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Inhalt
00:00:00 Intro
00:08:13 Tastatur
00:17:08 Optimierung
00:23:02 Bullet Journal
00:43:06 Thema 1: “360° Retro Augen”
01:03:09 Science Snack
01:08:47 DKMS
01:10:04 Thema 2: „Cinderellas Schuster“
01:33:37 Schwurbel der Woche
01:42:20 Hausmeisterei
01:44:43 Outro: Intro Folge 99 „Dittsche“
01:45:39 Audiokommentar Sebastian
Keyboard-Porn: Nicolas hat ein neues Keyboard und macht ab jetzt ASMR-Videos. Die Tastatur klingt ganz schön „creamy“. Es handelt sich um das Keychron K10 HE.
Bullet Journal: Mal wieder beschäftigt uns das Thema Orga und Struktur! Bullet Journaling kann helfe, hier eine Empfehlung.
DKMS: Wir sprechen später in der Sendung darüber, aber gerne hier schon der Reminder: registriert euch als Spender;in und rettet Leben ❤️
Thema 1 (Nicolas): „360° Retro Augen“ – Chamäleons verdanken ihren fast 360-Grad-Blick einer genialen Besonderheit: Ihre Sehnerven sind spiralförmig wie Telefonkabel aufgewickelt und können sich bei den extremen Augenbewegungen flexibel dehnen – eine bisher übersehene Spezialanpassung, die nur Chamäleons besitzen.
Science Snack: „Mondlandung“ – Wie die Apollo zum Mond flog: Ein Buch über technische Details mit Berichten der Beteiligten und welch enormes Know-how hinter dem Flug zum Mond steckte.
Thema 2 (Reini): „Cinderellas Schuster„ – Ein neues Verfahren erlaubt es, Glas direkt im 3D-Drucker zu schmelzen, ganz ohne Brennofen: Eine Silikat-Tinte wird Schicht für Schicht aufgetragen und sofort vom Laser verglast. So lassen sich Form, Transparenz und sogar Farbe des Glases frei steuern – ideal für optische Bauteile, Filter, Mikrolinsen oder maßgeschneiderte Keramikimplantate – oder eben Glas-Schluppen für Cinderella …
Schwurbel der Woche: „Lichtland“ – Lichtland präsentiert sich als spiritueller „Staat“, der Erleuchtung per Lichtfrequenz, Energiefeld und kosmischer Vision verspricht – komplett mit eigener Heilsarchitektur. Ein Ort für alle, die finden: Realität ist gut, aber ein bisschen Glitzer-Metaphysik macht sie erst richtig rund …
Hausmeisterei:
Unser Shop: Unser Shop eMpirie ist auf unserer Website als eigener Reiter verlinkt – nicht verwechseln mit dem Supergeek-Shop!
Wir sind auf Tour und einige Termine sind ausverkauft. Trotzdem lohnt es sich, da hin und wieder mal zu schauen, ob es nicht doch noch Tickets gibt. Manchmal werden einzelne Tickets doch noch kurzfristig frei.
Outro: Intro aus Folge 99 – „Dittsche“
Audiokommentar: Danke Sebastian für deinen Kommentar zu “Game of Drones”
Wichtige Adressen:
Minkorrekt live: Unsere Live-Termine und Tickets für unsere neue Show findet ihr hier!
eMpirie Online-Shop: Experimente, Textilien, Accessoires und mehr aus unserem hauseigenen Shop findet ihr hier!
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Betreff: Reichsbürger im echten Leben
Ich fahre auf meinem Arbeitsweg an einem mittlerweile stark dekorierten Haus vorbei. Es fing an mit selbst beschriebenen Papierbögen in den Fenstern, jede Woche kam etwas hinzu. Warnwesten, rot-weiße Klebebänder etc., und auch die Mülltonne konnte mit ihrer Verzierung aus der Spraydose leicht diesem Haus zugeordnet werden. Neugierig fragte ich irgendwann einen Kollegen, der in diesem Dorf wohnt, was mit dem nicht stimmt. Der Mann mit dem großen Drang, Aufmerksamkeit zu generieren, sei dort bekannt als Reichsbürger, habe schon Nachbarn bedroht, es gab Polizeieinsätze und von Waffen war auch die Rede. Er sei übrigens der Hausmeister der Grundschule dort.
Immer wenn ich nach der Spätschicht an diesem Haus vorbeifahre, rechne ich damit, weggesnipert zu werden. Sie sind unter uns.
