Mi300 – „Die Sonne ist ein Rabbit Hole“

Inhalt
00:00:00 Intro
00:04:26 Oberhummer Award in Wien
00:11:48 Coffee Shop Effekt
00:28:57 Zeiterfassung
00:42:38 Thema 1: “Es war einmal … eine Krähe”
01:07:45 Snackable Science
01:23:01 Thema 2: „Sonniger Fluss“
01:51:19 Schwurbel der Woche
02:16:47 Hausmeisterei
02:20:27 Audiokommentar Owen zu isotopenreinem Silizum
02:24:08 Outro Folge 30

Wir sind auf Tour! Ihr wollt uns auf der Bühne sehen? Alle Termine und Tickets findet ihr hier – wir freuen uns auf euch!

Frisch aus Wien zurück! Wir waren dort, um den Heinz Oberhummer Award abzuholen. Danke an alle die da waren, wer es verpasst hat, kann sich die Preisverleihung auf YouTube auch noch mal anschauen!

Der Coffeshop-Effekt: Auf Reisen mussten wir wieder an den verschiedensten Orten diese Folge vorbereiten. Zum Beispiel am Flughafen, im Café oder im Hotel … Und manche Menschen können sich dabei richtig gut fokussieren!

Thema 1 (Nicolas): Es war einmal … eine Krähe“ – Eichelhäher besitzen die Fähigkeit zur mentalen Zeitreise: dabei können die Vögel sich auch zufällige, nicht explizit gelernte Eindrücke wieder im Gedächtnis abrufen. Das episodische Gedächtnis war lange als nur menschentypisch angesehene Fähigkeit angesehen.

Snackable Science: Exponentielles Wachstum von Bakterien“ – danke Anna für den Snackable Science! Bakterien teilen sich extrem schnell! Und zwar alle 20 Minuten – in 48 Stunden hätten wir die Erde knietief mit dem Bakterien gefüllt!

Thema 2 (Reini):Sonniger Fluss“ – Wo hat der „Sonnendynamo“ seinen Ursprung? Mit einem modernen Supercomputer sind Forschende der Antwort näher gekommen. Die neuen Erkenntnisse könnten in Zukunft eine bessere Vorhersagbarkeit der Sonnenaktivität ermöglichen.

Schwurbel der Woche: Der Pferdeanhängerschwurbel“ – „Technologie für das Wohlbefinden – in einer Welt, die von der ständigen Flut künstlicher elektromagnetischer Wellen durchzogen ist …“ Für Pferde! Danke Angelika für das Zusenden!

Hausmeisterei:

Wichtige Adressen:

24 Gedanken zu „Mi300 – „Die Sonne ist ein Rabbit Hole“

  1. Hallo, Zeiterfassung am PC geht einfach mit „Manic Time“ dieses Programm läuft einfach im Hintergrund und zeichnet auf welches Programm wie lange aktiv war, also benutzt wurde. Es erstellt ein Protokoll und kann jederzeit ausgelesen werden.

  2. Hallo Ihr beiden, ihr hab in der aktuellen Folge den Der Coffeshop-Effekt angesprochen. Jetzt hat man nicht immer die Gelegenheit dies im realen so zu gestalten. Stéphane Pigeon hat mit seiner Website http://www.mynoises.net eine schöne Möglichkeit hierzu geschaffen. Dort gibt es genau das für Unterwegs, hier im speziellen etwas zum Coffeeshop-Effekt https://mynoise.net/NoiseMachines/cafeRestaurantNoiseGenerator.php
    Zudem findet man auch andere Samples die mir persönlich sehr dabei helfen fokussiert zu arbeiten. Ist vielleicht auch für HörerInnen in Großraumbüros interessant.
    Wollte Stéphane Pigeon arbeit an dieser Stelle mal Highlighten und auf diese Weise honorieren und Ihm ggf. eine breitere Hörerschaft verschaffen.
    Beste Grüße Sebastian

  3. Zum Thema Afantasie: Ihr redet ja darüber, wie einem bestimmte nicht vorhandene Fähigkeiten nicht auffallen. Gerade bei Afantasie ist das wohl sehr häufig, weswegen die auch erst so spät in der Forschung Aufmerksamkeit fand.

