Minkorrekt Folge 95 “Stimmengewirr im Abwasser”

Folge vom 28.04.2017

Intro war Ghostbusters.

Ein großer Haufen gefälschter Peer Review Paper wurde zurückgezogen. Aufgefallen ist das Ganze weil alle Fristen eingehalten wurden.

Reinhard war auch im Urlaub in Prag und danach beim March for Science in Bonn. Abgesehen davon erlitt er VBL- und Buchschmerzen….sein Verlag will Witze erklären -.-

Bevor wir zum ersten wissenschaftlichen Thema kommen gibts noch einen kurzen Aufreger…die Sozialwahl 2017. Auf www.sozialversicherung.watch könnt ihr selbst nochmal nachlesen, dass man eigentlich keinen von denen Wählen kann…falls ihr einen Kandidaten findet der nicht für Homöopathie stimmt dann sagt uns Bescheid!

Thema 1: “Luftmeer” – Nicolas erzählt uns im ersten Thema davon wie man auch in trockenen Regionen Wasser aus der Luft gewinnen kann

Thema 2: “Das traurige Schicksal der kleinen Raupe Nimmersatt” – Reinhard stellt eine Studie vor die simpel ausgedrückt untersucht wie man mit gemahlenen Mottenlarven Plastik auflösen kann. Nicolas singt in diesem Rahmen das Lied der kleinen Raupe Nimmersatt.

Experiment der Woche: “Stickbomb” – Mit Mundspateln (hmmmm….Mundspatel) könnt ihr kleine Bomben bauen. Ein Riesenspass für kleine Kinder oder große Physiker. Das Video zum Experiment findet ihr hier.

Musik: “Water Cycle Song Video” – ausgewählt von der ominösen Frau

Chinagadget der Woche “Nagelheber” – Wer sich gerne selber quälen will 😉

Nicolas hatte Geburtstag und Reinhard hat ihm ein Geschenk besorgt….leider gibts nur ein Modell der Voyager-Sonden weil das eigentliche Geschenk (Kickstarter) noch unterwegs ist.

Thema 3: “Me, myself and my Killfie” – Es geht genau um das wonach es sich anhört. Menschen sterben bei dummen Selfies….wo, wann und warum untersucht diese Studie.

Thema 4: “Da platzt einem der Knoten” – Wir binden uns alle falsch die Schuhe zu….sagt zumindest dieser Mann! Warum die Schuhe immer von allein aufgehen steht in dieser Studie.

Zusatzfrage: Welche Seite der Alufolie gehört nach außen und welche nach innen? Wir beantworten es.

Amazonkauf der Woche: Feel Flux ….warum sind wir nicht drauf gekommen?

Rausschmeißer-Song: “Shoulders of Giants – original song for the March for Science”

 

 

(bei allen Amazonlinks handelt es sich um Affiliate-Links)

 

82 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 95 “Stimmengewirr im Abwasser”

  1. Wie ich gerade gesehen habe, ist der Betreiber der Seite sozialwahl.watch die ver.di. Auf diesem Grunde sind Kandidaten der anderen Listen dort gar nicht zu finden. Vielleicht solltet ihr eure Frage bezüglich der Homöopathie Unterstützung mal auf den jeweiligen Internetseiten aller Listen stellen. Diese wiederum findet ihr normalerweise auf der Homepage eurer Versicherung.

  2. Ich denke ihr werdet keine Kasse finden die sich gegen Homöopathie stellt. Meiner Meinung hat die Normalisierung des Hokus-Pokus System.

    Man hofft vermutlich damit das ächzende Gesundheitswesen ein wenig entlasten. Speziell die Hausarztpraxen werden immer mehr zu “Kontaktpersonen” vereinsamter Senioren werden denen eigentlich nichts wirklich dramatisches fehlt. Wenn man nun Naturheilkundler quasi aufwertet (durch Kostenübernahme) könnte man in der Tat die Zahl dieser “befundlosen” Arztbesuche auf zusätzliche Schultern verteilen und die Schulmediziner entlasten. Und wenn jemanden nichts fehlt kann man auch gerne Globuli “verteilen”, das setzt natürlich voraus das die Naturheilkundler verantwortungsvoll genug sind Leute mit echten Leiden zu überweisen (und fähig genug diese auch zu erkennen). Für die Kassen kommen Besuche beim Schamanen vermutlich günstiger.

