Minkorrekt Folge 54 „Mettschale“

 

Nicolas war mal wieder zu Gast im Podunion Magazin (Folge 13) zum Thema Wissens(chafts)podcasts.

Eine drückende Hitze liegt auf Deutschland. Grund genug sich mal anzusehen wie man am Besten mit der Hitze umgeht: Die Hitzetipps von SPON!

padlock_closedThema 1: „Das Diamantmikroskop“ – Eine neue Methode um einzelne Zellen aufzulösen. Mit winzigen Magnetsensoren im Diamant.

Es gibt aber auch noch andere Strategien mit dem Lichtmikroskop faszinierende Bilder zu erzeugen. Das Blog „die kleinen Dinge“ von André Lampe sei Euch da wärmstens empfohlen. Auch die Science-Slams von André sind legendär!

padlock_openThema 2: „Ay Ay ihr Landratten, hisst die Tibia und lichtet das Fibroin“ – Spinnen können fliegen und segeln. Wir wollen keine Panik machen, aber: VERLASST DEN PLANETEN!!

Experiment der Woche: „Super-Soaker auf der Drehscheibe“ – Wir kühlen uns bei der Hitze mit Super-Soakern ab. Zumindest versuchen wir es. Der Effekt der Reinhard hier rettet ist die Corioliskraft und zur Erklärung müssen wir verschiedene Bezugssysteme einnehmen. Sehr schön sieht man den Effekt auch auf dem Video zum Experiment und den Bildern vom Spielplatz.

Musik: „Chemistry Dubstep“ Dave und Adam haben noch einen ganzen Channel mit Musik. Für diese Zumutung zeigt sich diesmal Reinhard verantwortlich!

Chinagadget der Woche: Gefüllte Burger mit diesem genialen Gerät! Falls ihr das auch haben wollt könnt ihr den Stufz Bürgerfüller hier bestellen.

padlock_closedThema 3: „psychologischer Lochfraß“ – Wir testen uns mal wieder selbst: Haben wir Angst vor Löchern? Ja, das gibt es! Testet Euch auch mit diesem Video zur Lochangst. Wissenschaftler versuchen zu erklären was hinter der Trypophobie steckt.

padlock_openThema 4: „Hüpfen wie Flasche leer!“ – Seriously Science?! Batterien hüpfen anders wenn sie voll bzw. leer sind? Ist denn schon wieder 1. April? Hier das Video vom Batterien-Experiment in der Sendung  und ein Batterien Video aus dem aus dem Paper. Wissenschaftler erklären die hüpfenden Batterien.

Hier die Webseite mit den Master– bzw. Bachelorarbeiten in der Industrie.

Infos zum Hörerinnentreffen gibt es aber weiterhin hier und auf unserem Blog. Termin: am 16.7.2015 auf der Dachterrasse des Unperfekthaus.

Außerdem wird man uns auf dem Chaos Communication Camp im August sehen können. Wir planen wieder eine Livesendung. 13. – 17. August 2015

Ziegeleipark Mildenberg, Zehdenick, Germany, Earth, Milky Way.

Unterstützt „The Creative Network“! Ein Podcasterfilm der auch in unseren Laboren gedreht wird!

Rausschmeißervideo: „Symphony of Science – the Quantum World!“ – Vorgeschlagen von Rico auf Twitter.

30 Gedanken zu “Minkorrekt Folge 54 „Mettschale“

  1. Pfeiffer Pumpen?

    Tipp: Duschen und dann nicht abtrocknen. 🙂 Wenn man dann ins Bett will, sollte man vielleicht Handtücher unterlegen. Bei diesem Wetter trocknet man von selbst oder man lässt sich von einem Ventilator trocken pusten.
    Durchzug oder Ventilatoren sind auch sehr praktisch bei Hitze. Haarföhns mit Kaltstufe sind auch gut, um das Gesicht kurz mal trocken zu bekommen.

    Hab noch nie mitbekommen, dass jemand Gauß als Einheit benutzt. Man verwendet normalerweise Tesla, also in allen Büchern und Vorlesungen über Supraleiter oder Kernspintomographen, die ich so kenne.