    Die meisten Berichte, die ich von Leuten mit Afantasie gelesen habe, betonten, dass diese Leute erst spät im Leben festgestellt haben, dass andere ein „inneres Auge“ haben und sich (fiktive oder vergangene) Szenen visuell vorstellen können. Sie hatten halt das „innere Auge“ mehr als Redewendung wahrgenommen, und wussten nicht, dass andere so etwas können.

  4. Hey,

    Ich glaube dir ist ein kleiner Rechenfehler unterlaufen bei den Bakterien. Ich habe damit mal ein bisschen rumgespielt, in [[ … ]] hab ich wo nötig die Formeln zu kopieren für Wolfram Alpha drunter geschrieben.

    Bakterienmasse nach 48h:
    2^144 µm^3
    = 2.23*10^43 μm^3
    = 2.23*10^25 m^3
    = 2.23*10^16 km^3
    (hier schon die Abweichung zu Nikolas‘ 2*10^19)

    Volumen was wir befüllen können/müssen:
    V_fill = V_erde+höhe – V_erde = 4/3*pi*(r_erde+h)^3 – 4/3*pi*r_erde^3
    das ganze nach h umstellen ergibt
    h = (3/(4*pi)*V_fill+r_erde^3)^(1/3) – r_erde
    wenn ich da V_fill = 2.23*10^25 m^3 und r_erde = 6 371 000 m einsetze, komme ich auf
    h = 1.68*10^8 m = 168 243km
    [[ (6371000^3 + 3/(4*pi)*2.23*10^25)^(1/3) – 6371000 ]]

    Wenn wir h auf 0.5m setzen, müssen wir ein Füllvolumen erreichen von
    V_fill_0.5 = 2.55*10^14 m^3
    [[ 4/3*pi*(6371000+0.5)^3 – 4/3*pi*6371000^3 ]]
    Das haben wir erreicht nach 111 Verdopplungen
    2^111 µm^3 = 2.596*10^15 m^3

    Kniehoch sind wir also bereits nach 37h, nach 48h hätten wir aber schon fast die Hälfte der Distanz zum Mond rund um unsere Erde mit Bakterien voll. Um unsere Galaxie zu befüllen bräuchte es gute 3,5 Tage, für das gesamte Universum nur knapp über 4,5 Tage … Exponentielles Wachstum ist schon verrückt 😀

    Unnötiger Zusatz:
    Während des Schreibens dieses Beitrags habe ich mich dann noch gefragt, wie abweichend Nikolas‘ Berechnung des Füll-Volumens (Erdaußenfläche mal höhe) von der exakten Rechnung sich unterscheidet (Kugelvolumen Subtraktion). Bei der Höhe von 144 Verdopplungen hätte da Nikolas Ansatz ein 250mal zu kleines benötigtes Volumen angenommen, bei der Kniehöhe aber vernachlässigbar.
    [[ x=(4/3*pi*(6371000+h)^3 – 4/3*pi*6371000^3)/(5.1×10^14*h) plot from h = 0 to h = 168243000 ]]

  5. Gute Folge, nur die Mund-zu-Mund-Propaganda hat mich etwas erschaudern lassen. Mund zu Mund wird beatmet, die Propaganda geht ins Ohr, heißt dann aber Mundpropaganda.

  6. Mucke ohne Gesang mit Gitarre – stay true!
    – Russian Circles: https://open.spotify.com/artist/0AZ3VR0YbFcS0Kgei7L2QF
    – pg.lost: https://open.spotify.com/artist/6YK58h9BCYpFNv10fsMwoS
    – sleepmakeswaves: https://open.spotify.com/artist/0EnDtiDrCgklr97QMJOSPv
    – und natürlich: Mogwai Young Team https://open.spotify.com/album/3sHB5AiFaJEOCAqh3taqGX