Zu dieser das Handy ist die Pest Diskussion. Was Social Media und News angeht, bin ich völlig der gleiche Meinung. Nur ich finde dabei wird immer außer Acht gelassen die eins zu eins Kommunikation mit guten Bekannten und Freunden, die vielleicht nicht gerade um die Ecke wohnen. WhatsApp, Signal usw. )mal abgesehen von den Gruppen. Ich wohne alleine und Mir ist genau dafür das Handy wichtig.
Und wenn jemand aus diesen ganzen anderen Gründen sagt ich lass das Handy jetzt mal ne Weile weg dann bedeutet das halt auch kein Kontakt mit guten Freunden, die vielleicht nicht um die Ecke wohnen. Ich bin dann immer verärgert, wenn ich sowas höre, weil das im Zweifelsfall dann auch bedeutet. Ich bin der Person, die jetzt ihr Handy mal beiseite lässt im Zweifelsfall dann auch scheißegal.
Mal ganz abgesehen von Social Media bin ich von meinem Smartphone immer noch begeistert weil ich finde es ist irgendwie das Taschenmesser des 21. Jahrhunderts und ich finde es technisch einfach toll, möglichst viel auf diesem einen kleinen Gerät abbilden zu können. Aber das ist dann eher das Nerd Thema.
Vielen dank für all die Tollen Sendungen über all die Jahre und liebe grüße aus Bremen.
Was mir bei der Social Media Diskussion meistens abgeht, ist die Rolle der (geheimen) Algorithmen. Die sorgen dafür, dass man problematische Inhalte in die Timeline gespült bekommt. Die sorgen vor allem dafür, dass man sich aufregt und das Ding nicht aus der Hand gibt.
Nun gibt es allerdings auch Alternativen, wo man sehr wohl coole Menschen kennenlernen kann und sich zu allen möglichen Themen austauschen kann OHNE, dass da ein Algorithmus im Spiel ist, um mich und meine Daten auszunutzen und negativ zu beeinflussen: https://karl-voit.at/2024/06/18/Fediverse-and-Mastodon/
Ja, das ist aktuell im Verhältnis noch eine Nische, aber mit ein paar Dutzend Millionen User:innen durchaus eine Größe, wo man zu fast allen Themen eine tolle Community vorfindet.
HTH
Hallo Steffen!
Ich verstehe deinen Punkt total. Auch mir geht das manchmal so, obwohl ich auch ein stabiles soziales Netz habe. Und ich glaube vielen anderen geht es auch so. Vereinsamung ist in unserer Gesellschaft ja ein zunehmendes Problem.
Darum will ich hier reagieren. Nicht nur als Antwort an dich, sondern an alle die das kennen.
Ich glaube in der Methode mit schneller, digitaler Kommunikation – z.B. Instant Messenger – das wichtige Bedürfnis nach sozialem Kontakt stillen zu wollen liegt ein gefährlicher Trugschluss. Jedenfalls beobachte ich das an mir selbst.
Sich verbunden fühlen ist ein sehr wichtiges Bedürfnis von uns allen. Ich merke für mich aber sehr deutlich, dass ein Telefonat oder ein Treffen, auch wenn „es mehr Zeit kostet“, nötig ist um dieses Bedürfnis wirklich zu erfüllen. Über Messenger o.Ä. ist mein Bedürfnis nur angefixt. Auf schlechte Art verstärkt. Ich fühle mich eher einsamer. Wie du schreibst: „Ich bin der Person, die jetzt ihr Handy mal beiseite lässt im Zweifelsfall dann auch scheißegal.“
Die Angst ich sei „nicht wichtig genug“ (z.B. für ein Telefonat/Treffen, die sich aber immer als unbegründet herausstellt) wird eher größer.
Ich glaube das ist das Wesen dieser Art der schnell-schnell-Kommunikation. Kontakte und Austausch werden oberflächlich, man fühlt sich eher schlechter dadurch. Sozusagen Fast-Food-Kontakt. Dass digitale Mittel nicht Zeit sparen sondern Kosten wissen wir seit der Email. Weil wir den „Zeitgewinn“ überkompensieren. Momo lässt grüßen. Alle kennen den rebound Effekt. Ich glaube das geht nicht nur mir so.
Und man gewöhnt sich an diese Form des Austauschs in guten Zeiten – wie ich es auch bin. Und in schlechten Zeiten greife ich dann darauf zurück. Dann fällt es mir noch schwerer nach einer Telefonverabredung oder einem Treffen zu fragen, was ich eigentlich brauche.
