Mi173 – “Frustrationstoleranz”

Die erste Minkorrektfolge aus dem Sendeturm und wir haben ein paar kleine technische Probleme von denen ihr hoffentlich nicht allzu viel mitbekommt! Das Minperium wächst!

Dank Nis findet ihr die Musikliste nun auch unter www.melodisch-inkorrekt.de.

Nicolas war zu Gast bei den Wildmics zum Thema Wissenschaftskommunikation.

Es gibt eine neue Studie bzw. ein Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen.

Benjamin hatte noch eine kleine Anmerkung zum Experiment der letzen Woche in Bezug auf Kühltruhen.

Thema 1:Einmal Pommes mit Schleifmittel” – Wir hatten seit langer Zeit mal wieder einen Gast. Max hat uns erklärt warum sich Ketchup gut als Schleifmittel für Linsen eignet. Vielleicht reicht es sogar für den IG-Nobelpreis dieses Jahr….wir drücken die Daumen!

Thema 2:Augen rechts! Augen links!” – Die Wissenschaft ist der Erklärung dieser optischen Täuschung ein kleines Stückchen näher gekommen.

Experiment der Woche:Tropfsteine zum Selbermachen“ – Ein Langzeitexperiment in dem wir Tropfsteine wachsen lassen…ob Nicolas dabei an den kleinen Kater gedacht hat?…so ein Stück Wolle ist schon verlockend.

Musik:Imposter – The Doubleclicks – a song for the Mars Curiosity Rover (full band version)” schuld ist Krisse

Thema 3:Ich hör nix. Regen!” – Unser löchriges Mobilfunknetz ist zwar nicht so gut wenn es ums Internet geht, aber dafür kann man damit mittlerweile Regen messen.

Thema 4:Pandemie als Chance“ – Im Bereich des mobilen Arbeiten war die Pandemie sowas wie ein unfreiwilliger Testballon. Welche Auswirkungen Homeoffice auf das Klima haben könnte wurde in dieser Studie mal etwas genauer abgeschätzt.

Schwurbel der Woche: Orgon-Akkumulator App

Hausmeisterei: Der nächste Minkorrekt-Lifestream ist am Montag den 07.09.20 um 20:00 auf Twitch.

Tourtermine:

Auch unsere Veranstaltungen sind leider von der aktuellen Pandemie nicht verschont geblieben und aktuell sieht es so aus, dass dieses Jahr keine Shows stattfinden können. Wir hoffen, dass es zu Beginn des nächsten Jahres besser wird.

Tickets für die Veranstaltungen im nächsten Jahr findet ihr ebenfalls im Ticketshop:

Wissenschaft live!

Wie die Abwicklung bei eventuell verschobenen Terminen genau abläuft, können wir euch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, da dies in der Hand der örtlichen Veranstalter liegt.

Diesmal haben wir einen Audiokommentar von unserem Lieblingshobbyimker Rene zum Thema Bienen und von Toby zum Thema Guano.

Rausschmeißer:Gre’thor MuS MeQ – Queen of the Night Aria (in Klingon)” schuld ist Nicolas.

Vielen Dank für eure Unterstützung! Support your Podcast! 🙂

(bei allen Links zu Amazon handelt es sich um Affiliate-Links)

Intro war: Die Demo

67 Gedanken zu „Mi173 – “Frustrationstoleranz”

  1. Das Grundeinkommen in dem Pilotprojekt ist steuerfrei, da es sich um viele kleine Schenkungen handelt. Da gibt es einen Freibetrag von x€ innerhalb von 10 Jahren. Die Kleinbeträge liegen da drunter.

      • Steuern und Hartz4 ist ein Unterschied. Geldgeschenke müssen als Einkommen angegeben werden und verrechnet. Mit dem Grundeinkommen besteht kein Hartz4 Anspruch mehr. Steht auch beim Pilotprojekt . VG

    • Euer Aufruf, dass sich jemand, der beim Grundeinkommen Pilotprojekt ausgewählt wurde bei euch melden soll, damit er aus erster Hand darüber berichten kann, könnte sich als problematisch entpuppen.

      Die Teilnahmebedinungen zu der Studie untersagen expliziet eine öffentliche Kommunikation darüber, falls man ausgewählt wird und führen zum Auschluß aus dem Projekt.

  2. Hallo Reinhard und Nicolas,

    vielen Dank, dass ihr die Frage zum Thema Abschluss der Dissertation aufgenommen habt. Ich befinde mich auch gerade in der finalen Phase meiner Dissertation und habe immer wieder Probleme mich zu motivieren diese runterzuschreiben.
    Ich habe mich sehr über die Ehrlichkeit gefreut, dass ihr Probleme hattet eure Dissertation abzuschließen. Ich habe das Gefühl, dass in meinem wissenschaftlichen Umfeld sich sehr viele Menschen immer als sehr produktiv und erfolgreich verkaufen, was bei mir zu einem starken “Impostor Syndrome” geführt hat. Ich denke, dass man gerade diese Motivationsprobleme aber im wissenschaftlichen Alltag immer wieder hat und deswegen Wege finden muss mit diesen umzugehen. Ich versuche zum Beispiel immer zu ähnlichen Zeiten ins Bett zu gehen, ausreichend zu schlafen und eine gleichbleibende morgendliche Routine zu haben. Das klappt an vielen Tagen, aber manchmal eben nicht. Gerade an solchen Tagen fällt es mir schwer gnädig mit mir zu sein. Deswegen meine Frage: Wie seid ihr mit solchen Tagen umgegangen?

    Vielen Dank für euren Podcast!
    Viele Grüße aus Lüneburg,
    Julius

    • Hi,

      Was mir bei Abschlussarbeiten oder Papern immer geholfen hat, waren wirkliche DL auf die ich keinen Einfluss nehmen konnte. Zum Beispiel, dass ich schon einen Vertrag unterschrieben hatte für den ich den entsprechenden Abschluss wirklich benötige. Aber das ist sicherlich sehr typabhängig und nicht immer möglich.

      Was die Tage angeht, die du ansprichst: An solchen Tagen habe ich dann in der Regel etwas gemacht, was keinen kognitiven hohen Anspruch hatte. Beispielsweise irgendwelche Visualisierungen oder etwas was gar nicht mit der Diss zu tun hat (etwas für die Lehre vorbereiten oder an einem anderen Thema für ein Paper arbeiten).

      Generell denke ich, dass jeder für sich selber herausfinden muss, was einem in der Situation hilft. Also einfach mal verschiedene Sachen ausprobieren. Die beiden haben ja auch schon diverse Techniken diskutiert, die helfen können Arbeit zu organisieren.

