Mi344 – „Geister als Randerscheinung“

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00:00:00 Intro
00:05:56 Termine
00:22:02 Einflussproblem
00:34:20 Kommentar Natronwaschung
00:38:13 Thema 1: „Hydrolevitation eines Kontinents“
00:56:42 Science Snack
01:08:54 Thema 2: „Todesfalle Trendsportart!“
01:33:28 Pause
01:35:02 Schwurbel der Woche
01:48:09 Hausmeisterei
01:50:09 Outro

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Danke Erfurt und Baunatal für die tollen Shows!!

Wir möchten auch gleich auf zwei anstehende Veranstaltungen hinweisen:

1. Klimaringvorlesung 2025: ab 08.05. geht es los, immer donnerstags um 16:00!
2. Pint of Science: In mehrerer Städten Deutschland, so auch im Finkenkrug in Duisburg(-Essen)!

Verliert die Wissenschaft Vertrauen? Nicht ganz: wie eine Umfrage zeigt, vertrauen die Menschen der Wissenschaft, sie hat allerdings keinen großen Einfluss auf (politische) Entscheidung etc.

Kommentar: Unser lieber Freund und Kollege Florian Freistetter hat unser Thema aus Folge Mi343 zu K2-18B in seinem Podcast Das Universum kommentiert 🙂

Audiokommentar: Und danke an Hendrik für deinen Kommentar/Nachtrag zum Waschen von Obst mit Natron!

Thema 1 (Nicolas): Hydrolevitation eines Kontinents“ – Südafrika hebt sich wortwörtlich aus dem Boden: GPS-Daten zeigen, dass das Land seit 2012 im Schnitt um sechs Millimeter gestiegen ist. Der Grund ist laut einer neuen Studie nicht Geologie, sondern Trockenheit: durch Wasserverluste verliert der Boden an Gewicht und wölbt sich nach oben. Diese Hebung könnte künftig helfen, Dürren frühzeitig zu erkennen – eine wertvolle Methode in Zeiten des Klimawandels.

Science Snack: „Der perfekte Kaffee“ – Danke Celina für diesen Science Snack! Es geht um die Physik hinter dem Aufgießen von Kaffee: Wer das Wasser schwungvoll aus größerer Höhe auf das Pulver gießt, bekommt kräftigeren Kaffee – dank besserer Durchmischung. Also: weniger Tröpfeln, mehr Stürzen!

Thema 2 (Reini):Todesfalle Trendsportart!“ – In Kletterhallen hängt nicht nur der Schweiß in der Luft, sondern auch Gummi von den Kletterschuhen! Die Studie zeigt: Der Abrieb enthält teils dieselben Chemikalien wie Autoreifen und erreicht Schadstoffwerte wie an Großstadtstraßen. Heißt: Wer hoch hinaus will, sollte dabei möglichst flach atmen oder auf bessere Lüftung und schadstoffärmere Sohlen hoffen … Den Song „Ich geh‘ jetzt bouldern“ findet ihr hier 🙂

Schwurbel der Woche: „UV-Geisterjagd“ – Die Vienna Ghosthunters fotografieren Geister mit UV-Licht und Infrarot und entdecken „Gestalten“, wenn man nur weit genug reinzoomt. Wissenschaftlich so semi haltbar. Es gibt sogar einen Markt für Ghosthunting Cams

Hausmeisterei: Wir sind auf Tour und einige Termine sind ausverkauft. Trotzdem lohnt es sich, da hin und wieder mal zu schauen, ob es nicht doch noch Tickets gibt. Manchmal werden einzelne Tickets doch noch kurzfristig frei.

Outro: Intro Folge 73 „Jeopardy!“

Minkorrekt live: Das sind die nächsten Termine:

17.05.2025 Trier
25.05.2025 Bonn (RESTKARTEN!)
14.06.2025 Heilbronn
15.06.2025 Neu Isenburg
12.07.2025 Berlin (RESTKARTEN)
13.07.2025 Berlin
14.09.2025 Bielefeld

uvm! Alle weiteren Termine gibt es hier!