    Das ist natürlich eine echt problematische gesellschaftliche / gesundheitspolitische Entwicklung (Alterung der Bürger, Belastung bzw Bezahlung der Hausärzte etc), der man da auf ungeeignete Weise begegnet. Aber ich vermute das ist der Hintergrund, beinden Kassen sitzen ja nicht ausschließlich Idioten. Aber Leute mit spitzem Bleistift. Wenn man irgendwo Kosten senken kann, bei gleichzeitig vermeintlich erweitertem Leistungsangebot und ohne eine unmittelbar messbare Verschlechterung der Versorgung wird das gemacht. Und ich fürchte die Zahlen bei den Kassen geben so eine Entscheidung her…

    • Gegen Placeboforschung und -behandlung habe ich überhaupt nichts. Ich möchte nur mit meinen Gebühren keine Konzerne finanzieren die mit Hokuspokus Geld machen. Genausowenig möchte ich von Apothekern beraten werden, die an Homöopathie glauben. Das lässt mich an ihrem Urteilsvermögen zweifeln.

      /nw

  3. Der “firstwish 2 Pro Paronychie” erweckte meine Aufmerksamkeit. Mein erster Eindruck ist, dass diese Erfindung vielfältige Verwendungsvarianten, nicht nur im ursprünglichen Anwendungsbereich ermöglicht.
    Ich würde das jedoch gerne verifizieren, bevor ich für das Gerät Geld investiere. Hilfreich wäre es daher, wenn ihr entsprechende Filmdokumente veröffentlichen würdet. Etwa wie das Gerät, auf dem großen Zeh von Nicolas appliziert, von Reinhard feinjustiert wird. Dabei wäre nicht nur der rein physiologische Vorgang von Interesse, sondern auch die darüber hinaus gehenden mehr emotionalen Aspekte. Oder dienen solche Filmdokumente einzig der internen Qualitätskontrolle und sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich? Aber dann gibt es sicherlich doch irgendwo ein Leak!
    Auf jedem Fall finde ich es sehr begrüßenswert, dass ihr die einschlägigen Erfahrungen von Reinhard auf dem Gebiet der B-Movies jetzt auch in alltagsnahen Experimenten umsetzt. Ich habe Hannibal Lecter immer für ein Genie gehalten und bin überzeugt, dass eine avancierte Physik auf diesem Spezialgebiet großes Leisten kann.

    • Reinhard sucht noch “Opfer” für seinen neusten B-Movie Film. Hättest Du Interesse? Du scheinst der Kunst nicht abgeneigt zu sein! 😉

      /nw

  4. Ich war in der selben Situation wie Reinhard bzgl. der VBL Versicherung. Ich habe das so verstanden, dass man sich von der VBL klassik befreien lassen kann, weil man als Doktorand nicht die erforderliche Zeit beschäftigt ist.
    Wenn man sich von der VBL klassik befreien lässt, meldet dich der Arbeitgeber automatisch bei der VBL extra an. Da gibt es dann keine Mindesteinzahlzeit, um diese in Anspruch zu nehmen. Die VBL extra bezahlt dann nur der Arbeitgeber. In gewisser weise schenkt er dir also etwas zusätzliches. So habe ich das zumindest verstanden.
    Ich habe auf jeden Fall auch Abrechnungen für die VBL bekommen, obwohl ich mich habe befreien lassen. Eine Auszahlung ist denke ich nicht möglich.

  5. Herzlichen Glückwunsch nachträglich Nicolas!

    “vielleicht brauchten wir die auch nicht in dem Genpool” doch du hast dich getraut und es gesagt und genau das dachte ich mir nämlich auch, hehe ich hab einen Schwarzen Humor. In der Tat haben die meisten einen Darwin Award verdient.

    Ich find die Soziologischen/Psychologischen Themen sehr erfrischend in eurem Podcast!
    Betreffend dem Killfie
    der Drang sich permanent darstellen zu müssen um Aufmerksamkeit zu generieren und sich bestätigt oder einfach nur gut zu fühlen hat narzisstische Auswüchse genommen, das zeigt auch wie unbedarft viele mit dem Internet umgehen dass es ein noch neues Medium ist und wir in der Pubertät stecken was das betriff. Ich steh dem nicht beängstigt oder besorgt gegenüber, ich find es einfach nur interressant und bin gespannt welche “Trends” in den nächsten Jahren noch auftachen werden, Aufmerksamkeit soll die Währung der Zukunft sein und du hast es gut erklärt Nicolas, danke!