      Viel Erfolg!
      Simon

  3. Hey ihr beiden, wie kommt ihr darauf, das Mobilfunk bei 2,4GHz funkt?

    Ich hab gerade mal kurz nachgeschaut; zumindest was die kommerziell genutzten Frequenzen in DE angeht haben wir:
    – GSM: 900MHz sowie 1,7GHz
    – UMTS/3G: 1,9GHz bis 2,2GHz
    – LTE: 800MHz, 1,8GHz sowie 2,6GHz

    Es gibt auch einen ziemlich guten Grund, warum der 2,4GHz-Kanal nicht genutzt wird: dieser ist diverse zivile/casual Funksysteme wie WLAN, Bluetooth, Zigbee usw. reserviert und ist nicht für große kommerzielle Systeme wie Mobilfunk usw. vorgesehen – mal abgesehen davon, dass die Signaldämpfung eben aufgrund des Wassers für größere Distanzen absolut katastrophal wäre (ich meine, wir haben ja nicht nur bei Regen entsprechend viel Wasser um uns herum).

    • Danke für die Klarstellung! Ich hatte nur “Mikrowelle” im Kopf und war dann gleich von der technisch verbreitetsten Frequenz ausgegangen, eben 2,45GHz. Sorry!

      Nicolas

    • Eigentlich ist sogar noch etwas komplizierter … es gibt die ISM-Bänder ( industrial, scientific and medical) im elektromagnetischen Spektrum, die im Wesentlichen für die lizenzfreie Nutzung mit Ausschluss von Kommunikationsanwendungen reserviert ist. Solche ISM-Anwendungen sind z.B. die Mikrowelle (deren Benutzung man damit nicht bei der Bundesnetzagentur anmelden muss), aber auch sowas wie Anregung von CO2-Gasentladungen für Kohlendioxidlaser (13,56 MHz, 2,4 GHz).

      Zusätzlich gibt es aber national individuell geregelte Freigaben für Kommunikationsanwendungen, wie z.B. WLAN oder Bluetooth (die dann aber auch extra Anforderungen an Leistung und Belegungsdauer haben). Interessanterweise gab es aber auch Bestrebungen LTE im 5GHz Band parallel zu WLAN einzusetzen.

      Leider gibt es noch ein anderes Problem. Der Zusammenhang den Nicolas zwischen seinem schlechten Empfang und dieser Studie ist nur bedingt zu ziehen, weil die Richtfunkstrecken tatsächlich noch ganz andere Frequenzen (Fig. 2 hat Messungen von ca. 8GHz bis fast 40GHz) als LTE, UMTS oder GSM haben. Das ist auch logisch, weil warum sollten die Betreiber ihre raren Bänder zu den Endkunden dafür verschwenden, wenn sie spezialisierte Richtfunkstrecken mit viel höheren Bandbreiten und spezial Antennen (wie Reinhard auch beschrieb), die genau räumlich ausgerichtet sind, benutzen können. Trotzdem hat Wasser und Luftfeuchtigkeit einen Störeinfluss, es ist aber nicht unbedingt die fast vollständige Absorption (wie im Mikrowellenherd gewünscht) aber halt auch Reflexion und Beugung an den Tropfen.

      Die Verwirrung kommt hier tatsächlich wahrscheinlich daher, dass in dem Paper nur von Mikrowaves gesprochen wird. Damit ist aber offensichtlich der Sammelbegriff von Wellenlängen (je nach Definition) mit 1-300GHz oder 300MHz bis 1THz (https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrowellen) gemeint.

      Trotzdem ein schönes Thema, weil die Motivation von Nicolas bestehende Infrastruktur wiederzuverwenden trotzdem gilt.

      Danke für den Podcast und Liebe Grüße aus Rostock

      Benjamin

  4. Moin,
    sorry Leute aber ihr macht den gleichen Fehler wie die Regierung und die Mainstreammedien wenn ihr die Rechtsradikalen, die ich genauso verachte wie ihr, mit den Querdenkern in einen Topf schmeißt.
    Ich bin auch mit einigen Maßnahmen der Regierung nicht zufrieden und kann meinen Protest dagegen eigentlich nur auf so einer Demo kund tun, dafür ist sie ja nunmal da.
    Soll ich dieser jetzt wegen so ein paar Vollidioten fern bleiben ?
    Nebenbei wäre noch die Frage interessant warum der Reichsstag nur mit 3 Polizisten gesichert war obwohl die Aktion angekündigt war, aber das ist eher ein Thema für Verschwörungstheoretiker…

    Wenn Reinhard “Rambo” Remfort die Forderung stellt den Leuten von Polizisten ordentlich was aufs Maul hauen zu lassen dann ist unser junger Padawan übrigens keinen Deut besser als eben diese Idioten die den Reichstag gestürmt haben.

    Leute, ihr macht euch das meiner Meinung nach ein bisschen zu einfach.

    Kramt doch mal ein paar Studien raus mit denen ihr z.B. die Aussagen von Sucharit Bhakdi und Karina Reiß in ihrem Buch “Corona Fehlalarm?” wiederlegen könnt. Oder auch von den Ärzten für Aufklärung. Alles nur Schwurbler ?
    Vielleicht kann man da ja mal eine Sondersendung zu machen.

    Es grüßt ein treuer Hörer

    • Hallo Christian,

      das sehen wir eben anders. Du musst nicht an diesem Tag, mit diesen Leuten deinen Unmut über die Regierungsarbeit kundtun. Wenn ich merke, dass ich von Nazis instrumentalisiert werde, gehe ich nach Hause.

      Gruß
      Nicolas

      • Richtige Worte zur richtigen Zeit
        Es ist damit alles gesagt

        Ich geh am Wochenende nicht zur Flugscheiben-Show
        Jeder darf ne Meinung haben, aber wenn nur meine Meinung zählt ist das assozial.
        Was genau richtig gesagt wurde: Miteinander nach einer Lösung suchen. Nicht schreien und meinen

      • Habe mir beide Briefe durchgelesen. Keiner von beiden geht auf die Inhalte ein. So stell ich mir eine wissenschaftliche Debatte vor. Ach ne das war ja das Verhalten, das wir aus Diskussionssendungen mit Lanz kennen.

        So stellen sich die Unis gerade selbst ein Bein. Aber da hilft der Bildungsnotstand, den wir bereits seit Jahren haben und der durch Corona verschlimmert wurde. Die Abiturienten merken soetwas nicht. Da kann man ordentlich indoktrinieren. Wenn Leibniz, Newton, Kant etc. wüssten was an den Unis mittlerweile abgeht.

