eher als “festes Wasser” zu bezeichnen.

    FRÜHSTÜCK
    – 1 Actipan-Brötchen (Eiweißreicheres Vollkorn-Brötchen, TK-Ware von Rewe/Sky => 1,99 € für 6 Brötchen)
    [ich nutze extra KEIN Eiweiß-Brötchen: die bestehen nämlich oftmals aus 1/3 Gluten 😮 ]
    – Butter oder Margerine (aber dünn auftragen)
    – mageres Fleisch (Kasseler, Corned Beef, Lachsschinken) oder Rührei (meist am Wochenende)

    MITTAGESSEN
    Auf der Arbeit gerne mal einen Salat [auch mit American Dressing, aber wenig davon] mit Thunfisch, eine Suppe (kleine Dose 400ml – mal auf die Nährwerttabelle achten) und zusätzlich eine Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder alternativ eben “normales” Hauptgericht.
    Mitunter auch gerne mal einen Döner. Dann sollte man sich den aber auf einen Teller tun, damit man auf das Brot (wenigstens teilweise) verzichten kann. Alternativ (so mache ich es) den Döner halbieren und als zwei Malzeiten (Mittag/Abend) nutzen.

    Zur Sättigung auch gerne noch einen MeinQ (http://www.elsdorfer.de/de/content/meinq).
    Ist eigentlich so wie Skyr, nur noch etwas mehr Eiweiß und auch etwas fester, was somit mehr sättigt.
    Den MeinQ mag ich selbst nur in den Geschmacksvarianten – die “natur” bekomme ich hingegen nicht herunter.
    Und man sollte den gut rühren, da es sonst schon sehr kompakt ist.
    Sollte ich ohnehin bereits viel Eiweiß zum Mittag zu mir genommen haben, dann jedoch meist erst zum Nachmittag – also um die 2-3h dazwischen zu bekommen.

    Bei einem Gericht bspw. mit Kartoffeln reichen dort nach etwas Gewöhnung so 120-150g davon. Ebenso Reis oder Nudeln nicht zu üppig. Letztere sättigen gerade mich übrigens nur sehr kurzzeitig, so dass ich die nun nur noch selten als Beilage nutze und als Hauptgericht bislang eigentlich gar nicht mehr.

    ABENDESSEN
    Hier gerne auf Kohlenhydrate verzichten oder zumindest nur wenig.
    Also eher ein Eiweißlieferant wie bspw. Fisch (am besten natürlich nicht paniert, da eklatant höhere Kalorien durch das eingesogene Fett in der Panade) oder Fleisch (bspw. 200g Kasseler Lachs oder Geflügel). Beim Fleisch sollte man natürlich gewachsene Stücke bevorzugen. Also die Dinge wie Hack oder Wurst aus Brät eher weniger, da dort eben sehr viel (schlechtes) Fett mit drin ist.
    Dazu dann Gemüse (bspw. Wachsbrechbohnen, Blumenkohl, Brokkoli, Gemüsemischungen [möglichst pur ohne Rahm]). Evtl. darüber dann gutes Fett
    (bspw. MCT-Kokosöl – darf übrigens nicht erhitzt werden (im Gegensatz zum hier festen Kokosöl)! Und ist geschmacksneutral, soll jedoch die Fettverbrennung fördern.
    Leinöl ist übrigens als Omega-6-Lieferant gar nicht so gut, wie immer behauptet, da es nur ein Vorprodukt liefert, das der Mensch nur zu 5% umwandeln kann.
    Und lieber gut pfeffern mit einer Pfeffermühle statt viel Salz.

    Zum Fettarmen und faulen zubereiten habe ich mir dafür einen Dampfgarer geholt, den man in zwei Ebenen programmieren kann.
    https://www.wmf.com/de/wmf-kuechenminisr-dampfgarer.html
    Also bspw. unten Kartoffeln, Kohl o.ä. auf 30min stellen, obere Ebene mit Gemüse oder Kasseler auf 15-20min stellen, starten und nach Ende der Gesamtzeit das ohne viel Aufwand fertige Essen genießen.

    Kann natürlich auch mal kaltes Abendessen sein wie bspw. selten mal Brot oder eben auch mal fetter Fisch (Makrele, echter Lachs) oder normaler Fisch (Forelle). Oder eben wieder MeinQ oder 175g Skyr mit Müsli (25g Seitenbacher Carbs 19.0).

    Die seltenen Male, wo ich mal im Restaurant bin, nehme ich dann natürlich auch mal einen Burger o.ä.
    Teilweise kann man die Beilage ja extra bestellen – die (Pommes) lasse ich dann mitunter (aber auch nicht immer) weg.
    Aber wenn ich weiß, dass ich Abends ins Restaurant gehe, dann esse ich Mittags eben eher nur einen Salat.