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15 Gedanken zu „Mi344 – „Geister als Randerscheinung“

  1. Zwar nicht so ein lustiger Name – einer meiner all time favourites was Soundtrack Chill Musik anbelangt.
    Zelda and Chill
    Hat sonst noch wer ein Tipp?

  2. Dass Wissenschaft(lerInnen) keinen (so) großen Einfluss auf Entscheidungen von vielen Menschen haben, könnte zweierlei Gründe haben: Einerseits macht Wissenschaft so gut wie nie Schwarz-Weiß- bzw. 100%-Aussagen. Fast egal, wie sicher man sich ist, es wird in der Wissenschaft immer eine Restunsicherheit geben, und diese wird stets mitkommuniziert. Das mögen Leute nicht und macht sie unsicher. Andererseits gibt Wissenschaft (aus dem vorherigen Grund) selten Empfehlungen. Das bedeutet, dass Leute sich nicht nur den Kopf darüber zerbrechen müssen, was jetzt nun die neue wissenschaftliche Erkenntnis ist (das kann schwer oder einfach formuliert sein, wie ihr bereits angemerkt hattet), sondern auch, was diese Erkenntnis speziell für sie bedeutet und welche Schlüsse man daras ziehen muss. Das ist anstrengend, weil man dann noch selber nachdenken muss und hinterher womöglich keinen Schuldigen als sich selbst hat, wenn man sich falsch entschieden hat.

    Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass vielen der wissenschaftliche Prozess nicht bewusst ist. Kommt man in der Wissenschaft zu einer neuen Erkenntnis, die widersprüchlich zu einer vorher gemachten ist, so wird es teilweise so ausgelegt, als wenn die WissenschaftlerInnen keine Ahnung hätten, die Bevölkerung verunsichern will oder bewusst Falschinformationen streuen, um eine Verschwörung zu bedienen. Besonders gut konnte man das ja in der Pandemie sehen. Dies ist aber keineswegs so. Über die Zeit hinweg kommt man durch immer weitere Untersuchungen halt zu immer neueren Einsichten. Außerdem können sich Umstände ändern, die vielleicht vorher gemachte Erkenntnisse aufheben. Das heißt mehr Forschung führt zu mehr Information, teilweise zu widersprüchlichen. Das verstehen/mögen Leute aber nicht. Fakten, die sich nie ändern, sind einfach viel handhabbarer als ein sich ständig wandelnder Prozess, an den man sich immer neu anpassen muss.

  3. Hi ihrs,
    ich höre gerade eure Folge und wollte meinen Senf zu Reini und dem Röhrenfernseher dazu geben.
    Ich kann das gut nachvollziehen. Selbst besitze ich noch einen alten Röhrenfernseher den ich von meiner Oma geerbt habe – allerdings „nur“ in klein, so 30cm Diagonale und mit Tragegriff.
    Mit dem setze ich mich ab und an im Sommer auf den Balkon und schließe meinen funktionierenden SNES 1. Generation an. Das hat schon was ^^

    Viel Spaß mit deinem!

    Grüße,
    Torge

  4. Alte Technik hat generell Flair. Ich habe ein Tonbandgerät aus den 60ern mit 2 Stunden Musik, viel davon Beatles aber auch anderes. Das Ding beim Picknick laufen zu lassen, zuzusehen wie sich die großen Räder drehen und „Mister Postman“ zu hören ist echtes Hippie-Feeling. Hoffentlich brennen die Röhren nie durch.

  5. Zu vertikalen Bewegungen der Erdkruste: seit Ende der letzten Eiszeit hebt sich Skandinavien, weil der Eispanzer weg ist. Aktuell 10mm/Jahr. Deutlich mehr machen aber Gezeiten aus: die Erde (ja, nicht nur das Wasser, auch der vermeintlich feste Teil!) wird täglich von der Gezeitenwelle durchgeknetet, das macht einige Dezimeter rauf und runter. Jeden Tag.

    • Ich habe mal von einem Kollegen eine Führung über das DESY bekommen (der war da mal Doktorand). Die haben wohl auch Problem mit den Gezeiten, weil dadurch der ganze Beschleuniger leicht geneigt wird. Nicht stark, aber genug um hochsensible Messungen zu stören.