    • Wenn du ein Anliegen hast, mit dem du auf die Straße willst/musst, dan tu dich mit _Gleichgesinnten_ zusammen und mache eine Demo. Wenn du mit Nazis und Vollschwurblern gleichgessint bist, dann gehe zu deren Demo (und verdiene die Verachtung, die dir dann gebührt).

      So einfach ist das!!

      Wer alles auf einer Demo ist und da geduldet wird, liegt übrigens am Veranstalter. Um gleich mal das Argument “aber die kommen da einfach…” vorwegzunehmen: Wir haben ein doch recht gut funktionierendes Versammlungsgesetz, nach dem der Veranstalter sehr wohl sagen kann: “Die Spacken mit den Nazisymbolen gehören nicht hier her! Liebe Polizei entfernt die bitte, die sind hier ungeladen…”.

      • Ich gehe davon aus, dass das daran liegt, dass die Greenpeace Leute keine schwarz-weiß-roten Flaggen mit Bezug zu einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte geschwenkt haben. Zumindest empfinde ich diese anti-demokratischen Symbole vor dem Reichstag als erschreckender als das Anti-Kohle-Banner. Aber wenn du das auf der gleichen Ebene siehst, liegt das vielleicht auch an mir…

  5. Hallo Nicolas und Reinhard 🙂

    OPTISCHE TÄUSCHUNG FÜR DEN STREAM:

    Da ich als Biologe und Bio-/Physik-Lehrer ebenfalls optische Täuschungen liebe (Euren Podcast seit diesem März aber auch!), dachte ich mir, dass ich Euch auf diese Täuschung unbedingt aufmerksam machen muss:

    https://www.youtube.com/watch?v=A4QcyW-qTUg

    Bastelt das doch mal nach und zeigt es nächste Woche. Links zum Bastelbogen findet Ihr u.a. im YouTube Video (https://imgur.com/vBDV8o5). Ich habe damit meine Schüler immer begeistern können. Und es funktioniert super auch über Kamera und Bildschirm. Auf Wunsch kann ich auch was zur Grundlage dieser Täuschung sagen.

    P.S.: Wenn Ihr doch endlich drosophila melanogaster oder auch caenorhabditis elegans richtig aussprechen würdet…. meine Biologen-Ohren bluten jedes mal *grins / zwinker*
    Ansonsten macht immer weiter so! Ihr habt mir durch den Corona-Homeschooling Horror geholfen 🙂

    Viele Grüße auch von MEINEM Padawan-Referendar 😉
    Simon

  6. Hallo liebes (m)inkorrekt-team
    Ihr seid doch der wisschenschaftlichen methode verpflichtet.
    Gehört dazu nicht auch, dass man korrekte Bezeichnungen verwendet?
    Oder legt ihr da nur Wert drauf, wenn es um Physik geht?

    Gibt es einen Unterschied zwischen einer Reichsflagge und einer Reichskriegsflagge?
    Oder ist das das gleiche.
    moment, das eine wort ist ja länger
    da steckt ja krieg drin!
    während im andern..
    naja.
    hauptsache nicht anecken und weiter
    gruß
    *grübel*

      • Laufen da jetzt auch noch schwule(Regenbogenflagge) Nazis rum? Ich habe da alle möglichen Flaggen gesehen. Demokratie ist auch andere Meinungen auszuhalten.
        Zum anderen wird hier ignoriert, dass dieser inszenierte Spaziergang zum Reichstag, nicht von der Querdenkendemo ausging. Wer kann denn bitte dieses Narrativ glauben, dass vor dem Reichstag eine Bühne aufgebaut werden darf und dieser von nur von drei Polizisten bewacht wird.
        Die Livestreams aller möglichen Winkel dieser riesigen Demo und den Demos die drumherum abgelaufen sind, sind immer noch bei Youtube abrufbar. Ich habe sie live verfolgt und kann mich nur wundern, wie weit auseinander Berichterstattung und Wahrheit sein können.

        Mir fällt nur noch das Lied von Reinhard Mey ein:
        Sei wachsam präg dir die Gesichter ein
        Sei wachsam und fall nicht auf sie rein
        Sei wachsam und sei auf der Hut
        Es ist ‘ne Riesenkonjunktur für Rattenfänger,
        Für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger,
        ‘Ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,
        Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.
        Und die sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt,
        Und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.
        Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
        Kein Pfeifchen Gras, aber ‘ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
        Verseuch’ die Luft, verstrahl’ das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
        Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
        Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n,
        Und die Polizei muß immer auf die Falschen drauf hau’n.

        Meine 2ct.

  7. Wow. Was für ein Scheiß. Und damit meine ich euren Beitrag zur Coronademo. Dass sich gerade Wissenschaftler von absoluten Zahlen blenden lassen, spricht Bände. Die Art und Weise wie ihr über andere Menschen sprecht, ja auch Maskenverweigerer, “Coronaleugner” – was für eine unglaublich dumme Diffamierung, “Merkelkritiker”, ja sogar “Reichsbürger”, sind Menschen, ist extrem verachtenswert. Oben habe ich irgendwo gelesen, dass man aufpassen sollte, wenn man sich von “Rechten instrumentalisieren lässt.
    Hier habt ihr eure rechte Seite kundgetan. Ist euch nicht klar, aber Menschenverachtung, wie ihr sie formuliert, ist rechts.
    Schade falls dieser Podcast nebst Diffamierungen auch noch Informationen verbreiten sollte. Hörenswert ist das nicht. Statt euch von Rechten instrumentalisieren zu lassen, wurdet ihr Rechte.
    Sehr sehr schade.

      • Ihr braucht nichts dazu zu sagen. Macht euch Gedanken über meine Worte, niemand nimmt freiwillig gegen irgendjemanden eine Waffe in die Hand, da muss erstmal emotionalisiert werden. Diesen Punkt könnt ihr hiermit abhaken.

        • Lieber Matthias,
          du wirfst uns vor Menschen zu Diffarmieren und rechts geworden zu sein und in deinem nächsten Kommentar schreibst du “Macht euch Gedanken über meine Worte, niemand nimmt freiwillig gegen irgendjemanden eine Waffe in die Hand, da muss erstmal emotionalisiert werden. Diesen Punkt könnt ihr hiermit abhaken.” ….merkste selbst, oder? Es tut uns Leid wenn wir andere Ansichten vertreten als du und wenn wir dir in irgendeiner Form auf die Füße getreten sind, aber niemand zwingt dich diesen Podcast zu hören. Wenn es dir nicht gefällt was wir sagen, dann höre einfach auf uns zu hören. Es gibt so viele Podcasts da draußen, vielleicht findest du ja einen der dir mehr zusagt.