  6. Zum Thema Alufolie:

    Wie ihr gesagt habt, macht die Seite in der Praxis keinen Unterschied. Ich glaube der Grund ist aber (auch) ein anderer.

    Nehmen wir an der Döner hat 100°C und ist ein schwarzer Strahler, so liegt die Wellenlänge des Intensitätsmaximums im Bereich von 5µm. (Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper#/media/File:BlackbodySpectrum_loglog_150dpi_de.png

    Die Dicke einer Alufolie liegt zwischen 4 und 20 µm https://de.wikipedia.org/wiki/Alufolie , und die Rauheit ist sicher noch deutlich geringer, vermutlich 10% der Dicke, also 0,4-2 µm.

    Die Glattheit/Reflexionsfähigkeit muss, soweit ich das verstanden habe, in Relation zur Wellenlänge gesehen werden. Weshalb ich glaube, dass auch die matte Seite für den heißen Döner spiegelt =)

      • Bin ich mir nicht sicher. Wir wollen ja hier kein Spiegel bauen, sondern nur eine reflektierende Fläche haben. Auf der Wikipediaseite geht es nämlich weiter:
        “Eine rauere weiße Fläche remittiert ebenfalls alles Licht, jedoch wird dieses hierbei ungeordnet in alle Richtungen gestreut.”
        Das wäre uns bei der Dönerverpackung ja egal.

        /nw

        • Einen wichtigen Hinweis habt ihr bei der Alufolie noch vergessen : Beim Bau von Aluhüten muss die reflektierende Seite natürlich nach außen !

  7. Ad VBL mal mein Kenntnisstand: Hier in BaWü ist die VBL nur optional, wenn man weniger als 5(!) Jahre im ÖD ist. Ab dem 1. Tag, der über die 5 Jahre hinausgeht, wird man versicherungspflichtig, und zwar rückwirkend. Ich nehme mal an, dass das auch in NRW so ist, ohne mich näher damit beschäftigt zu haben. VBLklassik und VBLextra sind AFAIK einfach die jeweiligen Produkte für Pflicht- bzw. freiwillig Versicherte.

  8. Bei Homöopathie geht es um den Placebo-Effekt. Das an für sich ist doch eine super Sache. Deshalb reicht auch ein Magnet in den Kläranlagen vollkommen aus und es bedarf keiner weiteren wissenschaftlichen Untersuchung.
    Nur hat man herausgefunden, dass der Placebo-Effekt auch wirkt, wenn man die Leute nicht über den Tisch zieht. Und das ist doch das eigentliche Problem an Homöopathie, welches man nicht unterstützen möchte.

  9. Zum March for Science hat mir ein bisschen Kritik zur Drittmittelförderung und unvoreingenommener/ideologiegetriebener Forschung gefehlt (z.B. im Bereich von Wirtschafts- oder Humanwissenschaften).
    Hierzu fände ich einen Überblick über die / ein interessantes Paper aus der Wissenschaftsforschung interessant, um mal besser zu verstehen, wie “die Wissenschaft” ihre eigenen Probleme untersucht und sich verbessert, und welche Zusammenhänge es mit Kultur, Politik, Gesellschaft gibt.

  10. Ok. Und was soll es jetzt bringen, wenn Enzyme Plastik zu Ethylenglykol oxidieren (mit CO2 als Nebenprodukt), das dann biologisch abgebaut wird und dabei noch mehr CO2 freisetzen (weil es halt auch nur oxidiert wird)?

    Wenn man den gleichen Plastikmüll kontrolliert verbrennt, kann man damit Dampf erzeugen, eine Turbine betreiben und Strom erzeugen.

    Was soll daran jetzt besser sein?

    • Das Problem sehe ich auch. Man könnte theoretisch transgene Bakterien mit dem Gen ausstatten und sie dann in die Umwelt entlassen um Plastikmüll abzubauen. Das dass aber seit langer Zeit wahrscheinlich weltweit außer Frage ist [1] nicht viel mehr als Spielerei und die durchaus positive Erkenntnis das die Natur sich eine neue Energiequelle irgentwann via Evolution erschließen würde, von wegen Plastik bleibt 1000 Jahre erhalten (wobei das in diesem Fall ja schon durch das japanische Bakterium bekannt war).

      [1] https://en.wikipedia.org/wiki/Ananda_Mohan_Chakrabarty

    • So wie ich es verstanden habe ist es sinnvoll für die Plastikberge die im Gelben Sack gesammelt werden. Es würde das Recycling vereinfachen, wenn man das Material effizient in Grundstoffe für die chemische Industrie zerlegen könnte. Am Mikroplastik im Meer würde das natürlich nichts ändern.

