Mi299 – „Alpakakaka“

Inhalt
00:00:00 Intro
00:02:16 Pint of Science
00:22:53 Green Hospital
00:29:00 Knarzendes Gesundheitssystem
00:40:42 Kommentar
00:44:35 Thema 1: “Bier auf Gel, quietschfidel!”
01:07:01 Snackable Science
01:11:05 Thema 2: „Stehen Sie bequem!“
01:25:10 Schwurbel der Woche
01:41:56 Hausmeisterei
01:46:06 Outro Folge 29

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Danke für deinen Kommentar Ingo zur KI an der Börse!
Die Arte-Doku zum Geldroboter findet ihr hier.

Thema 1 (Nicolas): Bier auf Gel, quietschfidel!“ – „Detox-Gel“ in mice! Forschende in Zürich haben ein Protein-Gel entwickelt, das Alkohol in harmlose Essigsäure umwandelt, bevor dieser ins Blut gelangt und dort seine schädliche Wirkung entfaltet.

Snackable Science: Donnerblitz!“ – die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden liegt bei 1:6000.0000. So oder so sollte man sich vom höchsten Punkt fern halten, um nicht getroffen zu werden. Doch was, wenn man selbst der höchste Punkt ist? Giraffen sind hier wohl die Verlierer.

Thema 2 (Reini):Stehen Sie bequem!“ – durch  Machine Learning Stress erkennen? In einer Studie erkannten künstliche, lernende Modelle bei knapp 75% der untersuchten Personen korrekt, ob diese gestresst waren oder nicht. Die Erkenntnisse könnten genutzt werden, um Körperhaltungen und -bewegungen auf akuten Stress hin zu bewerten.

Schwurbel der Woche: Terlusollogie“ – lieben Dank Anke für den Schwurbel! Terlusollogie ist ein esoterisch inspiriertes alternativmedizinisches Konzept, das Menschen in „Atemtypen“ einteilt. Es handelt sich dabei um ein Kunstwort, das aus den Wörtern Terra, Luna und Sol besteht.

Hausmeisterei:

Wichtige Adressen:

17 Gedanken zu „Mi299 – „Alpakakaka“

  1. Zu dem Alkoholentgiftungsgel: wenn das 100%ig funktionieren würde, würde ich es sofort kaufen. Ich trinke derzeit gar keinen Alkohol weil wir ein Kind wollen. Dabei leide ich gerade beim ausgehen ein wenig unter den alkoholfreien Getränkeoptionen. Ich mag keine süßen Getränke, keine Limos keine Säfte. Also Tee und Wasser… Es gibt wenige alkoholfreie Biere die den Geschmack hinbekommen und die sind noch nicht überall zu bekommen. Laut Brauerzeitung ist der alkoholfreie Markt der einzige der beim Bier wächst, weil es eben gerade unter jungen Konsument*innen immer mehr um Genuss und Gesundheit geht. Aber es ist nicht einfach gute alkoholfreie Biere zu machen, und Wein soll eher noch schwieriger sein.
    Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen dass jemand dem bewusst ist ein Alkoholproblem zu haben leichter vor dem Ausgehen die Kraft hat das Anti-Alkohol-Gel zu schlucken als später zu sagen: nein kein Bier für mich.
    Für mich persönlich ist eine Weiterentwicklung der alkoholfreien Biere zwar die bessere Lösung, ich kann einfach sagen ich will keinen Alkohol, aber wenn da Abend die Willensstärke aufgebraucht ist, ist das vielleicht sehr hilfreich.

    • Ich habe inzwischen in das verlinkte Paper geschaut, und den Eindruck die geplante Anwendung sei eher eine Behandlung bei akuter Alkoholvergiftung in der Notaufnahme als ein kommerzielles Produkt für Verbraucher*innen.

  2. Danke fuer die Folge!

    Ich lebe in Japan und habe eine andere Theorie ueber Alkohol hier. Klassische Japanische Firmen sind sehr hierarchisch, im Firmenalltag sagen Mirarbeiter nicht oft ihre Meinung. Wir aus dem Westen wundern uns „wie koennen Firmen ohne Feedback von unten funktionieren“?
    Meine Theorie: hier kommt die Tradition ins Spiel das Japaner viel oefter als Europaer nach der Firma etwas trinken gehen. Wenn Kollegen in die Firma kommen oder aufhoeren gibt es auch eine Party, von der Firma gesponsort. Mit Alkohol wird die Zunge lockerer, und was auf diesen Parties („Nomikais“, trinken + sich treffen) gesagt wird, das darf am naechsten Tag in der Firma nicht gegen den Mitarbeiter benutzt werden.

    Der Alkohol ermoeglicht also hier den Feedback kanal nach oben. 🙂

  3. Was ist eigentlich mit Alkohol Überdosen. Wenn man sonst den Magen ausgepumpt bekommt, kann Mann dann nicht vielleicht auch so ein gel verabreichen?

  4. Ich glaube diese „Einordnung“ ist auch so ein Ding, was uns eingetrichtert wurde und wird.

    Willst du wissen, was für ein … Liebestyp (whatever) du bist? Hier der Fragebogen.
    Das gabs doch schon in der Bravo…

    So halt auch Horoskope, Sonne/Mondtyp oder wasauchimmer für ein Schwachsinn.
    Diese Leute „Als Krebs bin ich ja immer etwas mißtrauisch..“ finde ich zum Fremdschämen. Den rufe ich immer gedanklich „Alter, Merkst du noch was?!“ entgegen.