  6. Zu „der perfekte Kaffee“:
    Reinhardt sagt, dass es mal ein Start-Up geben müsste, das auf diese Weise Kaffee in einer Maschine macht.
    Soweit ich weiß, ist die einzige Kaffeemaschine, die annähernd an handgefilterten Kaffee rankommt die Moccamaster. Sie ist aus den 60ern, sieht auch so aus und hat wenig chichi. Mit einer Mühle die grobe Bohnen mahlt und ordentlichen Bohnen liefert sie ein gutes Filterkaffeeerlebnis (WOW, Wort mit drei „e“ am Stück).
    Dann kann man seine Bohnen weiterhin beim Händler des Vertrauens bestellen und ballert nicht mit jeder Kapsel Plastik und Aluminium in die Umwelt.
    Die Moccamaster gibt es auch als „One Cup“ oder sogar mit Thermoskanne. Mit Kanne haben wir sie im Büro stehen. Ich bin kein Kaffeenerd, aber das Zeug aus der Maschine schmeckt gut. Der Nerd des Vertrauens, um die Maschine einmal anzuschauen wäre hier Arne von Coffeeness.de (https://www.coffeeness.de/moccamaster-test/). Der erklärt auch alles!

    Beste Grüße

    Baztio

    • Schlimmer Coffee-Nerd hier. Erste Regel, es geht immer noch mehr (und v.a. teurer) wenn man denn will. Als Upgrade zum Moccamaster gäbe es zB Fellow Aiden (https://www.youtube.com/watch?v=lUFTOeT9fcE -> James Hoffmann Review), oder oder oder. Die Grenzen sind der Geldbeutel und die Nerven der Familie.

      Zum Eingießen: es gibt mehrere Philosophien, wie man richtig Wasser auf den Kaffee gießen soll. Laminarer Flow braucht es immer, aber über die Höhe kann man sich streiten, die Variante die ihr vorgestellt habt ist eigentlich die weniger genutzte, meist nutzt man deutlich weniger Distanz, aber man bewegt den Strahl in einem Swirl-Muster und erreicht so eine bessere (angebliche) Mischund als durch die Höhe.

      Last but not least: Kaffeebohnen sind durchaus gefährdet durch den Klimawandel, weil viele Anbaugebiete kein Wasser bzw. zur falschen Zeit haben, oder durch die höheren Temperaturen weiter den Berg rauf müssen, so dass eine deutliche Reduzieren der Arabica-Menge zu erwarten ist, aber es gibt auch andere Bohnenvarietäten (Stenophylla) etc.

      Für alle Kaffee-Nerds und Podcast-Freunde würde ich Luxia Solis empfehlen, Coffee-Science!

      • Ich verstehe halt immer nicht: Warum sollte ich das brauchen, wenn ich mir für 25-35 € eine AeroPress kaufen kann? Da kommt doch exzellenter Kaffee raus?!

  7. Zum Thema „Straßen zu Fußgängerzonen machen“: Ihr hattet da die Rü als Beispiel gegeben, wo sich die anliegenden Geschäfte/Restaurant/Bars gegen wehren.

    In meiner Wahrnehmung war das immer ein komisches Muster. Denn bevor so etwas gemacht wurde, kamen immer Artikel über „Interessengruppe XYZ klagt gegen Fußgängerzone, befürchtet weniger Kundschaft“. In Projekten, wo dann tatsächlich eine Fußgängerzone eingerichtet wurde (oder verkehrsberuhigende Maßnahmen eingeführt wurden, oder Parkplätze zu Nutzfläche oder Radwegen umgewandelt wurden) war der Kanon der Laden- und Restaurantbesitzer immer: Wir haben mehr Kundschaft, die Kundschaft ist besser gelaunt und kauft mehr.

    Ich konnte das aber nie mit einer Studie belegen… bis vor Kurzem eine Metastudie dazu bekannt gegeben wurde: https://difu.de/presse/pressemitteilungen/2025-03-28/einzelhandel-profitiert-von-massnahmen-der-verkehrsberuhigung

    Fazit: „Ein attraktiver öffentlicher Raum zieht Menschen an, lädt zum Bummeln und Verweilen ein und kommt damit auch dem Einzelhandel zugute.“

    Wenn also das nächste Mal jemand kommt und Angst um seinen Laden hat, zeigt ihm diese Studie.