      • Nö, das Problem ist, dass es sich in der Nahrungskette ansammelt und die großen Lebewesen tötet. Die kleinen freuen sich eher noch weil sie was zum anheften und darauf wachsen haben. Ansonsten ist die Konzentration bei weitem zu gering.

  11. Stimmengewirr im Abwasser ist sensationell. Mein persönliches Highlight zu diesem Thema habe ich heute in einer Anzeige in der Schrot und Korn entdeckt:

    Flaska, die Trinkflasche aus Glas. Binnen 5 Minuten wird das darin enthaltene Trinkwasser mittels mehrerer Verfahren, darunter “Technologie der Programmierung von Silizium” dergestalt strukturiert, dass “eine Annäherung der Vibrationsstruktur des Wassers in der Flaska an die Vibrationsstruktur von Quellwasser” stattfindet.

    Nun arbeiten ja Generationen von Laboranten, Studenten und Forschern im Labor mit Glasgeräten gerade WEIL Glas inert ist und damit die Reagenzien nicht verändert. Mich würde schon sehr interessieren wie die Hersteller das Silizium programmieren wollen. Leider gibt es auf der Homepage nur einen Link zu “Tests, die die Behauptungen direkt und indirekt beweisen”, also pseudowissenschaftliches BlaBla.

    Ich habe herzhaft über die Homepage gelacht, aber es ist schon traurig, dass viele arme Menschen darauf hereinfallen werden, und diese völlig überteuerten Flaschen kaufen.

    Zum erweiterten Themenkreis Homöopathie: ich habe kürzlich einen sehr interessanten Vortrag einer Placebo Forscherin gehört. Akupunktur bei Rückenschmerzen wird von den Krankenkassen nicht etwa bezahlt weil die Wirkung bewiesen wäre, sondern weil es genauso gut / schlecht wirkt wie die Standardbehandlung mit Medikamenten. Placeboeffekt in Reinstform. Aber leider stärkt es halt die Scharlatane.

  12. Vorweg erst einmal ein großes Dankeschön an Euch!

    In der Schulzeit haben mich Fächer wie Chemie und Physik immer gelangweilt. Bio ging gerade so und irgendwas naturwissenschaftliches musste ja ins Abi rein. 😉 Nicht, dass ich nicht verstehen konnte, dass das richtig Spaß machen kann und insbesondere Physik hätte mich wirklich gerne interessiert, aber auch wirklich gute Lehrer haben es leider nicht geschafft, dass ich mit den Naturwissenschaften richtig hätte anfreunden können. Genetik (und Verhaltensforschung) fand ich immer ganz gut, was mir in Bio in der Oberstufe aber trotzdem meine schlechteste Klausur eingebracht hat. Also wirklich eher Richtung katastrophal…aber immerhin keine 6 aber damit war klar, Beruflich besser in eine andere Richtung orientieren. Ein Bisschen schwer tue ich mich damit immer noch und irgendwelche Schuhkartonhäuser mit Elektrik auszustatten reizt mich immer noch wenig, aber irgendwie höre ich vor allem Euch und auch der Wrint Wissenschaft sehr gerne zu. Auch wenn ich vorher geschworen hätte, dass ich mit Wissenschaft nichts anfangen kann, also so rein gar nichts, erregt es immer mehr mein Interesse. Vielleicht liegt es auch daran, dass mir vorher gar nicht klar war, dass zur Wissenschaft auch das Einordnen und Hinterfragen von den gewonnenen Informationen gehört und mir sowas an sich total viel Spaß macht. Lücken suchen und Informationen eingeordnet bekommen spricht mich deshalb natürlich sehr an. Ich habe häufig ein Problem damit, Dinge zu lernen, bei welchen ich langfristig keinen Nutzen für mich sehe oder die voraussichtlich nichts mit meinem Alltag zu tun haben (werden). Leider habe ich oft erlebt, dass Lehrer uns auch nicht erklären können, wofür etwas später sinnvoll ist, was ich sehr schade finde. Aber ich bin deshalb umso glücklicher, Euch gefunden zu haben, da ich das Gefühl habe, dass mich die Themen, die ihr auswählt, sehr ansprechen und weiterbringen. Wir haben beispielsweise Bienenvölker und das “Whoop whoop” (Die Frage: Wie macht die Biene? -Whoop woop hat sich bei uns übrigens zum Running Gag entwickelt, damit kann man andere Menschen auch wunderbar irritieren 😉 ) und die Mottenlarven in dieser Folge fand ich daher besonders interessant. Ihr erklärt es auch immer so, dass ich die Hintergründe verstehe, auch wenn ihr vermutlich häufig weiter ins Detail gehen könntet, schafft ihr es immer, mich nicht abzuhängen und es so zu erklären dass ich nicht abschalte und frustriert bin. Über diesen Weg merke ich, dass ich immer mehr Interesse daran entwickle, welche Prozesse die Ursache an einem neuen Forschungsergebnis sind und genau an diesem Punkt hätte mich der Physik/ Chemie-Schulunterricht wohl abholen müssen. Wissenschaft und Naturwissenschaftliche Prozesse scheinen mich also doch zu interessieren, was ich sehr schön finde. Vielen Dank, dass ihr mich daran geführt habt!