  5. kleiner Nachschlag zum Thema Tram
    https://www.youtube.com/watch?v=yi9tTZlXpDI

    Wenn man die Leute fragt: Wann bremst das Tram am besten und wann am schlechtesten auf den Gleisen, dann bekommt man meist ne falsche Antwort.

    Das Tram bremst am besten, wenn die Gleise klitschnass sind, also bei starkem/länger anhaltenden Regen oder bei Schnee.

    Es bremst am schlechtesten wenn es gerade anfängt zu Regnen und nur wenige Tropfen auf den Gleisen liegen oder nasses Laub auf den Gleisen ist. Das ist dann wie Schmierseife und der Bremsweg kann sich verdoppeln bis verdreifachen.

    Auch schlecht bremst das Tram bei Staub oder bei heissen Gleisen im Sommer.

    Ihr könnt euch ja mal überlegen warum das wohl so ist. Vor allem der Unterschied weniger Tropfen zu Vollnässe.

    Oben das Video ist ein Bremstest eines Trams bei 20 & 40 kmh. Der erste Teil des Videos ist zu gebrauchen, der 2. ist murks. (Die Handbremse vom PKW ist angezogen xD)

  6. Als Hobbybrauerin muss ich einhaken: Der Markt für alkoholfreies Bier wächst enorm! In der Bierszene ist das Thema groß geworden. Seit ein Wettbewerb entstanden ist, sind die Biere auch teilweise richtig gut geworden. In Österreich wurde ein alkhoholfreies IPA letztes Jahr als bestes Bier des Jahres ausgezeichnet. Große und kleine Brauereien springen auf den Zug auf und investieren auch in den Limo-Markt. Denn: Der Bier-Absatz sinkt. Zitat eines Sales-Typen einer großen Privatbrauerei: „Die Jugend trinkt nicht mehr…“

    Ich persönlich begrüße diese Entwicklung und finde, das Forschungsgeld wäre dort auch besser aufgehoben als beim Anti-Kater-Gel 😉

  7. Hallo Nicolas,
    in der letzten Folge habe ich das erste Mal bewusst vom SFB1242-Pdocast gehört.. mag sein, dass ich altmodisch bin, aber ich lade meine Podcasts immer noch bei iTunes runter… und dort finde ich im Store den Podcast nicht… ist das absichtlich so oder habt ihr da einfach nicht dran gedacht, weil ich eventuell der einzige bin, der noch diese Plattform nutzt? 😉

  8. Dr. Remfort sprach es so eben kurz an, Stichwort Homöopathie.
    Mit dem 10.5. 2024 beschloss der deutsche Ärztetag die Streichung der Homöopathie aus der Gebührenordnung.
    Sehr, zu meiner Verwunderung, wird lediglich auf Seiten der Homöopathie-Lobby lamoryant über diesen Beschluss agitiert.

    Hochachtungsvoll ein Studienabbrecher.

  9. Zum Thema Alkohol muss ich sagen, dass ich mit 50 mittlerweile wirklich aus dem Alter raus bin, in dem ich Alkohol wegen der berauschenden Wirkung getrunken habe. Mittlerweile habe ich jede Menge wirklich gute alkoholfreie Craftbiere entdeckt, die wirklich lecker sind und trinke eigentlich nur noch diese.
    Anders sieht es bei Wein aus. Der ist zum Essen wirklich lecker und es können auch mal zwei Flaschen werden (zu zweit) und darauf möchte ich geschmacklich wirklich nicht verzichten. Und im Gegensatz zu Bier lebt guter Wein von dem Alkoholgeschmack und alkoholfreier Wein ist Traubensaft aber kein Wein. Deshalb fände ich dieses Gel für den Hausgebrauch wirklich interessant.

  10. Hallo Nicolas und Reini,

    in Eurer Diskussion darüber wie wir die Krankenhäuser klimaneutral kriegen fand ich einen Punkt ziemlich unglücklich: Das kostet 7 Mrd und wir haben das Geld nicht. Das klingt so wie, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen oder dass wir uns das evtl. nicht leisten können. Das ist auch ein Grundtenor in der ganzen Klimadebatte und der ist schlicht und einfach falsch! Denn die 7 Mrd sind Investitionen, aber dafür sparen wir dann auch Geld für fossile Rohstoffe. Und das ist richtig, richtig viel Geld. Die Energieimporte betragen pro Jahr etwa 100 Mrd! Wenn wir da über die Krankenhäuser 5 % sparen könnten, wären das bereits pro Jahr 5 Mrd Einsparungen. Die Rechnung geht so einfach vermutlich nicht, aber deutet an, dass wir mit der Klimatransformation Geld sparen werden.

    Was kostet ist so weitermachen wie bisher. Alles an Klimaschutz amortisiert sich im allgemeinen innerhalb weniger Jahre und danach haben wir mehr Geld, nicht weniger. Je länger wir mit dem Klimawandel warten, desto länger müssen wir die hohen Kosten Zahlen.

  11. Hey, der Magen reagiert definitiv nicht nur auf Dehnung. Ja, Dehnung hat einen sättigenden Effekt. Aber nur, solange der Magen gedehnt ist. Den Magen dauerhaft mit Wasser gedehnt zu halten, ist unrealistisch, da Wasser zu schnell wieder aus dem Magen raus ist. Daher konnte z. B. in dieser Studie keine reduzierte Kalorienaufnahme beobachtet werden, wenn der Magen temporär gedehnt wurde und kurz nach der Dehnung nach Belieben gegessen werden durfte:
    https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0031938406000655
    Durch Magendehnung mittels Wassertrinken abzunehmen, ist daher unrealistisch.

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