Minkorrekt Folge 49 „spontane Bierbatterie“

 

Nach einem epischen Intro folgen wir unseren eigenen Regeln: Wir müssen über Forschung reden!

Wir berichten von einer kleinen Selbstversorgerkamera deren Aufnahmen zwar pixelig sind, die uns aber konzeptionell trotzdem begeistert.

padlock_openThema 1: „Können Sie mir sagen wie viel blau es ist?“ – Wir stellen unsere innere Uhr nach dem Tag und Nacht Rhythmus, soviel ist klar. Wie wichtig ist dabei die Helligkeitsänderung und welche Rolle spielt die Farbänderung des Umgebungslichts im Laufe des Tages? Dieser Frage gingen Forscher mit Mäusen nach.

padlock_closedThema 2: „Fu** the System“ – Aufregung im Periodensystem! Neue Elemente lassen sich irgendwie nicht mehr so prima einsortieren. Was das Problem ist, seht ihr hier.

Song: „Science STYLE Cover – Taylor Swift Acapella Parody“. Das Lied bekommt ihr hier oder hier.

Experiment der Woche: „Apfelbatterie“ – Wir bauen mit einfachen Mittel eine Bio-Batterie und erklären wie sie funktioniert.

Als Bier der Woche gibt es die Original Ritterguts Gose welche 2013 bei den World Beer Awards zweimal mit Gold ausgezeichnet wurde („World’s Best Gose“).

padlock_openThema 3: „Dunkle Materie doch nicht so dunkel“ – Es gibt viel mehr dunkle Materie als „normale“ Materie. Trotzdem ist kaum etwas über diese dunkle Materie bekannt. Das könnte sich nun ändern. Hat dunkle Materie doch mehr Eigenschaften und Wechselwirkungen als wir zunächst dachten?. Muss gar die bekannte Physik umgeschrieben werden?

Chinagadget der Woche: “The magic Seller” Karriereknick bei Reinhard, er macht jetzt auf Teleshopping.

padlock_closedThema 4: „Das Sechsmillionen Dollar Blatt“ – Was machen wir mit dem ganzen CO2 was den Klimawandel macht. Wir machen Benzin daraus! Wie? Mit künstlichen „Blättern“.

CERN Messdaten auf der E-Gitarre.

Was haben wir mit der Apple Watch gemeinsam? DLC!

Rausschmeißervideo: „Stephen Hawking sings Monty Python: Galaxy Song“. Könnt ihr auch hier kaufen.

35 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 49 „spontane Bierbatterie“

  1. Herzlichen Glückwunsch! Ich habe mich in den letzten Wochen von der Folge 0 in die Gegenwart durchgehört (kommend von Hoaxilla) und kann nur aussprechen: Macht nur weiter so!

    Solange es die Kapitelmarken gibt, komme ich auch mit eurer Musikauswahl klar. 🙂

  2. Die Auflösung der GameBoy Camera reicht doch für ein GameBoy.
    Ich hatte einen Super GameBoy für Super Nintendo. (Meine Schwester hatte einen GameBoy) Da konnte man die Kamera mit dem Fernseher benutzen. Es war aber nicht Vollbild, sondern nur in der Mitte ein Schwarz-Weiß-Bild. Ich fand es toll. 🙂
    Fernseher hatten nur PAL, was ca. 720 x 576 entspricht.
    Ich hab jetzt noch einen Röhrenfernseher. Da tut es echt weh Blu-rays zu schauen, vieles erkennt man nicht mehr, besodners das Menü kann man fast nie lesen. 😀

    • Geilgeilgeilgeilgeil! Publiziert z.B. beim “IOSR Journal of Pharmacy and Biological Science” – die haben immerhin ein Impact Factor von 1,5.
      Das hat jedenfalls das “African Quality Centre for Journals” so berechnet.

      Beste Grüße vom Herrn Nick (Impact Factor 12,3 brutto und ohne Oberbekleidung)

  3. Wenn ich mich noch richtig an meinen Physikunterricht erinnere, müssten sich doch die Stromstärken von parallel geschalteten Zitronen/Biergläsern addieren. Man sollte also, wenn man ein paar Zitronen-/Bierglasreihen parallel schaltet, sowohl eine vernünftige Spannung als auch Stromstärke erreichen.

    • Der Strom den man da raus bekommt ist wahrscheinlich relativ gering und man bräuchte schon ne Menge Zitronen um was ordentliches zu betreiben… was nicht heißt, dass wir es nicht mal versuchen 😀

      (rr)

  4. Zwei Vorschläge:

    1. Um die hundertste Ausgabe auch als solche (100) hinschreiben zu können und das 0-basierte Indexchaos aus der Welt zu schaffen solltet ihr vielleicht mal über einen.. ähm.. “SCHALTCAST” nachdenken. Dieser müsste natürlich doppelt so lang sein wie eine normale Folge, dafür dürft ihr dann einen Index überspringen.

