Minkorrekt Folge 21 „Danziger Goldwasser“

 

Auch wenn die Olympischen Spiele zu Ende gegangen sind: Wir eröffnen ganz feierlich Folge 21 unserer wissenschaftlichen Wettkampfstätte.

Nicolas hat mal wieder Wochenendwissenschaft betrieben: Diesmal hat er untersucht mit wie vielen O’s im Internet LOL geschrieben wird. Mit einem? Weit gefehlt!.

Eine Zuhörerfrage erreichte uns und wir beantworten sie gerne: „Warum eigentlich nicht mal einen olympischen Fackellauf im Weltraum?“. Wir konzipieren eine Lösung auf Basis von Feststoffraketen und schauen uns ein Experiment der NASA zu Flammen in Schwerelosigkeit an.

Danach müssen wir ein Rückblick auf die letzte Sendung werfen. Die Stammzellen Soap geht weiter. Bei allem nötigen Respekt kann man die Arbeiten wohl getrost als etwas schlampig einordnen.

Thema 1: „Darf’s ein bisschen mehr Elektron sein?“ – Das Gewicht des Elektrons wurde genauer gemessen als jemals zuvor. Etwas komplizierter als das abwiegen von Gemüse auf dem Wochenmarkt.

Thema 2: „Zelle GTI“ – Ein Hörer stieß uns auf dieses interessante Thema: Mini-U-Boote in Zellen die sich sogar steuern lassen. Da tanzen die Zellen im Kreis.

Experiment der Woche: „Bullet Time“ – Wir erzeugen die Bullet Time (bekannt aus dem Film „Matrix“) in unseren eigenen Händen. Wir brauchen ein Metallrohr, einen starken Magneten und die Lenz’sche Regel. Hier seht ihr unser Experiment (VIDEO1) (VIDEO2) und noch eine nette Erklärung.

Musikvideo: „Organisms do evolve“ – Miley Cyrus Cover

Kreationismus vs. Evolution. Hier das angesprochene Video vom wunderbaren Bill Nye und dem verblendeten Ken Ham. Wer zwei Stunden Zeit hat, sollte hier mal reinsehen. Allein aus rhetorischer Sicht eine Glanzleistung vom „Science Guy“.

Thema 3: „Laserfusion“ – Sensation! Fusion! Energie im Überfluss! Völlig ungefährlich! Die Lösung aller unserer Probleme! Juhu! Oder vielleicht doch nicht so ganz

Thema 4: „Pffff…Sachen gibt’s…!?“ – Reinhard stellt uns magnetische Monopole vor. Die wurden jetzt gefunden. Sachen gibt’s!

Rausschmeißer: „Das Lied der Physik“ – Danke Peter Lustig für diese Hymne!

23 Gedanken zu „Minkorrekt Folge 21 „Danziger Goldwasser“

  1. Zur Bullet Time:
    Ich weiß, das ist total unwichtig, aber: Matrix war zuerst da (31.3.1999 released). Max Payne wurde erst im Juli 2001 released.

    May Payne hat trotzdem nicht bei der Matrix “geklaut”: Das wurde seit Mitte 1996 entwickelt, und obwohl es ein Matrix-Skript seit 1994 gibt, konnten sie da wohl kaum abgucken. Aber was heißt schon abgeguckt: Zu slomo als Gestaltungsmittel im Film gibt’s eine längere Geschichte, über japanische Cartoons von 1966 bis zum 1938er “Olympia” von Leni Riefenstahl. Vielleicht hat ja aber auch ein Physiker die bullet time erfunden: in den 1940er hat MIT-Professor Doc Edgerton “Bullets” mit Hilfe von Stroboskoplich aufgenommen. Vielen Dank an die Wikipedia für die Details!

    Kann man mal sehen. Zusätzlich zm Dank für eine interessante Episode hier noch mein Dank für die Anregung zum Nachschlagen! 🙂

    • Wow, vielen Dank für den geschichtlichen Abriss zur Bullet-Time. Eigentlich hätte man sich überlegen können, dass diese eine Weiterentwicklung der Zeitlupe ist. Auch den Ursprung in den Mangas bzw. Cartoons hätte man sehen können. Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast den Faden noch mal zu spinnen. Das ist ganz interessant wie dieses Element eigentlich schon immer künstlerisch eingesetzt wurde. Eben mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln.