    SNACKS
    Da ich eher der herzhafte Typ bin, esse ich gerne mal Chips (= schlechtes Fett) oder naturbelassene Nüsse (= gutes Fett).
    Hier beschränke ich mich dann nun jedoch auf die Portionsgröße von 30g.
    Dazu habe ich bspw. für die Nüsse kleine Glasschüsselchen, die befüllt eben die 30g ergeben, so dass ich da nichts mehr abwiegen muss.
    Also definitiv Tipp: nicht direkt aus der Tüte essen! 😉
    Als Nüsse diese überall zu kaufenden naturbelassenen Nussmischungen (also kein extra Salz/Fett/Panade; kein Studentenfutter; ich kaufe meine Mischung bei Lidl [Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Chashew]).
    Als Erdnüsse nutze ich die auch in den Supermärkten zu kaufenden Jumbos von Seeberger. Die sind zwar wesentlich teurer als der Billigkrempel, aber da ist eben kaum Ausschuss drin. Eine Erdnussschale mit zwei Nüssen entspricht übrigens etwa 3g. Also entsprechen 10 Schalen den gewünschten 30g.

    Schokolade nutze ich gerne Zart-/Edelbitter-Schokolade mit >70% Kakao. Aber auch da gibt es sehr viele Unterschiede im Zuckergehalt. Meine 80-85%ige hat bspw. <20g Zucker, es gibt da aber auch welche mit dem doppelten an Zucker.
    Oder auch gerne genommen: gekühlte Yogurette.
    Allerdings von beidem max. 1-2 Stück (also 10-20g) pro Tag.

    Ein gekochtes Ei kann man sich übrigens auch überall als Snack mit hinnehmen.

    SPORT
    Es bietet sich an, feste Termine zu haben (z.B. Mannschaftssport im Verein).
    Nichts bietet mehr Gelegenheit zum Futtern als Langeweile bzw. keine Betätigung.

    Meine wöchentlichen Aktivitäten:
    – Arbeitsweg mit dem Pedelec (werktäglich 2x knapp 20min)
    – Nordic-Walking (1x 35min)
    – AquaFit (1x 45min)
    – Brustschwimmen (1x 45min)
    – Badminton (2x 2,5h)

    Muckibude wäre eigentlich schon recht sinnvoll – ich bin aber eher der Mensch für Ballsportarten.

    Nach forderndem Sport benötigt der Körper schnell aufzunehmendes Eiweiß und evtl. auch schnell aufzunehmenden Zucker, damit die feinen Haarriße der Muskeln schnell wieder repariert und dabei gefestigt werden.
    Beim Eiweiß nicht dieses Zeugs aus dem Supermarkt nutzen, die sind meist nicht so toll von der Zusammensetzung her.
    Dazu nutze ich 30g ESN Designer Whey (https://shop.team-andro.com/Eiweisspulver/Whey-Protein/ESN-Designer-Whey-1000g-Standbeutel.html) und evtl. Traubenzucker (10-30g – je nach Anforderung … Kombination nennt sich dann Post-Workout Shake). Mixen tue ich die Dinge mit Wasser und reicht mir so. Kann man auch mit Milch machen, nur kommen dann natürlich Fett und Kalorien hinzu und Milch kann man sich nicht so gut mitnehmen wie Wasser.

    Man kann durch einen reinen Eiweiß-Shake übrigens auch mal eine Mahlzeit ersetzen, um Kalorien zu sparen, aber eben trotzdem Eiweiß zu sich zu nehmen. Allerdings mache ich das höchst selten und dann auch eher aus dem Grund, weil ich keine Lust zum Essen machen verspüre.
    Diese anderen Mahlzeit-ersetzen-Shakes, die es überall gibt, nutze ich übrigens gar nicht.

    PS: Mein Langzeitzucker hat sich dadurch übrigens von von 6,2 mmol/dl über 5,9 auf zuletzt 5,5 gebessert 🙂

    Und seit Ende Juni 2017 sind nun bereits 60 kg runter und es sind derzeit noch etwa -3kg/Monat.
    Als gesund werden sonst -0,5kg/Woche angeraten … aber meine Blutwerte sind bspw. alle tip-top.
    Ich bräuchte übrigens noch mind. -15kg, damit ich vom Adipositas-1 in den Übergewichtig-Bereich komme.

    Normalgewicht strebe ich (zumindest derzeit) gar nicht an – das läge bei mir zwischen gerade mal 60 bis 74 kg 😮
    Übergewichtig ist 75-89kg – da mittendrin (bspw. 80 kg) wäre wünschenswert.
    Wobei ich natürlich jetzt schon mehr abgenommen habe, als ich mir jemals hätte erträumen können. 😎
    Ursprünglich war sogar ne Magen-OP angedacht, die hatte ich dann aber wg. der guten Erfolge schon bald abblasen können.