          Lieben Gruß
          Reinhard und Nicolas

          • Gern. Von Wissenschaftlern erwarte ich ein kritischeres Bewusstsein.
            Herzliche Grüße

  8. Servusle.
    Thema Motivation bei der Diss. Ich kann vielleicht mal als schlechtes Beispiel dienen 😀
    Ähnlich wie Nicolas habe ich meine Diss neben Job/Familienstart angefangen. Erst 2 Jahre Teilzeit-Job, viel dran gearbeitet. Dann (leider) Vollzeit und immer weniger Zeit gehabt. Dabei wäre extrem viel zu lesen gewesen (ein Philosophie-Thema). Mein Prof war immer sehr entspannt, auch wenn ich beim etwa halbjährlichen Treffen nix Neues hatte außer Ideen.
    Nach seiner Emeritierung verstarb er leider ganz unverhofft.
    Ich hab meine Diss eingemottet. Bin da völlig im Reinen mit, ist halt unvollendet.
    Was lernen wir daraus? Es gibt leider auch eine biologische Grenze. Ob das nun jemandem hilft? Schwer zu sagen.

  9. Bezüglich des Themas Homeoffice ist das Problem das die Vorgesetzten ihre Profilneurose nicht richtig ausleben können. Plus die Angst am Ende sogar als überflüssig zu gelten. Es gibt ja auch genug die ihren Selbstwert alleinig über die Arbeit definieren. Fällt das weg, fallen die in ein Loch.

  10. Hallo ihr beiden!

    Zum Thema 4, Einsparung durch HomeOffice.
    Die Einsparungen sind etwas geringer als berechnet. Außer der Fahrt gibt es noch weiteres.
    1. Außer bei Einzelbüros im Geschäft entsteht im Zuhause ein höherer Stromverbrauch durch Beleuchtung, der sich nicht ausgleicht.
    2. Zumindest bei Singles entsteht ein höherer Energiebedarf durch die Heizung zuhause (im Winter, wenn es ihn noch gibt). Dieser gleicht sich nicht aus, in Büros wird die Heizung nicht reduziert. Je nach Gebäude keine Kleinigkeit.

    • Mir fällt dazu auch noch ein, dass die Einsparungen im ÖPNV sicherlich auch niedriger sein werden, weil die Züge und Busse häufig trotzdem fahren werden.

  11. Es ist ja schon Befremdlich….
    Man (Mann/Frau/Divers/allerlei) Demonstriert Arm in Arm mit einer Flagge, under welcher die Impfpflicht Eingefürt wurde (Reichsimpfgesetz) welche nur stellvertretend steht weil die Flagge des 3.Reich’s Strafrechtlich relevant ist….
    Aber eigentlich steht man für eine Ideologie, in welcher Kritiker der Regierung entweder Erschossen wurden oder zusammen mit unliebsamen Ethnien in der Gaskammer standen….
    Und unter DIESEN Flaggen/Ideologien demonstriert man gegen die Regierung, für das Recht seine Meinung zu Sagen und gegen die Impfpflicht?!?
    WIE Durchgeknallt sind die Leute!!?!!

    Vielleicht sollten diese Leute mal einige Jahre in Ländern wie Weißrussland, Türkei, Russland, Ungarn etc. verbringen, zurückkommen und DANN unterhalten wir und über freie Meinungsäußerung….

    und JA! auch ich hinterfrage, ob die von den Regierungen getroffenen Maßnahmen wirklich sinnvoll sind… ob die Kommunikation schlüssig ist etc….
    Ja das darf und MUSS meiner Meinung nach hinterfragt werden…
    ABER wer sich mit Nazis (oder und Linksextremen) an eine Demo stellt – der hat nicht verstanden, das Rechtsextremismus (und auch Linksextremismus, religiöser Extremismus, usw….) Langfristig deutlich gefährlicher ist, als dieses Virus.

  12. Das mit den Richtfunkstrecken hat leider wenig Zukunft, da Richtfunkstrecken seit Anfang der 1980ger langsam aussterben.
    Lange Zeit waren Richtfunkstrecken eine der wenigen Möglichkeiten halbwegs große Bandbreiten über einige Kilometer zu übertragen. Kupferkabel haben eine zu starke Dämpfung und Hohlleiter waren nicht so viel besser. Gleichzeitig machte die Glasindustrie in den 1970gern große Fortschritte, so dass man sehr transparentes Glas herstellen konnte. Die meisten Richtfunknetze deshalb durch Glasfasernetze ersetzt. Eine Nische gab es noch eine Weile für die Zuführung zu Basisstationen für Mobiltelefonie. Dafür reicht aber die Kapazität heute kaum noch aus. Da das Glasfaserfernnetz in Deutschland erstaunlich gut ausgebaut ist, vermeidet man Richtfunkstrecken immer mehr. Glasfaserkabel findet man heute in fast allen Hochspannungsleitungen (erkennbar, dass an einigen Masten eine Leitung vom obersten Seil nach unten zu einem Kasten geht) oder entlang Autobahnen und Bahnstrecken. Über Richtfunkstrecken schafft man mit viel Aufwand so grob 10 Gigabit. Das schafft man mit billigen Equipment auch über Glasfaser… pro Wellenlänge.

  13. Hallo an alle!

    Mir ist eben beim Anschauen der optischen Bewegungsillusion aufgefallen, dass das ziemlich genau meiner Wahrnehmung meiner halbjährlichen Migräneaura entspricht! – Also wenn jemand mal wissen will, wie so eine optische Aura aussieht: that’s it!

    Gruß,
    Nico

  14. Ich frage mich während des Hörens, ob man deutlich einer anderen Meinung sein auch mit weniger Ausgrenzung und Abwertung hinbekommt. Und ob das sinnvoll wäre.
    Vielleicht findet sich hier ein schlauer Psychologe für ne Antwort?
    Ich höre immer gern zu und freue mich über die vielen Themen, die mir durch euch begegnen 🙂
    LG
    Klaus

  15. Ich könnte mir zugegeben nicht vorstellen im Homeoffice zu arbeiten. Das große Problem tritt dann auf, wenn es zu wenig Arbeit gibt. Im Büro auf Arbeit zu warten erscheint mir sehr viel ethischer als daheim auf Arbeit zu warten.

