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Inhalt
00:00:00 Intro
00:05:36 Overcommitment
00:11:27 Bullet Journal
00:30:54 Chants of Sennaar
00:33:47 Minkorrekt Sportklamotten
00:40:09 Thema 1: “Schweigen ist Silber, Reden ist Tod”
00:58:35 Science Snack
01:06:11 Thema 2: “Spandex Tarnkappe”
01:29:27 Schwurbel der Woche
01:37:36 Hausmeisterei
Methodisch inkorrekt Folge 375 vom 05.01.2026 direkt vom Coup der Wissenschaft mit dem „Panzerknacker“ Reinhard Remfort und dem „Mastermind“ Nicolas Wöhrl.
Einleitung & Privates
Wir starten luxuriös ins neue Jahr: Nicolas klärt auf, was es mit Bärenfellen, energetischer Sanierung und Diamanten am Leatherman auf sich hat. Außerdem geht es um:
- Overcommitment und das Spiel Chants of Sennaar (Steam-Link) .
- Die neuen Minkorrekt Sportklamotten! Den Shop findet ihr bei Bioracer (Anmeldung nötig) oder vorab zum Stöbern bei Markus Brandstätter.
- Ein Hörtipp: Nicolas im Gespräch mit Axel Lorke über den Nobelpreis Physik 2025 im Podcast des SFB1242.
- Reinhard berichtet über sein Bullet Journal.
Thema 1: „Schweigen ist Silber, Reden ist Tod“
Nicolas bespricht eine Studie aus PLOS ONE über die Dynamiken von Kommunikation.
Science Snack: Ein kurzer Blick auf das Thema „90min blind“.
Thema 2: „Spandex Tarnkappe“
Reinhard präsentiert neue physikalische Erkenntnisse aus der Materialforschung.
Schwurbel & Hausmeisterei
Schwurbel der Woche: Die Schutzhülle fürs Auto aus Silber-Netz.
In der Hausmeisterei geht es um Überweisungen an die „Minkorrekt! GmbH“. Das Outro ist das Intro von Folge 105: „Per Anhalter durch die Galaxis“.
Wichtige Adressen:
Minkorrekt live: Unsere Live-Termine und Tickets für unsere neue Show findet ihr hier!
eMpirie Online-Shop: Experimente, Textilien, Accessoires und mehr aus unserem hauseigenen Shop findet ihr hier!
eMpirie Großbestellungen: Wenn ihr eine größere Menge bestellen möchtet, dann schreibt uns gerne eine E-Mail an kontakt@empirie.de
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das abspielen bricht nach dem Kapitel bullet Journal ab. sowohl beim heruntergeladenen File als auch hier im Web Player
im Übrigen vielen vielen Dank für eure Arbeit und ein frohes neues Jahr an euch beide
Hi Stephan,
hier läuft der Podcast sowohl im Podcatcher als auch im webplayer durch.
Lieben Gruß
Reinhard
Dass die Übertragung von Tastnervenzellen am schnellsten ist, überrascht mich etwas, denn die dem Tastsinn ähnelnden (aber unterschiedlichen) Zellen für Wärmeempfinden sind ja bekanntlich so ziemlich die langsamsten. Man merkt ja viel öfter, dass man etwas berührt, aber meist erst so spät, dass etwas zu heiß ist, dass man sich Verbrennungen zuzieht. Dabei können ja mitunter ganze Sekunden vergehen.
Und dass die Wahrnehmung des unteren Sichtbereichs am langsamsten ist, könnte ich mir evolutionsbiologisch so vorstellen, dass Gefahren am häufigsten von den Seiten oder oben kommen/kamen, besonders wenn man sich gebückt oder kriechend an eine Beute anpirscht. Der untere Bereich würde wohl nur Gefahren bergen, wenn man sich in hohem Gras oder gar im Wasser bewegt. Und da hat man wahrscheinlich andere Alarmsignale (Wellen, bewegendes Gras, Rascheln, etc.).