    • Respekt, ich muss auch in dem Bereich abnehmen und habe Deinen Beitrag ausgedruckt. Hast Du ne Webseite o Blog ?

      Glückwunsch zu dem Erfolg

      S

      • Danke. Nö, hab nichts dergleichen. Aber der lange Roman sollte wahrscheinlich alles enthalten, was bei mir so Phase ist 😉

    • Hallo Dennis,
      Respekt für die Beachtliche Leistung und Disziplin die du da an den Tag legst.
      Ich frage mich nur immer wieder ob diese Eiweißmengen wirklich notwendig sind.
      Ich nehme (als Vegetarier) bei Weitem nicht die 80g Eiweiß auf die laut der Ratschläge notwendig sind.
      Allerdings mache ich min. 4x Sport pro Woche und würde mich als einigermaßen muskulös bezeichnen.
      Ist das ganze Eiweiß nur notwendig wenn man schnell neue Muskeln bilden will?
      Grüße
      0li

      • Moin Oli,

        ich sauge ja auch nur das auf, was so gesagt wird, habe da also keinesfalls gesicherte Erkenntnisse 😉

        Zumindest im Zeitraum des Abnehmens sollen wohl zuerst die Muskeln abbauen, wenn man denen nicht das Eiweiß (was ja auch – wenn auch sicherlich nicht ganz so einfach wie bei Fleisch – vegetarisch erreicht werden kann) als Futter zur Verfügung stellt.
        Es soll also nicht unbedingt neue Muskeln aufbauen, sondern vielmehr verhindern, dass die bestehenden in der Abnehmphase abgebaut werden.

        Könnte gut möglich sein, dass man dies in der Phase des Gewichterhalts nicht in dem Maße benötigen würde, wobei ich die 1g pro Kg Körpergewicht schon sehr oft höre/lese … auch wenn die Quantität ja nicht unbedingt mit der Qualität der Aussage übereinstimmen muss.

        Grüße zurück und viel Erfolg,
        Dennis

        PS für unsere beiden Chefs hier 😉
        Ich kam von 163 kg im Juni 2017 auf derzeit 101 kg.

    • Hi Dennis!

      ~~ sorry das hier ist länger geworden als gedacht ~~ tl;dr am Ende ~~ :-/

      Vielen Dank für deinen Beitrag, sehr spannend! Ich lese solche Erfahrungsberichte immer extrem gern! Ich selbst habe in den letzten ~3-4 Jahren 45 Kilo abgenommen und schon seit 2 Jahren stabil bei ~80 kg (187cm, 30 Jahre) (aktuell baue ich Muskelmasse auf, daher hoffe ich auf mehr bald 🙂 )

      In der Hoffnung, dass ich jemandem mit meinen Erfahrungen helfe, füge ich meine Erfahrungen mal deinen hinzu und schreibe einfach mal drauf los … 🙂

      Vorweg: BMI und Gewicht im Allgemeinen halte ich (inzwischen) für einen höchstens zweitrangingen Wert – für den Anfang ist das wohl ein ganz guter Proxy, irgendwann ist es aber wichtiger Muskelmasse aufzubauen (vor allem zu erhalten, während man abnimmt!), insbesondere mit Blick darauf gesund zu altern. Fett und fit geht! Hier nur ein Stichwort: TOFI, https://en.wikipedia.org/wiki/TOFI

      Wie es Nerds eben so machen, wenn ein Thema sie packt, habe ich mich in den letzten Jahren intensiv mit Ernährung beschäftigt. Mein persönlicher Ausgangspunkt war eine kohlenhydratreiche Ernährung (Pasta / Kartoffeln / Brot täglich und Hauptenergielieferant (wie empfohlen), aber zu viel Zucker in Form von: Alle Sorten von Mate, Bier, div Alkohol (Student)). Außerdem (auch, aber nicht nur!) industriell hergestellte Lebensmittel (lies: Maultaschen (Teilschwabe und Student ;)), Pizza, Pasta, alles vom Bäcker,…)).

      Vor meiner Studienzeit (schon Adipös) habe ich mal von meiner Ärztin eine DGE-Ernährungspyramide bekommen. Damals konnte ich keine allzu große Differenz zwischen Empfehlung und meiner Ernährungs feststellen… Die Studienzeit dann hat meine Ernährung nicht besser gemacht.

      Nachdem es Klick gemacht hat habe ich im Grunde 2 Dinge gemacht: Alle industriell hergestellten Lebensmittel gestrichen. Die Zutatenliste aller Lebensmittel und Getränke mussten minimal oder garnicht vorhanden (Gemüse, Obst,…) sein. Ich habe den Schwerpunkt auf Gemüse und Obst gelegt. Es gab viele Hülsenfrüchte, hin und wieder Soja / Tofu. Oftmals mehrere Tage der Woche vegan.