    Der einzige der bei uns in der Arbeit Homeoffice macht ist der Teamleiter, aber was der genau macht weiß niemand im Team.

    Seinem Chef ist das wohl egal.

  16. Hi Nicolas,

    einer meiner Lieblingskommentare unter dem Video “Gre’thor MuS MeQ” ist ja: ” I can’t tell the difference from the original”. 😀

    Wegen deiner Kritik an den Kommentaren habe ich mir die mal durchgelesen. Du musst wissen, es gibt eine aktive Szene der Klingonisten, also Menschen die klingonisch sprechen oder es noch lernen. Es gibt dabei aber nur eine Hand voll Menschen, die das fließend können. Ich sehe mich da eher als Anfänger, ein paar der Kommentatoren unter dem Video gehören zu den “Profis” aus der Szene.

    Klingonisch zu lernen hat mit Cosplaying oder ähnlichem erstmal nichts zu tun. Klingonisch ist eine vollständige Sprache, entwickelt vom Linguisten Marc Okrand, die ihre Regeln hat, wie jede andere Sprache auch. Konora, so schön sie auch singt, singt nunmal kein Klingonisch. Das von dir gebrachte Beispiel, in dem es um “Elbisch” ging, geht ja in eine andere Richtung, da geht es eher darum, dass man über Spitzfindigkeiten streiten kann. Konora hat den Text Wort für Wort übersetzt und dabei die klingonische Grammatik einfach ignoriert. Die Reihenfolge der Wörter ergibt im klingonischen so keinen Sinn.

    Man könnte also sagen, hier kollidiert Cosplaying (das was sie tut), mit dem Anspruch “richtiges” klingonisch zu verwenden und zu verbreiten. Die Kommentatoren erklären, was hier falsch ist und gehen inhaltlich darauf ein, weil das in der Klingonisten-Community, quasi einer internationalen Sprachlerngruppe, so üblich ist. Jemand produziert etwas auf klingonisch, wirft es in die Gruppe und andere erklären die Fehler/Probleme.

    Man muss Konora zugute halten, dass es nicht so wirkt, als hätte sie den Text einfach in den Bing-Übersetzer geworfen. Die Texte wurden mit einem korrekten Wörterbuch übersetzt, aber die Sängerin hat offensichtlich keine Ahnung von der Sprache die sie da verwendet. Wenn man sich selbst als “first Earth-based Klingon opera singer” vermarktet, “dedicated to exposing humans to the true beauty of the Klingon operatic voice”, dann sollte man die Sprache dafür auch lernen und nicht nur den Text Wort für Wort übersetzen und dann genau so wiedergeben.

    Stell dir vor, jemand übersetzt eine deutsche Arie Wort für Wort ins Italienische, in völliger Unkenntnis der Sprache, dann würden sich auch die Italiener die es hören mit Sicherheit beschweren. 😉

    Was besonders schade ist: Schon im Namen des Videos verwendet sie eine völlig falsche Schreibweise. Das zieht sich durch alle ihre Titel durch, dass die Namen der Stücke schon keinen Sinn ergeben, leider. Die Worte “MuS” oder “MeQ” gibt es nicht, es müsste “muS” und “meQ” heißen. Einen Buchstaben “M” oder “G” gibt es nicht einmal. (Das sieht von außen aus wie Kleinigkeiten, aber die Groß- und Kleinschreibung ist in dieser Sprache durchaus relevant. “q” und “Q” sind z.B. zwei unterschiedliche Buchstaben.)

    Warum zieht so ein Video so viel Aufmerksamkeit auf sich? Weil ein gut klingendes Stück, in einem Video mit 30.000 Aufrufen, was eine fiktive Sprache verwendet, sich dann aber als “klingonisch” bezeichnet, für Verwirrung sorgt.

    Ich finde es gut, dass es so viel tolle klingonische Kunst gibt, ich kann nur hoffen, Konora wird sich in Zukunft an jemanden wenden, der weiß was er da tut und für zukünftige Stücke echtes Klingonisch verwenden.

    Wer sich damit mal mehr befassen möchte, kann ja mal den “Klingonischkurs Saarbrücken” (https://qephom.de) besuchen, der findet (Wenn nicht gerade Pandemie herrscht) einmal im Jahr statt. Es gibt auch tolle Mailinglisten dazu, auf der sich die Klingonisten das ganze Jahr über austauschen können.

    Bis dahin kann man sich ja gerne Hamlet im klingonischen Original zu Gemüte führen: https://www.amazon.de/Klingonische-Hamlet-Star-Trek/dp/3864254426

    Und im Zweifel, wenn man was ins Klingonische übersetzen möchte: Sei kein petaQ, frag jemanden der sich damit auskennt: http://www.klingonisch.net

    Qapla’!

    • Ein Punkt noch: Die von Reinhold angesprochene Band Stovokor (Eingeenglischte Schreibweise übrigens, das korrekte Wort auf Klingonisch lautet {Suto’vo’qor}) singt übrigens AFAIK gutes Klingonisch. Fairerweise versteht man vieles gar nicht, aufgrund der Art zu singen und das was man verstehst, besteht meist nicht gerade aus langen Sätzen. Aber das was sie raus hauen, ist wohl korrekt. 😉

  17. Hallo Zusammen,
    Wie immer: Merci und macht weiter so!
    Könnte Nicolas bitte noch teilen, welche Wetterapp er nutzt? Genua so eine, wie er beschrieb, suche ich auch 😉

    Danke 🙌

    • Ich benutze die App Regenradar von Wetter.com, die in meiner Wahrnehmung sehr zuverlässig ist – auch in der Vorhersage der nächsten beiden Stunden.

  18. Die Theorie zur Luft in der Kühltruhe kann ich so nicht bestätigen. Ich habe eine im Keller stehen und muss regelmäßig ordentlich Kraft aufwenden, um sie wieder zu öffnen, wenn sie gerade geschlossen wurde. Sehr viel mehr als beim Kühlschrank.

    Gerade noch einmal getestet: einen Moment öffnen, dann wieder schließen und das nächste Öffnen wird merklich schwieriger. Zugegeben ist der Effekt aber größer, wenn sie längere Zeit geöffnet war. Große Mengen zu entnehmen ist trotzdem nicht nötig.