    Und zu dem Thema Gefahren-Selfies ist mir gerade leider dieser Artikel ins Auge gesprungen und ich dachte, das kann doch nicht sein. Es hätte nicht sein müssen.
    http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article210415953/Er-wollte-Selfies-machen-Mann-auf-A24-toedlich-verletzt.html
    http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Mann-22-stirbt-bei-Selfies-auf-Autobahn-A-24

    Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen und hoffe, dass ihr noch ganz lange euren wunderbaren Podcast macht! Es fasziniert meinen Freund und mich immer wieder, wie gut ihr die Themen in der doch recht kurzen Zeit aufbereitet und euch sehr um das regelmäßige Erscheinen des Podcast kümmert. Da immer dranzubleiben muss man auch erstmal schaffen, das beeindruckt mich immer wieder!

    Liebe Grüße,
    Eure doch wissenschaftsinteressierte Hörerin Anna 🙂

    • Vielen Dank für die netten Worte!

      Über die Nachricht sind wir leider auch ein paar mal gestolpert nach der Aufnahme. Tragisch! Und ich war noch so froh, dass es keine Fälle bei uns gibt…

      /nw

  13. Das war wieder einmal ein richtig gute Folge. Der Urlaub scheint Nicolas gut getan zu haben. Er schien mir besser gut gelaunt.

    Woop woop kenne von KRS-One. So wie es Nicolas verwendet, erinnert es mich aber eher an Kirmes. Ich meine, die Karussellbetreiber geben solche Töne von sich. Außerdem meine ich, dass es in billigem Eurodance oder Kirmes-Techno vorkommt. Ein konkreter Titel fällt mir allerdings nicht ein.

    Biologisch abbaubares Plastik löst nicht unbedingt das Problem mit Plastik im Meer und sonstigen Gewässern. Denn der Kunststoff verrottet eben nicht von selbst sondern wird von Mikroorganismen, die im Erdboden vorkommen, abgebaut. Im Wasser dagegen wird der Kunststoff dagegen höchstens zerrieben, was nur dazu führt, das er quasi überall vorkommt und evtl. sogar über Plankton in die Nahrungskette gelangt.

    Die Sache mit den Schnürsenkeln ist mir in letzter Zeit öfters im Netz über den Weg gelaufen. Dass die meisten Menschen die Schleife falsch binden, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Allein schon weil es bescheuert aussieht und nervt, wenn die Schleife sich um 90° dreht.
    Ich löse bei den meisten Schuhen fast nie die Schleife sondern schlüpfe so raus und wieder rein. Die Schleife hält also Wochen oder gar Monate. Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass ich sie nicht falsch mache. Die Form und das Material der Schnürsenkel scheinen mir aber einen wesentlichen Unterschied zu machen – superglatte Exemplare aus Polyester – am besten noch rund statt flach – lösen sich ziemlich oft, egal wie man sie schnürt, weil da vermutlich einfach die Haftreibung zu gering ist.

    Killfies mit technischen Mitteln zu verhindern halte ich auch für Blödsinn. Viel wichtiger finde ich, die Nutzung von Smartphones etc. im Verkehr zu unterbinden. Allein schon deshalb, weil hier durch viel mehr Menschen umgekommen oder zumindest geschädigt werden und vor allem wegen der akuten Fremdgefährdung. Mit den ganzen Sensoren kann man, denke ich, heutzutage sehr wohl unterscheiden, ob der Bediener am Steuer sitzt oder nicht – zumindest mit ausreichend hoher Wahrscheinlichkeit. Wenn man als Radfahrer oder Fußgänger darauf achtet, wie viele Fahrer ihr Smartphone während der Fahrt nutzen, kann einem richtig schlecht werden. Da wird einem erst einmal klar, wie viel skrupellose Menschen da draußen unterwegs sind.