    • Zu den Pumpen äußern wir uns (noch) nicht! 😉

      Danke für die “Kältetipps”…

      Tja, veraltete Einheiten findest Du in amerikanischen Journalen relativ häufig. Auch in vielzitierten Science Papern passiert das. In einem meiner Vorträge zeige ich so ein Diagramm und kommentiere das auch immer! Das kann ich nicht lassen…

      Lieben Gruß!
      /nw

  2. Man muss nicht unbedingt nach Frankreich fahren, um ein ein Foucaultsches Pendel zu sehen, auch wenn es wohl das schönste der Welt ist:

    https://www.youtube.com/watch?v=4nJy_qEx9vg

    Hier ist eine Pendel-Webcam aus der LMU München, einschließich einer ausführlichen Beschreibung:

    http://www.geophysik.uni-muenchen.de/outreach/foucault-pendulum/das-foucaultsche-pendel?set_language=de

    Hier ist eine weitere:

    Das Foucault-Pendel im Kirchhoff-Institut für Physik
    http://pendelcam.kip.uni-heidelberg.de/

  3. Pumpe:
    Was heißt unter euch Mikrowellenplasmaphysikern eigentlich “Vorvakuum”? Wie viel Pascal sind das denn noch? Und überwelches Sauggasvolumen wir denn geredet?

    • Also Vorvakuum heißt bei uns mindestens unterer 10^-3 mbar-Bereich damit die Turbopumpen dahinter ordentlich laufen. Bei unserem Setup (trockene Doppelschraubenpumpe mit normaler Drehschieberpumpe als Standby bzw. Vorpumpe) haben wir in der Vorvakuumleitung einen Druck von minimal von ca. 5*10^-6 mbar bis hin zum noch eben akzeptablen untereren 10^-3 mbar-Bereich…je nachdem in welchem Zustand sich die Anlage befindet die gerade an der Leitung hängt. Die Pumpe die wir verwenden hat ca. ein Saugvermögen von ca. 500 m^3/h (genauen Wert müsste ich nachschlagen)

      Gruß 🙂
      /rr

      • Traum schlafloser Nächte so eine Pumpenleistung. Ich bin ja schon froh wenn meine 5*10^-3 mbar zum gefriertrocknen schafft.

      • Und ich bin schon stolz, wenn ich meine Wärmepumpe auf 6 Pa evakuiert bekomme.
        (Da ist aber noch die Ölvorlage des Kältekompressors mit gelöstem Kältemittel im Vakuumraum)

  4. Grüß Euch,

    das war vermutlich die “schlimmste” Folge.

    Beim Diamantpaper bin ich voll bei Euch. In meinen 2,5 Jahren an der Uni Liverpool mit einem sehr breiten Spektrum an Journal Abos ist das erst das 4. Paper das ich nicht bekommen kann. Und wenn ich mir den Preis anschaue, geht mir echt die Hutschnur hoch!

    Ob ich Euch hinsichtlich der Trypophobie dankbar oder böse sein soll, weiß ich echt nicht. Es erklärt auf jeden Fall, warum mir bei bestimmten Bildern/Strukturen das kalte Grausen kommt. In medizinischer Mikrobiologie habe ich damals echt Höllenqualen gelitten, aber das Video… Ich könnte mich jetzt noch totkratzen und heute Nacht habe ich wahrscheinlich Alpträume, weil ich das Photoshop Bild vom Schluß nicht mehr aus dem Kopf bekomme.

    Ich freue mich aber trotzdem auf den Rest der Folge und ganz viele weitere!

    • Ich hab mir selber kein Gefallen mit dem Video getan. Ein bisschen verfolgt es mich noch in meinen Gedanken… /nw

    • Ich bin nicht direkt von Ekel befallen, diese Trypophobie-Geschichte löst bei mir eher eine morbide Faszination aus. Bei mir hat sich fast ein Zwang eingestellt, nach Trypophobie-Bildern zu googeln. Ich glaube, das muss ich mal künstlerisch verarbeiten.