      Sportlich bin ich auf den Crosstrainer gestiegen. C.a. 3x die Woche, je 1,5 Stunden – Devise: “Keine Serie schauen, ohne auf dem Crosstrainer zu stehen”. Ich war sicher in einem massiven Kaloriendefizit. Diese Art abzunehmen hat mich, retrospektiv betrachtet, einen beachtlichen Teil meiner Muskelmasse gekostet. Ich habe nicht auf Muskelerhalt (Krafttraining) und die dafür notwendige Proteinzufuhr geachtet!

      Nachhaltig ist das leider nicht und funktioniert auch nicht auf Dauer. Heute bin ich der Ansicht, dass mir das mein Körper diese Tatsache über ein schwer zu beschreibendes Gefühl mitgeteilt hat: Ich habe mich “dürr” und “schwach” gefühl (BMI zu dem Zeitpunkt: 22,3 – also “perfekt”). Ich habe eigentlich nie gehungert, zumindest wäre mir das jetzt nicht bewusst – trotzdem hat sich das eben beschriebene Gefühl irgendwann eingestellt.

      Mein aktuelles “Gedankenkonstrukt”

      Ich lasse mal die Referenzen auf Studien weg – wer da gerne mehr Infos hätte, bitte einfach Fragen! Habe viele Referenzen gespeichert, über die letzten Monate und Jahre!

      Ausgangspunkt/Annahme: Unsere Körper sind intelligent und sie streben danach (Evolution FTW) alle essentiellen Mikro- und Makronährstoffe zu bekommen. Das bedeutet nach aktuellem Stand der Wissenschaft:

      – einige essentiellen Aminosäuren (Proteine)
      – einige Fette
      – Vitamine und Mineralstoffe

      … mit ganz besonderem Fokus auf Proteine (griechisch πρωτεῖος: grundlegend, vorranging (!der Name sagt es schon!)). Es gibt ganz großartige Studien die zeigen: Mehr Protein => mehr Sättigung. Probiert das doch mal selbst aus und esst 500g Magerquark und ein anderes mal 140g Baguette (beides c.a. 360 kcal) und schaut wie lange ihr satt seid.

      Schaut man sich nun die kohlenhydratreichen Lebensmittel (alle Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte,…) an und vergleicht diese mit einigen tierischen Lebensmitteln bezüglich Nährstoffdichte im Verhältnis zu Energie, stinken alle kohlenhydratreichen Lebensmittel massiv ab – Sie liefern garkeine (Zucker, Weissmehl) bis relativ wenig Nährstoffe (Linsen, Kartoffeln,…). Wenn man Adipös ist, ist leere Energie das einzige was nicht fehlt: Energie trägt man in Form von Fett schon genug mit sich herum. Wichtig sind die Nährstoffe, denn die holt sich dein Körper in jedem Fall irgendwie (das Unterbewusstsein ist stark! So die Idee…).

      Unsere Ernährung heute besteht leider aus einem Haufen Lebensmitteln, die viel Energie (alles aus Zucker, Öle und viele Fette, Alkohol (ja, z.B. Bier!)) bei wenig Nährstoffen liefern. Und der Körper will solange essen bis er “genug” Nährstoffe hat um zu überleben. (Ist ne Idee, eine Theorie, die an vielen Stellen in Frage gestellt werden kann… )

      Welche Lebensmittel sind nährstoffdicht im Verhältnis zur gelieferten Energie?

      – kohlenhydratarme Gemüse
      – unverarbeitete tierische Lebensmittel in allen Formen – insbesondere Organe wie Leber (esst nose-to-tail!), Fisch, Eier (Superfood! Disclaimer: Ich habe selbst Hühner, seit ich mir die Nährstoffe eines Eis angeschaut habe).

      Wie es die Natur so will liefert die zweite Gruppe, die tierischen Lebensmittel, neben vielen guten, essentiellen Nährstoffen, auch noch bestes Protein.

      Da man, wenn man dick ist, eben genug Fett bei sich sollte man den Fokus den tierischen Lebensmitteln auf das Protein Protein und weniger auf das Fett legen – sobald man beim Wunschgewicht angekommen ist, spielt man mit dem Fett und, wenn man will, auch mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln (Energielieferanten!)

      Ok – das reicht jetzt erstmal. Ich könnte noch einen Haufen mehr schreiben. Vermutlich hat eh keiner bis hierher gelesen … 😀

      TL;DR – AKA: Was ich heute empfehlen würde (und aktuell mache):

      Fokus und Schwerpunkt auf nicht-industriell hergestellte, tierische Lebensmittel: z.B. fettarmes Fleisch (ich würde bevorzugen: Rind, Schaf, Fisch(!), Wild), Magerquark, Hüttenkäse.