    • Ich dachte auch “meine Schnürsenkel halten und drehen sich nie 90°, ich habs halt richtig gelernt!”. Dann hab ich mich mal hingesetzt, mit dem Schuh vor mir auf dem Tisch und die Anleitung im Paper für Weak und Strong durchgeackert (Knotenanleitungen fand ich schon immer verwirrend ^o^ ). Und wer hätte es gedacht, ich hab es immer auf die falsche Weise gemacht…
      Was ich als Kind (ohne Reim) gelernt hab, geht wie folgt: den Halbknoten, dann eine Schlaufe mit rechts festhalten, mit links GEGEN den Uhrzeigersinn drumherum und mit links dann eine Schlaufe durchziehen. Tatsächlich muss man mit links aber IM Uhrzeigersinn um die erste Schleife rum und dann mit Rechts die zweite Schlaufe ziehen (die erste Schlaufe wandert dabei in die linke Hand). Dann hat man laut Paper die starke Variante.
      Das kann man dann sogar überprüfen wenn man die beiden Schlaufen einzeln rauszieht und sich den verbleibenden Knubbel-Knoten anschaut. Bei der schwachen Variante isses nicht mehr als ein (asymmetrischer?) Knubbel, bei der starken Variante ist es ein Schlaufenknoten (der von Reinhard genannte Altweiberknoten)

      Kreuzknoten und Altweiberknoten scheinen offenbar auch derselbe Knoten zu sein, und nicht wie von Reinhard behauptet zwei Unterschiedliche. Beide laufen im Artikel “Liste von Knoten” bei Wikipedia unter der sog. Ashley No° 1204 und sind damit wohl identisch.

      • Da sind einige Fehler drin. Zuerst die einfachen: Der Altweiberknoten hat die Nummer 1206 und sie sind nicht identisch.

        Beim Altweiberknoten ist der zweite Knoten gegenüber dem ersten anders als beim Kreuzknoten.

        Und genau da liegt auch der Knackpunkt mit der Schleife: “gegenüber dem ersten”
        Ob man über oder unter der Schleife her muss hängt davon ab, wierum man den ersten Knoten macht.

        Auf der Wikiseite zur Schleife sind alle illustriert
        https://de.wikipedia.org/wiki/Schleife_(Knoten)
        (der Diebesknoten als dritter kann bei der Schleife nicht auftreten, da bei dem nur die Position der langen Enden vertauscht ist)

        Was ich dabei interessant finde, ist, dass es vielleicht deshalb kommt, dass ich immer nachdenken muss, wenn ich einen Kreuzknoten binde, weil die Schleife so drin ist, dass es intuitiv kommt (bei mir ist auch die Orientierung des unteren Knoten anders gewesen als im Paper).
        Ich habe allerdings eine etwas andere Variante gelernt, um zu verhindern, dass die Schleife sich löst: Einfach zwei mal um die Schlaufe wickeln 🙂

    • Ja, das scheint die “whoop whoop” Referenz zu sein. Ich spiele das in der nächsten Folge noch mal an!

      /nw

  14. Weshalb so ein verkrampfter Umgang mit Placebos? Das es den Placebo-Effekt gibt und er wirkt, ist doch wissenschaftlich belegt. Ich wollte mit meinem Kommentar niemanden aufregen, ich will ja auch auf keinen Fall diese Homöopathie-Abzocke unterstützen. Aber deshalb reicht doch auch ein Magnet, weil man ja nur daran glauben muss, damit es wirkt.

  15. Magnete am Wasserhahn!
    Wir rückständig! Das gab es schon vor Jahrzehnten an der Kraftstoffleitung im Auto für geringeren Verbrauch!
    Stichwort “Ecojet” und ähnliches

    • Genau so ist es! Das erklärt auch ganz einfach die etwas höhere Haltbarkeit des Knotens, denn es ist dieselbe Situation, wie beim Kreuzknoten vs. “Altweiberknoten”. Die schwache Variante ist ein doppelt geslipter Altweiberknoten, die starke eben der doppelt geslipte Kreuzknoten.

      Wenn man sich den Krezknoten und den Altweiberknoten (ohne Slips, also ohne Schleifen) mal anschaut, dann sieht man auch, dass der Kreuzknoten von der Seite betrachtet “falch” ist, der Altweiberknoten etwas dicker, weil die zwei Einzelknoten im letzten Fall etwas verdreht zueinander stehen. Deshalb auch die schiefe Schleife, wenn man den Schuh mit diesem Knoten schnürt.