  19. Zur Pendlerpauschale: Diese zu streichen, hätte nur den Effekt, dass die Finanzämter in Belegen ersaufen. Die Absetzbarkeit der Kosten für den Arbeitsweg bleibt ja weiterhin bestehen. Ohne Pauschale müsste man aber eben jede Ausgabe einzeln nachweisen. Das kann man auch jetzt schon so handhaben: Wenn die tatsächlichen Kosten höher sind, als durch die Pauschale abgedeckt, kann man Einzelnachweise liefern und einen entsprechend höheren Betrag absetzen.

  20. Thema 4: Homeoffice. Aktuell gibt es auch bei mir das Bestreben die Angestellten wieder ins Büro zu holen. Masken, Abstand, Anmeldung und so weiter. Ich würde am liebsten für immer im Homeoffice bleiben!
    Mein Job vor Corona: Ich fahre ins Büro, schalte den PC an und arbeite.
    Mein Job mit Corona: Ich gehe ins Arbeitszimmer, schalte den PC an und arbeite.
    Ich spare Zeit, Tankfüllungen und Nerven. (Stichwort: Stau)
    Ich denke nicht nur der CO2 Verbrauch ist bei mir deutlich gesunken. (84Km/Tag allein mit dem Auto)
    Auch das Unternehmen profitiert: Ich schaffe mehr, bin entspannter und kreativer. Ich würde auch gern wissen, was das Unternehmen an Wasser und Strom wärend der 100% Homeoffice-Phase gespart hat.

  21. Zum Thema Recht auf Homeoffice.
    Dieses Recht exestiert in den Niederlanden seit 2015.
    https://www.spiegel.de/karriere/home-office-niederlande-garantieren-heimarbeit-per-gesetz-a-1028521.html
    Es ist genau so wie Nicolas schon angedacht hatte:
    “Arbeitgeber müssen eine Absage begründen und dafür schwerwiegende Dienst- oder Betriebsinteressen anführen”.
    Ich würde mir etwas ähnliches Wünschen. Bei den Gegner habe ich manchmal das Gefühl, dass es mit ‘Pflicht zum Homeoffice’ verwechselt wird. Wer möchte und kann soll weiterhin gerne im Büro arbeiten. Es sollte mMn aber wenigstens die Option geben Tageweise konzentrierte Tätigkeiten bei Bedarf zu Hause zu machen.
    VG

  22. Hey Jungs,

    Kurzer Kommentar zur Fackel:
    Die Fackel brennt eher wenn der Cracker aus ist als wenn er an ist. Die Fackeln sind Sicherheitseinrichtungen. Wenn z.B. der Druck in einem Behälter zu groß ist führt man die Stoffe lieber über die Fackel ab als das der Behälter platzt. Typischerweise passiert das beim Starten oder Stoppen der Anlage. Die Fackel wandelt dabei auch hochgefährliche Kohlenwasserstoffe in weniger schädliches CO2. Eine energetische Nutzung solcher, nicht konstanter Ströme ist beinahe unmöglich. In dem Fall gilt also “Sicherheit zuerst”

    Gruß
    Ein treuer Höhrer,
    selbst Doktor der Chemie

    Ps. Etwas mehr Verständnis für Chemie würde euch manchmal echt nicht schaden:)

  23. Lieber Reinhard, nimm doch bitte wenigstens bei der Vorstellung deiner eigenen Themen das Bonbon aus dem Mund. Es macht mich wahnsinnig!
    Trotzdem liebe Grüße 😉

  24. Zum Schwurbel: Das mit der Energetisierung von Lebensmitteln ist doch sowieso ein zweischneidiges Schwert. Das wird Herr Einstein dem Herrn Reich auch gesagt haben, denn das lässt sich aus E = mc^2 ja direkt ableiten. Wenn die Energie E bei konstanter Geschwindigkeit des Lebensmittels erhöht wird (und es liegt ja meistens wohl ruhig herum), dann vergrößert sich die Masse m des Lebensmittels. Es entwickelt sich also zu einer Kalorienbombe! Vielleicht ist es an der Zeit, dass dieser wissenschaftliche Fakt den Energetisierungsfans mal nähergebracht wird. Die gesundheitsfördernde Funktion der Energetisierung wird durch gesteigerte Kalorienzufuhr konterkariert. Wird das womöglich bewusst von irgendeiner Organisation im Untergrund verheimlicht? Ihr seid doch Physiker: Es wird Zeit für den m!-Orgon-Kalorien-Kompensator!

    *Zwinkersmiley*

  25. Arbeitsbedingt kann ich fast 8 Stunden Podcasts hören, ohne dass sich jemand daran stören kann. Sehr oft geht mir dann Material aus und dann freut es mich um so mehr, wenn nach dem Podcastrefresh ne weitere schöne lange Podcastfolge von euch herüberschwappt und mich über den Tag rettet! Danke an dieser Stelle! Weiter so!

  26. Moin,
    das Thema Diss kann ich auch sehr nachvollziehen. Bei mir wars ähnlich…
    Stelle gewechselt, Kind bekommen und monatelang darunter gelitten das ich mit der Diss nicht vorankomme. Das geht einem irgendwann auch an die Nieren. Ich hab mittlerweile nach fast 2 Jahren in einem neuen Job endlich eingereicht und hoffe nur noch das ich mich bei der Verteidigung nicht blamiere. Meine einzige Motivation war diese Belastungssituation endlich zu beenden.

    Was mir geholfen hat: ich habe mir einen Abend die Woche von der Familie frei genommen und mich in die Unibib gesetzt. Da war eine gute Arbeitsumgebung und vor allem war der Arbeitsplatz da für mich noch nicht so mit “scheitern” assoziert. Daheim saß ich oft da und hab nur auf den Bildschirm gestarrt, weil ich einfach kaum gesehen habe was ich noch machen muss und wie ich das überhaupt schaffen soll.

    Erstaunlich übrigens das ihr nach über 170 Folgen immer noch “Querdenker” unter den Hörern habt, ich finde ihr habt euch da über die Jahre eigentlich klar positioniert.

  27. Was ich bei diesem Thema UFO-Verschwörungstheoretiker schon überraschend fand ist, wie sich die Qualität da zu den heutigen mainstram Theorien verändert hat.
    In den 2-3 UFO/Pyramiden Verschwörungsbüchern, die ich so gelesen hab, ging es größtenteils nicht mal um Aliens o.Ä. da wurden dann 200 Seiten aufgewendet um darzustellen, wieso nix anderes überbleibt als UFOs. Teilweise ist dann sogar die Faktendichte so hoch, dass nur der daraus gezogene Schluss dann nicht wissenschaftlich ist.