Und ich scheue dann noch mehr die potentiell anstrengenden Aspekte eines Austauschs der übers chatten hinaus geht: sich treffen müssen, oder Zeit nehmen zum telefonieren, schlechtes Gewissen dass jemand sich Zeit nimmt für mich, vielleicht schlechte Stimmung der anderen Person, es könnte Streit geben, ich muss aus dem Haus, ich kann nicht so einfach wieder alleine sein und aus der Situation gehen, …
Dennoch, ohne echten Kontakt entsteht oder vergrößert sich mein Einsamkeitsgefühl. Und die positiven Dinge wie gemeinsam Spass zu haben oder einfach füreinander da zu sein oder zu quatschen, wiegen das weit mehr als auf. Vor allem aber das Gefühl verbunden zu sein.
Das Smartphone zu nutzen klaut mir die Zeit und Energie dafür. Jeden Tag ein bisschen. An manchen mehr, an anderen weniger. Und ich nutze es freiwillig. Oder aus Abhängigkeit.
Also ich sage im Gegenteil: Lasst das Handy öfter mal beiseite! Oder geht ohne aus dem Haus. (Geht das?)
Traut euch, die Menschen von denen ihr euch eine Nachricht wünscht, nach einem Treffen oder einem Telefonat (oder einem Brief?!) zu fragen. Oder bietet Kontakt an, fragt nach, wenn ihr denkt eine Freund*in fühlt sich vielleicht alleine. Ich denke das könnte hilfreich sein: Kontakte einen Hauch tiefer zu wagen, als Instant Messenger Chats und „soziale“ Apps es hergeben. Weniger davon, und dafür ein paar mehr gehaltvollere Begegnungen.
Viele Grüße
timte
Wo ihr so schön über Tastaturen philosophiert habt. Selbstverständlich gibt es da draußen eine Nerd-Community die sich damit befasst das ganze logisch zu verbessern.
Siehe https://neo-layout.org/ die haben hier auch mehrere Varianten aufgeführt. https://neo-layout.org/Layouts/
In jedem Fall geht es darum, das Tastaturlayout ergonomisch für unsere Hände und unseren üblichen Sprachgebrauch zu optimieren und eben nicht an der alten Schreibmaschinen-Optimierung fest zu halten, welche zum Ziel hatte, dass sich die Stempel möglichst wenig in die Quere kommen.
Ich selbst habe mir vor 13 Jahren gedacht, ich geb dem ganzen mal eine chance, habe etwa einen Monat mit Neo und QWERTZ parallel gearbeitet und danach hatte ich keine lust mehr auf QWERTZ, weil es einfach um längen besser ist.
Für mich als Programmierer kommt noch ein entscheidender Vorteil zum tragen: Ich habe alle Symbole, die man üblicherweise so braucht direkt an der richtigen Stelle.
Besonders hatte ich in der Vergangenheit nie verstanden, warum man das 10-Finger-System lernen sollte. Diese Layouts sorgen dafür, dass man intuitiv wesentlich systematischer schreibt, weil sie eben zu unserem Sprachgebrauch passen. QWERTZ erzieht uns die Finger intuitiv anders zu legen und zu nutzen.
Ich habe mich auch vor ein paar Jahren erstmals mit dem Thema Tastatur beschäftigt und sehr Vieles herausgefunden, wo ich mir wünschte, dass mir das schon vorher begegnet wäre.
Beispielsweise, was eine *wirklich* ergonomische Tastatur ausmacht ist mehr, als man denkt: https://karl-voit.at/2023/03/10/ergonomische-Tastaturen/
Den Rest meiner Story habe ich in einer Artikelserie verbloggt, die mit den Grundlagen beginnt, sich über Switchtester auslässt, meine ergonomische Tastatur erklärt und meinen Umgang damit auflistest. Fängt auf https://karl-voit.at/2021/01/30/keyboards/ an. HTH
Hallo zu 3D-Druckern:
Zwischen Konsumer und Profi-Bereich gibt es meiner Meinung zwei gute Firmen.
Bambo Lab und Prusa (die ich kenne)
Beim Filamentwechsel hat für mich der PRUSA XL die Nase vorn, da kein Materialverlust beim Farbwechsel durch mehrere Druckköpfe.
Man nicht nur Farben, sonder auch Materialien mischen.
Also Felge + Reifen auf einmal drucken.