Overcommitment: die Idee, dass man zu Vorträgen bzw. allgemeinen Dingen in der Zukunft nur dann „ja“ sagt, wenn man das auch übermorgen machen würde, finde ich gut.
Allerdings nur mit einer wesentlichen Einschränkung: Es gibt schon Unterschiede zwischen „Übermorgen“ und „in sechs Wochen“. Beispielsweise hat man innerhalb der sechs Wochen für eine Vorbereitung zwischendurch deutlich mehr potenzielle Löcher zur Verfügung als bis übermorgen.
Und das für mich wichtigste Argument: die Gefahr besteht, dass man zu gar nichts mehr „ja“ sagt, denn alle Wochenpläne füllen sich zumindest bei mir automatisch, je näher man zu dem Datum kommt. Insofern könnte man diese gute Idee auch (unbewusst?) als Ausrede nehmen, gar nichts mehr abseits vom Tagesgeschäft zu machen.
Wenn man sich dessen bewusst ist, ist das kein Problem. Nur sollte man das im Hinterkopf behalten, finde ich.
PS: Es wäre doch cool, wenn ihr aus dem Digital Independence Day vom 39C3 eine Rubrik für euch selbst macht, wo ihr öffentlichkeitswirksam Cloud-Abhängigkeiten reduziert. Was man als Hörer so mitbekommen hat, seid ihr ziemlich oft abhängig von Milliardärsservices der Broligarchen. Zumindest bei mir in der Gegend gibt’s nicht zuletzt mit Linux Cafés, CryptoParty, … einen richtigen Aufwind in Richtung digitaler Mündigkeit/Selbständigkeit/Unabhängigkeit.
8 Minuten Kurzerklärung: https://www.youtube.com/watch?v=N77AoSweuVs
Zentrale Projektseite mit praktischen Tipps: https://di.day/
56 Minuten Langmotivation mit viel Känguru: https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day
HTH
Empfehlung noch gegen den übermäßigen App Konsum. Die Zeitlimits klickt man doch ehrlicherweise immer weg… die App Onesec hilft mit gegen die impulsive Öffnung. Wenn du Instagram o.ä. öffnest zwingt dich die App erstmal für ein paar Sekunden inne zu halten und zu Atmen. Dabei realisiere ich meistens beschämt das ich aus Langeweile wieder daddeln wollte und unproduktiv bin.
Viele Grüße
Was hier ebenfalls helfen kann, ist der Umstieg auf sogenannte „soziale Netzwerke“, die ohne aufmerksamkeitsbindende Algorithmen und endless Scrolling auskommen.
Ich engagiere mich im Bereich von Fediverse aktiv und habe persönlich sehr gute Erfahrungen mit dem Umstieg von (seinerzeit noch) Twitter auf Mastodon gemacht.
Ich habe da mal was auf https://karl-voit.at/2024/06/18/Fediverse-and-Mastodon/ zusammengeschrieben. Btw, minkorrekt ist ebenfalls auf Mastodon vertreten: https://chaos.social/deck/@minkorrekt
Man verliert erfahrungsgemäß einen Teil seiner geliebten Accounts. Allerdings findet man im Fediverse zu jedem noch so kleinsten Thema etliche tolle andere Accounts oder kann beispielsweise über BlueSky-Bridges usw. anderen Accounts aus dem Nicht-Fediverse zumindest noch folgen.
Schaut euch mal um – oft gibt’s lokale Mastodon-Instanzen, die schon mal einen tollen Ausgangspunkt liefern. Ich vermisse Twitter/X rein gar nicht mehr.
HTH
zu den roten Ampeln: Kann ich bestätigen.
Am kritischsten sind mMn große Kreuzungen (z.B. mehrspurige Straßen) bei wenig Verkehr, z.B. nachts.