    Noch eine Notiz zur Schwurbelei. Ich höre Euch schon sehr lange und habe wahrscheinlich jeden Schwurbel der Woche gehört. Nun begab es sich, dass ich letzte Woche mit der Familie in Südtirol in einem sehr teuren 5-Sterne-Familien-Hotel war (war wider erwarten geil!). Tatsächlich hatte ab einem Abend so ein Esoterik-Heini dort seinen Verkaufstisch aufbauen dürfen und Pyramiden und Heilsteine an schnöselige Trottel verkauft. Das hat mir richtig schlechte Laune bereitet. Nicht aber die Tatsache an sich, sondern der Umstand, dass ich mich außer Stande sah, mich mit diesem Hippie auseinanderzusetzen. Mir fehlte einfach das Rüstzeug, Es war so, wie Ihr es immer beschreibt: der kann 5 Sachen behaupten und in den Raum stellen und es ist unmöglich sachlich dagegen zu argumentieren, weil ich nicht 7 Paper zu Hand hatte, um die Bullshit-Aussagen zu widerlegen und sich diese Betrüger der seriösen wissenschaftlichen Methodik einfach entziehen. Ich fand das so frustrierend, dass ich dann einfach an die Bar gegangen bin und lecker Gin Tonic getrunken habe. Beobachtend, wie viel Leute mit ihren Kindern dort eine Menge Geld für Esoterik-Scheiß gelassen haben, hat mich immerhin insoweit befriedigt, als dass es offensichtlich wurde, dass Geld nicht schlau macht. Ein Trottel hat aber viel zu viel verdient.

    Ach ja: 300 ist eine große Zahl. Aber mit 300 Bakterien steht man noch nicht knietief im Blubber. Macht weiter und ich danke Euch für unzählige Stunden kurzweiliger Wissenschaftskommunikation (der Dauerauftrag mit Pi x Daumen läuft schon länger).

  7. Mag sein, dass ich mich irre, aber dass sich die Sonne am Äquator schneller bewegt als an den Polen klingt für mich nach keinem Alleinstellungsmerkmal. Tut das die Erde nicht genauso? An den Polen legt sie ja durch die Rotation ~0m/24h zurück, am Äquator ~40000km/24h, scheint für mich ein deutlicher Geschwindigkeitsunterschied zu sein.

    • Ich denke, es ging den beide um die Winkelgeschwindigkeit und nicht die Bahngeschwindigkeit. Oder anders gesagt: Ein Punkt am Äquator macht eine volle Rotation in kürzerer Zeit als einer in der Nähe des Pols. Das erlebt man auf der Erde nicht 😉

  8. Herzlichen Glückwunsch zur 300!!!!

    An alle Physiker, ich hätte mal eine Frage zu einem physikalischen Problem, das ein Konflikt mit einem sehr bedeutsamen Menschen hervorgerufen hat. Kennt ihr die Videos im Netz mit der Reichweite von Funkautoschlüsseln? Angeblich muss man sich den Schlüssel nur an den Kopf halten und durch das Wasser im Kopf wird die Reichweite der Funkwellen erhöht. Als Naturwissenschaftler bin ich da skeptisch, weil eine erhöhte Reichweite des Funksignals geht doch nur, durch Energiezufuhr oder Bündelung. Kann mal jemand sauber erklären, wie das funktionieren soll? Sollte es verstärkt werden, könnte man daraus Energie gewinnen, indem man Funkmasten im Meer strahlen lässt und außerhalb des Meeres das Signal wieder in Energie umwandelt. Klingt eher nach einen Perpetuum mobile.

    Danke!

    • Moin Sebastian,
      hattest Du schon mal Gelegenheit das selbst zu testen?
      Kann ja auch sein, dass Menschen das ausprobieren, wobei der Schlüssel in der Hand nicht funktioniert. Dann halten sie den Schlüssel an den Kopf (1 Meter höher) und es funktioniert, da weniger Hindernisse im Weg sind.
      Soweit meine ungeprüfte Spekulation.