„[…] dass egal wo ich bin, ich immer mein Handy raushole. Das ist immer schlimmer geworden. […] es ist immer alles „wichtig“. Das rechtfertigst du ja – vor dir selbst!“
„Eigentlich ist das die Pest. Da gibt’s bestimmt psychologische Untersuchungen zu. Aber ich glaube, das ist trotzdem noch ein Phänomen, das Smartphone, das so – in Anführungszeichen – „neu“ ist, dass uns noch gar nicht bewusst ist wie kaputt einen das macht.“
Bitte. Wenn ihr Paper dazu findet, nehmt das in die Sendung. Aus den letzten Jahren, wie natürlich auch, wenn Neues dazu erscheint! Ich glaube das ist gesellschaftlich extrem relevant. Nicht nur was Kinder und Jugendliche betrifft – da guckt man schnell hin und sagt „oh ja, das hat superkrasse Auswirkungen auf die!“
Ich würde mich sehr freuen wenn ihr das auf dem Schirm behaltet und immer mal neue Forschung dazu bringt wenn es welche gibt.
Danke für euer Tun und liebe Grüße
timte
Die Diskussionen über das Smartphone sind dieselben wie früher über das Fernsehen. Ich finde sehr interessant wie sich scheinbar in jeder Epoche das Medium wandelt vor dessen Einfluss auf das eigene Verhalten man besorgt ist. Vielleicht wäre es interessant zu überlegen wie die Interaktion mit Medien befreiend statt fesselnd wirken kann.
Zum Thema Handy hab ich mir aus den gleichen Gründen letztens die App „Slow Unlock“ von Dumbphone installiert. Diese verzögert die Entsperrung des Smartphones und hat bei mir zu einer signifikanten Reduktion der Handynutzung geführt (wenn man 10 Sekunden bis zum Unlock warten muss, ist der Drang mal wieder Zeit Online und co zu besuchen doch nicht mehr so groß). Vielleicht hilft euch das ja auch.
Viele Grüße,
Stefan
Das mit dem ergonomischen Tasturlayout erschließt sich mir nicht wirklich. Aussagen wie „Die Anordnung der Buchstaben auf der Tastatur ist so gewählt, dass man seine Finger maximal weit bewegen muss“ gelten doch nur, wenn man mit 1 oder 2 Fingern tippt. Dann wird man aber nie wirklich schnell tippen können.
Mit 10 Fingern auf der Tastatur hat man keine weiten Wege, egal wie die Tasten angeordnet sind.
Thema Anschaffung eines 3D-Druckers – ein Tipp, den ich auch anderen Hörern geben möchte:
schaut mal, ob eine Bibliothek in eurer Nähe eine „Bibliothek der Dinge“ hat. Das ist bei uns der Fall, da gibt es auch einen 3D-Drucker zum Ausleihen, inklusive Filament.
Vielen Dank für die DKMS Erinnerung. Ich habe heute erfahren das ein Freund an Knochenmark Krebs erkrankt ist. Es ist so wichtig das sich so viele Menschen wie möglich registrieren.
Zum Thema „360° Augen beim Chamäleon: ihr habt spekuliert, warum Menschen nur zwei Augen haben und eure Vermutung war, dass der Mensch dies als ein Lebewesen, das in Gruppen lebt, nicht braucht. Es gibt dazu einen Artikel in der Zeit Wissen Ausgabe Nr. 05 September/Oktober 2025 in der Rubrik „Am Anfang 3 Fragen“ mit der Frage „Warum haben wir hinten keine Augen“. Dort werden neben Eurem Grund die folgenden weiteren Gründe genannt:
Grundsätzlich:
Wir bewegen uns nach vorn und können durch nach vorn gerichtete Augen Hindernisse, Gefahren und Nahrung frühzeitig erkennen
Räumliches Sehen ist für Jäger und Sammler wichtig und erfordern 2 nach vorn gerichtete Augen
Antworten auf die Frage:
1. Wir besitzen weitere Sinne, die uns vor Gefahren warnen
2. Als Lebewesen in Gruppen ist ein Rundumblick evolutionär weniger wichtig
3. ein 3. Auge wäre ein sehr große Energieinvestition, die ein noch komplexeres Gehirn erfordern würde. Unser Gehirn verbraucht auch so schon verhältnismäßig viel Energie
4. Augen sind „teuer im Betrieb“, z. B. da sie verletzungsanfällig sind
Ich fand auch sehr interessant, dass die Lage der Augen einen Hinweis darauf gibt, an welcher Stelle der Nahrungskette sich ein Tier befindet: Beute- und Fluchttiere haben die Augen meist an der Seite, da dies einen besseren Rundumblick ermöglicht. Kaninchen, Gazellen und Pferde zum Beispiel können so sich nähernde Feinde eher erkennen
Anbei noch der Link zur Ausgabe der Zeit Wissen: https://shop.zeit.de/ZEIT-WISSEN-5-25-Das-Geschenk-der-Aufmerksamkeit/50470