      Esst dazu grünes Gemüse (grüne Blätter und grüne Früchte wie Gurke, Zucchini,…), alle Kohle (Weißkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi,…), Pilze, Salate. Übertreibt es hier nicht! Das ist nur die Beilage!

      Esst bis ihr kein Hunger mehr habt. Zählt keine Kalorien. Esst mehr Protein. Es gibt keine 30-40 Gramm Grenze.

      Geht in das Fittnesstudio und hebt was hoch! 🙂

      Was defintiv hilft:
      Fangt an Organe wie Leber, Niere, Herz zu essen.

      Cut the crap: Keine flüssige Energie! Das ist immer leere Energie (Zucker, Alkohol) – die tragen wir schon mit uns herum!

  2. Hallo Nicolas, hallo Reinhard,

    nachdem ich als Neuhörer die Folgen bis 20 chronologisch absteigend nachgehört hab, kommentiere ich mal schon vor dem Hören von #119.

    Alles was man inhaltlich Gutes über minkorrekt sagen kann ist vermutlich bereits gesagt. Deshalb von mir nur dies: Einen Podcast, bei dem mindestens einer der Macher darauf achtet, dass der Hörer keine Schmatzgeräusche von essenden oder Bonbons konsumierenden Sprechern erleiden muss, kann nur gut sein! Danke, Nicolas.

    Aber natürlich bin ich auch als wissenschaftlich interessierter Laie begeistert. Besonders von Themen rund um Astronomie und Kosmolgie. Deshalb auch eine kleine Fragen von mir in der Hoffnung auf eine Euch möglichst wenig Zeit raubende Antwort.
    Allenthalben wird plausibel erklärt, dass die Spektroskopie mit der Rot-/ resp. Blauverschiebung der Spektrallinien der Gewschwindikgeitsmessung in der Astroniomie dient.
    Dabei stellt sich mir folgende Frage: Wie erkennt der Physiker, dass es sich bei einer Absorbtionslinie um die z.B. rotverschobene Linie eines bestimmten Elements handelt und nicht statt dessen um die Linie eines anderen Elements, dessen Linie an eben dieser Position ohne Rotverschiebung erwartet werden kann? Für eine kurze Aufklärung danke ich Euch im Voraus.

    Aber jetzt hör ich #119..

    beste Grüße
    Jens
    P.S.: Wissenschaftskommunikation vom Feinsten findet man übrigens auch auf dem Youtube-Kanal von Josef M. Gaßner, aber das wißt ihr sicher. https://www.youtube.com/user/UrknallWeltallLeben

  3. Zur Proxemik: Das Besetzungsproblem bei den Pissoirs gibt es ident bei Spielautomaten. Erzählte ein Student von mir dessen Verwandtschaft in Casino-Sicherheit macht.

  4. Hi, zu dem Thema mit dem Pinkeln fiel mir sofort dieser Video Schnipsel von Space Radio ein https://youtu.be/ad8nj2zPzig?t=30s die haben das auch schonmal fest gestellt. Da ich ne Frau bin und folglich auf Kabinenklos gehe, kam mir das nie als Problem in den Sinn, allerdings verstehe ich auch nicht, wieso andere Frauen zu mehreren auf Klo gehen, das Thema ist aber wirklich interessant. Mir würde zusätzlich noch einfallen, das man sich in einem fast leeren Öffi auch nicht direkt neben oder hinter jemanden setzt.

  5. @Nicholas: Das Problem ist halt, dass du dem armen Reinhard damals das Duckstein weggesoffen hast… das nehmen dir die Leute bis heute übel… 😉

    Was das belegen von Klokabinen angeht, kenne ich es auch, dass man die Kabinen abwechselnd belegt – wahrscheinlich ist der Leidensdruck nur so viel geringer, dass man im Zweifelsfall keine Gründe zum Trödeln sucht, sondern halt trotzdem reingeht…

    • Ich glaube im Prinzip kann man folgendes Muster annehmen:
      Je größer der Abstand, desto besser. In der Berliner S-Bahn werden bspw. zuerst die 4er einzeln belegt. Sobald alle mit einer Person voll sind, gehen die nächsten Leute im selben Vierer auf einen Platz schräg gegenüber usw.
      Gebrochen wird das Prinzip im wesentlichen durch zwei Faktoren: Vertrautheit/gesellschaftlicher Rahmen und Bequemlichkeit. Wenn ich mit einer Person vertraut bin/der gesellschaftliche Rahmen Nähe vorsieht (Tanzfläche) oder der nächste optimale Platz zu weit weg ist, arrangieret man sich auch mal gerne…

  6. Lieber Nicolas, lieber Reinhard,

    zu eurer Begriffsbildung bezüglich der Pissoirs / Pissrinne habe ich eine Anmerkung bzw. Frage. Ihr sprecht ja von analog und digital, sollte es nicht vielmehr diskret (Pissoirs) und kontinuierlich (Pissrinne) heißen?