    Fands dann fast schade für die Autoren. Treiben mega den Aufwand, werden für 1€ verramscht werden und ausgelacht. Während sich heute Tausende treffen und Behauptungen verbreiten, die allein schon mit “gesundem Menschenverstand” keinen Sinn ergeben 😀

  28. Zum Thema “Motivation beim Schreiben der Dissertation” etc. kann ich die App / das Tool Habitica (https://habitica.com/static/home) empfehlen.
    In Form eines Spieles wird damit versucht Gewohnheiten zu erlenen. Der Klassiker ist natürlich “Müll rausbringen” oder “Abwaschen”. Aber es können beliebige Aufgaben definiert werden und z.B. “Paper lesen” als tägliche Aufgabe definiert werden, für die man dann Punkte bekommt und darüber dann Level aufsteigt.

    Weiter treiben kann man das dann mit einer Gilde, um dann noch ein wenig externen Druck aufzubauen:
    https://habitica.fandom.com/wiki/The_Keep:Graduate_Student_Guild

  29. hallo ihr Beiden,

    erfreulich, dass es mal auch kritische Kommentare zu Eurer Podcaster-Filterblase gibt, in der Ihr euch derzeit aufhaltet, was Themen wie Corona, F4F und co. angeht. Unhörbarer, von Angst und Hysterie getriebener Mainstream, was das angeht.

    -Macht trotzdem weiter so, konzentriert euch jedoch auf die Wissenschaft, euren eigenen gesunden Menschenverstand, andere Meinungen und die Allgemeinbildung (in einigen Folgen muss man euer Nichtwissen klar anprangern, kommt aber zum Glück nicht so oft vor 😉

  30. Hallo zusammen,
    ich bin Hydrologe und kann daher ein paar Hintergrundinfos zur Niederschlagsmessung des DWD (Deutscher Wetterdienst) liefern:
    die > 1000 Messstationen des DWD sind größtenteils automatische Stationen mit einer zeitlichen Auflösung von bis zu einer Minute. Gemessen wird mit einem Hellmann-Niederschlagsmesser, der eine definierte Fläche (100 cm²) hat um die Tropfen aufzufangen. Das Niederschlagsvolumen wird entweder per Waage, per Wippe und/oder per Tropfenzähler bestimmt. Die kleinste gemessene Einheit ist 0.1 mm. Die Daten können hier relativ zeitnah (gestern) frei heruntergeladen werden: https://opendata.dwd.de/ . Für den professionellen Einsatz (z.B. Wettervorhersage, Hochwasservorhersage) gibt es auch live-Daten.
    Das klassische Niederschlagsradar bringt natürlich eine tolle räumliche Abdeckung (1 km²), ist aber am Standort relativ ungenau (was ihr ja auch schon erwähnt habt), weshalb es ständig an Bodenmessungen (siehe oben) kalibriert werden muss (RADOLAN-Verfahren, https://www.dwd.de/DE/leistungen/radolan/radolan.html).

    Es hat mich gefreut ein Thema aus der Meteorologie/Hydrologie bei euch zu hören. Das Journal “Hydrology and Earth System Sciences” ist in unserer Community eines der am höchsten gerankten und zudem Open Access (Gold). Es hat sogar einen Open Review, d.h. die Reviews sind ebenfalls Open Access. Ob die Namen der Reviewer veröffentlich werden, entscheiden diese selbst.

  31. Hallo Nicolas,

    Du hast die Forscher beim dritten Thema als Forscherinnen benannt. Jedoch sind im Link nur männliche Autoren aufgeführt: Maximilian Graf, Christian Chwala, Julius Polz, und Harald Kunstmann.

    • Nein, Nicolas spricht immer von Forscher*innen. Das kann man sehr gut heraushören. Das Gendersternchen klingt fürs ungeübte Ohr wie ein “äh” oder Gestammel. Außerdem darf man von den Vornamen nicht auf das Geschlecht schließen. Das wäre sexistische Kackscheiße.

  32. Moin zusammen,
    Ich bin in den letzten Tagen auf ein Thema gestoßen, dass mich echt verwundert hat und das zeigt wie selbstverständlich manch Schwurbelei mittlerweile geworden ist. Die Rede ist von Kinesio-Tapes (diese lustigen bunten Tapes die man gerade bei Sportlern immer mehr sieht).
    Abgesehen davon, dass die Wirksamkeit bis heute eher auf anekdotischer Evidenz beruht, dachte ich als Laie immer, dass die Farben teil einer Kodierung wären. So nach dem Motto Pink ist was für die richtig harten Jungs, weil da irgendwie mehr Zug drauf ist oder sonst was. Dem ist anscheinend nicht so, vielmehr orientieren sich die Farben an der chinesischen Farbenlehre, so stärkt rot angeblich die Durchblutung (ist ja auch logisch, weil Blut ist ja auch rot) und grün harmonisiert.
    Ich bin wie gesagt etwas schockiert, ich war selber lange Zeit im Handball sehr aktiv und man sieht gerade am Ende der Saison kaum einen Sportler ohne Tape rumlaufen, deswegen bin ich immer von einer gewissen Wissenschaftlichkeit ausgegangen, eine Wirksamkeit konnte so wie ich das bisher gelesen habe aber wohl noch nicht nachgewiesen werden.

    Soviel zu dem Thema, vielleicht kennt sich hier ja einer besser aus als ich und kann mich berichtigen, wenn ich hier kompletten Nonsens erzählen sollte

    Beste Grüße
    Till

    • Meine Vermutung ist, dass Geschwurbel viel verbreiteter ist, als wir uns eingestehen wollen. Denn das meiste müssen glauben. Würden wir uns auf das beschränken, was wir wirklich wissen, wären wir kaum handlungsfähig. Viele sind ja auch der Meinung, wir hätten eine christlich-abendländische Kultur und Religion ist per Definition nichts weiter als allgemein akzeptiertes Geschwurbel. Immerhin sind die meisten Menschen auch in Branchen unterwegs, die nicht oder nur rudimentär wissenschaftlich untermauert sind. Auch wenn die menschliche Intuition im Alltag sehr wichtig ist und auch gut funktioniert, scheitert sie doch regelmäßig bei komplexeren oder langfristigen Zusammenhängen. Sogenanntes Geschwurbel ist im Prinzip nur die extremste Variante von völlig normalem Denken. Wissenschaftler haben hier eine verzerrte Sicht auf die Allgemeinheit, da dies nun einmal diametral ihrer Arbeitsweise entgegen steht. Letztlich gilt das aber für viele Experten, die berufsbedingt eine völlig andere Sicht auf die Dinge haben als der durchschnittliche Laie. Und überall gibt es Scharlatane, die mit vermeintlich intuitiven Effekten ihre Opfer in die Irre führen.