    • Ich habe eine Vermutung, wieso der Widerstand der Ladenbetreiber so groß ist:

      Das sind Selbstständige, die höchstwahrscheinlich einen geleasten Dienstwagen haben. Weil der Wagen recht schick und das Fahren damit vergleichsweise günstig ist, legen diese Menschen überdurchschnittliche viele Wege mit dem Auto zurück.
      Zum Beispiel, hier kommt die anekdotische Evidenz, fahren diese Menschen notorisch 10min-Strecken ins Stadtzentrum mit dem Auto, um dort verzweifelt einen Parkplatz zu suchen – den es häufig genug auch noch irgendwo zu finden gibt. Das nervt diese Leute auch ein bisschen, weshalb sie statt in die Innenstadt auch gerne zu Restaurants etc. fahren, die eher am Stadtrand oder in Industriegebieten liegen. Fahrrad, zu Fuß gehen oder ÖPNV sind dort selten Alternativen.

      Diese Leute schließen dann von sich auf andere, wenn es um ihren eigenen Laden geht.

      Und, ich kann das Rad noch eins weiter drehen – und meiner These damit teilweise direkt widersprechen:
      Es gibt durchaus Gegenden, wo ich die Sorgen für berechtigt halte. Die klassischen Vorstadt-Regionen ohne Fußgänger-Zone mit mäßiger ÖPNV-Anbindung wo Leute tatsächlich nur hinfahren, um etwas zu besorgen (z.B. bei Bäckern, Floristen, Handwerks-Betrieben). Wenn das Parken dann zur Qual wird, ist das für Kunden ein Grund, woanders zu kaufen. Erlebe ich gerade in der Familie.

    • Ich will das ganze mal von der anderen Seite beleuchten: Wenn man von Dorf oder Stadtrand kommt, dann ist man gezwungen Auto zu fahren. Dann sucht man sich die Zielorte so aus, dass man gut mit dem Auto rankommt. Ich hatte einen Arzt in der Fußgängerzone. Also Parkhaus, hin latschen, etc. (Wieso nicht mit dem Bus anfahren? Weil dann die notwendige Wegezeit um mehr als das dreifache ansteigt). Daher gehe ich lieber zu einem Arzt, bei den ich gut mit dem Auto ranfahren kann – und nicht noch extra parken zahlen muss.

      Also: Als Geschäftsinhaber muss man sich genau die Kunden ansehen, woher die kommen. Sind meine Kunden aus der näheren Umgebung? Kommen die zu Fuß? Dann würde ich als GF die Verkehrsberuhigung befürworten. Wenn ich aber weiß dass ich Kunden aus einem sehr großem Einzugsgebiet habe, wäre ich dagegen.

      • Prinzipiell gebe ich dir da recht. In der Folge ging es allerdings um die Rü in Essen…also einer Einkaufsstraße mitten in einer Großstadt in einem der größten Ballungsräume Deutschlands 🙂

        Lieben Gruß
        Reinhard

  8. Am Anfang der Folge wird noch diskutiert das die Wissenschaft anerkannt ist aber keine Macht hat. Gegen Ende zitiert ihr eine Studie das die Luftqualitätswert in Boulderhallen katastrophal schlecht ist. Eurer Kommentar: „Aber deswegen änder ich doch nicht mein Verhalten.“ Sich auf der anderen Seite aufregen das es Politiker auch so machen!

    Luftsauberkeit ist ein wirklich wichtiges Thema und gerade in Deutschland quasi nicht existent. Dabei ist das überall im öffentlichen Raum wichtig wegen Krankheiten, Feinstaub, Nanoplastic, .. egal ob Turnhalle, Restaurant oder Schule.

    Es wäre schön wenn ihr das Thema vielleicht in einem zukünftigen Podcast etwas tiefer beleuchtet und ihm etwas Raum gebt.

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