Solange Fahrzeuge quer über die Kreuzung fahren, werden die einen wohl dazu motivieren, einmal auf die Ampel zu schauen. Ist die Kreuzung aber komplett leer, die Ampeln am Rand des Sichtfelds (weit rechts, weit oben) kann man dazu neigen, einfach „durchzurollen“.
zu den 90min pro Tag „blind“:
Mein erster Gedanke: Ja klar, beim Schlafen.
Zweiter Gedanke:
Dass man den Übergang vom einen zum anderen Auge die Bewegung nicht sieht, ist mir intuitiv klar: Immerhin guckt man in der Zeit auch nicht auf die Augen, sondern auf den Bereich dazwischen. Wenn man beim anderen Auge angekommen ist, ist die Bewegung auch zuende.
Ich habe das Experiment gerade einmal gemacht und das Video aufgenommen. Ich bin (obwohl es mir intuitiv klar ist) beeindruckt, dass man wirklich gar kein Zucken sieht.
Ich habe auch den Vorschlag ausprobiert, mich im Selfie-Modus am Handy zu filmen: also in der „Vorschau“ einfach ohne Drücken vom Record-Button aufs Display schauen. Schon die Verzögerung der Bildverarbeitung bis zur Vorschau reicht, dass man im Gegensatz zum Spiegel zumindest einen Teil der Augenbewegung sieht.
Fand ich witzig irritierend, muss ich sagen.
Btw, ich habe mir das mal ausgerechnet 20ms sind bei 130km/h gerade mal 72cm. So gesehen klingt es nicht so viel aber oftmals sind 72cm am Ende mehr oder weniger durchaus entscheidend.
Dieses Outro nach dem Kommentar zur Weltpolitik am Schluss war ja mal bestens On Point. Als hättet ihr’s geplant.
Hallöchen,
ich bin auch ein wenig über die Reaktionszeiten gestolpert, vor allem die auditiven, dass die bei 150 ms liegen sollen scheint mir auch extrem langsam und merkwürdig.
Da Nikolas ja auch Schlagzeuger ist (wie ich…) weiß er ja, was ein „Flam“ ist und ein Flam ist ganz klar bei ca 20 ms schon zu hören, also zwei Impulse, die 20 ms auseinander liegen werden klar als 2 Impulse wahrgenommen. Ja, vielleicht insgesamt um 150 ms verzögert, aber gerade als Schlagzeuger haben wir ja wirklich die absolut direkteste Verbindung zwischen dem Auftreffen des Stocks und dem wahrnehmen des Klangs. Das kann man übrigens auch bei MIDI-Instrumenten, deren Soundgenerator (Rechner, Drummachine, whatever…) eine Latenz von 20ms haben, ganz klar fühlen. Mit 20ms Latenz fällt es Musikern extrem schwer einen tighten Groove zu spielen.
Zum Vergleich: professionelles Audio Equipment (also Musiker, Studio) hat in der Regel eher so 2-4 ms Latenz und selbst das ist für manche schon ziemlich schräg (für mich nicht, das geht schon, aber ich kenne Musiker, die spüren das).
Ganz zu schweigen davon, dass wir natürlich noch viel kleinere Laufzeitunterschiede wahrnehmen können, um die Richtung eines Klangs zu bestimmen, da hören wir dann aber nicht mehr 2 Impulse, sondern eben nur welches Ohr zuerst erreicht wird.
Bei langen Klängen (also gehaltenen Tönen und so) hören wir diese Zeitverzögerung als „Phasing“ – d.h. die Wellenform die am einen Ohr ankommt ist zeitlich versetzt zum anderen Ohr, jetzt aber so langsam im sub-millisekunden Bereich (50 Samples und weniger usw) bei 44100 Samples pro Sekunde)
Moin,
bzgl. eurer Bankenthematik:
Das Unternehmen, wo ich arbeite, hat sein Hauptkonto bei einer Sparkasse.
Unser Verlag hat einen bestimmten Namen, aber unser bekanntestes Produkt (Tageszeitung) hat einen davon abweichenden Namen.