    Reinhards Analogie zum Bohrschen Atommodell gefällt mir, die werde ich mir mal merken 🙂

    • Hi David,
      Man könnte auch diskret sagen, aber digital heißt ja abzählbar und passt daher auch ganz gut 🙂

  7. Hallo ihr zwei,
    mal wieder eine sehr gelungene Folge und da liegt die von euch selbst gelegte Messlatte mittlerweile recht hoch.
    Ihr habt ja mal wieder ein gutes Open Access Journal gefordert, da bin ich sofort bei euch! Am besten mit offenem Peer-Review Prozess, den alle einsehen können, und ohne Publication Fees. Well, have a look here: https://scipost.org/about Ich glaube, dieses Publikationsmodell entspricht (zumindest aktuell) am meisten den von euch geforderten Kriterien. Und ja der Impact Factor ist leider ein falsches Optimierungskriterium, aber in der von euch erwähnten Unipolitik doch noch sehr entscheidend. Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, sie erwarten einen zwischen PRL und PRB.

    Und eine kleine Korrektur am Rande: TEM = transmission electron microscope (Die Probe wird mit Elektronen bombadiert und man guckt sich an, wie viele durchkommen); STM = scanning tunneling microscope (Eine Metallspitze wird auf ein paar Atomradien Abstand an die Probe gebracht und die Stärke des Tunnelstroms wird gemessen, geht nur mit sehr glatten Proben)

    Vielen Dank für eure andauernde und ausdauernde Wissenschaftskommunikation
    Niklas

  8. Hi,
    Da ihr Fake-Science erwähnt: könnt ihr sagen, was damit gemeint ist? Wissen, das so nicht stimmt(euer Romanik-Gothik-beispiel), Wissen, das nicht vorhanden ist, aber simuliert wird(Reinhards Fussballwissen – sorry, weder böse, noch ernst gemeint), oder sogar manipulierte Forschung?
    Egal was davon, ist auf jeden Fall interessant.
    Oh, und jetzt muss ich mal dringend spenden…

  9. Vielen Dank für die Folge!
    Und ich möchte darum bitten – sollte da “jemand” nach Berlin fahren und sich “von jemanden” Buchhaltung erklären lassen – gleich eine Podcastfolge daraus zu machen. 🙂

  10. Also zur analogen Pissrinne möchte ich noch folgende Gedanken hinzufügen:
    – in der deutschen Sauna sind meistens alle nackt und trotzdem ist der Mindestabstand wenn sie voll ist oft nur eine Handbreit. Darunter wird man angemeckert das man keinen Schweis vom Nachbarn abbekommen will 😉 Sonst wird sie befüllt wie schon oben für eine S-Bahn beschrieben.
    -Die Wände dazwischen sind wohl eigentlich primär als Spritzschutz gedacht. (Finde ich persönlich auch viel wichtiger)
    -Laut einer “seriösen” Quelle scheint das mit der Pissrinne auch so ein deutsches Ding zu sein 🙂 (http://www.bento.de/today/deutschland-warum-steht-ihr-deutschen-am-pissoir-direkt-nebeneinander-2172836/)
    Scheint also alles viel komplexer als gedacht 🙂

    • Die primäre Bestimmung der Trennwände ist übrigens wirklich der Sichtschutz … nicht umsonst heissen die korrekt “Schamwand” und habe in der Wikipedia einen Artikel mit dem Namen.

  11. Zum Thema Hunger nach dem Sport:
    Ich kann das jetzt an mir nicht bestätigen. Nach dem Sport keinen Hunger hab ich nur, wenn ich mich so verausgabt habe, dass mir so dreckig geht, dass alles eh wieder im hohen Bogen oben rauskommen würde. Ansonsten hab ich nach dem Sport oft so einen Hunger, dass ich zittere und aufpassen muss, nicht das 3x von dem in mich reinzuschaufeln, was ich grade erst verbrannt habe.