      Inkorrekten Gruß! (nw)

  2. Wie immer eine super Folge (:

    Bei einem Hörertreffen wäre ich sofort dabei. Wollte eigtl auch zu dem von Tim gehen, hatte da aber das Gefühl, dass das eine zu eingeschworene Gemeinde ist ^^

    • Hallo Sven,

      wir planen ein Hörertreffen in Dresden weil wir (und wie wir gerüchteweise gehört haben auch ein Haufen anderer Physiker) dort im April beruflich sind. Näheres dazu in der nächsten Sendung.

      Danach wird man die Gelegenheit haben uns bei der re:publica zu sehen.

      Wenn das alles gut geklappt hat, könnten wir uns auch ein sommerliches Hörertreffen im Ruhrgebiet vorstellen.

      Ich glaube vor eingeschworenen Gemeinden brauchst Du bei Podcaster Treffen keine Sorgen zu haben. Das ist ein ziemlich bunter Haufen aus extrem unterschiedlichen Leuten. Natürlich kennen sich die ein oder anderen. Aber es sind auch ganz viele dabei, die zum ersten Mal zu sowas gehen, einfach nur um das Gesicht zu der Stimme zu sehen! 🙂 (nw)

  3. Wie immer eine klasse Folge.

    Euer Experiment der Woche wird auch gerne genommen, um bei Grundschülern Werbung für das interessante Fach Physik in der weiterführenden Schule zu machen.
    Dort wurde als Kupferrohr ein einfaches Heizungsrohr (Durchmesser ca. 15-20mm, Wandstärke ca. 2mm verwendet). Da war die wirbelstrombedingte Verzögerung auch schon deutlich, wenn auch nicht so extrem wie bei eurem Experiment mit dem dicken Kupferrohr.

    Gruß,
    Joe

    • Das kann ich mir wirklich gut vorstellen, dass das beiden Schülern gut ankommt. Selbst mit soliden Grundkenntnissen in Physik ist das Experiment irgendwie surreal. Ich hole zur Zeit auch kaum noch die Aluminiumfolie aus dem Küchenschrank OHNE die Kühlschrankmagnete durchfallen zulassen! 😉

      Minkorrekten Gruß! (NW)

    • Hi Steffen,
      danke für den Hinweis. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden an welcher stelle wir das ganze eingetragen haben 😀

      Inkorrekten Gruß (rr)

  4. Ich fand euer Experiment der Woche wirklich sehr beeindruckend! Ein Neodym-Magnet ist schon bestellt. Jetzt kommt noch die schwierige Suche nach einem passenden Rohr mit genügend Wandstärke. Euren TIpp aus der Sendung, irgend ein beliebiges metallische Rohr zu verwenden möchte ich aber etwas einschränken. Ich denke, dass das Rohr nicht ferromagnetisch sein sollte – ansonsten braucht der Magnet sehr, sehr lange zum Durchfallen: er ‘klebt’ dann nämlich einfach am Rohr… Silber oder Alu wäre vermutlich am besten geeignet, oder?

    Die Sendung war übrigens wirklich sehr spannend! Gerne mehr Physik 🙂

  5. so jetzt habe ich die Folge nachgehört… und was stelle ich fest?
    NIEMAND unterstützt das 42´er LOL
    Auf gehts
    LooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooL
    Konterfrage: Wie alt könnte ich sein? 😀

  6. Als Späthörer habe ich (als Person vom Kernenergie-Fach) noch was im Papp zu brocken:

    a) Bei den Fässern im Atom-Endlager (eine Anmerkung zur Laserfusion) wird gar nicht erwartet, dass sie rostfrei sind … von der Sicherheit der Lagerstätte her könnte man das Zeug auch einfach so unter Tage einlagern. Für den Transport zum Lager und während oberirdischer Zwischenlagerung sind sie aber aus Sicherheitsgründen notwendig, und sie vereinfachen die Handhabung unter Tage bei der Einlagerung. Das gilt auch für die meisten anderen Endlagerbehälter (Container, etc.).

    b) Die Spekulationen zu den Kernwaffen waren etwas neben der Realität 😉
    Die Laserfusion ist eigentlich ziemlich genau das gleiche Prinzip wie eine Wasserstoffbombe; bei der wird um ein paar Kilo Wasserstoff (Deuteruim ? Tritium ?) herum eine konventionelle Atombombe gezündet, die das Zeug dann (wie den kleinen Krümel bei der Laserfusion) per Schockwelle so heftig komprimiert, dass Fusion stattfindet.

    c) MACHT WEITER ! Ich liebe die Sendung.

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