  33. Hallo!

    Ich hätte eine Frage zu Thema 1, und zwar ob Ketchup quasi das Gegenteil einer Stärkesuspension ist. Die ist ja flüssig, und wenn man Scherkräfte wirken lässt (beispielsweise durch Draufhauen) wird sie ziemlich viskos.

  34. Ich höre euren Podcast eigentlich sehr gerne, aber wenn Reinhard anfängt, von der Pendlerpauschale zu reden, rollen sich mir die Zehnägel auf und der Zahnarzt freut sich, so sehr muss ich mit den Zähnen knirschen.
    Die Pendlerpauschale mindert die Steuern in Abhängigkeit des Arbeitswegs. Das ist kein tolles Geschenk, denn man bekommt immer wesentlich weniger zurück, als man für den Arbeitsweg ausgiebt, vielleicht mit den Ausnahmen, wenn man zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt. Alles andere ist so teuer, dass es mit der Pendlerpauschale nicht ansatzweise ausgeglichen wird. Daher wird auch kein besonders langer Arbeitsweg gefördert, egal ob mit Auto oder Bahn (gibt ja auch die gleiche Pauschale dafür). Man bekommt nur ein bisschen was von den Steuern zurück, die man für den Arbeitsweg vielleicht bezahlt hat, wenn man mit dem Auto fährt/fahren muss, ist das ja besonders viel (Mehrwertsteuer, KFZ-Steuer, Kraftstoffsteuer, Versicherungssteuer, …), aber auch für den öffentlichen Nahverkehr fällt da einiges an.
    Darüber hinaus kostet so ein langer Arbeitsweg auch noch etwas viel wertvolleres: Zeit! Die kann einem niemand zurück geben.
    Gerade Reinhard sollte das alles eigentlich mit seiner ‘neuen’ Tätigkeit mitbekommen haben, trotzdem schwafelt er so einen Unsinn. Ich kenne niemanden, der gerne eine lange Anfahrt zur Arbeit hat. Ich bin in der glücklichen Lage, mir seit einiger Zeit aussuchen zu können, wie ich zur Arbeit komme. Notfalls sogar zu Fuß…
    Und zum Thema Homeoffice: es fehlt ganz deutlich der persönliche Kontakt und den finde ich gerade im Wissenschaftsbetrieb unerlässlich. Mal eben zum Kollegen hion gehen und eine Idee bequatschen ist viel effizienter, als das in eine Email zu schreiben oder den Kollegen anzurufen, eine Videokonferenz aufzusetzen oder so. Natürlich gibt es Tage, da kann man sehr gut von Zuhause aus arbeiten, aber die halten sich eigentlich in Grenzen. Der Stromverbrauch ist auch eher höher, denn der dicke Büro-PC läuft weiter und ich logge mich von Zuhause darauf ein (Remote-Desktop, VNC, …). Schließlich ist auf der Kiste alles so eingerichtet, wie ich’s brauche.
    Der Wunsch von einigen Verwaltungmanagern Bürofläche einzusparen, halte ich für sehr blauäugig. Wenn mir die Firma keinen festen Arbeitsplatz mehr zur Verfügung stellt, an dem ich auch mal was liegen lassen kann, würde ich mich nach einer anderen Firma umsehen. Mein Arbeitsumfeld ist der Firma nämlich offenbar scheißegal (sorry für den Ausdruck). Es gibt sicherlich Leute, die nur ein Notebook brauchen (Rücken lässt grüßen, warum gibt’s eigentlich Gesetze zu ergonomischen Arbeitsplätzen?), aber wenn ich dem Betrieb Zuhause einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen soll, soll der Laden gefälligst dafür bezahlen.
    Und als Letztes noch: Die Meisten machen von Zuhause aus sicherlich einen guten Job. Sorge bereiten mir diejenigen, von denen man weiß, dass sie zuhause nur rumgammeln würden. Bei einem Recht auf Homeoffice könnten die ihr ‘Recht’ auf rumgammeln sogar einklagen… dumm…

  35. Huhu ihr Lieben,
    hier kurz meine eigene Geschichte zum Thema Händeschütteln:
    Die einzige Person, die mir seit der Pandemie die Hand schütteln wollte, war mein Hausarzt – kein Scherz. Er wollte auch, dass ich die Maske abnehme, damit er “mich mal sehen kann”, obwohl es überhaupt nicht um den Kopf ging. Ich werde mir vermutlich bald einen anderen suchen. Das war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, das bisher mit Nähe zur Homöopathie schon sehr gut gefüllt war. Und das als Arzt, der Menschen behandelt…

    Viele Grüße

  36. Ich habe mich sehr über die Hildegard-Orgonakkumulator-App gefreut am Ende, die hat nämlich der Bruder von einem Freund von mir entwickelt – wenn man das so nennen kann 😀
    Für alle, die mehr Hintergrund bekommen wollen zur geheimnisvollen Kraft der Orgon-Energie und wie sie uns vor den bösen Barcodes beschützt:

    https://www.youtube.com/watch?v=Om9fZp-jdQQ&t=1s

    Und eigentlich wollte ich euch noch den Link zum Amazon(!)-Kauf der “offline”-Version des Hildegard-Orgonakkumulators schicken (ein einfaches Holztablett für 1250€), aber leider wurde das inzwischen rausgenommen. Das war allerdings über mehrere Jahre bei Amazon drin!

  37. Danke für die schöne Folge!
    Zu Thema 1:
    Ich habe selbst meine Bachelorarbeit zum Thema “Polieren von aspherischen Linsen” geschrieben (auch an der TU Ilmenau =D) und was vielleicht etwas unklar rüberkam: Pech ist nicht formhaltig. Es braucht extrem viel Erfahrung gleichzeitig die richtige Form der Linse und eine gute Oberfläche zu haben. Den Feinoptikern zuzunehmen hat was von schwarzer Magie. =D
    Wir haben übrigens ein Experiment mit Hüpfknete gemacht, die sich an die große Form anpasst und bei kleinen Unebenheiten fest wird (die Idee stammt von der Uni Arizona).
    Zu Thema 4:
    Ich arbeite aktuell an der Uni Kassel und hier wurde nach den Corona-Lockerungen aufgrund der guten Erfahrungen das “HomeOffice-Experiment” bis Frühjahr 2021 verlängert. Wenn das klappt, soll HomeOffice dauerhaft möglich werden.

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