  12. Neulich an der Pissrinne in einer Uni treffen sich Professor und Studen.

    Student: “Hier stehen wir jetzt mal nicht als Professor und Student nebeneinander, sondern einfach nur als zwei Männer.”
    Prof: “Ja, und Sie haben schon wieder den Kürzeren gezogen”
    🙂

  13. Ich hatte mal ein Flash-Ding gesehen, bei dem man sich entscheiden musste, welches Becken man nehmen würde. Dabei wurden auch unterschiedliche umfangreiche Nachbarn (sprich: Bodybuilder vs. Sprageltarzan) berücksichtigt, ein Aspekt, den ihr bislang ausgelassen habt – der sich aber natürlich mit dem unterschiedlichen Abstand bei unterschiedlichem Volumen leicht modellieren lässt. Das Original-Flash-Dings habe ich leider nicht gefunden, nur das hier: http://www.urinalman.com/

  14. Bio-Grundkurs, 1990:
    Lehrerin: wie nah würdet ihr einen an euch ran lassen, den ihr sehr gut kennt?
    Schüler: Minus 15 Zentimeter 😂

  15. Bei den Science-Slams verstehe ich die Überlegungen, knabbere aber an der Definition. In allen Beschreibungen habe ich den “Unterhaltungswert”, das “Entertainment” mit einem ziemlichen Stellenwert wahrgenommen.

    Vor einigen Jahren war ich mal während einer “Extraschicht” bei der Zeche Zollern bei einem Science-Slam. Ich war Besucher und es war meine erste Veranstaltung dieser Art. Und prompt bekam ich so Bewertungstafeln in die Hand gedrückt.

    Wir sahen dann drei oder vier Präsentationen, eine war sehr unterhaltsam und brachte auch interessanten Inhalt. Eine davon war inhaltlich sehr gut und ging ein Stück tiefer in die Materie, hatte aber kaum “Entertainment”. Wie das bewerten? Klar kann man den individuellen Fokus einfach nehmen: Der eine so, der andere so. Ich glaube aber, man hätte auf die Bewertung auch verzichten können und der Abend wäre quasi gleich geblieben.

    Aber man merkte schon: Irgendwie waren die Leute fürs Entertainment da und der ernste Beitrag kam allgemein nicht gut an. Da komme ich zurück zum Anfang: Ist das Entertainment ein wichtiger Faktor für Science-Slams und wird quasi zwingend erwartet? Sind dann ernstere Beiträge dort überhaupt gut aufgehoben? Oder braucht es sozusagen ein eigenes Format mit eigenem Namen, in dem solche Beiträge auch vom Publikum erwartet und gewünscht werden? Keine Ahnung…

  16. Menno!
    Ich hab drei mal geprüft, ob schon jemand auf urinalman.com hingewiesen hat, bevor ich den Kommentar geschrieben habe. Aber das hilft natürlich nix, wenn die Kommentare noch im Peer Review stecken.
    Wir brauchen offensichtlich eine Plattform, wo Kommentare mal vorab mit nem dicken Stempel “Achtung! Noch nicht peer reviewed!” veröffentlich werden 🙂

  17. Hallo ihr Zwei!
    Interessiert habe ich das Baumthema verfolgt. Ich bin keine Biologin – nur kleine Büroangestellte. Meine Abteilung beschäftigt sich aber mit neuer intermodaler und multimodaler mobilität. Es geht darum auch Infrastruktur zu schaffen für die Grundbedürfnisse der Menschen in einer Großstadt. Eines davon ist Atmen – Düsseldorf hat ein Problem mit den Grenzwerten für die Luft. Da wir sehr viele Einpendler haben (296.000 – 58% aller Beschäftigten in der Stadt.) sind die Straßen dauer-dicht.
    Die Städteplaner setzen deshalb heute auch auf Grünzeug bei neuen Gebäuden! Schaut euch zum Beispiel mal http://www.greenhbf.de an. Das Konzept ist nicht von uns und auch keine Werbung, aber ich find s ziemlich cool.
    Dort steht auf der ersten Seite
    „Vertikale Gärten
    … Die Filterung der Luft von Abgasen und CO2, die hohe Sauerstoffproduktion, eine Erhöhung der Liftfeuchtigkeit und die Kühlung der Luft im Sommer, sowie eine gewisse Isolierung vor Wärme und Kälte sind offensichtlich. …“
    Als aktive Luftfilter werden zum Beispiel auch Mooswände getestet.
    Geniales Thema 😊

    Liebe Grüße,
    Monja

  18. Passend zu Thema 3 und den im Vorgeplänkel angesprochenen Kristallstrukturen bin ich kürzlich auf dieses Paper gestoßen: https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.120.108701

    Die Autoren haben sich die Straßenverläufe von Städten angesehen und festgestellt, dass der Hitzeeffekt in Städten mit kristallartig geordneten Straßengittern (z.B. Chicago) größer ist als in Städten mit ungeordneteren “flüssigkeitsartigen” Straßengittern (z.B. LA).

    Ist ja vielleicht was für die nächste Folge.

  19. Vielleicht noch als Ergänzung zur Härte. Habt ihr schon erwähnt wie Härte definiert ist? Widerstand gegen Eindringen eines Fremdkörpers.