  5. Hallo,

    es soll ja bereits nächste Woche wieder heiß werden, und da werfen die SPON Tipps schon noch ein paar Fragen auf:

    Dort heißt es:

    “Nein, eiskalt sollte man nicht duschen. Das würde dazu führen, dass sich die Gefäße zunächst zusammenziehen, um die Wärme im Körperinneren zu halten. Danach steigert sich die Durchblutung der Haut aber, wir werden rot und schwitzen erst recht. ”

    Ja, und? Ist schwitzen nicht die eingebaute Bordkühlanlage des Menschen? Mina hat ja schon weiter oben den guten Tipp gegeben: Nach dem Duschen nicht abtrocknen. Genauso hab ich es gemacht!

    Wenn man das Kalte nicht abkann, bleibt Plan B: Ein Wannenbad mit Wasser unter der Köpertemperatur (auch Warmduscher halten 22-24 Grad gut aus) Aufgrund der größeren Wassermenge und der vollflächigen Körperbedeckung senkt das Wirkungsvoll die Körpertemperatur.

    Und in der Wanne kann man locker Podacsts hören…

    • Das mit dem “schwitzen” hat mich auch gewundert. Man sollte bei heißen Temperaturen um himmelswillen nicht das Schwitzen verhindern. Im Zweifel ist das nasse T-Shirt die einzige Möglichkeit für unseren Körper die Temperatur zu regulieren.

      Deshalb ertragen wir ja auch eine trockene Hitze besser als Hitze mit 100 % Luftfeuchtigkeit. Im ersten Fall können wir effizient die Körpertemperatur durch Schwitzen senken, im zweiteren Fall nicht.

      /nw

  6. Moinmoin,

    spannend, wie kurz dieses Paper eigentlich ist. Hätte bei der Thematik mit mehr Seiten gerechnet. Und ebenfalls spannend, dass man hier an der Uni als Archäologe das lesen kann 🙂

    Gruß aus Kiel,
    Christian

    • Das Paper setzt relativ viel voraus was vorher schon publiziert wurde. Zum Glück kennen wir die Literatur einigermaßen die zu diesem Paper führt.
      /nw

  7. Geht das mit der Coriolis-Kraft auch mit Photonen? Könne man damit eine Gerätschaft bauen in der man einen “Laser-Kreis” macht? Und könnte man damit dann die Lichtgeschwindigkeit aus der notwendigen Winkelgeschwindigkeit berechnen?

    • Rechne ich richtig und das sind

      120 * c / d U/min

      ? Dann bräuchte man ja 36.000.000.000 U/min bei einer Scheibe von 1 m Durchmesser. Das müsste also eine sehr große Scheibe werden damit das klappt.

    • Das dürfte nicht gehen, weil dann die Scheibe (bzw. der Rand der Scheibe) schneller sein müsste als die LG (sie hat ja einen längeren Weg und ist trotzdem eher an der gegenüberliegenden Seite). Schneller als LG ist aber verboten, also ist das nicht möglich.

      Zu dem Effekt von sich mit LG drehenden Scheiben gibt es aber einige Arbeiten. Beispielsweise zum Ehrenfestschen Paradoxon:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenfestsches_Paradoxon

      /nw

  8. bin heute erst zum hören gekommen.

    paper hab ich gefunden, das ip-paket damit ist vom daten-lkw gefallen 😉
    hoffentlich ist es noch vollständig

    kommt per mail 🙂

    viele grüße

    • Falls nicht, ich hätte hier auch noch ne leicht gebrauchte, aber noch voll funktionsfähige Ausgabe, die ich als Ersatz anbieten könnte 😉

  9. Zu eurem Experiment der Woche passen auch wieder die beiden Videos aus der Zuhörerfrage von Episode 52. (Die mit den Drehrichtungen von Wasser im Abfluss)

  10. Gibt es eigentlich Untersuchungen zu der Frage, warum Frauen deutlich häufiger als Männer an Trypophobie leiden? Ich könnte mir vorstellen, dass männliche Träger dieses Merkmals durch bestimmte Aspekte an der Weitergabe gehindert sind …

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