    2. Schaffung einer international anerkannten Einheit für Bock auf Bier: Remfort (). Eine Zeit-, Stress- und Geld-abhängige Größe. Typische Werte reichen von 42 µ (Montagmorgen kurz nach’m Ersten, ausreichend Schlaf) bis hin zu mehreren Petaremfort an sonnigen Freitagnachmittagen.

  5. Sehr gelungenes Intro!
    Reinhard fand ja die Theorie der Dunklen Materie irgendwie unangenehm. Unser Datenverarbeitungs-Prof hat uns letztens die Modified Newtonian Dynamics durchrechnen lassen. Das ist ein alternatives Konzept die unerwarteten Umlaufzeiten zu erklären. Die idee dahinter ist, so weit ich das verstanden habe, dass die Gravitationskräfte zwischen weit entfernten Planeten der Galaxien geringer sind, als wir bisher gemessen haben. Die Idee ist also, F=ma für derart kleine beschleunigungen so zu modifizieren, dass es passt. Überprüfen können wir im moment halt keine der beiden Theorien.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Modifizierte_Newtonsche_Dynamik
    http://arxiv.org/pdf/astro-ph/0601478.pdf

  6. Yeah ein Hardcore Physiker!! Wie sieht’s aus mit deutschem Hardcore Punk Zeug? Afterlife Kids, Escapado etc pp. Bin da in letzter Zeit auf den Geschmack gekommen.

    Achja: Großartige Bier Folge!! Ich werde das ganze mal mit Eifeler Landbier testen:-)

  7. Ich finde euren Podcast auch absolut toll und habe auch alle Folgen nachgehört (allerdings nicht am Stück). Macht weiter so! Als verkappter Theoretiker finde ich allerdings Reinhards Kritik an der dunklen Materie übertrieben. Wenn die Theorie nicht mit den Beobachtungen übereinstimmt muss man eben verschiedene Varianten durchspielen und die plausibelste erstmal annehmen, bzw, ausbauen. Ein tolles Beispiel dafür finde ich die Vorhersage des Neutrinos durch Pauli 1930 nur auf Grund der Impuls und Energieerhaltung, die scheinbar beim Betazerfall verletzt war. Hier hat man auch ein neues Teilchen und eine neue Kraft gefunden. Das noch tollere Beispiel finde ich Diracs Vorhersage des Positrons nur auf Grund mathematischer Argumente bei der relativistischen Verallgemeinerung der Schrödinger Gleichung zur Dirac-Gleichung. Apropos ein (Dirac-) Spinor ist gar nichts so Schlimmes :). Das ist das 4-komponentige Wellenfunktionsding, was in der Dirac-Gleichung vorkommt und Spin +1/2 und Spin -1/2 und Positron und Elektron gleichzeitig beschreibt.

  8. Könnt ihr bitte von “Kalibrieren” sprechen anstelle von “Eichen” wenn ihr über das Abgleichen von Werten sprecht? Fürs Eichen ist nur das Eichamt zuständig 🙂

    • Absolut richtig! Dafür haben wir von unserem Prof auch immer auf die Löffel bekommen. Ich werde noch mal verstärkt darauf achten!

      Danke!
      (NW)

  9. Die Spannung eurer Batterien lassen sich in erster Näherung mit der Nernst’schen Gleichung berechnen (ok, Chemie, aber was solls) E= E0+RT/nF *ln(Oxidationsmittel)ln(Reduktionsmittel), damit sind eure gemessenen Spannungsvarianzen lediglich (unter der Annahme dass ein kaltes Bier und ein warmes Bier im Rahmen der Mesgenauigkeit eures Voltmeters nicht wesenlich anders reagieren) auf die unterschiedlichen Konzentrationen von Oxidationsmittel und Reduktionsmittel zu interpretieren, da ihr das E0 in allen Versuchen identisch haltet (Zink+ Kupfer).
    Vereinfacht man die Nernst-Gleichung mit den bekannten Naturkonstanten dann bekommt man E = E0 + 0,059/n * log (Ox)/log(red). Mit Zn/Cu, n= 2 messt ihr also die Konzentrationsunterschiede von H+-Ionen und Zn-Ionen im Apfel/Bier/was auch immer. Das Kupfer ist – sobald es keine Oxidschicht mehr hat – dann auch nur noch Elektronenaustauscher und nimmt nicht an der Reaktion teil.
    In saurem Medium kann man aber die Aktivität der H+-Ionen nicht mehr gleich deren Konzentration setzen, sodass in höher saurem Medium (wie z.B. Essiggurke) die Spannung nicht mehr proportional steigen wird.
    Bitte korreliert man die Spannungen mit einem pH-Meter und der Temperatur des Bieres. Alles andere wäre methodisch inkorrekt 🙂

    • Ich glaube die Diffusion durch den Apfel und dessen Zellen ist deutlich einflussreicher auf die Aktivität der H+-Ionen als der unterschiedliche PH-Wert von Bier und Apfel.