  20. Ich ärgere mich immer über Radfahrer die auf dem Fußweg fahren und nun höre ich Reinhard schwärmen wie toll man in Berlin auf dem Fußweg Radfahren kann.
    Es zu machen finde ich sehr schlecht und gefährlich, egal wie breit der Weg ist. Darüber aber auch noch im Podcast zu schwärmen finde ich total daneben.
    Als Radfahrer ärgert man sich ja immer über Autos auf dem Radweg und Autofahrer die ohne schauen die Tür aufmachen, dann kann man sich doch nicht einfach den nächst schwächeren suchen und den gefährden.

  21. Ich kann mich garnicht erinnern wie viele Kneipenwetten um ein Bier ich schon gewonnen habe, indem ich meine Komilitonen, Freunde, Familie, Fremde und andere aufgefordert habe einen im Falschenhals einer Bierfalsche liegenden, gefalteten Kronkorken in die Flasche hinein zu pusten. Das geht dann zwar nur ohne Strohhalm, aber der Effekt ist der gleiche: Es klappt nicht. Schön, dass ich jetzt auch genau erklären kann, warum mir ein Bier ausgegeben wird. Da schmeckts gleich nochmal besser. Danke, Jungs!

  22. Hallo ihr beiden,
    bin bei eurem Podcast so ab Folge 104 eingestiegen, nachdem Freunde mich auf euch aufmerksam gemacht haben.
    Ihr macht das super. Macht weiter so! 🙂

    Diese Folge habe ich gerade heute während einer Autofahrt gehört und die Einleitung zu eurem ersten Thema hat mich doch glatt an meine Diplomarbeit (auch schon wieder 10 Jahre her) erinnert. Damals habe ich abwechselnd TiOx und organische Schichten abgeschieden und sie dann, ähnlich wie im vorgestellten Paper, mit einem Nanoindenter/AFM charakterisiert. Vorbild für das Ganze war eben Perlmutt wegen der hohen Bruchfestigkeit und Härte. Das Interessante dabei war, dass damals die Schichten, die das gleiche Verhältnis von anorganischem zu organischem Anteil wie Perlmutt besaßen (~10:1), auch die höchste Bruchfestigkeit und eine erhöhte Härte hatten. Die Natur macht es uns also mal wieder vor.
    Aber ein Science-Paper ist es bei mir auch nicht geworden 😉

    Außerdem wollte ich noch auf etwas anderes aufmerksam machen was mir in der heutigen Folge aufgefallen ist.
    Es scheint ja viele Zuhörer zu geben, die in ihren Überweisungen lustige Verwendungszwecke angeben.
    Allerdings solltet ihr vorsichtshalber darauf hinweisen, dass das vielleicht auch nach hinten losgehen kann, je nachdem was man da reinschreibt:
    https://www.welt.de/finanzen/article147084566/Beim-Verwendungszweck-hoert-der-Spass-auf.html

    Gruß
    Lollo

  23. Zur Diskussion über Proxemik:
    Hoffentlich tauchen einige der Formulierungen nicht aus dem Zusammenhang gerissen irgendwo im Netz auf!

  24. Noch eine Ergänzung zur Beweihräucherung von Aluminium:

    Das Zeug kann man (nahe am Schweißen …) auch hartlöten. Als Lot kommt dabei eine Alu-Legierung zum Einsatz, die einen etwas geringeren Schmelzpunkt als Aluminium selbst hat, das wird dann mit einem Schweißbrenner verarbeitet (Azetylen-Sauerstoff) ggf. auch Propangas. Da die Schmelzpunkte recht nahe beisammen liegen, ist das aber eher hohe Kunst … habe ich seinerzeit in der Lehre probieren dürfen, mit 2 Alublechen (3 mm eloxiert) zum T-Stück zu verlöten. Da brennt man schnell ein Loch rein …

    Einfacher und echt praktisch ist Hartlöten z.B. bei (Edel-)stahl mit Silber- oder Messinglot.

    BTW: Farradrahmen aus Stahl sind oft nicht geschweißt, sondern hartgelötet (deswegen die Hülsen über den Rohren … zusammenstecken, heiss machen, Lot in den Spalt fliessen lassen, fertig). Wasserrohre aus Kupfer werden auch gerne hart gelötet.

  25. Moin moin, ihr wart ja nicht so zufrieden mit der Science Slam-Praktik abzustimmen. Ein Format, das ich hier in Hamburg ganz cool fand ist “Wissen vom Fass”. Das Konzept ist, dass an einem bestimmten Tag Wissenschaftler in Bars in ganz Hamburg Vorträge über Wissenschaft halten. Ist das sowas, was ihr auch mit Science in the Pub meint?

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