  16. Puh, die 40th Anniversary Edition der Voyager Golden Record ist wirklich hübsch – aber leider auch kein Schnäppchen. Bin gespannt wie euer Eindruck ist wenn ihr sie in den Händen haltet. Hoffentlich ist das “translucent gold” auch wirklich gold und nicht bloß gelb. Aber ihr werdet sicher berichten und ich hoffe, dass Sie euch gefallen werden.
    Habe mal ne Band gesehen, die haben ihr Artwork an die Voyager Record angelehnt da sie “Science Fiction-Rock” gemacht haben und während des Konzertes auch irgendeine Sci-Fi-Geschichte erzählt haben. Sah auch echt schön aus, war allerdings nicht meine Musik. Hat mich aber tatsächlich daran erinnert: https://www.facebook.com/plutowasaplanetband

  17. Zum whoop whoop:
    In Minkorrekt Folge 91 erklärt Nicolas, dass die Bienen das “whoop, whoop” erfunden haben. Wieso es von manchen Menschen nachgeahmt wird? Keine Ahnung. 😉

    Zum Amazon-Kauf der Woche:
    Ich mache dieses Experiment im Unterricht mit Alufolie. Das funktioniert super und kostet auch etwas weniger. Ich bin sogar ebenfalls auf die Idee gekommen zwei Rollen zu benutzen, um zu versuchen den Magneten “endlos” fallen zu lassen. Leider war ich nicht so geschäftstüchtig. Deswegen bin ich wahrscheinlich auch Lehrer. 😉

    Ansonsten: Alles Gute nachträglich an Nicolas!

    Wie immer eine schöne Folge. Vielen Dank!

    Gruß
    Reinhard

    • Der Herausgeber der Seite IST verdi. Da wird vermutlich nichts anderes erscheinen. War mir während der Aufnahme auch nicht klar.

      /nw

    • https://en.wikipedia.org/wiki/Hemp#Plastic_and_composite_materials
      https://en.wikipedia.org/wiki/Bioplastic
      > Some, but not all, bioplastics are designed to biodegrade.
      >Because of the fragmentation in the market and ambiguous definitions it is difficult to describe the total market size for bioplastics, but estimates put global production capacity at 327,000 tonnes.[30] In contrast, global consumption of all flexible packaging is estimated at around 12.3 million tonnes.[31]
      […]have made an assessment of the potential of bioplastics in different sectors of the European economy: Total: 2,000,000 tonnes per year
      >In the years 2000 to 2008, worldwide consumption of biodegradable plastics based on starch, sugar, and cellulose – so far the three most important raw materials – has increased by 600%

      …Ja?

  18. Du hast ein Entfeuchtungs-Säckchen im Auto hängen? Überleg doch mal wie das funktioniert: Es ist mit hygroskopischem Material gefüllt. Das hat eine gewisse Kapazität Feuchtigkeit aufzunehmen. Die ist GERING! Das Säckchen ist 24h im Auto und nimmt dann entweder in wenigen Stunden alles Wasser auf, das vorbei kommt (Lüftung aufgedreht) – oder es ist “voll” mit Wasser. ALso dass es nur in der Früh wirkt um die Scheiben nicht anlaufen zu lassen – halte ich für Esoterik. Oder es ist wissenschaftlich nicht bewiesen – oder mir unklar.

  19. Mit den Knoten:
    Sehr guter Tipp! Bei den Schuhen hatte ich nie Probleme, aber ich habe da so Jogginghosen, wo der Knoten immer auf ging wenn der Bierbauch in Bewegung kam. Mit dem neuen Knoten rutscht nix mehr 😝

  20. Das Ding mit den im Wasser gespeicherten Informationen, ist schon alt.
    Clemens Wilmenrodt, der erste deutsche Fernsehkoch, schreibt in seinem Kochbuch “Es liegt mir auf der Zunge” aus dem Jahr 1954, man solle seinen Kaffee mit Mineralwasser aus der Flasche aufbrühen, da durch die ganze Chemie in der Umwelt und die Klrmaßnahmen “das Prana des Wassers zerstört” sei und es folglich keinen ordentlichen Kaffee abgeben könne.
    Die Magnetheinis habe ich schon vor vielen Jahren (mind.10) auf der Esoterikmesse in Köln-Mülheim gesehen. Der Stand, sicherlich 6*4m, war innerhalb eines Vormittags leergekauft.
    Auf derselben Messe hielt ein Typ Vorträge über Leben ohne Geld; Freitagabend bis Sonntagabend, insgesamt 7 Stück zu 235€ / Zuhörer. Macht bei gut 100 Pltzen im Saal und kompletten Ausverkauf …….. Genug, um “ohne Geld” gut leben zu können.
    Soviel zu “Glauben die das eigentlich selber?”