    • Danke für die Ausführliche Erklärung. Vielleicht mach ich wirklich noch mal ein paar Bier-Messreihen. Dann natürlich methodisch völlig korrekt, dank Deiner Hinweise.

      (NW)

    • SPOILER ALERT: Das Thema bringe ich in der nächsten Folge. Ich hatte mal was mit dem Hauptautor. Also beruflich, einen gemeinsamen Antrag… (nw)

  10. Moin aus Holstein
    Ich bin Podcast-Vielhörer (Key Account Manager mit Zweitwohnsitz im Auto) und höre mich schon seit Jahren von Pritlove, Hoaxilla und Klein über Lee Douglas und Bill Frater durch die große Podcast-Welt.
    Aber Ihr habt bei mir wirklich etwas besonderes bewirkt. 23 Jahre nach meinem Chemie-Diplom (und glaubt mir, während meines Studiums wollte ich bestimmt nie so werden wie Ihr….;-)), nach vielen Berufsjahren und hunderttausenden von Kilometern als Führungskraft, habt Ihr mir vor Augen geführt, was für ein supertolles Privileg es ist, naturwissenschaftlich denken und argumentieren zu dürfen und zu können. Es hat wirklich lange gedauert, aber ich fange wieder an, Chemie und Pharmakologie nicht mehr nur zu nutzen und zu verargumentieren sondern mich dafür zu interessieren, PlosOne durchzuackern und mich daran zu erfreuen, wie schön oder wie bescheuert manche Projekte sein können.
    Tja….so werden wie Ihr will ich immer noch nicht…wäre wohl auch etwas spät dafür…aber diese Welt, jenseits des Geschäfts und der Umsätze und die Liebe zur Wissenschaft, die sind wieder da und das finde ich gut.
    Seid gelobt für das was Ihr seid und was Ihr macht 😉
    Oder Glückauf…oder so….
    Stefan
    P.S: Die Damen von KonScience oder Kontschens finde ich auch klasse…Euch höre ich aber lieber. Das ist aber mein Geschmack und keine Wertung 😉

    • Vielen Dank! Das freut uns sehr, dass unsere Begeisterung für die Forschung so “durchkommt”. Und “ich will nicht so werden wie ihr” nehmen wir trotzdem als Komplimente! 😉

      Weiterhin gute Fahrt und danke fürs hören!
      (NW)

  11. Hallo Nicolas,

    ich traue keinem Doktor der Physik, der methodisch inkorrekte Berechnungen anstellt.

    Denn er vereinfacht gerne mal:

    1. Kühe zu Kugeln 🙂
    2. Fußbälle zu mathematischen Punkten
    3. Torwarte zu Rechtecken

    und ignoriert Bananenflanken über den Torwart.

    Seis drum.

    Ich komme auf der Torlinie auf eine lineare Abdeckung von:
    1m / 3,66m = 0,2732240437

    bzw. 1m vor dem Tor, also mit dem Strahlensatz von 10m auf 11m projiziert:
    ((11m / 10m) * 1m) / 3,66m = 0,3005464481

    Macht also eine Verbesserung um exakt +10%.

    Interessant ist, dass die Abdeckungen radial um den Ball betrachtet andere sind!

    Der (halbe) Torwinkel beträgt:
    atan (3,66m / 11m) = 18,4036909°

    Der Halbtorwart auf der Torlinie:
    atan (1m / 11m) = 5,194428908°

    macht eine Abdeckung von:
    5,194428908° / 18,4036909° = 0,2822493019

    Der Halbtorwart 1m vor dem Tor:
    atan (1m / 10m) = 5,710593137°

    macht eine Abdeckung von:
    5,710593137° / 18,4036909° = 0,3102960796

    Das ergibt nur noch eine Verbesserung um +9,9368812% !
    (Alle Berechnungen beziehen sich auf halbe Tore und Torwarte)

    Je nachdem ich wem, was verkaufen will, wähle ich eine dieser vielen Ergebnisse.
    Wie du auf 13,7° und 33% kommst ist mir ein Rätsel. :´(

    Grüße an Dich, Reinhard und Dr. Dunst.

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