  9. Glück Auf
    Die Sonne hat seit den 60er Jahren eine rückläufige Aktivität, das wusste ich bisher nicht. Demnach steigert sich gegebenenfalls der Einfluss der kosmischen Strahlung. Da weiß aber Harald Lesch besser bescheid

  10. Ich weiß ihr habt _nicht_ nach Möglichkeiten zur Zeiterfassung oder Zeitplanung gefragt, aber ich kann hier trotzdem die App „Tasks“ in Verbindung mit einer Nextcloud empfehlen.
    IIRC beides OpenSource, Tasks sollte es zum Beispiel bei F-Droid geben. Setzt natürlich ein Android-Gerät vorraus.

  11. Mir haben die Fakten über die Sonne gefallen, und ja, DAS ist ein Rabbit Hole! kurzgesagt hat auf YouTube dazu ziemlich coole Videos gemacht, was mir spontan daraus einfällt: die Erde passt ca. 110 Mal in die Sonne – die Sonne passt ca. 10 Milliarden Mal in den größten derzeit bekannten Stern, Stephenson 2-18! o.O

    Auch interessant finde ich die Idee mit der Dysonsphäre. Völlig unpraktisch (allein der Materialaufwand!), weshalb ein Dyson-Cluster wahrscheinlicher ist: viele Satelliten umkreisen die Sonne, fangen die Energie auf und leiten sie an die Erde weiter. Wesentlich weniger Materialaufwand, gleicher Nutzen. Allerdings erst für eine Typ-II-Zivilisation auf der Kardaschow-Skala! Die hat es nämlich geschafft, das volle Energiepotential ihres Zentralgestirns zu nutzen. Wir befinden uns derzeit auf ca. 0.7 der Kardaschow-Skala (sagt Carl Sagan), da wir es noch nicht komplett geschafft haben, das Energiepotential unseres Planeten zu nutzen (was eine Typ-I-Zivilisation wäre).

    Vielleicht könnt ihr das ja mal in einer weiteren Folge aufgreifen 🙂

  12. Gute Folge, aber irgendwie auch nur Durchschnitt. Ich hätte mir zur 300 irgendwie etwas besonderes gewünscht. Zumindest einen kleinen Teil der Folge.

  13. Danke für die 2 1/2 Stunden Infotainment!

    Wobei mir ein kleiner Teil darin aufgestoßen ist: Euer Bericht vom Schnitzelhaus. Bei Folge 298 hatte ich bereits nach eurer Einstellung zum Veganismus gefragt, worauf ihr leider nicht eingegangen seid.
    Auch grundsätzlich finde ich es schade, dass die Klimakatastrophe aktuell so wenig Beachtung bei euch findet. Zum Höhepunkt der FFF-Bewegung hat Nicolas sehr häufig Themen dazu aufgegriffen und dann ist es weniger und weniger geworden.

    LG
    Raffaela

  14. Ich habe gerade bei der Arbeit das Phänomen der Afantasie angesprochen, weil es mich auch so fasziniert hat, als ihr darüber gesprochen habt und eine Arbeitskollegin von mir meinte, dass das bei Ihr der Fall sei. Sie kann sich nur Dinge bildlich vorstellen, wenn sie diese schon einmal gesehen hat. Deshalb liest sie auch ungern Romane und hört keine Hörbücher. Sie kann sich dazu keine Welt vorstellen.

    Nimmt man zb den Schrottplatz der ???, so habe ich ein genaues Bild davon vor meinen Augen, wie ich mir das Gelände vorstelle. Sie hat absolut kein eigenes Bild davon, sie weiß wie ein Schrottplatz aussieht, aber baut sich keine eigenes, spezifisches Bild davon, wie genau das Gebrauchtwarenzentrum Titus Jonas aussieht.

  15. Jungs, ich könnte mich immer totlachen wenn ich höre, dass Reinhard noch weniger Ahnung von Fußball hat als ich. Und ich ernte schon immer entsetzes, fassungsloses Kopfschütteln von einer Freundin (Schalke Fan), wenn ich nicht weiß wer Vincent Kompany ist oder nicht weiß, was ein Relegationsplatz ist. 😂

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