  21. Hallo und vielen Dank für die gute Unterhaltung! Nach vielen Empfehlungen in anderen favorisierten Podcasts habe ich Euren Sender nun auch endlich abonniert und höre mich nun fast täglich durch Eure alten Episoden.

    Zum WOOP WOOP- Sound: Ich würde meinen, das der von Schlachtschiffen u.ä stammt:
    https://m.youtube.com/watch?v=lB0FZHFRGBI

  22. Hallo Ihr beiden.

    Ich liebe eure Sendung. ABER: Auch wenn mir die Eso-Quacksalberei ebenfalls auf den Sack geht, kann man davon ausgehen, das Medizin nicht Physik ist.
    Da die Medizin sich mit einem frei denkenden, fühlenden und nicht zuletzt lebendigen Wesen beschäftigt, und den Mensch nicht nur als ein physisches Objekt betrachten kann, habe ich Verständnis für eure Haltung.

    Dennoch, es ist genug der Kritik. Wir wissen es nun. Und es ändert eh nichts bei den Gläubigen welche im Fadenkreuz eurer Kritik stehen.

    Ich freue mich auf weitere Folgen von Minkorrekt. (Fu… ist Freude Esoterisch?, falls ja – Sorry)

    Mit messbaren Grüssen
    Leander

  23. Die Folge war wieder toll. Könntet Ihr mal in kurzen Worten erklären, wie der Forschungsalltag an der Uni funktioniert, also von der Idee bis zum fertigen Paper?
    Gibt es da Vorgaben? Bei manchen Papern, die Ihr vorstellt, habe ich das Gefühl, dass jemand eine Idee hat und damit dann im “Hobbykeller” verschwindet 🙂

    Danke und viele Grüße

  24. Ich glaube das Problem Killfie gab’s schon vor Smartphones. Nannte sich damals noch Mutprobe. Ja, man hat keine Photos gemacht, aber man hat dennoch potentiell lebensgefährliche Dinge getan um seine Freude zu beeindrucken. Dabei sind bestimmt auch ein paar Leute drauf gegangen.

    • Und dann gibt es doch so tolle hochqualitative Sendungen auf privaten Fernsehsendern wie „Upps die Pannenshow“, wo reihenweise Homevideos von unter anderem Personen gezeigt werden, die große Dummheiten machen. Das haben vielleicht nicht immer alle absichtlich für diese Sendung gemacht, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es für eine erfolgreiche immer ein paar Euros gab, vielleicht doch nicht so unwahrscheinlich. Und dafür enden fast alle diese Videos in einem sicherlich schmerzhaften Unfall.

  25. Ich binde meine Schuhe wie Reinhard. Und zwar so locker, dass es ganz bequem ist, dann stopfe ich die Öhrchen und die Spitzen irgendwie platt unter die Schnürsenkel oder unter die Schuhseiten, also auf die Schuhzunge. Dann trage ich die Schuhe teilweise jahrelang und muss sie erst neu binden, wenn ich die Schnürsenkel ohne die Schuhe waschen möchte.

    Gibt es Untersuchungen, ob ich mir schade, wenn ich alle meine Schuhe (auch alle Sportschuhe) so binde, dass ich die Schuhe z.B. mit einem Schuhlöffel an und ausziehen kann ohne sie jemals dafür zu öffnen?

    • Ich habe mir die Veröffentlichung zum Knoten genauer angeschaut. Den strong knot benutze ich beim Stricken, um ein neues Knäuel dranzubinden, weil ich die losen kurzen Enden ganz kurz machen kann, sodass ich sie nicht vernähen muss. Ich mache den aber total umständlich bis ich den festziehen kann, da gibt es bestimmt handlichere Vorgehensweisen.

  26. Habe den Podcast leider erst heute gehört, aber SWR1 Leute Baden-Württemberg: Natalie Grams, Ärztin und Ex-Homöopathin ist hörenswert. Nachdem man alle Folgen minkorrekt durch hat natürlich erst 😉

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