(Und früher hieß unser Unternehmen zudem wie diese Zeitung)
Da Kunden somit oft ihre Zahlung mit dem Namen dieser Zeitung als Empfängername überweisen, hat unsere Sparkasse diesen NAMEN einfach ALS ALIAS HINTERLEGT.
Ein solcher Alias wäre also möglich.
Und dadurch wird diese Angabe auch als korrekte Angabe ausgegeben.
Wäre daher ggf. auch bei eurer Bank möglich, zusätzlich zu „Minkorrekt! GmbH“ dann „Minkorrekt GmbH“ als Alias zu hinterlegen, damit das Ausrufezeichen bei Überweisungen an euch nicht zu Problemen führt.
Bei meiner Bank heißt der Kontoinhabername meines Kontos:
Nein, ich darf diese Bezeichnung nicht ändern (lassen) hat mir mein Berater schriftlich mitgeteilt.
Viel Spaß bei Überweisungen an mein Konto, wenn die strikte Prüfung mal scharfgeschaltet ist.
OK, da werden offenbar Texte in spitzen Klammern entfernt. Daher ohne Klammern:
Ein Teil meiner akademischen Titel – Auswahl vermutlich durch Würfeln durch Bankbeamten
mein Vorname
mein Nachname
Vorname meiner Frau, die auch Zugriffsberechtigung hat
Zum Thema alte Folgen hören: ich bin jetzt bei Folge 145, besonders spannend fand ich Donald Trumps erste Amtszeit und eure Kommentare dazu, wissend dass wir jetzt schon in der zweiten Amtszeit sind. auch eure damalige Bewunderung zu Tesla Autos ist aus heutiger Sicht bestimmt anders. Auffällig ist auch das das Bier der Woche nicht mehr vorkommt.
Servus,
vielleicht könnt ihr am Ende, wenn ihr ein Film/Buch/Spiel empfehlt, nochmal kurz den Titel nennen? Also bevor das Thema gewechselt wird.
Ihr catcht mich total oft mit Empfehlungen – heute mit dem Computerspiel – am Ende bin ich total begeistert, aber habe längst vergessen, was der Titel war. heute stand es zum Glück in den Sendungsnotizen.
Ich kann mir eigentlich immer sicher sein, dass ich Spaß an den Dingen habt, wenn ihr sie getestet habt. Wie zum Beispiel auch outer wilds.
Hallo zusammen!
Ich finde eure Ausführungen zu eurer Arbeitsorganisation (Bullet Journal, Wochenplan, etc.) zunehmend interessanter. Ihr (oder vielleicht auch nur Nicolas) müsstet mal ein Special dazu machen.
@Nicolas: Nutzt du noch immer Notion? Und machst du dort auch deinen Wochenplan?
Den mMn. beeindruckendsten Fakt zum Thema „90 Minuten blind“ habt ihr gar nicht erwähnt: Ja, während einer Sakkade nimmt man keine neuen optischen Reize wahr. Aber man fühlt sich deswegen nicht blind. Das Hirn füllt diese Zeit nämlich rückwirkend (!) mit dem Bild, was man direkt nach der Sakkade sieht. Vielleicht habt ihr das schon mal bemerkt, wenn ihr auf eine Uhr mit Sekundenanzeige geschaut habt und euch die Sekunde, zu der euer Blick auf die Uhr fällt, besonders lang vorkommt. Das ist genau dieser Effekt.
Wenn man weiter darüber nachdenkt, hat das natürlich Implikationen darauf, was für uns das Jetzt bzw. die Gegenwart ist. Ich für meinen Teil kann immer wieder an diesen Fakt denken und jedes Mal ist mein „mind blown“.
Galinstan (mit n!) ist ein Kunstwort aus Gallium, Indium und Stannum (lateinisch für Zinn). Laut der Registerauskunft wurde der Name 1996 von der deutschen Firma Geratherm als Wortmarke eingetragen (und nicht erst durch die Autoren des Papers). Sorry, aber es hat mich ein bisschen getriggert dass ihr den Namen ständig falsch gesagt habt 🙂